Hund "erziehen" durch Prügel? Blödsinn....

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von yanis82 25.04.10 - 19:41 Uhr

Huhu,

heute war ich bei einem Mittelalter-Festival, dort waren auch sehr viele Hundehalter mit ihren (angeleinten) Hunden.

Mir kam eine Frau mit einem sehr großen Hund entgegen, der wohl unter die sog. "Kampfhund-Kategorie" fällt, er trug Maulkorb. Mit uns in die andere Richtung ging ein Mann mit einem kleineren Hund.

Was genau geschah, hab ich nicht gesehen, nur dass der "Kampfhund" den Kleineren anknurrte und auf ihn los wollte. Er wurde aber von seiner Besitzerin nicht nur sehr unsanft an der Leine zurückgezogen, sondern auch dreimal sehr feste ins Gesicht/Schnauze geschlagen, bis er sich winselnd hinlegte. Wirkte sehr brutal auf mich.

Ich hab empört einfach nur "eyyy, wie können Sie das Tier schlagen!" gerufen, aber der Hundehalter des kleineren Hundes hielt mich zurück und erklärte mir, es sei völlig richtig, den Hund zu schlagen, wie solle man ihn sonst erziehen? Ein Hund sei zwar nicht böse, er wolle nur etwas verteidigen, und davon kann man ihn mit Schlägen abhalten. Ich meinte nur, dass es völlig normal ist, wenn Tiere aggressiv werden, wenn sie selbst aggressiv behandelt werden, ist ja wie bei Menschen auch.
Darauf hin bekam ich nur ein "Bullshit" an den Kopf geworfen.

Ich habe zwar selbst keinen Hund, aber stimmt es etwa, dass sog. Kampfhunde eine andere Erziehung benötigen? Ich fand das Verhalten sehr unangebracht und das Tier, so groß und furchteinflößend es auch war, tat mir sehr leid.

Manche Leute sollten einfach keine Tiere halten dürfen...

War eigentlich eher ne Meinungsäußerung als eine Frage...

LG
Yanis


Beitrag von melly21 25.04.10 - 19:55 Uhr

Ich bin der Meinung das der Halter des grossen Hundes sich nicht wundern muss wenn der mal aus Angst zu beisst!
Aus dem Grund greifen die Tiere auch irgendwann an.ich würde mich auch irgendwann wehren wollen!

Lg Melly die sowas nicht verstehen kann

Beitrag von moon86 25.04.10 - 20:05 Uhr

so wie du melly sehe ich das auch!!! hatte selber schon hunde und kenne viele die hunde haben ( auch hunde die unter die Kampfhund-Kategorie fallen ) aber keiner würde seinen hund schlagen!!!

Beitrag von smr 25.04.10 - 20:19 Uhr

Nein, sog. Kampfhunde benötigen keine "andere" Erziehung als andere Rassen.

Meiner Meinung nach ist es bei der Hundeerziehung oft ein großes Problem, daß der Hund nicht weiß, daß sein Mensch der Chef ist. Da bei den angesprochenen Rassen meistens Terrier mit dabei ist, ist das besonders wichtig, weil Terrier oft sehr stur sind.
LG Sandra

Beitrag von pechawa 25.04.10 - 20:44 Uhr

Als Hundehalter muss man eine gewisse Autorität ausstrahlen und auch besitzen und die hat man, oder man hat sie nicht! Jedenfalls kann man sie bei seinem Hund nicht mit brutaler Schläge erreichen, damit erreicht man, dass der Hund bei einem selbst ein "Duckmäuser" wird und bei Anderen unkontrollierbar ist - so wie du heute sehen konntest!

LG

Beitrag von unipsycho 25.04.10 - 20:51 Uhr

Ich find es toll, dass besagter Besitzer seinen Hund mit Maulkorb geführt hat! #pro

Das Tier schien ja aggressiv auf kleinere Hunde zu reagieren.

Also ich hatte in der Tierarztpraxis mal mit einem kleinen Yorki zu tun, den ein größerer Hund zerfetzt hatte (Darm hing raus, Rückgrad geknackt, musste dann eingeschläfert werden) Und die Beitzerin des größerne Hunde meinte, dass sie wüsste, dass ihr Hund so auf die Kleinen Rassen reagiere.
Und sie hat ihre Töle trotzdem ohne Maulkorb geführt!
DAS finde ich unangebracht.

Beitrag von dominiksmami 25.04.10 - 20:59 Uhr

>>Das Tier schien ja aggressiv auf kleinere Hunde zu reagieren. <<

was ja bei den Erziehungsmethoden der Besitzerin auch kein Wunder ist.

Beitrag von unipsycho 25.04.10 - 21:03 Uhr

Wer weiß...
Keine Ahnung.

Die Besitzerin von dem Hund, der den Yorki zerfleischt hat, wirkte nicht wie jemand, der besonders herrisch, oder brutal mit seinem Tierchen umgeht. War eher so ein "man muss die Tiere mit verständnis behandeln"-Typ... Schließlich ist sie gar nicht auf die IDEE gekommen, Hundi mit Maulkorb zu führen.
Aber genau weiß ich das ja auch nicht...

Beitrag von dominiksmami 25.04.10 - 21:06 Uhr

es gibt schon seltsame "Leinenhalter" *nick*

wir haben damals auch so einige Fälle beim TA behandelt...*kopfschüttel* da wird mir noch komisch wenn ich drüber nachdenke und das ich beim TA gearbeitet habe ist immerhin fast 17 Jahre her.

lg

Andrea

Beitrag von pizza-hawaii 26.04.10 - 08:22 Uhr

Hast Du auch was zu der eigentlichen Situation zu sagen?

Ich finde es erstaunlich was Du alles beurteilen kannst ohne die Situation visuell verfolgt zu haben #augen

Beitrag von unipsycho 26.04.10 - 22:40 Uhr

ich hab gar nichts zu der eigentlichen Situation zu sagen, weil ich nicht weiß was da wie ablief und wer welche Gründe zu welchem Verhalten hatte.

Ich hab auch von Hundeerziehung keine Ahnung... Ich fands halt nur toll, dass die Besitzerin ihr Hundilein mit Maulkorb geführt hat.
Meinetwegen kann das jeder mit seinem Wauzi tun... #schein

Beitrag von pizza-hawaii 27.04.10 - 11:06 Uhr

Hauptsache mal was geschrieben!

Beitrag von unipsycho 27.04.10 - 15:45 Uhr

klar :-)
Dafür ist Urbia da. #rofl

Beitrag von windsbraut69 26.04.10 - 15:12 Uhr

Mensch, DUuuuuuuuuuuuuuuuuuuu bist das?
Dann ist ja alles klar.

Beitrag von unipsycho 26.04.10 - 22:41 Uhr

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIch bin das. #kuss

Beitrag von dominiksmami 25.04.10 - 20:58 Uhr

Hallo,

meiner Erfahrung nach...brauchen gerade die meisten Listenhundrassen eine äusserst liebevolle, sanfte Erziehung.

Aber...das wird man wohl in die Köpfe vieler Leute nicht wirklich rein bekommen.

lg

Andrea

Beitrag von unilein 25.04.10 - 23:40 Uhr

Also Tiere schlagen geht natürlich gar nicht! Der Halter des kleineren Hundes hatte also eindeutig keine Ahnung.

Die Halter des großen Hundes waren vielleicht brutale Schläger, die sich nur aus Prestige-Gründen einen Listenhund halten, aber vielleicht waren sie an dem Tag auch einfach nur mit ihrem Hund überfordert.

Ich war heute Abend mit meiner Hündin auch in einer solchen Situation, nämlich bin ich abends durch die Neustadt gegangen und dass überall Menschen stehen zu so einer Uhrzeit sind wir aus unserem Wohngebiet überhaupt nicht gewöhnt. Und Laya hat wirklich jeden Menschen angebellt. Und dabei entwickeln sie ja eine Kraft, wenn sie zu ihrem "Opfer" hinwollen, dass ein normales Weitergehen kaum möglich ist.

Da bin ich dann auch etwas lauter geworden und habe sie angeranzt. Oft schubse ich sie in solchen Situationen auch mit der Hand oder dem Bein, weil sie dadurch den Fokus verliert und viel leichter zur Besinnung kommt. Bloßes Reden hilft da nicht, wenn der Hund etwas/jemand anbellt. Da muss man das Fixieren unterbrechen, wenn man zu dem Tier durchdringen will. Das kann ja von außen auch brutal und herzlos aussehen, weil die Grenze zwischen Schubsen und Schlagen bzw. Treten ja fließend ist.

Ich will das gar nicht schönreden, was die Halter mit ihrem Hund gemacht haben, aber wie gesagt kann man als Mensch auch mal an seine Grenze kommen, wenn der eigene Hund ständig anfängt zu bellen und man das einfach als so ausgesprochen sinnlos ansieht. Es ist dann nur noch kräftezehrend. Du hast die eine Momentaufnahme gesehen, als der Hund einen anderen angebellt hat. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat er aber an dem Tag schon jeden einzelnen Hund angebellt, der ihm begegnet ist, der Halter hatte schmerzende Hände von dem Zerren an der Leine und hat sich einfach nur gefragt: "Warum kannst du den Hund nciht einfach mal passieren lassen ohne zu bellen, das ändert doch sowieso nichts!"

Beitrag von pizza-hawaii 26.04.10 - 08:30 Uhr

Ein Tier erzieht man nicht mit Schläge, von der Qual die das Tier erleidet mal abgesehen würde man damit nur das Gegenteil erreichen.

Du hast da schon den richtigen Riecher und ich finde es #pro das Du den Mund aufgemacht hast!

pizza

Beitrag von cunababy 26.04.10 - 11:44 Uhr

Hi,

du hast mit deinem Gedanken völlig Recht!

Ein Hund wird dadurch nur aggressiver. Ich finde es super, dass du etwas gesagt hast! Das machen leider wenige.
Wer seinen Hund derart schlägt und bedrängt, dem gehört der Hund Postwendend abgenomen!

LG Cunababy

Beitrag von sani80 26.04.10 - 18:04 Uhr

Nicht der Hund ist das PROBLEM sondern der Besitzer, der sich leider wohl nicht anders zu helfen weiß, der sollte sich nur nich wundern, wenn der Hund dann mal zubeisst

#pro Ich finde es klasse, das du was dazu gesagt hast #freu