Antrag auf Umgangsrecht Teil 2

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Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von naddikiel79 24.04.10 - 11:18 Uhr

HALLO;

ich hatte hier bereits vor ein paar Tagen berichtet dass der KV einen Antrag auf Umgangsregelung bei Gericht gestellt hat.
Habe auch den Termin zur Anhörung erhalten, so weit so gut..
Gestern kam die Begründung des Antrages.. ich war auf alles gefaßt, denn sollte er etwa als Begründung angeben, dass er seit Monaten keinen Kontakt mehr wollte oder einfach so an seinem Sohn vorbeigeht und fährt ohne ihn nur zu grüßen? WENIGER..

Es gibt einen Punkt, der mir besonders zu schaffen macht:
Der KV möchte unseren Sohn in den Ferien (Sommer 2 Wo., Herbst,- Winter,- Osterferien je eine Woche) bei sich haben.
Ist absolut nicht das Problem an sich..

Nun ist es aber so, dass er seit Neuestem (naja, seit Okt. 09) für seinen Sohn keine Übernachtungsmöglichkeit mehr möchte und trotzdem VERLANGT, dass sein Sohn bei ihm die Ferien verbringt.
Er möchte seinen Sohn jeden 2. Sonntag sehen, nicht mehr und nicht weniger.
Kann man von einem 4jährigen verlangen dort die Ferien zu verbringen, wenn keinerlei Kontakt bisher (seit 4 Monaten gar kein Kontakt, davor auch nur schleppend und unregelmäßig) bestand und keinerlei Übernachtungsmöglichkeiten gestellt wurden?
Wenn nach ein paar Treffen (die regelmäßig und positiv verlaufen) eine Übernachtungsmöglichkeit gestellt werden würde, wäre es für den Kleinen nicht wirklich ein Problem, dies möchte der KV aber NIE WIEDER..
ICH habe kein Problem damit, dass unser Sohn Freizeit/Urlaub bei seinem Vater verbringt (im Gegenteil), ich denke nur im Sinne meines Kindes.
Auch weiß ich nicht einmal ob der KV auch in den Urlaubszeiten tatsächlich Urlaub hat oder seine Lebensgefährtin allleinig meinen Sohn hat, bis der KV von der Arbeit zurück ist. Dies würde ich keinesfalls dulden...
Ich habe leider erst nä. Woche einen Termin bei meiner Anwältin, die Frage wurmt mich aber so sehr..

Für hilfreiche Antworten wäre ich dankbar...

Sorry für den langen Text..

LG

Beitrag von kati543 24.04.10 - 11:27 Uhr

Wie meinst du das, er hat keine Übernachtungsmöglichkeit? Soll dein Sohn denn vor der Tür schlafen, oder was?

"Auch weiß ich nicht einmal ob der KV auch in den Urlaubszeiten tatsächlich Urlaub hat oder seine Lebensgefährtin allleinig meinen Sohn hat, bis der KV von der Arbeit zurück ist. Dies würde ich keinesfalls dulden... "
Das ist nicht dein Recht es zu dulden oder nicht. Stell dir mal die Umkehrsituation vor. Dein Lebensgefährte ist allein zu Hause mit deinem Kind....was machst du dann?

Beitrag von naddikiel79 24.04.10 - 11:44 Uhr

Der KV möchte unseren Sohn nicht mehr bei sich übernachten lassen, was "früher" nie das Problem war.
Er möchte ihm keine Übernachtungsmöglichkeit mehr geben..
Wenn ich einen Lebensgefährten hätte, würden meine Kinder diesen Mann natürlich kennen und umgekehrt.
Mein Sohn hat die Lebensgefährtin jedoch wenige Male gesehen.
Der KV hat die Forderung gestellt, dass unser gemeinsamer Sohn die Ferien bei ihm verbringt. Sicherlich zusammen mit der Lebensgefährtin, keine Frage.
Ich sehe es nicht so, dass ein Vater (oder auch eine Mutter) solch eine Forderung stellen sollte um das Kind anderweitig betreuen zu lassen.
Wenn man das Kind im Urlaub sehen möchte, dann sollte man auch diese Zeit miteinander verbringen...
Hätte ich diese "Forderung" gestellt, hätte ich mich nicht beschweren dürfen, wenn die Lebensgefährtin unser Kind betreut bedingt durch Arbeit des KV´s- so ist es ja nicht.

Beitrag von mamiki2 24.04.10 - 11:42 Uhr

Verstehe ich das jetzt richtig?

Der Vater will,dass sein Sohn in den Ferien bei ihm ist,möchte aber zeitgleich nicht,dass der Kurze dort schläft?Oder hat er einfach kein Bett für euren Sohn?

Oder steh ich einfach nur etwas auf dem Schlauch?#kratz

Und mit dem Betreuen durch seine Freundin,gebe ich der Vorschreiberin recht:
Wenn du einen Partner/Mann/Freund hast,passt der ja auch ab und zu auf dein Kind auf,warum sollte es bei deinem Ex und seiner Freundin ncht auch so gehen?

Ich vertraue meinem Zukünftigen doch auch meine Kinder an,gehe abends mal weg und lass ihn mit den Kindern alleine.

Deswegen kann ich doch dann nichts dagegen sagen,wenn mein Ex das mit seiner Freundin genauso handhabt.

Auf die Idee käme ich garnicht,solange sie unseren Sohn genauso liebevoll behandelt wie ich es tue.

Liebe Grüße
Nicole

Beitrag von naddikiel79 24.04.10 - 11:55 Uhr

Ja, der Vater möchte den Kleinen alle 2 Wo. Sonntags sehen, jedoch ihm keine Übernachtungsmöglichkeit mehr geben von Sa. auf So.
Andererseits möchte er das der Kleine dann gleich 1-2 Wo. bei ihm verbringt.
Ich verstehe nicht einmal, warum der KV unseren Kleinen nicht über Nacht haben möchte, aber es ist seine Entscheidung.

In gewisser Weise gebe ich Euch natürlich recht, was die Betreuung anbelangt.
Ich hatte aber der Vorrednerin auch geschrieben, dass mein Kurzer die Lebensgefährtin wenige Male bisher gesehen hatte (dies vor einer langen Zeit).
Und wenn ICH die Forderung gestellt hätte,dass mein Sohn die hälfte der Ferien bei dem KV verbringen "soll", hätte ich es in Kauf nehmen müssen, dass mein Ex-Freund arbeiten muss und die Betreuung durch die Lebensgefährtin übernommen wird.

LG

Beitrag von levg2478 25.04.10 - 10:41 Uhr

Also kurz zusammengefasst:
Wenn du gesagt hättest der KV soll den kleinen in den Ferien nehmen wäre das ok wenn seine Freundin auf euren Sohn aufpasst.
Aber weil er das will ist es nicht ok?
Habe ich das richtig verstanden?
Und ich habe das auch richtig verstanden das er Kontakt mit dem Kleinen hat bzw will nur nicht mehr möchte das er am WE da schläft?
Na dann kennt dein Sohn ja seine Freundin nehme ich an und wo sollte dann das Problem sein?
Der Vater will ihn jedes 2. We und dann lernt man sich ja auch automatisch besser kennen? Wie sollte das denn sonst funktionieren?
Und das er nicht möchte das sein Sohn da schläft übers WE ist wieder eine Sache die wir nur akzeptieren können und nicht verstehen müssen.
Ich habe es aufgegeben meinen Ex-mann verstehen zu wollen.
Er holt die kinder nur an Feiertagen ab und fährt mit ihnen zu seiner Mutter und an Geburtstagen wirft er eine Kleinigkeit rein und schnell wieder weg.......
Lg

Beitrag von naddikiel79 25.04.10 - 11:26 Uhr

Wenn ich darauf bestehen würde, dass der KV seinen Sohn die Hälfte der Ferien zu sich nimmt, dieser jedoch arbeiten muss, dann muss ich mich dem fügen.
Wenn der KV jedoch die Forderung stellt, seinen Sohn in den Ferien (halt dann, wenn der KV Urlaub hat) zu sich nehmen zu wollen, ist es doch ein wenig anders...


Nein, er hat keinerlei Kontakt mit seinem Sohn...dies schon seit Monaten nicht, davor auch nur "gelegentlich", wie es ihm gerade mal passte.
Hatte ich auch bereits geschrieben.

Er kennt auch seine Lebensgefährtin nicht wirklich, er hat sie wenige Male kurz gesehen (sie sind auch noch nicht lange zusammen).
Natürlich lernt mein Kind seine Lebensgefährtin besser kennen, soll ja auch so sein.

Grundsätzlich ging es aber um die Frage, ob es sein kann, dass der KV keine Übernachtung des Kindes an den We´s mehr möchte, es dem Kind aber zumutet nächtelang bei ihm zu übernachten in den Ferien.

Es wäre nicht im Sinne meines Sohnes, denn er hat ohnehin sehr mit der Situation zu kämpfen, dass sein Vater nicht anruft; an ihm wortlos vorbeigeht und fährt etc.


Beitrag von grundlosdiver 24.04.10 - 22:38 Uhr

Mach Dir keine Sorgen!

Ohne Übernachtungsmöglichkeit keine Übenachtung, ganz einfach!!!

Warum die Ferien? Er ist doch erst 4 #kratz

Liebe Grüße! #liebdrueck

Beitrag von naddikiel79 25.04.10 - 11:12 Uhr

Der KV hat sehr wohl die Möglichkeit/Räumlichkeit unseren Kurzen dort übernachten zu lassen, es ist eine Frage des Wollens.
"Früher" hat es auch funktioniert und stellte kein Problem dar.
In den Ferien, weil die Lebensgefährtin einen schulpflichtigen Sohn hat. Zumindest gehe ich davon aus, dass dies der Grund ist.

Ich glaube (nein, ich weiss es), dass mein Sohn enorme Schwierigkeiten damit haben wird, wenn er seinen Vater "lediglich" alle 2 Wochen Sonntags sieht und dann urplötzlich nächtelang bei ihm schlafen "muss".
Vor Allem weil keinerlei Kontakt zwischen KV und Kind seit Monaten mehr war....

Ich hoffe, die Richterin wird es genauso sehen...


Beitrag von grundlosdiver 25.04.10 - 15:07 Uhr

Ja, das ist eine blöde Situation! Ich drücke dir die Daumen!!! #liebdrueck

Ich sehe das auch so: Das Kind sollte an Übernachtungen gewöhnt sein!

Als ich meinen Mann kennengelernt habe, hat er seine Tochter mal für ein paar Stunden gesehen. Wir mussten dann einklagen... naja, lange Geschichte, aber die Anwälte und Richter haben dann entschieden, dass sie alle 2 Wochen von Samstag zu Sonntag und 2x eine (!) Ferienwoche zu uns kommen darf.
Wir würden sie auch öfter nehmen, aber dazu müssten wir wieder klagen. Dazu haben wir keine Lust mehr!
Ich finde es traurig, dass man sich nicht zum Kindeswohl einigen kann, ich kann Deine Bedenken sehr gut nachvollziehen.

Beitrag von naddikiel79 25.04.10 - 15:27 Uhr

Natürlich ist es traurig.. gerade WEIL es sich dabei um Kinder handelt!
Mein Sohn leidet sehr darunter, seinen Vater so lange nicht gesehen zu haben..
Ich habe ihn jedoch nie daran gehindert sich zu melden oder seinen Sohn sehen zu können.

Wenn der KV es nicht aus freiwilligen Stücken heraus möchte, dass sein Sohn bei ihm übernachtet, dann werde ich es so hinnehmen..
Aber mehrfachen Übernachtungen werde ich nicht zustimmen alle paar Monate in den Ferien
Der KV arbeitet Samstags bis SPÄTESTENS 17Uhr, er hätte sehr wohl die Möglichkeit seinen Sohn abzuholen (oft wird er schon um 14Uhr gesehen) um ihn bei sich übernachten zu lassen. Ich werde da aber keinen Aufstand draus machen.. ich nehme hin, was ich nicht ändern kann...



Beitrag von manavgat 25.04.10 - 18:49 Uhr

Nun ist es aber so, dass er seit Neuestem (naja, seit Okt. 09) für seinen Sohn keine Übernachtungsmöglichkeit mehr möchte und trotzdem VERLANGT, dass sein Sohn bei ihm die Ferien verbringt.

Na ist doch perfekt!

Frage mich, wie er diesen Widerspruch dem Richter/der Richterin erklären will!!!! Und ja, Du kanns verlangen, dass er selbst sich dann kümmert. Mal kucken wie er das machen will

Kriegst Du den vollen Unterhalt für Dein Kind?

Gruß

Manavgat

Beitrag von naddikiel79 25.04.10 - 19:17 Uhr

Im Begründungsantrag bezügl. Umgangsrecht stand, dass er seinen Sohn NUR Sonntags gesehen hatte, weil er ja IMMER Samstags arbeitet...
Das ist eine glatte Lüge, interessiert mich aber nicht weiter.. ich kann es nicht wirklich beweisen.. Er hat seinen Sohn IMMER Samstags geholt "früher"... nun möchte er es nicht mehr und schiebt die Arbeit vor...

Er wird es damit begründen, dass er Samstags IMMER arbeitet und gearbeitet hat.

Ich habe Unterhalt erhalten, wenn auch nicht in der nach Einkommen berechneten Höhe. Diesen Monat hat er gar nicht gezahlt, aber eine Klage auf die Beurkundung und Anerkennung der ausgerechneten Unterhaltshöhe ist bereits am laufen..

Ich möchte meinen Sohn auch nicht dem KV aufdrängen, denn es ist eine Frage des WOLLENS und nicht das des nicht KÖNNENS, seinen Sohn über Nacht bei sich zu haben oder haben zu wollen..

Wenn er das nicht möchte, füge ich mich dem..mein Sohn ist da scheinbar nicht erwünscht..
Aber Fakt ist, dass mein Sohn absolute Probleme damit haben wird von NICHTS auf JETZT 6-13 Nächte beim Vater ohne Unterbrechungen schlafen zu "müssen"...
Dies möchte ich verhindern.. nicht wegen MIR sondern meinem Sohn zuliebe...

Beitrag von parzifal 26.04.10 - 01:36 Uhr

Euer Sohn soll doch wohl in den Ferien beim Vater übernachten oder?

Und weil der Vater dies von Sa auf So nicht mehr möchte, soll dies Deinerseits auch nicht in den Ferien geschehen? Verstehe ich Dich so richtig?