Rüdenbesitzer

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von hummingbird 23.04.10 - 22:17 Uhr

Hallo zusammen,

lasst ihr eure Rüden kastrieren?
Welche Gründe gibt es dafür und dagegen?

In der Hundeschule wird dazu geraten, aber irgendwie bin ich nicht dafür. Ich habe Angst, dass das Temperament verloren geht, das Fell schlecht wird, er dick wird und zudem ist es ja auch immer eine Operation.
Also ich sehe die Notwendigkeit nicht so wirklich.

Ich bitte daher um eure Meinungen und Erfahrungen.

Danke!
LG

Beitrag von kitty1979 23.04.10 - 22:49 Uhr

Hallo!

Unser Ben (Labrador/Australian Shepherd-Mix) ist jetzt 6 Monate alt. Ob wir ihn kastrieren lassen, wissen wir nicht, es kommt darauf an, wie er sich entwickelt.

Es gibt ja Rüden, die völlig durchdrehen, wenn in der Nachbarschaft eine Hündin läufig ist. Wir haben 3 Hündinnen direkt nebenan wohnen, und sollte er so ein Kandidat sein, wird er kastriert. Aber vorab will und kann ich das nicht entscheiden.

Also werden wir erstmal abwarten und sehen, wie er sich so verhält!

Lg Nicole

Beitrag von maddytaddy 23.04.10 - 23:01 Uhr

Hallo,

Habe zwar momentan eine Hündin, aber bei beiden Geschlechtern habe ich die selbe Meinung: Nur wenn es nicht anders geht. Also wenn ne Hündin andauernd mit heftigen Scheinschwangerschaften zu kämpfen hat oder ein Rüde eben nur noch jammert wenn in der Nachbarschaft eine Hündin läufig ist.

Haben hier einige Straßen weiter einen älteren Rüden, der letzten Dezember als Emmy läufig war regelmäßig abends abgehauen ist und bei uns im Garten auftauchte.. Das Problem war nicht nur bei uns, sondern der Rüde ist in der ganzen Siedlung bekannt wegen seiner Besuche..Seitdem unser Garten komplett dicht ist, war er z.G. nicht mehr da.

LG

Beitrag von hexenwesen25 23.04.10 - 23:25 Uhr

Hallo,

unser Rüde ist kastriert. Für mich hat das nur vorteile. Er hat überhaupt keine Probleme mit anderen Rüden. Läufige Hündinnen findet er vom geruch zwar sehr interessant und er hat auch schon mal versucht draufzusteigen aber er tickt nicht total aus und lässt sich auch sehr gut ablenken.
Er ist ein Mischling also muss er für Nachwuchs auch nicht sorgen.
Ich kann absolut nicht erkennen das sein Fell irgendwie schlechter geworden wäre. Dicker ist er auf keinen Fall geworden und das liegt auch ganz in den Händen des Besitzers. Er ist vielleicht etwas ruhiger geworden aber nur im positiven Sinne.
Ich stehe da total hinter und würde es immer wieder tun. Mir ist es auch sehr wichtig das mein Hund keine ungewollten und ungeplanten Welpen in die Welt setzt. Dafür gibt es einfach schon viel zu viel Hundeelend auf der Welt.
Lg Nicole

Beitrag von jennychrischi 23.04.10 - 23:30 Uhr

Das würde ich von dem Rüden abhängig machen. Unsere zwei sind da absolut unterschiedlich. Der Border war als er 1 Jahr alt wurde immer aggressiver geworden andere Rüden gegenüber. Er betrat den Hundeplatz und alles waren "seine" Hündinnen. So ging es nicht weiter. Er war vorer einer der wahnsinnig gern tobte. Ging nciht mehr. Nach langer Rücksprache mit unserer THP haben wir ihn kastrieren lassen. CA. 3 Monate später war vorbei mit dem Verhalten. Er ist nun fast 2 und spielt wie vorher, ist nicht dicker geworden und kein Stück ruhiger. Läufige Hündinnen haben ihn aber schon immer recht kalt gelassen.

Unser Jakcy Mix leidet. Er leidet wahnsinnig. Weint viel, schläft kaum, magert regelrecht ab. Nachts um drei sitzt er hier und heult wie ein Wolf. Ist dauernd erregt. Nur weil eine Hündin läufig ist. Er wird nun auch kastriert. Weil er so leidet. Dafür zeigt er kein böses Verhalten anderen Hunden gegenüber. So unterschiedlich kann das sein. Der Rüde einer Freundin, ebenfalls Border, hat bereits gedeckt und trotzdem bleibt er locker bei läufigen Hündinnen. Natürlich möchte er zu ihr, aber das versucht er nciht mit allen Mitteln durchzusetzen. Pferde gucken ist sogar spannender für ihn als die Hündin ;) Macht es abhängig davon, wie er sich entwickelt. :)

Beitrag von kja1985 24.04.10 - 00:54 Uhr

Nein, meiner wird nicht kastriert, außer er wird ein absolut geiler Bock.

Beitrag von bienchensg 24.04.10 - 06:56 Uhr

Mein dreijähriger Cocker ist kastriert.

Er ist gertenschlankund sportlich.
Er hat ein Temperament wie eine Operndiva.
Sein Fell glänzt wie ein Spiegel.

Doch, die Notwendigkeit ist da. Ich bin der Meinung, das alle Rüden, die nicht für geeignete Zucht vorgesehen sind, kastriert werden sollten. Es kann immer mal passieren das er doch abhaut und dann ist der Salat da. Ausserdem leiden unkstrierte wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind.

Beitrag von hexenwesen25 24.04.10 - 07:25 Uhr

#pro

Beitrag von -tinkerbellchen- 24.04.10 - 07:24 Uhr

Ich bin absolut Pro Kastration, egal ob Rüde oder Hündin. Allein um eine ungewollte Fortpflanzung zu verhindern und den Stress damit nicht zu haben. (Ja, ich machs mir da recht einfach)

Unser Rüde ist (früh) kastriert, spindeldürr, super aktiv und hat ein tolles Fell.

Unser Rüde davor ebenfalls.

Beitrag von minimal2006 24.04.10 - 07:50 Uhr

Guten Morgen

Ich würde es, wie es dir auch schon empfohlen wurde, vom Rüden abhängig machen.

Mein erster Hund war ein Parson.
Meilo war extrem schwierig, wenn z.B. läufige Hündinnen in der Nachbarschaft waren.
Ich hab ihn kastrieren lassen.
Er behielt seine Traumfigut, war schlank und sehr gut bemuskelt.

Oskar, unser Jack Russell Terrier wurde auch kastriert.
Mein Mann nennt ihn jetzt immer "Sumo-Russell", er ist dick geworden, träge und faul :-P
Die Futtermenge ist nicht verändert, ich rechne sogar die Leckerlis in die Futtermenge ein.. und ich bin ganz viel mit den Hunden unterwegs.
Also an mangelnder Bewegung liegt es auch nicht.

Woran das liegt.. keine Ahnung..

Eine Kastration würde ich eh nicht unter einem Jahr machen lassen.
Bei Hündinnen mind. die zweite Läufigkeit abwarten, bei Rüden mind. 1 Jahr.. wenn nicht sogar noch ein bissel älter.


LG

Beitrag von hexenwesen25 24.04.10 - 08:19 Uhr

Hallo,

Nach einer kastration wird der Testesteron-Spiegel gesenkt. Manche Hunde verbrauchen dann einfach weniger Energie. Klar der Trieb und das ganze dominanzgehabe verbraucht unglaublich viel Energie. Deswegen werden manchen Hunde bei der gleichen Futtermenge dick. Gib ihm einfach weniger und füll die Menge mit zB Möhren auf. Dein Hund soll ja auch nicht Hungern. Das die Leckerlis von der Tagesration abgerechnet wird finde ich absolut normal und mache ich immer so. Es bringt auch schon ganz viel wenn der Hund fürs Fressen arbeiten muss.
Naja und das der Hund träger geworden ist liegt natürlich auch zum einen an den Testesteron-Spiegel und zum anderen daran das er dick ist.
Lg Nicole

Beitrag von minimal2006 24.04.10 - 10:16 Uhr

Hallo Nicole

Die arme Socke bekommt schon weniger, als die anderen hier im Haus ;-).
Bei Meilo war das damals nicht so.. aber wenn ich zurück denke, dann kommt mir schon in den Sinn, das er sich auch viiiiel mehr bewegt hatte, als Oskar.
Oskar ist schon von seinem Gemüt her sehr träge und faul :-P.
Er hat einfach immer Hunger :-(...

Happy hingegen liegt mit 5,2 Kilo eher an der Grenze zum Untergewicht. Eine Züchterkollegin sagte neulich:
"Die könnte ein paar Gramm mehr auf den Rippen haben"
Sie frisst gut und bekommt tägl. ca. 50 g Fleisch mehr (barf)
Mehr soll ich ihr lt. TA auch nicht geben.
Bei ihr rechne ich die Leckerlis z.B. auch nicht ab.. die bekommt sie noch extra.
Aber die Trulla rennt auch den ganzen Tag wie eine Bekloppte im Garten.. geht mit mir laufen.. sie ist einfach unglaublich energiegeladen.

Meinst du, ich soll noch Fleischmenge abziehen?
Er bekommt im Moment 180g Fleisch.
Lt. Tabelle sollte er bei seinem Gewicht 270 bekommen.

LG Tanja



Beitrag von cosmicdoodle 24.04.10 - 08:50 Uhr

Hallo!

So war es bei mir auch damals. Mein Rüde war 10 Monate alt und fing an mit dem Aufreiten, das war schlimm. Naja, die Hundetrainerin meinte, ich müsse ihn sofort kastrieren lassen, sonst würde ich dieses Verhalten niemals wieder los werden. Ich Dussel habe es sofort machen lassen und bereue das total, wäre gar nicht nötig gewesen.

Er reitet nämlich immer noch gerne auf (nicht mehr so schlimm). Sein Verhalten hat er nicht verändert, er ist immer noch sprunglebendig, hat tolles Fell und ist auch nicht dick (wir müssen nicht mal aufpassen, dadurch, dass er sich so viel bewegt, wird er nicht dicker).

Ich würde an Deiner Stelle abwarten. Wenn er sehr rüdig wird, dann könnt Ihr drüber nachdenken, aber ich glaube, die meisten Rüden kann man auch ohne Kastration ganz gut händeln.

Als Alternative und zum Ausprobieren gibt es einen Chip, den man unter die Haut legen kann und der ein halbes Jahr die Bildung von Hormonen stoppt (die Hoden werden ganz winzig). Bei dem Rüden meiner Freundin hat das super funktioniert, so konnte sie testen, ob eine Kastration überhaupt was bringen würde (er war sehr rüdig und auch aggressiv anderen Rüden gegenüber).

Aber grundsätzlich würde ich mittlerweile von Kastration abraten... wie gesagt, ich wünschte, ich hätte mich nicht dazu überreden lassen, aber damals war ich noch so unerfahren, dass ich fast alles geglaubt habe....

LG,
Cosmic

Beitrag von cosmicdoodle 24.04.10 - 08:56 Uhr

Ach so, noch was: Trotz seiner Kastration kann mein Rüde eine Hündin decken. Er ist zwar nicht so extrem hinter läufigen Hündinnen her, aber wenn sich ihm eine anbietet, versucht er schon, sie zu begatten. Er braucht halt nur etwas länger, bis sein "Ding" soweit ist, so dass die Hündinnen nach zu langem Gejuckel zur Seite springen.... er stand schon 3 x mit 'nem - ähem - "Rohr" in der Gegend rum weil die Hündin im richtigen Moment weggesprungen ist. Kein schöner Anblick.... ;-) und ein bißchen peinlich ist es mir auch!



LG,
Cosmic

Beitrag von hexenwesen25 24.04.10 - 09:04 Uhr

Dann war die Kastration ja doch sehr Sinnig. ansonsten hätte dein Hund vermutlich schon 3 Mal für Welpen gesorgt die die Welt nicht braucht.
Und wenn dein Hund schon so drauf ist jetzt wo er kastiert ist, dann möchte ich nicht wissen wie er drauf wäre wenn er nicht kastriert wäre.
Lg Nicole

Beitrag von cosmicdoodle 24.04.10 - 11:09 Uhr

Hm, nö, sehe ich eigentlich nicht so! Ich denke, es ist nicht unnormal, dass auch ein kastrierter Rüde Triebe hat! Habe ich auch schon von vielen anderen gehört. Außerdem kommt dieser Trieb wirklich nur zum Vorschein, wenn sich eine in Standhitze befindliche Hündin sich ihm anbietet. Er käme nie auf die Idee, eine Hündin zu belästigen, wenn sie einfach nur läufig ist.

Und: Wenn er nicht kastriert wäre, ließe ich ihn selbstverständlich nicht mit einer läufigen Hündin flirten.

Ich bleibe dabei: Mein nächster Rüde wird nicht einfach so kastriert!

LG,
Cosmic

Beitrag von hummingbird 24.04.10 - 09:08 Uhr

Danke schon mal für eure Meinungen. #danke
Ich bin mir aber immer noch nicht im Klaren.

Unser Hund ist ein reinrassiger VDH Hund.
Kann ich mit ihm denn zB zu Ausstellungen fahren, wenn er kastriert ist?

Beitrag von coolmum 26.04.10 - 12:10 Uhr

hallo,

nein kannst du dann nicht mehr.

soll er denn einmal deckrüde werden? also mit allem was dazu gehört wie hd/ed röntgen, ausstellungen, augenuntersuchungen, gentests ect???

lg

Beitrag von aussiegirl600 24.04.10 - 10:17 Uhr

Der Rüde meiner Mutter wurde kastriert weil seine 2 besten Freundinnen unkastriert sind. Hört sich nach ner seltsamen Begründung an, aber die beiden leben direkt nebenan UND die Besitzer haben mit meiner Mutter eine Auf-Hunde-aufpass-Vereinbarung. Da die beiden Mädels evtl für die Zucht was wären und meine Mutter eh zur Kastra tendierte, wurde eben Rocky kastriert.

Sein Fell ist völlig ok, er ist schlank (kein Wunder bei 3h Bewegung am Tag), er hat absolut genug Temperament.

Ich würde aber NICHT generell zur Kastra raten. Wenn der Rüde mit läufigen Hündinnen gut klarkommt und der Besitzer ordentlich auf den Hund aufpasst, dann muss Kastra nicht sein.

Beitrag von dominiksmami 24.04.10 - 12:47 Uhr

Hallo,



bisher waren alle meine Rüden kastriert.

Mein Schäferhund wurde mit 6 Jahren kastriert, weil er Prostata/Hodenkrebs entwickelt hatte.

Der Pudelmix wurde vom Tierheim kastriert vermittelt.

Wolf litt Höllenqualen wenn irgendwo eine läufige Hündin war. Er heulte ganze Nächte durch, fraß tagelang nichts und stand vollkommen neben sich. Er magerte regelmäßig völlig ab und da er sowiso schon zu den sehr, sehr schlanken Hunden gehört war das jedesmal bedrohlich.

Teddy benahm sich nicht ganz so schlimm, verfiel aber draussen grundsätzlich in ein elendes Machogehabe, deshalb haben meine Eltern ihn kastrieren lassen.


Grundsätzlich hat keiner dieser 4 Rüden sein grundlegendes Temperament verloren, keiner hat schlechtes Fell bekommen und erst recht ist keiner von ihnen dick geworden.

Gut das mit dem Fell ist meist Veranlagung, aber der Rest (Gewicht und meist auch Temperamentsveränderung, teilweise dann eben auch das Fell) liegt meist an den Besitzern. Sie behandeln ihre Hunde unbewußt anders als vorher und schon werden die vierbeiner speckig...wer aber ungesund frißt, verliert an Temperament und bekommt oft auch schlechtes Fell.

OHNE einen wichtigen Grund würde ich dennoch keinen Hund kastrieren lassen.

lg

Andrea

Beitrag von krokolady 24.04.10 - 19:35 Uhr

Unser Goldie wurde mit 15 Monaten kastriert.
War von Anfang an klar das er in dem Alter entmannt wird - Grund: seine Erziehung/Ausbildung

Beitrag von coolmum 26.04.10 - 12:06 Uhr

hallo,

also ich bin auf alle fälle ein befürworter der kastration. sowohl bei rüden als auch bei hündinnen.

schlicht und ergreifend aus dem grund, weil mein hund dann nicht regelmäßig diesem stress ausgesetzt wird.
jede läufigkeit ist für die hündin enormer stress, genauso ist jede läufige hündin für einen rüden stress.
der hund hat einen fortpflanzungstrieb und den will er befriedigen.
es geht hier nicht nur um "der heult wenn ne hündin läufig ist" sondern um einen trieb den der hund nicht ausleben darf und irgendwie verarbeiten muss. es kann passieren dass rüden nichts mehr fressen, heulen oder sogar agressiv werden.

klar, das muss nicht sein, aber es kann! ich finde dem sollte man sich bewusst sein.

alle meine hunde die nicht für die zucht vorgesehen sind, sind kastriert und auch alle künftigen werden es werden.

ich kann dir von allen fünf hunden die ich bisher kastrieren lassen habe sagen, dass keiner sein temperament verloren hat, keiner dick geworden ist oder schlechtes fell bekommen hat (die richtige ernährung machts).

lg