Bitte dringend um Hilfe, hohes Fieber

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jun1810 25.04.10 - 21:09 Uhr

Hallo,
mein Großer (4 Jahre) hat seit heute Vormittag Fieber. Um 13.00 Uhr habe ich ihm Nurofen Fiebersaft gegeben, da er 39,3 ° Fieber hatte und es ihm relativ schlecht ging. Dann wurde es relativ zügig auch wieder besser. Natürlich wurde es zum Abend hin wieder schlechter. Um 19.30 Uhr hatte er dann 40,7° Fieber. Dann habe ich ihm wieder den Saft gegeben, aber das Fieber sinkt leider nicht. Jetzt habe ich ihm gerade Wadenwickel gemacht.

Hat jemand einen Tipp für micht, was ich noch machen kann?

Danke schon Mal

Nicole

Beitrag von tevwoman 25.04.10 - 21:11 Uhr

Ruf einen Arzt!!!

Beitrag von lamia1981 25.04.10 - 21:15 Uhr

40,7 ist schon hoch. wenn es nicht runter geht kannst du im wechsel mit dem nurofen auch noch paracetamol zäpfchen geben.

wadenwickel (mit lauwarmem wasser) sind gut wenn er warme gliedmaßen hat.

ansonsten beobachte ihn (lass ihn am besten bei euch schlafen) und wenn es ihm schlechter gehen sollte würde ich zum arzt fahren.

aus eigener erfahrung sinkt so hohes fieber eher langsamer auf medikamente.

wie hoch ist denn das fieber jetzt grade wenn du um 19:30 gemessen hast?

Beitrag von jun1810 25.04.10 - 21:19 Uhr

Hallo, vor ca. 20 Minuten war es 40,3°

Beitrag von lamia1981 25.04.10 - 21:30 Uhr

es sinkt scheinbar langsam. ich würde ihn echt noch mal 2-3 stunden regelmäßig beobachten und auch immermal messen.

Nurofen kann man ja im 4 Stundentakt geben im Notfall. Wenn es höher ansteigt würd ich zum Arzt fahren. Auch wenn er apathisch wird oder sich nicht wecken lässt. Lasst ihn heut nacht aber nicht allein.

Wenn es so bleibt oder langsam sinkt direkt morgen früh zum doc.

Beitrag von jun1810 25.04.10 - 21:37 Uhr

Vielen Dank

ich habe mal gehört, dass man notfalls sogar im 3 Stundenwechsel einen 2. Fiebersaft mit dem Wirkstoff Paracetamol geben kann. Ich glaube das mache ich nachher, wenn das Fieber nicht sinkt.

Ansonsten gehe ich morgen zur Kinderärztin (habe eh` einen Termin mit meinem Kleinen zur U7)

Apathisch wirkt er Gott sei dank nicht. Er kommt nur gar nicht zur Ruhe und kann nicht schlafen.

Aber nochmal vielen Dank

Beitrag von lamia1981 25.04.10 - 21:47 Uhr

ja, das mit dem wechsel von nurofen und parecetamol meinte ich in meinem ersten posting. das zusammenspiel funktioniert sehr gut (wir haben das einmal auf anraten der kinderärztin gemacht als mein kleiner das 3tagefieber hatte)

Gute Besserung

Beitrag von kate75 25.04.10 - 21:41 Uhr

Mein KiA hat mich vor geraumer Zeit mal über meine Verhaltensweisen (Fieber senkende Mittel geben) bei hoher Temperatur ausgefragt.

Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet, dass es sein kann, dass ich Benni schon bei 38,5 °C Medizin gebe, aber auch u. U. bei 39,5 °C noch nichts gebe. Ich habe ihm gesagt, dass ich das eher noch davon abhängig mache, wie "fit" Benni abgesehen vom Fieber ist/wie er sich verhält.

Jetzt kommt der wichtige Punkt bei meiner Geschichte:

Bennis Kinderarzt hat mich Folgendes gefragt:
"Ihnen ist schon klar, dass ab ca. >40,5 °C die Eiweiße im Gehirn anfangen zu kochen? Ab 39,5 °C sollten Sie Fieber senkende Mittel geben ggf. zusätzliche Maßnahmen einleiten. Wenn das nicht recht zügig und mit gewisser Dauer hilft und/oder Ihr Sohn apathisch wird: Ab zum Arzt bzw. ins Krankenhaus!"

Ich habe mir das sehr zu Herzen genommen und handele seit dem danach!!!

Beitrag von jun1810 25.04.10 - 21:47 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort. Sie macht mir ein wenig Angst.
Ich habe gerade nochmal gemessen, da war das Fieber bei 39,9 °. Ich würde gleich nochmal einen Wadenwickel machen und dann nach insgesamt 3 Stunden einen weiteren Fiebersaft mit anderem Wirkstoff (Paracetamol) geben. Wenn das nicht hilft, werde ich wohl dann ins Krankenhaus fahren.

Nicole

Beitrag von kate75 25.04.10 - 21:53 Uhr

Hallo Nicole,

also Angst machen wollte ich Dir wirklich nicht.

Aber ein kleiner Denkanstoß aus einer anderen Richtung ist manchmal hilfreich und speziell dieser war ja auch für mich mit einem gewissen Augen öffnen verbunden.

Vor allem deshalb, weil ich weiß, dass dieser Arzt jede Erkrankung so gut es geht OHNE Medikamente zu heilen versucht. Eine solche Aussage von so jemandem zu hören, lässt aufschrecken und aufhören und die eigene Handlungsweise überdenken.

Entschuldige bitte, wenn ich so direkt frage: Was hindert Dich daran, jetzt einen Arzt zu rufen?

LG

Beitrag von jun1810 25.04.10 - 22:05 Uhr

Also, das kann ich gar nicht so genau beantworten. Es ist ein Zusammenspiel aus:
ich möchte gerne selber erst alles versuchen;
ich hoffe, dass es besser wird;
und ich denke, dass ich mir immer noch ein Hintertür offen halten muss, wenn es noch schlimmer wird.

LG

Beitrag von kate75 25.04.10 - 22:19 Uhr

Da muss ich doch ein bisschen schmunzeln, weil das ja im Grunde genommen auch meine Denkensweise ist (teilweise nur noch "war")!

Aber eigentlich ist es doch eher so: Je eher Deine Fiebermaus professionelle Hilfe bekommt, um so besser ist es doch!

Ich meine, "worst case" wird Deine Maus ins Krankenhaus eingewiesen. Das bedeutet ja aber im selben Atemzug, dass sie jede Menge Hilfe und Betreuung bekommt, für Dich bedeutet es, dass Du etwas Entlastung und auch ein Stück weit Entlassung aus der Verantwortung hast, was das Nervenkostüm schont und damit Kräfte für die Pflege-/Tröstarbeit freisetzt.

"Nur" weil Du Mutter bist, bedeutet das doch nicht, dass Du alles allein machen und meistern musst. Es bedeutet nur, dass Du immer mal entscheiden musst, wie es weiter gehen soll. Und das auch dann (oder gerade dann), wenn es unangenehm wird.

Das ist quasi analog zu "Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo es steht!"

LG