Kind bleibt zurück - wie zum Mitkommen bewegen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von amanda82 25.04.10 - 21:25 Uhr

Guten Abend!

Ich schreibe im Auftrag meiner Freundin.
Ihr Sohn ist fast 3,5 ...

Wir waren heut auf einem wunderschönen Walderlebnistag. Naturlehrpfad und etwa bei der Hälfte ist ein herrlicher Holzspielplatz. Dort machen wir immer länger Halt, damit sich die Kids richtig schön auspowern können.

Nun ja, irgendwann dann nach bestimmt 2-2,5 Stunden wollten wir weiter - immerhin gab es noch eine ganze Menge zu sehen und mein Großer (genauso alt wie der Sohn meiner Freundin) freute sich auch schon riesig auf den Barfußpfad. Naja, wir kündeten an, dass wir in einigen Minuten aufbrechen würden (z. B. noch 3 Mal rutschen oder so) und wollten dann auch los. Mein Sohn kam erst mit, dann wollte er nicht mehr. Weil mein Kleiner aber schlief und wir echt weiter wollten, taten wir das, was ich sonst immer mache und was bei meinem Kind auch unheimlich zieht:

"Tschüss, wir gehen!" und gingen langsam los .... sobald wir nahezu aus dem Blickfeld sind (bzw. spätestens dann) kommt mein Sohn hinterher. "Mama, Mama, bitte warte auf mich!"

Der Sohn meiner Freundin blieb zurück. Als ich meinen Sohn nach dem Grund fragte, meinte er: "Der hat keine Lust. Hat sagt, bleibt hier!"
Ja und so war es auch ... er kam nicht ... auch nicht, als wir schon längst aus dem Blickfeld verschwunden waren (natürlich so, dass wir ihn aber noch sehen konnten)
Mein Sohn rannte noch einmal hin mit der Absicht, ihn zum Kommen zu animieren - nix ...

Ich meinte, irgendwann würde er schon kommen, aber da hab ich mich echt getäuscht. Er spielte da seelenruhig weiter ohne mit der Wimper zu zucken. Gelegentlich rief er meinen Sohn, aber es machte ihm nichts aus, dass dieser nicht antwortete. Keine Reaktion ... irgendwann haben wir uns dann den Jungen geschnappt und sind los ...

Da meinte er nur, er wäre lieber bös und würde hier stehen bleiben wollen #gruebel

Ist das denn normal? Ich hätte da irgendwie Angst und meine Freundin äußerte auch (was ich auch selbst schon mehrmals beobachtet habe), dass ihr Sohn ständig auf andere Leute zu geht, sie grüßt, ihnen Guten Tag sagt usw.

Sollte man das ausbremsen oder sehen wir das jetzt zu eng, weil ich es von meinem und von anderen Kindern nicht gewohnt bin? Woran kann das liegen?
Meine Freundin möchte es auch beim nächsten Kinderarztbesuch ansprechen ...

#danke für eure Antworten

LG Mandy mit Joel (3,5) und Noah (1,5)

Beitrag von dodo0405 25.04.10 - 21:34 Uhr

Bei der Hand nehmen und "mitziehen".

Mein Gott, erklären schön und gut aber ich diskutiere doch nicht mit einem 3,5-Jährigen... Meine Tochter wenn nicht mit nach Hause gehen will, die würd auch tausendmal lieber mit jedem Fremden da bleiben als mit Mama mitgehen. Da könnte ich noch 100x um die "Ecke" verschwinden...

lg

Beitrag von amanda82 25.04.10 - 21:54 Uhr

Ja, nee, schon klar!
Mach ich auch so ... die Überschrift war wohl auch etwas unglücklich gewählt ... macht meine Freundin sonst auch so (das Theater gibts täglich auf dem Spielplatz) ... aber da heut kein anderer da war, wollte sie es einfach mal austesten, aber er blieb dann eben allein und es hat ihn null gejuckt ... ging eher darum, ob das bedenkliches Verhalten ist ;-)

Oder eben normal ... normal gibts ja so und so ...

Hoff, du weißt jetzt, wie es gemeint war ... hab heut ne unglückliche Wortwahl *sorry* #hicks

LG Mandy

Beitrag von jessi_hh 25.04.10 - 21:47 Uhr

Hallo Mandy,

ich denke, ihr macht Euch da zu viele Sorgen.
Der Spielplatz war ja nicht fremd für ihn, er fühlte sich dort sicher. Wahrscheinlich kennt er die Situation, dass Mama geht, auch schon aus dem Kindergarten. Das macht ihm also auch keine Angst. Warum aoll er Euch also hinterherrennen, wenn er lieber spielen möchte? #kratz

Ich finde das nicht schlimm. Die Mama sollte sich lieber freuen, dass sie ein so selbstbewußtes Kind hat, dass sich auch gut allein beschäftigen kann. Und Angst sollte sie deshalb nicht haben, sie sollte ihm nur erklären, dass er nicht mit Fremden mitgehen darf.

Und ihr müßt Euch eben eine andere Strategie ausdenken, wie ihr ihn zum Mitkommen bewegt. Oder einfach "unter den Arm klemmen" und mitnehmen! ;-)

LG,
Jessi + Mausi (2J.8M.) + Krümel (8. SSW)

Beitrag von amanda82 25.04.10 - 22:02 Uhr

Naja, der Spielplatz ist mehr oder weniger schon fremd für ihn. Er war dort vor knapp einem Jahr das letzte Mal. Ich gehe mit meinen Kindern öfter da hin, aber meine Freundin war auf explizit diesem schon länger nicht mehr mit ... wenngleich wir damals öfter waren ...

Und leider ist der Junge sonst keineswegs so selbstbewusst. Beim Elternsprechtag wurde meiner Freundin gesagt, sie solle sein Selbstbewusstsein stärken, weil er so gut wie keines hätte (was ich auch bestätigen kann) ...

Allein spielen, schön und gut, aber ich denke dennoch, dass ein kleines Kind allein im Wald auf einem recht großen Spielplatz doch nach einer gewissen Zeit eine Angst entwickeln müsste #kratz Ich meine, wir haben da mit Sicherheit etwa 15-20 Minuten gehockt und auf ihn gewartet ohne dass er uns sehen oder hören konnte ...

Ist das wirklich so normal? Allen, denen wir die Situation geschildert haben und die auch den Jungen kennen, meinen, es ist nicht normal. #gruebel

LG Mandy

Beitrag von jessi_hh 25.04.10 - 22:10 Uhr

O.K., das hört sich doch ein wenig anders an. Ich würde mir in diesem Fall wohl auch Gedanken machen.
Aber bewertet es nicht über, jedes Kind ist anders und ändern könnt Ihr es eh nicht. Oder wollt ihr ihm unnötig Angst machen? Es ist doch eigentlich sehr schön, wenn er furchtlos ist. Man muß ihn eben so nehmen, wie er ist und ihn für die Gefahren des Lebens sensibilisieren.

LG,
Jessi

Beitrag von cludevb 25.04.10 - 21:58 Uhr

Hmmm...

OK wenn bei denen die ersten "ok dann geht mama alleine wenn du nicht kommst" so abliefen dass sie dann stehengeblieben ist und trotzdem 100x weiterermahnt hat (so wie du beschrieben hast), dann is kein wunder dass der kleine darauf nicht ragiert.

wo die phase "ich will nicht mit" anfing hab ichs einfach mal durchgezogen (wollte einkaufen mti den jungs) und bin alleine mit dem kleinen losgefahren, papa war zu haus ;-) und hab den grossen mit papa allein zu haus gelassen brüllenderweise natürlich weil er sich in letzter sekunde dann doch umentscheiden wollte, dass er mitwill - zu spät... #schein

ich drohe gewöhnlich nur sachen an, die ich durchziehe(n kann), somit weiß mein kind dass ich auch gehe wenn ich sage dass ich jetzt gehe! :-p:-p:-p
natürlich wär das mit dem spielplatz so ne situation wo ich das nicht sagen würde weil ichs hart auf hart nicht durchziehen könnte auf nem fremden waldspielplatz ;-)

Und wenn man dauernd inkonsequent ist wird sich der zwerg wohl denken "nö wieso sollt ich jetzt schon gehen, mama plappert zwar, geht aber eh nicht und bleibt um die ecke stehen"... so nach dem motto :-P

ich glaub jetzt nicht dass das was mit schlechter mutter-kind-beziehung oder sowas zu tun hat, sondern eher mit dem erziehungsstil.

ich hätte den zwerg 2x gebeten zu kommen und dann hätt ich ihn mir unter den arm geklemmt und in nen buggy/kiddyboard gesteckt ;-)

LG Clude, Lukas (3 1/2) und Michel (1)

Beitrag von nicole9981 25.04.10 - 22:09 Uhr

Daswürde ich jetzt auch so unterschreiben. Ich drohe meinem Sohn auch nur an zu gehen wenn es auch möglich ist. Sonst klemmeich ihn mir einfach nur unter den Arm und ab geht es.

Mein Sohn kommt manchmal auch nicht mit wenn er nicht mehr kann oder müde ist. Aber das erkenne ich dann in der Situation weil er sich zum Beispiel einfach auf eine Stufe setzt oder sagt dass er müde ist.

LG Nicole

Beitrag von amanda82 25.04.10 - 22:11 Uhr

Normal macht sie es auch so, dass sie 1-2 x was sagt und dann durchgreift. Meine Freundin ist sehr konsequent!!! Ich finde sogar deutlich mehr als ich. Heute wollte sie es aber mal genauer wissen. Wir haben besagten Satz gesagt und sind los ... recht zeitnah auch aus dem Blickfeld. Wie gesagt, mein Sohn ist gleich hinterher gerannt, hat schon beinahe das Weinen angefangen, als er bemerkte, dass wir wirklich weiter gehen, aber ihren Sohn hat das nicht interessiert und wir waren definitiv deutlich aus seinem Blickfeld verschwunden!!! Der Weg macht nen Bogen durch den Wald, da sieht man den Spielplatz aus anderer Perspektive - er konnte uns nicht sehen und musste demnach annehmen, dass wir weiter gegangen sind ...

Naja, als wir ihn dann doch mitgeschleppt haben, hab ich zu ihm gesagt, er soll zu seiner Mama gehen, da meinte er: "Meine Mama wartet doch nicht auf mich!"
Er hat also wohl angenommen, dass sie wirklich weg ist #kratz

Dann verstehe ich nicht, dass ihn das nicht interessiert und es ihm egal ist ... ach keine Ahnung ... ich drück mich heut auch so blöd aus #hicks *sorry*

LG Mandy

Beitrag von binnurich 25.04.10 - 22:12 Uhr

Vielleicht war er einfach müde, wollte nichts neues erleben, nicht mehr laufen müssen....


naja und wegen der anderen Sachen, Kinder sind manchmal sehr unterschiedlich, ohne die Situation erlebt zu haben und das Kind zu sehen ist das sehr schwer zu beurteilen

Beitrag von amanda82 25.04.10 - 22:21 Uhr

Naja, gut ... ersteres eher nicht, aber die letzten beiden - gut, könnten zutreffen ... er kann sich lange mit einer Sache beschäftigen, wenn er Gefallen dran gefunden hat ... und laufen wollte er dann später auch nciht mehr ... Könnte also sein :-)

Wobei ... aufm Spielplatz laufen sie ja quasi auch die ganze Zeit ... ja, dann aber unbewusst :-p

Ok, könnte passen ... #schein

#danke

Beitrag von binnurich 25.04.10 - 23:38 Uhr

so ist es bei dem sohn unserer Freunde: 1. Ziel, wenn es ihm gefällt... da bewegt er sich schon hin und ist auch da mobil.... aber wehe der Rückweg oder ein zweites Ziel kommt. Dann gibt es fast immer gezeter und der Prinz möchte am liebsten getragen werden :-S


das ist aber auch so ein kleiner, der sich ewig mit einer Sache beschäftigen kann ... da ist der Reiz der nächsten Sache deutlich geringer als bei meiner Tochter, die immer mal schnell wieder neue Anregungen brauch (leider weniger ausdauernder ist) aber dafür sehr mobil

Beitrag von amanda82 26.04.10 - 07:39 Uhr

Dann ist deine Tochter wie mein Sohn. Der ist auch ein absoluter Wirbelwind: ungeduldig, sehr mobil, wissbegierig bis zum geht nicht mehr und eben total aufgedreht :-p

Beitrag von binnurich 26.04.10 - 09:36 Uhr

und dafür lieben wir sie :-D

Beitrag von jindabyne 25.04.10 - 22:24 Uhr

Meine Große ist auch so eine Kandidatin. Die Nummer "Ich geh jetzt!" hat sie noch nie interessiert, wenn sie gerade lieber was anderes machen wollte.

Das hat nichts damit zu tun, dass die Kinder "komisch" oder "gestört" sind, sie haben vielmehr das Selbstvertrauen, auch alleine klar zu kommen, und wissen genau, was sie wollen. Das sind durchaus positive Eigenschaften. Klar macht es einem das Leben als Mutter schwerer, als wenn man ein Kind hat, das Angst hat, die Mama könne es verlassen und dann lieber der Mutter hinterher rennt. Aber das ist eine Sache der Gewohnheit. Ich klemm mir die Große (die fast vier ist) unter den Arm, wenn sie sich weigert, und trage das schreiende Bündel ein paar Meter, dann hat sie verstanden, dass es mir ernst ist.

Meiner Ansicht nach sollte Deine Feundin sich keine Sorgen machen, sondern eher froh sein, ein selbstbewusstes Kind zu haben, das genau weiß, was ihm wichtig ist. Das wissen heute viele Leute nicht mehr und folgen ihrem Herzen nicht, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen oder bei anderen Leuten anzuecken.

Lg Steffi

Beitrag von amanda82 26.04.10 - 07:42 Uhr

Deine Zeilen hören sich super positiv an. Das Einzige, was wir nicht verstehen, ist eben, dass meine Freundin beim letzten Elterngespräch in der Kita gesagt bekommen hat, sie solle dringend das Selbtbewusstsein ihres Sohnes steigern, weil er so gut wie keines hätte. Passt irgendwie nicht zusammen. Naja, aber irgendwie hängt das im Kita auch an anderen Dingen ... keine Ahnung ... aber gut zu wissen, dass es anderen Müttern genauso geht mit ihren Kindern ...
#danke für deine Zeilen ;-)

Beitrag von jindabyne 26.04.10 - 10:58 Uhr

Selbstbewusstsein hat viele Facetten. Wenn es zum Beispiel im Kindergarten um Leistung geht (schöne Bilder malen, eine Sportübung richtig durchführen, ein Puzzle schnell und richtig lösen), dann fühlen sich manche Kinder schnell unter Druck gesetzt und trauen sich nichts mehr zu. Ist es sowas, wo die Kita Schwächen bei ihm sieht?

Zu wissen, was man will und was einem wichtig ist, ist ein anderer Teil des Selbstbewusstseins. Deine Freundin sollte diesen Teil versuchen zu erhalten (und keine Sorge, dabei schadet es nicht, wenn sie zeigt, dass sie als Mutter was anderes will als der Sohn ;-)) und versuchen, den Teil des Selbstbewusstseins zu stärken, in dem der Kindergarten eine Schwäche sieht.

Der Lieblingssatz meiner Tochter ist "Mama, hilf mir!", egal obs ums Schuhe anziehen, Puzzle lösen etc. geht. Ich versuch sie trotzdem sanft oder notfalls weniger sanft zu überreden, es alleine zu versuchen und auch für jeden halb geglückten Versuch großzügig (aber nicht übertrieben!) zu loben.

Lg Steffi

Beitrag von lisasimpson 25.04.10 - 22:48 Uhr

"tschüß ich gehe jetzt" sag ich jeden tag zu meinen kindern, wenn ich sie in den kiga bringe.
wieso sollten sie das als unangehme epfinden?
ich würde daher nie auf die idee kommen, das auf dem spielplatz zu sagen, denn
1. ist eine verabschiedung nichts dramatisches, was sie zum hinterherwinseln anregen sollte und
2. würde ich ja nicht tatsächlich gehen- mnache mich also zum affen

wenn Kinder gelernt habe, daß sie "böse" sind, weil sie ein bestimmtes verhalten zeigen (das nicht dem gewünschten entspricht) haben sie also schon erhebliche selbstwertprobleme. daß solche Kinder alles versuche, um sich einen positiven Selbstwert zu erwerben ist leider ja der grund warum genau diese Kinder so bereitwillig mit andern erwachsenen mitgehen, die freundlich sind und interesse an ihnen zeigen.

Da Kinder diese Kinder aber auch wissen, daß sie in jedem fall den erwartungen der Erwachsenen entsprechen müssen, werden sie natürlich die klappe darüber halten, was mit ihnen gemacht wurde und sie werden zu diensten sein. denn sie wollen ja nicht auch von diesem Erwachsenen als "böse wahrgenommen werden.

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von emeliza 26.04.10 - 00:56 Uhr

Hallo,

ich würde mal sagen, das Kind hat einfach einen starken Willen.

Meine Tochter (4) ist genauso. Die kommt auch nicht. Wenn sie sich was in den Kopf setzt, dann will sie das auch durchbekommen, koste es, was es wolle.

Letztens habe ich mich geweigert ihr Stofftier für sie zu tragen. Hatte ihr vorher gesagt, wenn sie es mitnimmt, dann muß sie es auch selber tragen. Wir waren einkaufen und ich hatte die Einkaufstüten. Der Weg war auch wahnsinnig weit - ca. 5 Meter, von der Garageneinfahrt ins Haus. Sie hat getrotzt. D.h. sie hat sich verschränkten Armen neben das Auto gestellt (wollte das Stofftier auch nicht drin lassen) und bockte. Ich bin dann mit ihrem Bruder und den Einkäufen reingegangen und hab ihr gesagt, sie solle klingeln, wenn sie rein möchte.

Sie hat 45 Minuten lang da gestanden, ohne sich zu rühren. Ich habe sie vom Schlafzimmerfenster aus unbemerkt beobachtet. Wir wohnen in einer sehr ruhigen Wohngegend mit wenig Verkehr.

Dann fing sie an nach mir zu rufen. Aber nicht irgendwie weinerlich oder so. Nein, es war ein sehr forderndes Mama komm mich holen.

Darauf habe ich erst mal auch nicht reagiert. Erst als sie nach ca. 1 Stunde anfing zu weinen bin ich dann raus.

Sie kann einfach nicht über ihren Schatten springen und braucht einen Ausweg. Unserer war dann, dass das Stofftier im Auto blieb und sie es abends (braucht es zum Schlafen) geholt hat.

Selbst im Kiga finden sie sie ungewöhnlich stur, aber was soll man machen. Ich bin wirklich konsequent.

Aber das ganze hat auch Vorteile. Sie blieb z.B. vom ersten Tag an problemlos im Kiga und sie liebt auch diese "Kinderparadiese" z.B. bei Ikea. Ich war als Kind so schüchtern, mich hätte man dort niemals abgeben können.

Ansonsten ist übrigens ein sehr soziales, cleveres und zähes Mädchen aus meinem Frühchen geworden.

LG Sandra

Beitrag von amelily 26.04.10 - 09:08 Uhr

Hallo Mandy,

ich würde mir da keine Sorgen machen.

Meine Tochter ist zwei und schon genauso.

Gestern z.B. hat sie sich seelenruhig beim Spaziergang auf einen Wanderweg gesetzt (mit dem Rücken zu uns) und gespielt. Sie hat sich 10 Minuten lang nicht umgesehen und sich offenbar keinerlei Sorgen gemacht, dass ich weggehen könnte.

Schlußendlich habe ich sie mir dann irgendwann unter den Arm geklemmt.

Wenn ich sie in so einer Situation rufe, dann kommt höchstens ein brummendes Nein (ohne, dass sie sich umdreht oder mich ansieht). Sie hat da ein ziemlich dickes Fell.

Wenn ich sage: Ich gehe jetzt nach hause, erinnert mich das immer an Atze Schröder: "Cedric, die Mama geht nach hause".
Dann muss ich selbst immer lachen.

LG
Amelily

Beitrag von engelchen28 26.04.10 - 10:11 Uhr

das kind hat seinen eigenen kopf, na und? völlig normal! dem einen macht's was aus, wenn die eltern aus dem blickfeld sind, dem anderen eben nicht. manchmal denke ich, vergessen einige erwachsene, wer die eltern und wer das kind ist. wer trägt die verantwortung? wenn ich sage "noch 3 x rutschen und dann gehen wir", wird das genauso gemacht. ob kind nun selber mitkommt oder an der hand.