Traurig

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von elisia 26.04.10 - 01:19 Uhr

Hallo Zusammen,

mein Fall ist Folgender: Ich habe einen sechsjährigen Sohn und war bis vo zwei Jahren alleinerziehend. Damals habe ich meinen jetzigen Partner kennengelernt und wir sind vor ca. einem halben Jahr zusammengezogen. Ich war sehr glcklich und war der festen Überzeugung den richtigen Partner gefunden zu haben.

Es gab anfangs einige Schwierigkeiten bzgl. der Kindererziehung, was, wie ich denke, auch normal ist, wenn es einge unterschiedlichen Auffassungen gibt. Doch wir machen Fortschritte.

Zur Zeit habe ich auch viel um die Ohren. Ich gehe arbeiten und studiere und befinde mich derzeit in meinen Abschlussprüfungen. Ich muss zeimal die Woche mit meinem Sohn zur Ergo- und Logopädie. Hinzu kommt, dass mein Sohn dieses Jahr eingeschult wird, und bei ihm überprüft wird, ob er sonderpädagogischen Förderbedarf hat. Das Gutachten hat zwar ergeben, dass dem nicht so ist, aber die Antwort auf welche Schule er nun gehen kann, steht auch noch aus. Also alles Dinge, die einen beschäftigen und meiner Meinungn nach auch "gut auf Trapp halten..."

Und dann gibt es viele kleine Dinge, die mich an meinem Partner ärgern, wo ich mir denke, so darmartisch ist es nicht, aber es drückt schon meine Stimmung.
Wenn ich in Stressphasen durch meine Prüfungen bin und lerne, möchte ich am liebsten meine Ruhe haben und möglichst nicht gestört werden. Ich lerne dann in der zeit, wo mein Sohn in der Kita ist oder Abends. Er kann es dann nicht aktzeptieren, dass ich nicht bester Laune bin und mal am Schreibtisch einfahc nur in Ruhe gelassen werden möchte.

Wenn es um unsere Freundeskreise geht.... Seine Leute lädt er gerne zu uns ein und ich habe auch nichts dagegen, weil ich sie mag. Bei meinen Freunden hat er meistens irgendetwas auszusetzen. Wenn ich dann mal jemanden einladen möchte heißt es dann, ok, aber große Lust habe ich nicht. Wir waren auch mal irgendwo zum Grillen im Park eingeladen und ich kannt auch kaum jemanden, habe mich aber dazugesellt. Und was macht er? Er legte sich abseits auf eine Decke und hat es überhapt nicht eingesehen, ansatzweise mal in Kontakt zu treten. Obwohl er immer von sich behauptet, offen und kommunikativ zu sein.

Er lässt sich auch, seitdem wir zusammenwohnen absolut gehen, hat zugenommen und zum Sport bequemt er sich auch nicht. Und der Sex wird auch immer weniger, vielleicht einmal im Monat. Wenn ich es mal anspreche kommt dann immer "ich bin müde" oder weiß was. Bei meinem Vorschlag, dass einmal die Woche Sex doch ganz nett wäre, kam Zustimmung und passiert ist nix, dann ist man doch wieder zu müde.

Aber was micht wirklich traurig macht, ist, dass ich vor einem halben Jahr noch dachte, er ist der Richtige und wenn auch mal Tiefen kommen, dann schaffen wir das. Und mittlerweile habe ich das Gefühl, dass meine Gefühle immer weniger für ihn werden und ich denke mir, dass kann doch nicht sein, nach so einer kurzen Zeit. Ich möchte jetzt keine Pauschalantwort wie "trenne dich" oder sowas bekommen. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und möcht mir aus seiner Sicht antworten. Und ich hoffe, ich habe nicht zu konfus geschrieben ;) Ich bin traurig und finde es einfach schade :(

Liebe Grüße

Beitrag von witch71 26.04.10 - 07:49 Uhr

Du wirst nun - ob Du willst, oder nicht - doch über Trennung sprechen müssen. Und zwar mit ihm, als Vorwarnung. Denn wenn es so weiter geht, schreibst Du selbst, dass die Gefühle nachlassen. Die daraus folgende Konsequenz ist aber nunmal die Trennung..

Sag ihm das. Sprich mit ihm und erklär ihm genau die Punkte, die Dich stören. Dass er sich körperlich und emotional gehen lässt, Dir Deine Freunde vermiest und Deine Freiheit nicht respektiert.

Wenn auch das nicht funktioniert wirst Du wohl wieder getrennte Wohnungen in Betracht ziehen müssen, da schien alles zwischen Euch ja noch besser zu laufen, oder?

Beitrag von elisia 26.04.10 - 09:37 Uhr

Ja, als wir noch getrennt gewohnt haben, ging es besser. Ich denke mir auch immer, dass ich mich auch erst an die neue Situation gewöhnen muss, da ich noch nich mit jemandem zusammengwohnt habe und unser Leben (von meinem Sohn und mir) gestalten konnte, wie ich es für richtig hielt und nicht noch Rücksicht auf noch jemanden nehmen musste. Weiterhin glaube ich, dass wenn meine Prüfungen endlich beendet sind und die Schulsituation geklärt ist, dass ich etwas entspannter werde. Viellicht ist es aber auch Schönreden.

Wenn ich mal Kritik anbringen, dann heißt es von seiner Seite, dass ihn manche Sachen auch an mir stören, er diese aber akzeptiert, oder für nicht so schlimm hält. Dann farge ich mich immer, ob ich einfach nur kleinlich bin und mich nicht so anstellen sollte.

Beitrag von connie36 26.04.10 - 11:18 Uhr

hi
wenn man frisch zusammen ist hängt der himmel meist noch voller geigen, mit kind ist das alles ein anderes thema, ich denke da findet man relativ schnell heraus ob oder ob nicht.
du hast sehr viel um die ohren, was ja auch bewundernswert ist, ich denke er ist der meinung an 5. stelle zu stehen und bockt nun.
aber ich glaube als erwachsene frau im studium und mit kind, kann man eigentlich ein "2.kind" nicht wirklich gebrauche, denn das ist er wohl mom. eher für dich, ein klotz am bein, der dich nicht wirklich unterstützt.
ich bin auch der meinung, das du um das thema trennung nicht wirklich herum kommen wirst.
ich würde mal noch eine weile abwarten, schauen wie sich deine gefühle eher entwickeln, und dann agieren.
denn ich glaube, im grunde will er dich bestrafen mit dem seltenen sex, so im sinne von, du hast ja auch nie zeit für mich.
das ist einfach nur infantil.
lg conny

Beitrag von theda 27.04.10 - 13:37 Uhr

Hi Elisia,

ich denke, dass der jetztige ienfach nicht der Richtige ist. Der "Mann" fürs Leben!
Ich habe echt Respekt, dass Du arbeiten gehst und studierst.
Dein Partner sollte Dir auch respektvoll gegenübertreten und das was DU machst für Deine/Eure Zukunft ernst nehmen.

Ich glaube einfach er hat eine andere Vorstellung vom Zuammenleben gehabt, bzw. kann sein Singleleben nicht verlassen.
Auch wenn Dein Partner nicht studiert hat weiß er gar nicht wie Dich dieses Studium beansprucht. Ich denke er kann gar nicht nachvollziehen was es für Dich bedeutet und wieviel Kraft man dafür braucht.
Auch das er Deine Freunde nicht so annehmen kann, spricht eigentlich dafür dass ihr zu Verschieden seid, für eine Partnerschaft.
Ich denke, dass Du deinen Freund zwar liebst, aber innerlich schon weißt, dass er nicht für immer an Deiner Seite sein wird.

LG#herzlich