Heim ohne die Babys, wie habt ihr´s geschafft ????

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von twix08 25.04.10 - 19:06 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe meine Zwillis in der 26+3.SSW bekommen (17.04.2010).
Jetzt nähert sich der Tag meiner KH-Entlassung. Mir wurde der Tag zwar freigestellt, aber ich kann mich nicht durchringen heimzufahren. Ich werde zwar im Anschluss jeden Tag ins KH fahren (50km), aber der Gedanke ans fahren zerreißt mir jetzt schon das Herz.

Wie habt ihr es geschafft eure Frühchen "alleine" im KH zu lassen?
Habe echt Panik vor der ersten Nacht "alleine" zu hause. :-(

Vorab schon mal danke für eure Antworten !!

Steffi

Beitrag von hot--angel 25.04.10 - 19:30 Uhr

hallo steffi

lass dich mal #liebdrueck .
bist eine ganz starke person
ich hab auch ein frühchen, aber unser zerg hat so gekämpft das er trotz allem mit mir heim durfte ( eh ein wahnsinn)

aber ich denke es ist für dich auch gut
im kh kannst du dich gar nicht richtig erholen
deinem kind geht es dort gu tu das weißt du, und du kannst ja im prinzip eh den ganzen tag bei deinem kind sein, so wie jetzt eben auch

in der nacht bist du ja jetzt auch nicht bei ihm

und ich bin mir sicher, dass du dich zu hause viel schneller erholen kannst und dann hast viel mehr kraft die du für dein baby aufwenden kannst

und denke immer daran: in ein paar monaten ist alles vergessen und und du und dein shcatz seits zu hause und zusammen

Beitrag von pebbles-maus 25.04.10 - 19:59 Uhr

hey fühle dich mal gedrückt.. so als eigentliche juli mama wie ich...

du hast zwei stärke kämpfer. und denk immer dran, die sind da in sehr guten händen und du hast zu hause auch mal zeit und luft, mal etwas durchzuatmen

in ein paar wochen sind die kleinen zu hause und 24 stunden bei dir :-D

du lässt sie ja nicht alleine.. das darfst du gar nicht denken

noch mal drücken

liebe grüße

pebbles-maus

Beitrag von inoola 25.04.10 - 20:21 Uhr

ohhh ich kann dich verstehen.
ich schick dir und den kleinen ganz viel kraft! #herzlich#pro#klee#herzlich#liebdrueck

ihr schafft auch das noch!!!

ich denk jeden tag an euch.

alles, alles gute. ich hoffe so sehr das deine kleinen nicht so lange bleiben müssen und gute fortschritte machen.

#liebdrueck inoo

Beitrag von hexe112 25.04.10 - 20:26 Uhr

Hallo Steffi,

erst mal #herzlichlichen Glückwunsch zu Deinen Zwillis. Und sei mal feste #liebdrueck Ich kann Dich sehr gut verstehen, denn meine Kleine kam bei 28+3 und musste auch in der Klinik bleiben, als ich entlassen wurde. Mir hat es auch fast das Herz zerrissen und es war ein vollkommen surreales Gefühl, als ich von meinem Mann und meinem Sohn abgeholt wurde und ohne meine Kleine nach Hause fuhr. Ich hatte aber keine andere Wahl, da mein Sohn noch nicht im Kiga war und mein Mann wieder arbeiten gehen musste. Wir haben von der KK eine Betreuung (täglich 4 Std.) für meinen Sohn bekommen, sodass ich vormittags ins KH konnte. Nachmittags war ich dann zu Hause und abends, wenn mein Mann zu Hause war, fuhr ich wieder ins KH. Zum Glück ist das KH quasi um die Ecke, sonst wäre das garnicht machbar gewesen.
Wenn ich jetzt so zurück denke, dann hab ich der Zeit einfach nur "funktioniert".... vor allem für meinen Sohn. Ich hatte eine absolute Spitzenklasse-Hebamme, die mich im Wochenbett betreut und sich auch meine Sorgen angehört hat. Im KH hat ca. 1 Woche nach der Geburt eine Psychologin Kontakt zu uns aufgenommen. Bei uns in der Klinik ist das ein Angebot, das allen Frühchen-Eltern und Eltern von kranken oder behinderten Kindern gemacht wird. Diese Betreuung ist keine "Therapie", sondern einfach die Möglichkeit, zu reden. Sorgen, Gedanken und Ängste los zu werden. Mir persönlich hat es sehr gut getan, mein Mann konnte damit garnichts anfangen...

Ich empfand die Zeit, die meine Kleine noch im KH bleiben musste, als anstrengend und im Nachhinein betrachtet auch irgendwie als unwirklich... Im Endeffekt war ich erst wirklich ein zweites Mal Mama, als meine Tochter mit nach Hause durfte.

Ich wünsche Dir und Deinen beiden Mäusen von Herzen alles Gute. Die Zeit wird anstrengend, aber sie geht vorbei. Ich bin mir sicher, dass Du hier im Forum viele andere Mamas treffen kannst, die Dich verstehen und bei denen Du auch offene Ohren finden kannst!

Ganz liebe Grüße und #liebdrueck
Hexe112

Beitrag von leahmaus 25.04.10 - 20:43 Uhr

Hi du,

Erst einmal alles alles Liebe zur Geburt!!!

Wir alle hier können dich sehr gut verstehen,es ist hart,sein kleines,hilfloses Baby da liegen zu sehen u ohne Baby Heim zu gehen!!!

Ich war 2x in der gleichen Situation.

Meine 2Tochter kam vor 4Monaten in der 32+2 zur Welt.
Sie musste zwar"nur" 3,5Wochen im Kh bleiben,doch das waren die anstrengsten u schlimmsten wochen meines Lebens.
Zumal ich ja meine andere Tochter von 3,5J zu Hause hatte.
Und jedes mal ein schlechtes Gewissen hatte,wenn ich ins Kh zu der kleinen gefahren bin.
Es gab Tage,da lag ich Abends im Bett u hab einfach nur geweint,weil ich manchmal total überfordert war,mit der ganzen Situation.
Dazu kam noch,das ich 1woche nach dem Ks noch ne Lungenentzündung bekam u es mir richtig scheisse ging!
Doch ich war stark,für mein kleines Frühchen u für meine grosse Tochter,die Daheim war!!!
Irgendwie klappt das alles.Man funktioniert einfach nur noch...

Wünsche euch alles alles Liebe für die Zukunft!!!

Stephie mit Lea(*21.09.06)u Hanna(*30.12.09)

Beitrag von lamington 25.04.10 - 20:48 Uhr

Hallo!

Ich kann Dich auch sehr gut verstehen, meine Mädels kamen bei 27+1. Ich wollte auch nicht nachhause, nach 7 Tagen musste ich aber...und ganz ehrlich es war erstmal schrecklich ohne Kinder aber nicht mehr schwanger nachhause zu kommen! Aber es geht nunmal nicht anders und ich konnte mich auf alle Fälle zuhause besser erholen, nachts besser schlafen.

Ich bin dann auch jeden Tag ins KKH gefahren. Und ich weiss das die beiden bei den Schwestern und Ärzten gut aufgehoben waren.

Du tust alles was Du kannst für Deine Kinder und dazu gehört auch das Du Dich von der Geburt zumindest körperlich auch erholst!

Im nachhinein kommt mir die Zeit damals auch unwirklich vor, obwohl es ja erst ein Jahr her ist!

Ich wünsche euch alles Gute!

LG

Kerstin

Beitrag von twix08 25.04.10 - 21:09 Uhr

Danke, danke, danke !!!

Jetzt habe ich Tränen in den Augen.... #liebdrueck
Eure Worte machen mir Mut und zeigen mir, dass es sich am Ende lohnt zu kämpfen.

"Freue" mich auf die gemeinsame Zeit hier im Forum.

Liebe Grüße
Steffi

Beitrag von marta100 25.04.10 - 22:00 Uhr

Hallo Steffi,

ich kann dir nicht aus eigener Erfahrung berichten, aber von der meiner Schwester, die ihren Sohn im Januar in der 26+6 SSW bekam.

Da der Weg von Klinik nach Hause auch sehr sehr weit war hat sie im Anschluß an den Klinikaufenthalt ein Appartment in einem Ronald MC Donald Haus bekommen, das fast direkt neben der Klinik liegt. (Ich weiß ja nicht, wo du entbunden hast, vielleicht gibt es für dich auch solche Möglichkeit?;-) )

Trotzdem war der Abschied jeden Abend sehr schwer, vor allem die ersten tage, nachdem sie nicht mehr direkt auch mit in der Klinik geschlafen hat.
Aber es wurde wirklich von Tag zu Tag leichter und der Kleine ist dann vierzehn Tage vor dem errechneten Geburtstermin nach Hause gekommen.#huepf

Jetzt geniessen sie die Zeit zusammen und haben aus dieser schweren Zeit sogar auch viele positive Erfahrungen mitnehmen können.

Ich wünsche euch alles Gute und ein ganz schnelles komplikationsloses "Grosswerden". ;-)

Beitrag von sandralein07 25.04.10 - 22:34 Uhr

Hallo Steffi,
alles Gute zu deinen beiden süßen. Wenn du nicht nach Hause willst mußt du nicht. Erkundige dich mal genau im Kh. Ich hab das schon 2mal hinter mir. Beim 1. Mal wurde ich auf ne andere Station verlegt, auf der ein Bett frei war und beim 2. mal war ich im Mc Ddoanld Haus(war in eienr anderen Klinik).Normalerweise hat jedes Krankenhaus mit Kinderklnik auch sogenannte Elternzimmer.Du darfst dich nur nicht von denen abwimmeln lassen, ein Kh ist nie komplett belegt.
lg
sandra

Beitrag von gille112 25.04.10 - 22:54 Uhr

Hallo Steffi,
meine twins kamen bei 30+3, Lara war aber weit zurück von der Reife.
Sie kamen am 31.7.09, hannah durfte am 2.10. heim, Lara pünktlich zu Weihnachten am 18.12....

Ich kann dich gut verstehen.Mir brach es auch das Herz, ich habe auf der Heimfahrt auch nur geheult.
Ich bin nur noch mit Telefon ins Bett, und hab mich jeden Tag so sehr auf meine Mäuse gefreut.Ich hatte aber auch immer Angst, das es schlechte Nachrichten gibt....
Es klingt vielleicht doof, aber irgendwann war es so "normal", jeden Tag das gleiche:zuhause etwas wirbeln, duschen, 30 km fahren und den Tag bei meinen Babys verbringen.
Man fühlt sich irgendwann auf der Station wie zuhause...
Ich fühle mich auch heute immmer noch geborgen da, wenn wir zu Besuch gehen.
Wenn du dann am Bett sitzt oder känguruhst, versuchst du jeden cm Baby zu sehen, den Geruch so einzuziehen, das du ihn zuhause riechst, du fühlst jeden cm Baby ab, um die weiche Haut nicht zu vergessen.
Glaub mir, es wird eine harte Zeit, aber sie wird belohnt.
Im Nachhinein weiß ich gar net wo die Zeit hin ist....
Ich wünsch dir viel Kraft, und denk auch zwischendurch an dich!!!

Wenn du weiter Fragen hast meld dich einfach.

LG Gille#liebdrueck

PS:Nutze auch die Zeit um dich auf den Alltag mit 2 vorzubereiten...das wird echt Trubel geben....

Beitrag von sleepingsun 26.04.10 - 10:21 Uhr

Hallo Steffi,

erst mal herzlichen Glückwunsch zu deinen Zwillingen!
Und dann lass dich mal ganz arg drücken!

Stefan wurde 2007 bei 36 + 2 geholt, da ich Hellp hatte. Er hatte nur 1900 g und 43 cm; ansonsten war aber eigentlich alles OK. Da es eine Kaiserschnitt war, war erst noch eine Woche mit im Krankenhaus und dadurch fast dauernd bei ihm - nur zum Essen mal auf meinem Zimmer. Bin dann nach einer Woche (hätte auch so lange bleiben können bis Stef heimgekommen wäre) heim, weil ich es sehr schwer fand, die ganzen Mütter mit ihren Babys zu sehn und ich war dadurch sehr traurig. Es war schwer an diesem Abend mit meinem Mann ins Auto zu steigen und nach Hause zu fahren und zu wissen, dass mein kleiner Wurm immer noch dort liegt und ganz alleine ist. Hab geweint. Hab dann daheim auch sofort angerufen und gefragt, ob er schön schläft und so. Konnte auch jeder Zeit (auch nachts) dort anrufen und fragen, wie's ihm geht. Abends saß ich oft im Kinderzimmer und hab gebetet, dass er bald im Bettchen liegt und solche Sachen.

Für mich war es aber gut, dass ich mit heim bin, da mein Mann sich gut um mich gekümmert hat und ich mit meinem Schmerz nachts nicht allein war.

Wünsche dir/euch alles gut und ganz viel Kraft!

LG, Nicki mit Stefan (*01.06.07) und Zoey (*12.02.09)

Beitrag von nina-pauline 26.04.10 - 14:11 Uhr

Erstmal drück ich dich ganz fest #liebdrueck Das ist wirklich nicht einfach. Ich fand es auch total schrecklich auf einer Seite, auf der anderen Seite konnt ich nicht mehr im KH liegen - mir tat alles weh von den Betten und richtig schlafen konnt ich dort auch nicht, weil ständig Betrieb im Zimmer war. Dadurch kam anfangs auch überhaupt keine Milch bei mir. Ich bin dann auch jeden Tag ins KH und war immer von morgens bis abends dort. Nur eben nachts zu Hause. Das ging. Nur die letzten 2 Wochen waren dann nochmal schlimm, weil ich sie endlich mit nach Hause nehmen wollte und es irgendwie nicht mehr vorwärts ging ...