elterngeld

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von frech69 25.04.10 - 12:46 Uhr

hallo,

habe ein paar fragen zur elterngeldberechnung, vielleicht kann da jemand helfen.

- wie sich das monatliche netto als grundlage berechnet ist mir klar - aber wie verhält es sich mit steuerrückerstattungen für den berechnungszeitraum - werden die berücksichtigt? -> meine frau hat von 12 monaten bloss 10 gearbeitet und war zwei monate ohne beschäftigung.

- der mutterschutz fing mitte februar an, vorher war meine frau ohne beschäftigung - wie verhält es sich mit dem einkommen - zählt da der halbe monat oder zählen da nur ganze monate für das elterngeld?

danke schon im voraus ... :-)

Beitrag von bibuba1977 25.04.10 - 13:11 Uhr

Hi,

zur Berechnung des EGs werden volle Monate zu Grunde gelegt.
Die Steuererstattung zaehlt nicht mit in die Berechnungsgrundlage.

LG
Barbara

Beitrag von lisasimpson 25.04.10 - 13:15 Uhr

hm. gute frage- also zur ersten kann ich nicht viel sagen, da würd ich mal bei der elterngeldstelle nachfragn.
eigentlich sollte die rückerstattung schon berücksichtigt werden.

mein mann war damals selbständig und bekam aufgrund seienr EÜR einen vorläufigen Elterngeld-bescheid. erst nach abgabe der Einkommensteuererklärung und damit ermittlung des tatsächlichen Gewinns wurde ein engültiger bescheid erlassen.
ich würde also die Einkommensteuererkörung beifügen und gehe davon aus, daß die steuerrückerstattung berücksichtig wird...

für das elterngled werden die 12 monate vor antritt des mutterschutzes gezählt.
meiner einschätzung nach sind damit volle monate gemeint.
Da ich mein zweites kind 6 monate nach dem ende es elterngeld- bezuges für das erste bekomme naheb, wurden mir nur die monate be ider berechnung abgezogen, i ndenen ich KEIN Elterngeld bezogen habe Oder in mutterschutz war..
ich würde daher vermuten, daß dies auch bei deienr frau zutrifft- es gelten dann die vollen Monate..
aber auch heir würd ich vorsichtshalber nachfragen- meist kann man euch gut,. schnell und kompetetn auskunft geben bei der zuständigen stelle

lisasimpson

Beitrag von bibuba1977 25.04.10 - 13:20 Uhr

"eigentlich sollte die rückerstattung schon berücksichtigt werden. "

Wird es nicht.
§ 2 BEEG (1) S. 1
"Elterngeld wird in Höhe von 67 Prozent des in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten monatlichen Einkommens aus ERWERBSTAETIGKEIT..."

Bei Angestellten ist die Sachlage ausserdem etwas einfacher als bei Selbstaendigen... Da reicht es, die Gehaltsabrechnungen vorzulegen.

LG
Barbara

Beitrag von lisasimpson 25.04.10 - 13:25 Uhr

aber nur weil sie zu viel steuern entrichtet hat, kann man ihr doch nciht das durchschnittliche netto kürzen.

klar reichen normalerweise die Gehaltsabrechnungen aus- das ist aber ja ein sonderfall.
das durchschnittliche netto wäre ja höher gewesen, wenn sie von anfang an gewußt hätte, daß sie nur 10 von 12 monaten arbeitet, oder?!

aber sicher bin ich mir da tatsächlich nicht- kann natürlich sein, daß bei selsbtändigen da grundsätzlich ne ander regelung zutrifft..
bin da absolut kein experte- hatte eben nur selbst sehr viele fragen, die mir imemr sher freundlich und kompetent vo nder elterngeldstelle beantwortet wurden

lisasimpson

Beitrag von bibuba1977 25.04.10 - 13:31 Uhr

Dass sie zu viel Steuern entrichtet hat, hat aber vielleicht auch mit ihren persoenlichen Bedingungen zu tun... Vielleicht hatte sie entsprechend Fahrtkosten, Arztrechnungen, oder oder oder...
Steuererstattungen sind kein Einkommen. Sonst muesste man die ja auch wiederum bei der Steuererklaerung angeben. Dort gilt ja das Zuflussprinzip. Und Steuern bekommt man ueblicherweise nicht in dem Jahr wieder, indem man sie gezahlt hat sondern spaeter. UND: Steuernachzahlungen wuerden das Einkommen nach dieser Logik auch wieder mindern.

Warum waere das durchschnittliche Netto hoeher gewesen, wenn sie gewusst haette, das sie nur 10 Monate arbeitet? Verstehe den Einwand gerade nicht ganz, sorry! #kratz

LG
Barbara

Beitrag von lisasimpson 25.04.10 - 13:45 Uhr

da die einkommensteuer so abgeführt wird, als würde das gleiche gehalte 12 monate im jahr gezahlt werden.

wenn ich also beispielsweise 2500€ monatlich verdiene werden bei steuerklasse 5 im Monat 347,08€ an lohnsteuer abgezogen. dabei habe ich ein jahreseinkommen von 30.000€ zugrunde gelegt und wenn ich ein ganzes jahr arbeite komme ich damit auf eine summe von :4.165,00

Wenn ich jedoch nur 10 monae (bei gleichem gehalt und gleichen andern bedingunge) arbeite komme ich nur auf ein jahresgehalt von 25.000€- da dardurch der Einkommesteuersatz anders ist, bezahle ich aufs jahr gerechnet gerade mal:2.929,00€- habe also in den 10 minaten ca 500€ zu viel gezahlt (weil eben der steuersatz für ein jahreseinkommen von 30.000€ zugrunde lag).

daher ist es was anders als das absetzten von fahrtkosten- die natürlich nicht mit in die berechnung fließen.
wie gesagt- ich weiß nicht genau, wie es nun tatsächlich ist -a aber in de mfall von zuviel gezahlter Lohnsteuer durch ein zuvor fälschlicherweise zu hoch geschätzes jahreseinkommen liegt das ja anders, oder?!

elisasimpson

Beitrag von bibuba1977 25.04.10 - 13:56 Uhr

Ich verstehe deinen Denkansatz, aber wie gesagt, so ist es mit Sicherheit nicht.
Zumal bei Ehepartnern in der Steuererklaerung ja auch das Einkommen beider zu Grunde gelegt und versteuert wird, beim EG aber nur desjenigen, fuer den der Antrag gestellt wird.


Wie kommst du eigentlich auf die Lohnsteuer von 347 Euro? Wenn ich einen Brutto-Netto-Rechner mit den Daten bemuehe, komm ich auf eine monatliche Lohnsteuer von ueber 600 Euro...

LG
Barbara

Beitrag von lisasimpson 25.04.10 - 14:00 Uhr

stimmt- ich hatte steuerklasse 4 eingegeben- oh man:)

ja, kann sein, daß ich da völlig auf dem holzweg bin.
ich verstehe vo, steuerrecht gar nichts. habe einfach meine logik bemüht (die da aber ja nicht weiterhilft)
danke für die auflösung

lisasimpson

Beitrag von frech69 26.04.10 - 08:04 Uhr

hallo barbara,

danke für die antwort & kurz eine anmerkung:

steuerrückerstattungen sind keine einnahmen, das sind einfach zu viel bezahlte steuern. und zur steuertabelle: du versteuerst dein einkommen laut tabelle so, dass es auf das jahr gerechnet passt. bekommst du nun aber nur in 10 von 12 monaten dieses einkommen, hast du aus jahressicht zu viel steuern bezahlt. steuern sind nicht linear, sondern ... progressiv (heisst das ... glaube ich). also mit steigendem einkommen steigt auch dein steuersatz.

ich wünsche einen schönen montag ... muss auf arbeit!

Beitrag von susannea 25.04.10 - 22:48 Uhr

Einkoemmssteuerrückerstattung wird nicht berücksichtigt.

Es zählen immer nur die letzten vollen Kalendermonate vor der Geburt oder dem Mutterschutz (wenn Mutterschaftsgeld bezogen wird).