Kleinwuchsdiagnostik- Dienstag geht's ins KH

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von keimchen 25.04.10 - 20:25 Uhr

Hallo,

ich hatte hier ja schon mal über meinen Sohn geschrieben. Darüber, dass er entwicklungsverzögert ist, der Verdacht auf Autismus im Raum steht und er zu klein für sein Alter ist.

Der Autismus- Verdacht ist mittlerweile vom Tisch. Die Entwicklungsverzögerung scheint er dank einem Kindergarten- Wechsel selbst in vielen Teilen aufzuholen, er macht riesige Fortschritte.
Ausserdem warten wir auf einen Platz bei der Frühförderung, die Warteliste ist lang, und es steht ein Termin im SPZ an, wo er genau untersucht werden soll.

Jetzt wird erstmal untersucht, warum er so langsam wächst. Mit seinen 3,5 Jahren ist er 88cm groß und wiegt etwa 12kg, was für das Alter echt nicht viel ist. Er ist im Kindergarten der Kleinste.

Am Dienstag gehen wir für etwa eine Woche ins Krankenhaus, wo er von einem Endokrinologen untersucht wird.
Die Handwurzelknochen werden geröngt, und die Wachstumshormone untersucht... eins davon ist wohl nicht ausreichend vorhanden.

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich wirklich eine Hormonbehandlung in Betracht ziehen würde... aber ich denke, wenn es nötig ist (je nachdem, was die Untersuchungen ergeben), dann werden wir diesen Weg gehen.

Er würde mir später Vorwürfe machen, wenn er Probleme mit seiner geringen Körpergröße hätte und wüsste, ich hätte etwas dagegen unternehmen können...

Mir graut ein wenig vor der Zeit im Krankenhaus, zumal ich seine kleine Schwester auch mitnehmen muss, und so die ganze Zeit mit zwei Kindern dort bin. Hoffentlich nimmt es die beiden nicht allzu sehr mit...

Wollte nur mal berichten...

LG
Susi

Beitrag von scrollan01 26.04.10 - 10:12 Uhr

Hallo,

ich würde auch eine Hormonbehandlung machen lassen - und wenn er damit auch nur 1,70m Endgröße haben sollte - besser als nichts!
Ich finde es gerade bei Männern wichtig!

Meine Tochter war in dem Alter auch so groß und so leicht. Sie ist 4,5 Jahre alt und misst 99,3 cm und wiegt 13,5 kg!
Sie ist auch kleiner als die anderen - das fällt aber nur auf, wenn wir Eltern dann daneben stehen und ihre Schwester! Wir sind groß - 1,73m, 1,86m und 1,40 m die ältere Tochter!
Ihre Endgröße liegtbei max. 1,65m und das ist völlig ok!
Sie hat keinen Hormonmangel, bei ihr ist es die Leberzirrhose!

LG

Beitrag von monsti2005 26.04.10 - 10:26 Uhr

Hallo Susi,

erstmal alles Gute für die Woche im KH!

Ich bin mit meiner jüngeren Tochter seit einem Jahr bei einem Endokrinologen wegen Kleinwuchs "unter Beobachtung"! Sie rutscht immer weiter aus ihrer Kurve heraus und ist nun mit 2,5 Jahren ca. 80,5 cm groß und wiegt um die 9,8 Kg.

Ich weiß wie schwer man sich bei der Überlegung tut, ob man Wachstumshormone geben soll oder nicht! Mein Mann und ich sind allerdings mittlerweile der Meinung, dass wir es tun werden, sollten wir ihr damit zu ein paar cm mehr Größe verhelfen können (bei uns ist nur noch nicht ganz klar was der Grund für ihren Kleinwuchs ist). Weißt Du, wenn sie tatsächlich weiterhin so langsam/wenig wächst, denn ist sie später ja nicht nur einfach ein bißchen kleiner...nein, sie ist ausgewachsen denn so klein, dass sie im Alltag auch echte Probleme bekommt!

Hier gibt es auch einen Club Kleinwuchs/Minderwuchs...vielleicht schaust Du dort ja einfach mal vorbei?!

Nun aber erstmal alles Gute für morgen, drück Euch die Daumen!

LG Monsti

Beitrag von cornichon 26.04.10 - 11:09 Uhr

Hallo,
meine Tochter ist auch zu klein und wird seit ca, 2,5 mit Wachstumshormonen behandelt. Aber dies nur am Rande...
Eigentlich wollte ich nur schnell mal was los werden zu dieser ständigen Angst vor der Hormonbehandlung. Vielleicht liegts ja daran das man mit Hormonen bzw. Hormonbehandlung immer sowas negatives assoziiert wie beispielsweise die in Veruf gekommene Hormonbehandlung gegen Beschwerden in den Wechseljahren.
Aber hier liegen die Dinge doch ganz anders. Es geht um ein Hormon welches ja naturgemäß von der der Hirnanhangsdrüse produziert wird und nicht nur ausschließlich für das Wachstum zuständig ist sondern auch einen nicht unerheblichen Einfluss auf bestimmte Stoffwechselvorgänge hat. (aus diesem Grund müssen manche Menschen die Wachstumshormone in geringen Mengen sogar lebenslänglich nehmen, wenn ihre Hypophyse entsprechend geschädigt ist)
Fakt ist doch, das den betroffenen Kinder ein wichtiges Hormon fehlt und das dieses Fehlen entsprechend ausgeglichen wird durch eine möglichst optimale Dosis.
Bei unserer Tochter bspw. gab es den ersten Hinweis auf einen Wachtumshormonmangel (außer der geringen Größe) durch häufige Zitteranfälle nach dem Schlafen. Ursache war eine zu starke Ausschüttung des Hormons Insulin und ein damit verbundener seehr niedriger Blutzucker. Das Wachstumshormon und das Insulin stehen nämlich in Wechselwirkung zueinander. Wird zuwenig Wachstumshormon gebildet, wird umsomehr Insulin ausgeschüttet bzw. umgekehrt. (das ist übrigens auch der Effekt, den man bei dem Provokationstest überprüft)
Seit sie behandelt wird, ist sie nicht nur gewachsen , auch diese Unterzuckerungssymptome sind nie wieder aufgetreten. Ihr geht es jedenfalls sehr gut damit und ich habe es nie bereut, mit der Behandlung begonnen zu haben. Klar muss sie nun regelmäßig zur Kontrolle, wo die Dosis auch öfters korrigiert und dem Gewicht angepasst wird. Aber sie hat die Chance auf eine halbwegs normale Größe. (Die Ärzte hatten ihr vor der Behandlung eine Endgröße von 1,40 berechnet!!!)

Alles Gute und nicht immer soviel Angst

cornichon

Beitrag von josili0208 26.04.10 - 14:00 Uhr

Alles Liebe!
Ich drück Euch echt die Daumen!
(Wenn ich an meinen Bengel hier denke, mit einem runden Meter und gut 16kg... und der ist schon ein Spargeltarzan...)
Knutsch #kuss und meld Dich wenn Ihr wieder rauskommt!

Beitrag von fruehchenomi 27.04.10 - 20:02 Uhr

Mein Hausarzt erwähnte vor ca 1 Jahr, dass eine Hormonbehandlung in der Entwicklung sei, wo nicht täglich gespritzt werden muss, sondern über Nasenspray behandelt wird. Ich würde danach fragen.
Alles Gute.
Enkelmaus Leonie ist auch knapp 3,5 Jahre, wiegt 12,5 kg bei 89 cm. Sie ist auch die Kleinste in der Kita - aber sonst gesund. Aber sie war halt auch ein Frühchen mit 980 g und die Mama mißt auch nur 1.60 m. Endes des Jahres lassen wir aber auch mal den Handwurzelknochen röntgen, dann sieht man wieder weiter.
LG Moni

Beitrag von monsti2005 28.04.10 - 18:43 Uhr

Hallo,

soweit ich weiß, hat sich das Nasenspray (ähnlich wie Tabletten, etc.) bei Tests als absolut wirkungslos erwiesen. Hat irgendwas mit der Größe der Moleküle (oder so) zu tun...! Derzeit gibt es wohl nur das Spritzen als einzige Möglichkeit!

LG Monsti

Beitrag von fruehchenomi 29.04.10 - 20:00 Uhr

Ojeee - Mist ........
Danke für den Tip
LG Moni