Darf das so im Arbeitszeugnis stehen?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von ohmama 23.04.10 - 23:24 Uhr

"Herr XY konnte die Tätigkeiten im XXXX wegen seiner langwierigen und andauernden Krankheit nicht mehr ausüben und ist daher seit XXXX aus unserem Betrieb ausgeschieden."


MUSS überhaupt im Arbeitszeugnis stehen, warum ein Arbeitnehmer ausgeschieden ist?


LG ohmama

Beitrag von jeremiaskilian 23.04.10 - 23:28 Uhr

Hi!

So wie ich es gelernt habe, darf im Arbeitszeugnis NUR positives stehen! Auch nichts verstecktes negatives!

Den Satz in deinem finde ich total daneben!! Würd ich mich sofort beschweren!!

LG

Beitrag von skbochum 23.04.10 - 23:47 Uhr

Nein, so darf das da auf keinen Fall stehen.

Beitrag von ohmama 24.04.10 - 13:50 Uhr

Danke sehr für die Antwort!

Beitrag von myimmortal1977 24.04.10 - 08:42 Uhr

Das kommt immer ganz drauf an, ob so was drin stehen darf oder nicht.

Manche Arbeitgeber machen dass, damit man keine Sperre beim Arbeitslosengeld bekommt oder dieses unterstützend z. B. bei einem Erwerbsunfähigkeitsrentenantrag vorlegen kann.

Denn bei den beiden Geschichten ist es schon wertvoll, wenn man seinen Job unverschuldet aufgund von Krankheit verloren hat.

Wenn man sein Berufsleben allerdings fortführen möche/kann, sollte dafür eine extra Bescheinigung vom AG ausgefüllt werden, was man bei Behörden vorlegen kann.

Dann sollten nur die "üblichen" Schlusssätze verwendung finden, wie Herr XY verläßt das Unternehmen auf eigenen Wunsch oder haben uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt oder so.

LG Janette

Beitrag von king.with.deckchair 24.04.10 - 11:19 Uhr

"Manche Arbeitgeber machen dass, damit man keine Sperre beim Arbeitslosengeld bekommt oder dieses unterstützend z. B. bei einem Erwerbsunfähigkeitsrentenantrag vorlegen kann.
Denn bei den beiden Geschichten ist es schon wertvoll, wenn man seinen Job unverschuldet aufgund von Krankheit verloren hat. "

Unsinn. Dann wird dieser Nachweis anders geführt. Keinesfalls darf eine Erkrankung im Arbeitszeugnis Erwähnung finden. KEI!NES!FALLS!

Beitrag von ohmama 24.04.10 - 13:49 Uhr

Vielen Dank für Deine Antwort!

Beitrag von jeremiaskilian 25.04.10 - 00:53 Uhr

"Denn bei den beiden Geschichten ist es schon wertvoll, wenn man seinen Job unverschuldet aufgund von Krankheit verloren hat."

Nein! Und selbst wenn, hört es sich bei ihrem AZ aber nicht nach "unverschuldet" an!

Ich sehe kein "leider" oder "wir bedauern"!

LG Nadine

Beitrag von jeannylie 24.04.10 - 15:29 Uhr

Auf gar keinen Fall. Mit dem Zeugnis braucht man sich ja dann gar nicht mehr zu bewerben.

Beitrag von hilli2 24.04.10 - 20:15 Uhr

Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen (bin kein Experte dafür), aber ein Zeugnis soll ja eigentlich:

- die Tätigkeiten des AN beschreiben
- die durchgeführten Tätigkeiten beurteilen.

Dieser Satz macht weder das eine noch das andere, es wird nur geschrieben, dass jemand krank geworden ist und deswegen nicht mehr arbeiten konnte.

Die Wörter "langwierig" und "andauernd" sind eine Frechheit, es handelt sich um Bewertungen, aus denen m.A. nach hervorgehen, dass der Chef persönlich sauer auf den AN ist.

Das hat in einem Zeugnis nichts zu suchen! Fordere ein neues an!!!!!