Beikoststart-Oekotest Jahrbuch 2010 empfiehlt...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von wuki73 25.04.10 - 12:34 Uhr

den Beikoststart nach 4 bis 5 Monaten!
Man sollte allerdings dann noch weiter Teilstillen.
Gerade zur Allergieprävention sollte man den Organismus des Babys schnellstmöglich die Möglichkeit geben sich mit allergenen Stoffen auseinanderzusetzen.
Und nun? Was meint Ihr?
LG

Beitrag von rmwib 25.04.10 - 12:47 Uhr

Ich empfehle, sich am eigenen Kind zu orientieren.

#schein

Beitrag von julia253 25.04.10 - 12:53 Uhr

Hallo,
das Thema wird immer wieder diskutiert! Soll jeder halten, wie er will.
Mein Sohn ist jetzt knappe neun Wochen, wird voll gestillt. Wenn er irgendwann mal Zeichen sendet, etwas anderes probieren zu wollen, bitte schön.
Vorher nicht.
Mir íst egal, wer was wann wie und wo empfiehlt.

LG Julia + Luis
...ich wurde damals von meiner Mutter bereits mit 7 Wochen mit Zwieback und Fencheltee gefüttert - und lebe noch. :-p
Dennoch lass ich es Luis entscheiden...

Beitrag von lissi83 25.04.10 - 13:09 Uhr

Hi!

Ich meine das hier (wer es ganz lesen will)
http://de.wikibooks.org/wiki/Babybuch:_Beikost

Und hier ein kleiner aber alles sagender Absatz:

Im Allgemeinen wird empfohlen, dass Säuglinge mit Ende des 6. Lebensmonats auch Beikost zur Milch, egal ob Muttermilch oder Ersatznahrung, bekommen. Dies ist eine Empfehlung der WHO und von UNICEF und widerspricht damit der von vielen Herstellern von Babykost gemachten Angabe, dass Beikost schon ab dem 4. Monat eingeführt werden kann.

Darunter steht aber auch noch etwas, was manch einer sich mal wieder ins Gedächtnis rufen sollte! Alles schön kurz und knapp gesagt:-)

Hier noch ein toller Link
http://www.still-lexikon.de/91_beikost_who.html

Wer weniger lesen möchte auch davon ein kleiner aber wichtiger Absatz:

Dauer des Vollstillens und der Zeitpunkt für die erste Beikost

Die WHO empfiehlt, voll ausgetragene, mit Normalgewicht geborene Kinder bis zum sechsten Monat (180 Tage) voll zu stillen, d.h. ohne weitere Speisen und Getränke außer Muttermilch zu ernähren. In den ersten sechs Monaten konnten nämlich keine nachteiligen Effekte des Vollstillens auf das Wachstum beobachtet werden, wenn die Mutter nicht unterernährt war. Vollstillen bietet in dieser Zeit mehrere Vorteile für Kind und Mutter. Das Kind erhält einen besseren Schutz des Magen-Darm-Traktes vor Infektionen. Außerdem wurde bei Säuglingen, die sechs Monate voll gestillt wurden, eine bessere motorische Entwicklung beobachtet. Nach sechs Monaten jedoch kann Muttermilch allein die Ernährungsbedürfnisse des Kindes immer weniger befriedigen. In diesem Alter sind die meisten Babys bereit für Beikost. Frühgeborene oder mit niedrigem Gewicht geborene Säuglinge sowie Kinder von unter- oder mangelernährten Müttern müssen unter Umständen schon vor dem sechsten Monat Eisen und andere Nährstoffe (z.B. Zink und Vitamine) zusätzlich zur Muttermilch erhalten.

****Jetzt sehen wir mal davon ab, dass dort hauptsächlich die Rede von Stillen ist! Wer nicht stillen mag oder kann -egal- , der setzt dafür einfach dieses hier ein : Pre oder 1er Nahrung!*****Hauptaugenmerk sollte auf dem Beikostthema liegen und mit den Links wollte ich nicht aufs Stillen oder nicht Stillen hinweisen!

Mehr gibts nicht zu sagen;-)
Einen schönen sonnigen Tag euch allen#sonne

Achso...eine Frage noch: Was ist nun die Absicht deines Postings? Wolltest du nur Meinungen hören weil du noch nicht davon überzeugt bist oder dir noch nicht ganz sicher bist wie du vorgehst? Ich denke mal wenn heute ein paar Leute hier sind, ist das Posting wieder der beginn einer Endlosdiskussion...;-) Also alle erstmal tiiiiieeef durchatmen;-)

Bye Bye!

Beitrag von wuki73 25.04.10 - 14:33 Uhr

Ich wollte nur Antworten, da ich eigentlich auch 6 Monate stillen wollte und durch Hebi, Kinderarzt und nun auch noch Oekotest und Eltern Zeitschrift 4-5 Monate empfohlen bekommen habe...bin mir unsicher...ich werde aber versuchen mindestens bis zum vollendeten 5.Monat vollzustillen(momentan etwas nervig wegen 19.Woschub, aber schon besser geworden)...danach gucke ich, was die Kleine für Zeichen sendet...denke ich...

Beitrag von miau2 25.04.10 - 14:33 Uhr

Hi,

"mehr gibts dazu nicht zu sagen"

Genau das ist ja das Problem: gefühlte einmal pro Jahr (das ist sicher übertrieben) kommt eine neue Studie heraus, die plötzlich wieder was ganz anderes sagt.

Da kam doch tatsächlich letztes Jahr eine STudie heraus, die genau das beschreibt, was Öko-Test jetzt schreibt.

Und dann wird von Otto Normal erwartet, das zu glauben (oder halt nicht). Da gibts dann z.B. das Gerücht (ich habe absolut KEINE Ahnung, ob und was da dran ist) dass diese Studie einzig das Thema Allergien untersucht hat, aber vollkommen unbeachtet hat, ob frühe Beikost evtl. ganz andere Schäden anrichtet.

Oder es gibt das Gerücht (wieder - keine Ahnung...), dass die Aussage von WHO und UNICEF um eine klitzekleine Kleinigkeit falsch übersetzt wären und für 3. Welt-Länder, wo die Ernährungsmöglichkeiten für Säuglinge (mit Ausnahme eben von Muttermilch) miserabel wären gelten würden, aber nicht für Industrienationen.

Und so weiter - mal gespannt, was nächstes Jahr an bahnbrechenden Erkenntnissen (und Gerüchten ;-)) herauskommt. Mal wieder eine 180 Grad Wende?

Ich habe bei beiden Kindern aufs Kind gehört, meine zwei wollten bevor sie 7,5 Monate alt waren nichts anderes als MuMi. Und beim Großen habe ich noch brav mit einem fein pürierten Gemüse angefangen - der Kleine hat von Anfang an vom Tisch mitgegessen.

Allergien sind bei beiden keine bekannt, es sind zwei putzmuntere Kinder.

Ich würde es wieder so machen - aufs Kind hören wann es soweit ist, und dann aber (natürlich schon kindgerechtes) Essen vom Familientisch von Anfang an. Ich denke, wenn man ein wenig darauf achtet merkt man seinem Kind an, wenn es wirklich was will. Und ob das mit 5 Monaten oder mit 7 der Fall ist würde ich nicht vorher entscheiden.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von nashivadespina 25.04.10 - 18:11 Uhr

Naja also ich denke (mit einem Kind mit sämtlichen Allergien und Neurodermitis) sollte man schon den Studien oder vorgeschrieben Diäten nachgehen..solange sie eben seriös sind und nachgewiesener Maßen helfen.. Erfahrungen sammeln.

Ich finde man sollte sich nie nach Empfehlungen richten..sondern eher an Studien die belegen dass dies und jenes Erfolg erziehlt. Neusten Erkenntnissen sollten immer mit einbezogen werden.

Am bescheuertsten find ich derzeit neuste Empfehlungen die besagen:

"es gibt keine Belege dafür, dass ein früher Beikosttstart ohne Einhaltung eines Mindestabstandes je Lebensmittel Allergien fördet...man könne ruhig auch alles aufeinmal anbieten und ausprobieren lassen"

aber...
Es gibt aber auch keine STUDIEN die belegen, dass diese Empfehlung nicht zu allergien führt#aha
Es ist also VÖLLIG aus der Luft gegriffen und meines erachtens verantwortungslos dies als Empfehlung so heraus zu geben!!

...es ist nämlich und sogar wissenschaftlich belegt dass eine Gabe von neuen Allergenen aufeinmal das Risiko einer schwereren allergischen Reaktion erhöht..weiterhin findet man so den Auslöser auch nicht schnell genug heraus wenn man alles gleichzeitig anbietet. (es gibt ja durchaus allergien die man schlichtweg herausfinden muss bzw schon vorhanden sind und nicht nur darum, dass diese ausgelöst werden können)

Ich kann aus Erfahrung sprechen ..und sagen dass ein Mindestabstand pro Lebensmittel von 48 Stunden bei Allergiegefährdeten Kindern wichtig ist weil andernfalls ein höheres Risiko besteht dass dies gravierende allergische Reaktionen auslöst...

ich würde also niemals auf die Idee kommen einem Kind im Beikostalter mit allergiegefährdung aufeinmal 5 verschiedene neue Lebensmittel pro Tag anzubieten o.ä. wenn das kind auf 2 sachen mit einer leichter allergie reagieren würde...wäre die summe dass es daraus eine starke allergische reaktion resultiert...was mit lebensbedrohlichem einhergehen kann.

Bevor man also handelt..sollte man sich ausreichend wissen aneignen. Ich finde dass das Bauchgefühl alleine bei soetwas nicht ausreicht. Hätte ich das Wissen nicht und würde ich mich nicht danach richten ginge es meinem Kind sehr viel schlechter.

Aussagen wie: "Ich bin daran auch nicht gestorben" und "mir ist es egal was andere schreiben/wissen/sagen" sind sowas von sinnlos......#augen

Beitrag von miau2 25.04.10 - 18:51 Uhr

Das Problem ist doch, dass es DAS Wissen nicht gibt.

Es gibt Studien. Die entweder nicht vollständig sind (oder wo irgend jemand meint, dass sie nicht vollständig wären), und es gibt permanent neue Ergebenisse, die meinen, jetzt die absolute Weisheit gefunden zu haben.

Wer weiß, vielleicht wird in einem Jahr empfohlen, ein Jahr lang voll zu stillen.

Oder wer weiß, vielleicht wird irgendwann wieder empfohlen, dass man doch nach 6 Monaten brav für mind. eine Woche lang ein Gemüse geben soll.

Außerdem - die "durchschnittliche" Aussage hier im Netz kann höchstens für ein "durchschnittliches" Kind gelten. Und das die Einführung verschiedener Lebensmittel innerhalb von 48 Stunden zu lebensgefährlichen Reaktionen führen kann hat mit dem "Durchschnitt" zum Glück nichts zu tun.

Wenn ich ein so massiv vorbelastetes Kind hätte wäre das Bauchgefühl auch nicht alles. Habe ich aber nicht - meine Kinder sind schlicht und einfach total durchschnittlich "vorbelastet". Und da kann das Bauchgefühl durchaus helfen in dem ganzen Wirrwarr von sich ständig ändernden Empfehlungen. Wenn ich auf alles hören würde, was sich "wissenschaftlich belegt" nennt würde ich vermutlich beide Kinder heute noch voll stillen, einfach weil ich keine Ahnung hätte, was ansonsten gut sein soll.

Wobei es vollkommen unabhängig von der Frage nach Allergien eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass ich nicht heute 5 neue Lebensmittel und morgen die nächsten 5 neuen Lebensmittel einführe. DAS mache ich nicht mal mit Familientisch. Gibt ja auch noch andere mögliche Probleme, außer Allergien - und DAS sagt mir dann wieder mein Bauchgefühl...

Beitrag von nashivadespina 25.04.10 - 21:00 Uhr

Sorry aber Präventionsdiäten (Rehabilitationsmaßnahmen) basieren auf medizinische Forschungen usw.

natürlich gibt es sehr wenig darüber wissen -aber auch schon seit jahren sehr viele dinge darüber die feststehen..und die auch zuverlässig sind..wie eben die präventionsdiät die eben bei kindern mit allergien wirklich hilft.

wie gesagt...bei einem nicht vorbelastendem kind würde ich auch nicht unbedingt den 48stunden einhalten und wohl nach meinem bauchgefühl gehen!

aber wenn man zb schon wissenschaftlich auch definitiv weiß dass honig zb verboten ist weil das kind sonst auch daran sterben kann...dann kann ich doch nicht nach meinem bauchgefühl gehen...fachwissen sollte man sich definitiv vorher anlegen und verlgleichen damit auch da keine fehler passieren...

es is ja schön und gut..manchmal kann man sich wirklich auf sein bauchgefühl verlassen..aber eben nicht zu 100%...

Beitrag von miau2 26.04.10 - 12:46 Uhr

Ich halte das für zwei paar Schuhe...

Es gibt Dinge, die für ALLE Babys ungeeignet sind. Dazu gehört Honig wegen nachgewiesener Bakterien. Dazu gehören auch andere Dinge, es würde ja wohl auch kaum einer auf die Idee kommen, seinem Kind Alkohol zu geben.

Das ist weniger Fachwissen als mehr Allgemeinbildung, was die Ernährung von Kindern angeht.

Aber hier ging es um den Zeitpunkt. Hier ging es darum, ob man brav eine Woche lang nur Möhrchen füttert, dann eine Woche lang Kartoffeln mit Möhrchen usw. usw. - also das, was bis vor ca. einem Jahr noch totaler Standard war bei Empfehlungen (bei Empfehlungen für Otto Normalverbraucher).

Oder ob das, was die aktuelle Empfehlung ist für Otto Normalverbraucher richtig ist.

Und meine Meinung bleibt - so lange sich DIESE Empfehlungen so ungefähr jährlich ändern kann man nie vorher wissen, ob es richtig oder falsch ist. Aber mein Kind kann mir durchaus zeigen, ob es reif für Beikost (Beikost an sich, nicht für Honig!) ist oder nicht - und darauf zu hören hat etwas mit Bauchgefühl zu tun.

Und dann brauche ich mich auch nicht davon kirre machen zu lassen, dass heute "frühestens mit dem vollendeten 6. Monate" empfohlen wird, es morgen heißt "mit 15-16 Wochen ist ein für den Darm perfektes Zeitfenster für den Beginn" oder übermorgen "es ist vollkommen egal, wann man anfängt...".

Wie soll man denn dabei Fehler vermeiden, wenn das, was HEUTE richtig ist sowohl gestern als auch morgen falsch ist?

Klar gibt es Grundregeln. Aber die haben für mich nichts damit zu tun, ob ich meinem in keinster Weise vorbelasteten Kind, das bis dahin voll gestillt wurde erst mal eine Woche lang nur Möhren anbiete oder ihn "erlaubte" Nahrungsmittel nach seiner Auswahl vom Tisch naschen lasse...

Beitrag von nashivadespina 26.04.10 - 14:09 Uhr

ja bei einem nicht vorbelastestem kind sehe ich das genauso ;-)

#tasse

Beitrag von perserkater 25.04.10 - 17:44 Uhr

Hallo

Mir völlig wurscht was Ökotest sagt. Da ich nicht füttere (hab ja keinen #hund) kann mein Baby mit 4 Monaten gar nichts essen. Pech gehabt!#rofl

LG#katze

Beitrag von marysa1705 25.04.10 - 18:26 Uhr

Hallo,

ich denke, dass besonders Dein 2. Satz wichtig ist!
Wichtig ist nämlich das gleichzeitige Stillen. #aha

In Deutschland sieht die Lage dazu so aus:

"In Deutschland beträgt die durchschnittliche Stillzeit nur noch wenige Monate. Ein hoher Prozentsatz von Neugeborenen wird bereits im Wochenbett oder kurz danach abgestillt. Befragungen zeigten, dass nach vier Monaten nur noch 33,2% der Babys ausschließlich von der Brust ernährt wurden; nach sechs Monaten waren es sogar nur noch 9,8% (SuSe-Studie, Ernährungsbericht 2000 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung). Diese Zahlen sind erschreckend und dabei wahrscheinlich noch positiver als die Wirklichkeit."
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Ernaehrung/s_203.html

Jetzt kannst Du Dir mal überlegen, woher die Empfehlung "nach dem 4. Monat" kommt... ;-)

LG Sabrina