Einfach mal mit jemanden außenstehenden reden

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von schwarz weiss 25.04.10 - 16:27 Uhr

Ich habe einen Sohn aus erster Beziehung, er ist 11, mein LG und ich sind seit 5 Jahren ein Paar. Mein Sohn ist schwierig, er hat die Trennung mit seinem Vater nicht verarbeitet und ich hatte damals wenig Zeit. Ich habe mir eine Familienhilfe geholt, die uns unterstützt. Mein Sohn war bei einem Therapeuten, leider ist dieser irgendwann in Rente gegangen, ab 28.5 haben wir einen neuen Platz.
Mein LG, selbst nicht wirklich stabil, macht es meinem Sohn auch nicht einfacher. Situation gestern; Mein Zwerg sitzt mit einer Freundin hinterm Haus und sie schauen sich sein neues Freundealbum an, er rief ihn vom Balkon aus, hält ihm die Mülltüte hin und mein ZWerg sollte sofort springen, er hat es sogar gemacht, hat aber gemosert. Mein LG findet das so unnormal, er sollte sofort springen und nicht mosern.

Ich finde ein moserndes Kind total normal.

Heute: Mein Sohn hat einen neuen Freund, er ist ein wenig komisch, dass stimmt schon, aber mein Sohn mag ihn. Die beiden spielen draußen, irgendwann klingelt mein Sohn, mein LG macht auf. Mein Sohn fragt irgenwas, habe es nicht genau verstanden, ich stand unter der Dusche. Aufeinmal ruft mein LG den kleinen rein: Du merkst auch nicht das XXX nicht normal ist, oder? Mein Sohn: Doch, aber ich mag ihn trotzdem und will dann gehen. Und was sagt mein LG: So siehst du auch aus!

Spinnt der??? Er ist auch der Meinung, dass Kinder sofort springen müssen, niemals motzen dürfen und mit Kindern in dem Alter diskutiert man auch nicht #kratz

Ich weiß gar nicht mehr was ich machen soll, ich habe mit ihm geredet, aber er kapiert es nicht ;(

Beitrag von happy_mama2009 25.04.10 - 16:43 Uhr

Trenn dich, wenn du nicht willst das dein Sohn noch mehr Schaden nimmt. Ich würde nich mal dem Vater meines Sohnes (mein Ehemann) erlauben so mit ihm zu reden und umzugehen.

#contra

Beitrag von pheromon 26.04.10 - 00:28 Uhr

Ist das wirklich dein Ernst:"Ich würde nich mal dem Vater meines Sohnes (mein Ehemann) erlauben so mit ihm zu reden und umzugehen"

Es steht dem Vater doch wohl zu seinen Sohn aufzufordern den Müll rauszutragen und ihm zu sagen was er über dessen Freund denkt.

Einen Grund sich zu trennen, und dem Kind den männlichen Bezugspartner zu entziehen, sehe ich dabei wirklich nicht.

PS.: Es handelt sich dabei weder um eine Mißhandlung, noch um Missbrauch!


Beitrag von Irrlichtchen 26.04.10 - 00:35 Uhr

Ich habe den Eindruck, sie ist den Mann leid und braucht Argumente, ihn zu verlassen.
Sie hatte keine Hemmungen, einem sehr jungen Kind, das mit der Trennung nicht fertig wurde, einen neuen Mann vorzusetzen, jetzt plötzlich merkt sie, dass er mit ihrem Kind *nicht gut umgeht*.

Beitrag von pheromon 26.04.10 - 00:46 Uhr

Das würde einiges erklären. Denn dieses "inadäquate Verhalten" sollte in den vergangenen fünf Jahren zumindestes aufgefallen sein. Aber selbst wenn - dem Kind nochmal den männlichen Bezugspartner entziehen?

Beitrag von Irrlichtchen 26.04.10 - 00:53 Uhr

Das mag dem Kind nicht gut tun, aber das war vor 5 Jahren auch kein Argument.
Bei urbia wird vermittelt: glückliche Mutter = glückliches Kind.
Auf Deutsch, Kinder müssen alle Entscheidungen ertragen, sie können sich ja nicht wehren.
Die Beispiele der TE halte ich für nicht so sehr gravierend, mehr an den Haaren herbeigezogen, um dem Patner schlecht aussehen zu lassen.
Die meisten Elfjährigen Jungen werden mit dem männlichen Part mal aneinanderrasseln, ich halte das für normal.

Beitrag von pheromon 26.04.10 - 00:59 Uhr

Nach meinen Erfahrungen sind Kinder (meine sind 8, 10 und 17) durchaus in der Lage sich zu wehren, bzw. einen Konflikt aus dem Nichts zu erzeugen der die zitierten Beispiele übertrifft. (Ohne damit den Partner unbedingt recht geben zu wollen.)

Aber wahrscheinlich hast du recht und die wirklichen Probleme liegen auf ganz anderer Ebene.

LG Pher

Beitrag von Irrlichtchen 26.04.10 - 01:01 Uhr

Das kann ich voll unterschreiben! :-)

Gute Nacht

Beitrag von pheromon 26.04.10 - 01:14 Uhr

Nacht!

Beitrag von schwarz weiss 26.04.10 - 09:51 Uhr

Ich habe den Vater verlassen, nachdem er seinen Sohn mit 4 Wochen eine Backfeife gegeben hat. Er war 4 Wochen alt!!!!!!!!!!! Es hat ihn noch nicht mal interessiert, dass ich mcih getrennt habe, denn das Kind war kein Mädchen, sondern ein Junge, er wollte unbedingt ein Mädch. Naja, um das Mädchen zu bekommen, hat er noch 4 weitere Frauen zu Müttern gemacht, kein Mädchen, so ein Pech aber auch. Unterhalt zahlt er natürlich nicht. Naja, ab und an stand der Herr vor der Tür, meist unangemeldet, hat unserem Sohn große Versprechungen gemacht und hat ihn dann nach kurzer Zeit wieder fallen gelassen. Das war für meinen Sohn sehr belastend.

Danach war ich knapp etwas mehr als 5 Jahre alleine, weil ich meinem Sohn nichts neues vor die Nase setzen wollte! Und nein, er war nicht immer so zu ihm, er wurde arbeitslos, findet trotz wirklichen Bemühungen nichts und ist fix und fertig, das meint er nun an uns auslassen zu müssen! So viel dazu!

Beitrag von happy_mama2009 26.04.10 - 08:47 Uhr

Richtig es steht dem Vater zu, aber der Ton macht die Musik.

----Aufeinmal ruft mein LG den kleinen rein: Du merkst auch nicht das XXX nicht normal ist, oder? Mein Sohn: Doch, aber ich mag ihn trotzdem und will dann gehen. Und was sagt mein LG: So siehst du auch aus! -----

SO SIEHST DU AUCH AUS?! Zu nem Kind sagen weils einen Freund hat der nicht der Norm entspricht?

Das meinte ich explizit. Das geht nicht.
1. Spricht man nicht so mit Kindern
2. So lernen Kinder das andersein schlimm ist.

Ich würde meinen Partner nicht deswegen verlassen, aber ich würde ihm einen Einlauf verpassen der sich gewaschen hat.

Ihr habe ich geraten ihn zu verlassen damit sie sich mal um ihren Sohn kümmert, das Kind hat Probleme, und anstatt sich mit ihrem Sohn auseinanderzusetzten setzt sie ihm einen neuen Mann vor, der auch noch selber Probleme hat und mit Kindern nicht umgehen kann.

Beitrag von happy_mama2009 26.04.10 - 08:54 Uhr

Außerdem, geht für mich das Wohl meines Kindes vor. Ich liebe meinen Mann, aber wenn ich merke er tut unserem Kind nicht gut, unser Kind wird von ihm nicht vernünftig behandelt, dann trenn ich mich, auch wenn es mir wehtut....

Beitrag von xxtanja18xx 25.04.10 - 18:32 Uhr

Sag deinem Lg das er nicht das recht hat so mit ihm zu reden und du es ihm Verbietest!!

So geht das nicht...Blut ist dicker als wasser...

und wenn es nicht fruchtet, bleibt dir nur die Trennung...dem kind zu liebe!!!!!!

Beitrag von blaue-rose 25.04.10 - 18:39 Uhr

Hallo,



ich denke das größere Problem scheint dein Partner zu sein. Erlaube mir bitte die Frage ob er eigene Kinder hat ? So wie es mir vorkommt hat er wenig Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Das dein Sohn auch mal " diskutiert" ist in meinen Augen normal. Er muss auch nicht gleich springen, wichtig ist das er aber seine Aufgaben erledigt. Im Umgang mit dem Freund deines Sohnes hat dein Partner sehr wenig Feingefühl bewiesen.

Ich würde dir empfehlen eine Familienberatungsstelle aufzusuchen und dort gemeinsam, das heißt dein Sohn, dein Partner und Du eure Probleme dort zu erörtern und nach Lösungen zu suchen. Meine Erfahrung ist das oft eine Unabhängige Person mehr erreichen kann wie wenn man die Probleme vor sich her schiebt.

Freundliche Grüße

Beitrag von fruehchenomi 25.04.10 - 18:39 Uhr

Ein instabiler Lebensgefährte soll mit einem Kind klarkommen, welches auch noch mit Problemen kämpft ? Das wird wohl nichts.
In 5 Jahren hat er es nicht geschafft, ein besseres Verhältnis aufzubauen ? Sehr seltsam. Ich hab meinem Mann damals 2 Jahre gegeben - und er hat es geschafft.
Dein Sohn bräuchte einen ruhigen netten und verständnisvollen "Mann an Deiner Seite", der zu allem Glück auch noch kinderlieb wäre - dann könnte man sich vielleicht sogar eine Therapie sparen.

"Er ist auch der Meinung, dass Kinder sofort springen müssen, niemals motzen dürfen und mit Kindern in dem Alter diskutiert man auch nicht "
Frage: Ist der aus der Nachkriegsgeneration übriggeblieben`?
Na dann viel Freude, wenn die Pubertät richtig losgeht.
Denn er wird sich sicher nicht ändern, das wird eher schlimmer, wenn Dein Sohn mal "richtig" sich zu wehren anfängt. Und Du stehst immer mittendrin....... :-(
LG Moni

Beitrag von melly21 25.04.10 - 18:47 Uhr

Was mich immer wieder erschreckt ist das viele Mütter hier raten sich sofort zu trennen wenn der Partner mal anders mit den Kindern umgeht!

Jeder hat eine andere Meinung und jeder Erzieht anders.Ich habe mit meinem Mann auch manchmal Zwist wegen unserer Tochter aber deswegen trennen?

Kein Wunder das so viele Kids verweichen wenn ihnen von den Müttern nur Zucker in den Allerwertesten geblasen wird!

Kinder vertragen auch mal harte Worte oder Konsequenzen.

Lg Melly

Beitrag von mirja 25.04.10 - 19:29 Uhr

Sicher vertragen sie das "auch mal", aber hier handelt es sich um ein Kind, welches offenbar die Trennung seiner Eltern noch nicht verarbeitet hat, gerade seinen Therapeuten verloren hat und sich zudem noch mit seinem Stiefvater offenbar nicht versteht. Hier ist absolutes Feingefühl gefragt und in den grundlegenden Erziehungsfragen müssen sich Eltern einig sein/ einigen. Wenn das nicht klappt, dann würde ich mir auch überlegen, ob ich mich meinem Kind zuliebe nicht trenne, wobei das nicht der erste Lösungsgedanke wäre. Lg

Beitrag von melly21 25.04.10 - 19:35 Uhr

Nun gut das es für das Kind nicht einfach ist verstehe ich!
Vielleicht sollte die Te sich mal mit ihrem Partner zusammen setzen und ihm mal die Konsequenzen erklären.Also ihm klar machen wie der Junge sich fühlt!

Vielleicht sollte der Sohn der Te mal mit seinem Stiefvater mal was alleine machen?Vielleicht einen "Männertag"und der Junge erzählt ihm mal wie er sich bei der ganzen Sache fühlt!Vielleicht klappt es dann besser!

Trotzallem bin ich der Meinung das eine Trennung eventuell dem Jungen wieder Schaden könnte,weil er eventuell die Trennung auf sich bezieht?

Lg Melly

Beitrag von manavgat 25.04.10 - 19:25 Uhr

Dein LG ist nicht gut für Deinen Sohn. Entweder, er ist bereit eine Erziehungsberatung in Anspruch zu nehmen und zu lernen, wie man mit einem Kind umgeht oder Du musst überlegen, ob Du ihn (also den LG) behälst.

Kerle kommen und gehen. Kinder bleiben für immer.

Gruß

Manavgat

Beitrag von pheromon 26.04.10 - 00:21 Uhr

Dein Sohn und dein Lebengefährte sind unterschiedlicher Meinung. Na und?!

Ich sehe da nicht wirklich ein Problem, dass über Normalität hinausgeht. (Ohne die Auffassung deines Lebensgefährten zu teilen)

Es stellt sich eher die Frage, ob du selbst aufgrund deiner Vorgeschichte Schuldgefühle gegenüber deinem Sohn hast die dich daran hindern zu ihm ein normales Verhältnis aufzubauen. Dich deswegen zu trennen ist geradezu widersinnig - die psychischen Folgen unabsehbar.

LG Pher

Beitrag von fruehchenomi 26.04.10 - 18:03 Uhr

Unterschiedlicher Meinung werden Vater und Sohn IMMER sein, egal, ob leiblich oder nicht. Mein Mann und mein Sohn haben sich auch regelmäßig gefetzt - und dann wars einfach wieder gut und beide grinsten. Sie haben einfach eine gegenseitige Toleranz aufbauen können über die Jahre.
Was aber ÜBERAUS SCHLIMM ist, ist der abwertende Unterton, der mir hier durchklingt seitens des Lebensgefährten der TE. Sowas kann ein Kind kaputtmachen, in der beginnenden Pubertät sowieso. Mir fehlt hier ein bißchen "Kinderliebe", wenn ich es mal so ausdrücken darf.
Ist wie immer im Leben" der Ton macht die Musik".

LG Moni