Wirtschaftlicher und emotionaler Betrug... hochschwanger....

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von geschwisterkind09 25.04.10 - 12:31 Uhr

Hallo zusammen,

ich weiss nicht, wo ich anfangen soll, versuche aber, mich kurz und verständlich zu halten.

Mein "Mann" hat vor mehr als zwei Jahren ein Mehrfamilienhaus gekauft und seinen Eltern ein Wohnrecht eingeräumt; dies habe ich kürzlich durch Zufall vom Steuerberater erfahren.

Das (erhebliche) Kapital dazu stammt von unserem gemeinsamen Sparkonto, auf das auch mein Gehalt am Ende des Monats überwiesen wurde. Ich habe es immer der Nachlässigkeit meines Mannes zugeschrieben, dass ich hierfür keine Vollmacht hatte, da ich ihm wirtschaftlich immer vertraut habe. Jetzt sehe ich, dass das ein Fehler war. Das Haus gehört damit auch mir, zum einen, da es auch mit meinem Geld gekauft wurde, zum anderen, da wir Zugewinngemeinschaft haben. Mein Mann und ich haben, bevor ich unser erstes Kind bekommen habe, immer gut verdient.
Zudem macht meine SM von Anfang an die Hausverwaltung und hat schon länger den Einzug geplant, die entsprechende Wohnung wurde wegen Eigenbedarf gekündigt.

Fakt ist also: Mein Mann betrügt mich wirtschaftlich und moralisch zu Gunsten seiner Familie, die ihn auch noch dabei unterstützt.

Hintergrund: Mein Mann und ich führen eine Ehe, die immer, wenn es um seine Familie ging, schwierig wurde. Die Verantwortung, die mein Mann offensichtlich für seine Familie spürt, gipfelt nun darin, diese mitfrei zu stellen zu einem Zeitpunkt, in dem wir ein weiteres zweites Kind erwarten und uns gerade für unser erstes gemeinsames Haus (von dem anderen wusste ich ja nichts) verschuldet haben.... Rein rechlich könnte ich wahrscheinlich sogar dem Erwerb und dem Wohnrecht widersprechen, habe aber kein Interesse (mehr) daran. Seine Familie und ich haben aufgrund vieler Vorfälle (ich bin die "böse" Schwiegertochter und die grosse Enttäuschung, weil ich sie nicht "liebe", während meine Schwiegerfamilie natürlich alles richtig gemacht hat... Details erspare ich hier jetzt). Mein SV hat vor Jahrzehnten geschäftlich eine Fehlentscheidung getroffen, die nun immer noch das "grosse" Unglück der Familie darstellt, seitdem hält mein Mann den Himmel. Seine Schwester zahlt selbstverständlich nichts, dafür, dass ihre Mutter eigentlich zu 30 % ihre beiden Kinder grosszieht.

In sechs Wochen erwarte ich unser zweites gemeinsames Kind, das wir auch noch unter grossen Schwierigkeiten der Natur "abgerungen" haben (5 ICSIs waren nötig), unser Wunschkind; und das vor dem Hintergrund dieses Lügenberges.

Wir haben bereits ein gemeinsames Kind, einen 4-jährigen Sohn.

Es ist mir klar, dass ich nach dieser Sache nicht mit meinen Mann weiter zusammenleben kann, auch wenn mich das in grosse Krise auch noch in dieser Lebensphase, in der ich Hilfe bräuchte, stürzt. Ich möchte und kann auch keinem im Freundeskreis oder Familie von diesem Betrug erzählen, ich werde die Gründe für mich behalten.

Jetzt brauche ich Eure Hilfe: Wir wohnen im gemeinsamen Haus, ich erwarte ein Kind, unsere Tochter spürt schon etwas und hat sich erheblich verändert, ist deutlich unglücklich.

Wie mache ich das jetzt am besten - vor der Geburt, danach - nehme ich ihn zur Geburt mit oder nicht....

Ich hoffe, dass ich von Euch wertvolle Tips, damit das alles in Ruhe vonstatten geht.

Eine Alternative zur Trennung hat mir mein Mann damit nicht gelassen, so sehr ich es mir wünsche....

Er bietet im übrigen zur Zeit auch nichts Besonderes - ausser Kopfschütteln über sich selbst und Rechtfertigungsversuche (gibt es diese???), kommt nichts...

Vielen lieben Dank,

Grüsse

Beitrag von janamausi 25.04.10 - 12:59 Uhr

Hallo!

Heftig was dein Mann da gemacht hat und ich finde den Schritt zur Trennung richtig.

Ich würde dir raten zum Anwalt zu gehen und dich von diesem beraten zu lassen. In dem heimlich gekauften Haus steckt auch dein Geld und das würde ich wieder zurück fordern. Gerade wenn Du allein Erziehend bist, wirst Du dieses Geld wohl brauchen.

Das ist dein gutes Recht das Geld zurück zu fordern und auch friedlich...schließlich könntest Du ihn sicherlich auch anzeigen...

Ob Du ihn zur Geburt mitnehmen willst, mußt Du entscheiden. Auch wenn ihr getrennt seit, seit ihr ja Eltern. Aber bei der Geburt geht es um deinen Körper und wenn Du das nicht möchtest, muß er es akzeptieren.

LG janamausi

Beitrag von geschwisterkind09 26.04.10 - 11:24 Uhr

danke für deine antwor t- ich denke, ich werde meinen mann zur geburt mitnehmen, da ich uns das beiden nicht antun möchte, an dem moment nicht teilzuhaben.

danach klären wir unsere verhältnisse und hoffentlich in freundschaft.

lg

Beitrag von nightwitch 25.04.10 - 19:44 Uhr

Hallo,

mal ne kleine dumme Frage zu diesem Textteil:

Das (erhebliche) Kapital dazu stammt von unserem gemeinsamen Sparkonto, auf das auch mein Gehalt am Ende des Monats überwiesen wurde. Ich habe es immer der Nachlässigkeit meines Mannes zugeschrieben, dass ich hierfür keine Vollmacht hatte....


Äh, halte mich für doof, aber wenn man ein gemeinsames Konto hat, dann hat man doch auch gemeinsame Vollmacht, oder?
Und - nehmen wir mal hypothetisch an, du hast wirklich keine Vollmacht und dein Name steht NICHT mit in den Kontounterlagen, dann würde ich rein aus dem Bauch heraus denken, dass das Geld, was sich auf diesem Konto befindet, auch wirklich seins ist.

Sprich: du kannst da 99,9% von dem Guthaben eingezahlt haben, wenn nur er drin steht, ist das Geld zu 100% seins!

Du kannst auch schätzungsweise schwer beweisen, dass das Konto eigentlich ein Gemeinschaftskonto sein sollte. Sprich: das Geld wirst du wohl nicht wiedersehen. Allerdings weiss ich ehrlich gesagt nicht, wie das mit der Zugewinngemeinschaft aussieht. Vielleicht kann man darüber etwas drehen, so dass nicht alles Geld verloren geht.

Ich schätze aber, du wirst bei einem Anwalt am besten aufgehoben sein. Am besten gleich Morgen früh.
Ich denke, du könntest sogar mit einem findigen Rechtsanwalt durchkriegen, dass dein Mann das gemeinsame Haus sofort zu verlassen hat.

Alles weitere wird er dir dann wohl auch erklären.
Ich wünsche dir viel viel viel Glück und beim nächsten Mal sicher lieber alles 10x ab, bevor du wieder jemanden so vertraust ;-)

Gruß
Sandra

Beitrag von geschwisterkind09 26.04.10 - 11:23 Uhr

danke für deine antwort - aber wirtschaftlich ist es nicht so katastrophal, wie es zunächst erscheint. zum einen kann ich nachweisen, dass das gehalt keine "schenkung" an meinem mann war (das wäre ja auch absurd), zum anderen gehört mir die hälfte des kontostandes durch zugewinn, da sämtliche eingänge im rahmen unserer ehe darauf gingen.

über die jetzige situation hinaus weiss ich auch, dass mein mann mir nichts vorenthalten wird, was mir zusteht. das hat mit seiner fehlentscheidung im zusammenhang mit seiner familie wiederum nichts zu tun.

lg

Beitrag von janamausi 26.04.10 - 15:32 Uhr

<<über die jetzige situation hinaus weiss ich auch, dass mein mann mir nichts vorenthalten wird, was mir zusteht. <<

Da sei dir mal nicht so sicher! Dein Mann hat dich mit seiner Familie übelst betrogen, belogen...

Es ist schön, wenn Du es friedlich regeln willst, aber sei bitte nicht mehr so "blauäugig" wie bisher! Du hättest ja auch nie gedacht, dass dein Mann dich so hintergeht!

LG janamausi

Beitrag von geschwisterkind09 27.04.10 - 16:50 Uhr

Ich hoffe, dass es anders sein wird... Aber wenn er es "schmutzig" spielen will, also nach dem Motto "das ist meins und das ist deins", dann kann ich das aus, und dann wird er leider schlecht aussehen....

Nachdem ich ihn mit "Null" Vermögen geheiratet habe, ist danach alles durch 2 zu teilen, und da wird er schon dumm aus der Wäsche schauen...

Ich traue ihm das dennoch nicht zu.

Danke und lG

Beitrag von tenea 25.04.10 - 22:38 Uhr

Hallo,

ich habe mich aus sehr ähnlichen und noch weiteren Gründen Anfang des Jahres von meinem Mann getrennt.

Der Gang zum Anwalt wird zumindest schnell Klarheit in die rechtlichen Seite der Situation bringen und ist meiner Meinung nach unerlässlich.

Einen wirklich weisen Ratschlag, damit alles in ruhigen Bahnen vonstatten geht, habe ich allerdings nicht parat, dafür liegt zuviel an den Begleitumständen und euren ganz eigenen Charakteren.

Von den mich betreffenden Misständen habe ich zwar schon früher gewusst, habe aber mit der Trennung bis nach der Geburt "gewartet", weil ich meine gesamte Energie für die restliche Schwangerschaft benötigt habe. Bei der Geburt war mein Mann nach gründlicher Abwägung dabei, aber das bleibt wohl eine sehr persönliche Entscheidung, die dir keiner abnehmen kann.

Ich kann gut verstehen, wenn du dich zunächst auf die Geburt konzentrieren möchtest. Aber was deine weiteren Kinder betrifft, kann ich dir nur zu absoluter Klarheit in deinen Aussagen und baldiger und zügiger Umsetzung deiner Entscheidung -wie auch immer sie ausfällt- raten. Kinder haben sehr feine Antennen für die Stimmung der Erwachsenen, weil sie aber nicht wissen, was genau los ist, beziehen sie alles auf sich und entwickeln rasend schnell Schuldgefühle (meine Tochter ist 3 Jahre alt und merkte trotz Aktivierung sämtlicher Schauspielkünste sehr genau, dass etwas nicht stimmt).

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und trotz allem eine schöne Restschwangerschaft.

LG Tenea

Beitrag von geschwisterkind09 26.04.10 - 11:21 Uhr

liebe tenea,

danke für deine antwort. insbesondere, was die information des kindes angeht, werde ich mir deinen rat zu herzen nehmen. ich habe auch das gefühl, dass unsere tochter genau weiss, dass etwas nicht stimmt, und die gefahr besteht, dass sie es auf sich bezieht.

ich denke, ich werde auch noch einmal professionell hilfe in anspruch nehmen und mich "coachen" lassen, um das so gut wie möglich für unsere tochter zu gestalten.

das ganze wird sich wohl nach der geburt abspielen, da ich es der familie, die wir immer noch sein werden, nicht antun möchte; ebensowenig mir selbst. wenn die ersten wochen vergangen sind, ist vielleicht der richtige zeitpunkt gekommen.

bis dahin gilt "waffenstillstand", der erstaunlicherweise gut funktioniert, wenn man erst mal seine entscheidung und damit einen "inneren frieden" gefunden hat.

dir auch alles liebe und gute,

geschwisterkind

Beitrag von lenchen2002 26.04.10 - 12:29 Uhr

Hallo, habt ihr nun einen Sohn oder eine Tochter? Oben steht, ihr habt nen Sohn, weiter unten schreibst du, die Tochter würde schon was merken...

Beitrag von geschwisterkind09 26.04.10 - 12:49 Uhr

ist das wichtig....???

sohn, sorry, hab mich durch die antworten (da ging es um eine tochter) durcheinander bringen lassen...

bin halt schon ein bisschen durch den wind.....

Beitrag von badguy 26.04.10 - 09:04 Uhr

Mein erster Gedanke: Wie kann man so blöd sein,

mein zweiter Gedanke: Wie kann man so blöd sein,

mein dritter Gedanke: du ahnst es bestimmt.

Wer so materiell eingestellt ist, wie du es bist, wie dein Mann es ist, ist selbst schuld, wenn er sich so abzocken lässt.

Dein Mann hat dir keine andere Chance gelassen??? Echt???

Überleg ruhig weiter, ob du ihn mit zur Geburt nimmst.

Mein letzter Gedanke ist gleich dem ersten Gedanken!

Beitrag von geschwisterkind09 26.04.10 - 11:18 Uhr

du leidest wohl unter einer geistesstörung.

mehr kann man zu deinem wertlosen und asozialen beitrag nicht sagen.

Beitrag von bluehorse 26.04.10 - 10:35 Uhr

"Das Haus gehört damit auch mir, zum einen, da es auch mit meinem Geld gekauft wurde, zum anderen, da wir Zugewinngemeinschaft haben."
Das ist nicht so. Das Haus gehört nur dem, der im Grundbuch eingetragen ist. Wenn du nicht mit eingetragen wurdest gehört dir nichts vom Haus, außer einem eventuellen Zugewinn (Wertsteigerung während der Ehe).
Wenn er das Geld von eurem gemeinsamen Konto genutz hat mußt du erst mal nachweisen, ob und welcher Teil deines Geldes für den Hauskauf genutzt wurde.

Beitrag von geschwisterkind09 26.04.10 - 11:17 Uhr

doch das ist so, glaub mir das ruhig. bin selbst rechtsanwältin und sage das nicht so leichtfertig dahin. das haus wurde von dem geld gekauft, der innerhalb der zugewinngemeinschaft von beiden (!) erwirtschaftet wurde. es ist zudem alles klar nachvollziehbar.

Beitrag von kathi.net 27.04.10 - 11:28 Uhr

"doch das ist so, glaub mir das ruhig. bin selbst rechtsanwältin und sage das nicht so leichtfertig dahin. "

Dann solltest du es eigentlich besser wissen. Wenn du nicht im Grundbuch stehst, gehört dir erstmal nix vom Haus. Nicht umsonst müssen diese Sachen notariell beurkundet werden.
Lediglich die Hälfte vom Zugewinn ( so es denn einen gibt) steht dir bei einer Trennung zu.

LG Kathi

Beitrag von geschwisterkind09 27.04.10 - 16:48 Uhr

Ja, und ich weiss es besser - nämlich, dass die Verfügung in der Grössenordnung meiner Zustimmung bedurft hätte und anfechtbar ist (wollte hier nicht ins Detail, aber Du kannst ja mal im BGB zum FAmilienrecht nachsehen, wenn Du Dich so gut auskennst). Zudem der Kauf auch von meinem Gehalt getätigt wurde und der Zweck des Sparbuchs auch ein anderer war.

Und auch, dass mir durch Auseinandersetzung des Zugewinns die Hälfte am Wert des Hauses zusteht.

Danke trotzdem für Deine Antwort.

Beitrag von geschwisterkind09 27.04.10 - 18:49 Uhr

p.s. eigentümerin am haus will ich auch gar nicht sein - denn ich woll ja auch nicht darin wohnen. hier geht es um eine vermietete immobilie und damit letztlich um den wert, wenn es um auseinandersetzung geht. auf wessen namen das ding steht, ist dann gleichgültig. entweder das kapital ist vorhanden oder das ding müsste verkauft werden.

Beitrag von sonja09 26.04.10 - 19:45 Uhr

Hm,...Sohn oder Tochter....das ist hier die Frage?!

Beitrag von geschwisterkind09 26.04.10 - 20:53 Uhr

was ist denn bitte mit euch los - muss ich mich jetzt noch rechtfertigen, dass ich mich verschrieben habe?

da hat man schon so ein problem und dann wird man noch beleidigt und muss sich für schreibfehler rechtfertigen (finde jetzt meinen beitrag nicht allzu konfus...)...

das ist wirklich toll hier.

danke an die, die mich ernstnehmen und mir die erbetenen hinweise gegeben haben....

Beitrag von durcheinander80 27.04.10 - 10:49 Uhr

ich denke auch, es ist das Beste wenn du zum Anwalt gehst!

Dass du deinem Partner vertraut hast, in ALLEN Bereichen kann man dir kaum vorwerfen, er ist dein Ehemann und normalerweise sollte es ja auch so sein.
Die Zahlungen von deinem Gehalt auf das Sparkonto sind ja sicherlich hinterlegt (Kontoauszüge) und da lässt sich bestimmt etwas machen!

damit es halbwegs friedlich zugeht würde ich nach einem unbeteiligten Dritten suchen (pro familia?), der bei solchen Gesprächen dabei ist, ratsam wäre auf jeden Fall ein Protokoll danach, in dem das Ganze schriftlich festgehalten wird.

Es ist gut und schön, wenn man sich für seine Familie verantwortlich fühlt! Allerdings, gerade bei finanziellen Dingen, hat der verheiratete Partner doch einiges mitzusprechen.

Für die Geburt würde ich an deiner Stelle lieber eine Freundin, meine Mutter oder sogar nur eine Hebamme, die du vorher schon kennen lernen kannst, mitnehmen.
Eine Geburt ist etwas sehr intimes, nach der ganzen Geschichte würde ich meinen Partner nicht mehr dabei haben wollen!

Du schaffst das, lass dich #liebdrueck, und alles Gute!

Beitrag von geschwisterkind09 27.04.10 - 16:51 Uhr

Danke für Deine Antwort - ja, ich werde das schaffen, und es wird gute und weniger gute Tage geben....

Ich hoffe, dass ich dennoch einem Menschen wieder vertrauen kann - vertrauen zu können ist eigentlich eine gute Eigenschaft, meine ich....

LG