Mein Kind+mein Partner...und ich!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von x+x+x 26.04.10 - 08:31 Uhr


Hallo ihr Lieben!

Eine Frage an alle, die evt. Erfahrungen haben im Patchwork-Leben.

Zur Zeit scheint alles aus dem Ruder zu laufen.
Meine Lütte ist 9 Jahre, wir wohnen seit zwei Jahren bei meinem neuen Partner. Irgendwie scheint grad aber alles den Bach runter zu gehen. Die Beiden zoffen sich nur noch. Jetzt der Spruch meines Partners: Ich überlass dir die Erziehung, sag gar nichts mehr dazu.....
Okay, sollen die Beide halt Freunde sein, mir recht, wenns denn klappen würde.
Leider wird es immer schlimmer, die Beiden hetzen sich gegenseitig auf, streiten sich wie kleine Kinder und ich bekomm ALLES ab. Ich weiss gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal gerne was mit den Beiden gemacht habe.
Irgendwie leidet auch unsere Beziehung.
Wie kann man sowas grade biegen?
Ich weiss das meine Lütte da sehr an sich arbeiten muss und dass die Reaktion meines Partners aus verzweiflung her rührt.
Wie geht ihr mit diesen "zwischen den Stühlen stehen" um????
Danke für jeden Rat!

Beitrag von unilein 26.04.10 - 08:41 Uhr

Ähm - du gehst ja nichts sehr ins Detail, also schwierig, was dazu zu sagen, aber: Die Tatsache, dass sich dein Mann im Streit mit einer Neunjährigen wie ein Kind aufführt soll ihre Schuld sein? Und sie soll an sich arbeiten? Wenn überhaupt an dem Kind 'gearbeitet' werden muss, dann ist das doch, was das Wort Erziehung bedeutet oder nicht? Und das machen Neunjährige nicht selbst, soweit ich weiß.

Beitrag von similia.similibus 26.04.10 - 08:58 Uhr

Die "Lütte" muss an sich arbeiten? Wer ist denn der Erwachsene, wer sollte denn der vernünftige sein, derjenige, mit der Lebenserfahrung und der Weit- und Übersicht? Die "Lütte"? Meinst du nicht, dass dein Freund es ist, der an sich bzw. an der Beziehung zu dem Kind arbeiten sollte?

Beitrag von asdfasfdasdfs 26.04.10 - 09:45 Uhr

Die Lütte soll an sich arbeiten und dein Partner ist verzweifelt? Ich würde eher sagen, deine Lütte ist verzweifelt und dein Partner sollte DRINGEND an sich arbeiten. Wenn deine Lütte sich wie ein kleines Kind verhält ist das altersgemäß. Bei deinem Partner nicht.

Dass man sich mit Kindern zofft, ist normal. Ich hatte mit der Kleinen von meinem Freund ständig Stress (die war 11 als wir uns kennen gelernt haben). Das halte ich für normal. Da müssen alle durch. Jetzt ist sie 14 und ich habe zu ihr einen wirklich guten Draht.

Sorry, aber du scheinst einen sehr unreifen Mann an deiner Seite zu haben - und es leider nicht zu checken.

Beitrag von schmettermaus 26.04.10 - 09:45 Uhr

Dein Kind soll an sich arbeiten?

Mein Kind geht vor den Partner -reisst er sich nicht zusammen geht er.
Der Partner ist erwachsen ,Kind ist Kind.

LG Melli#cool

nu her mit den Steinen

Beitrag von asdfasdfasdfsadf 26.04.10 - 11:09 Uhr

Jupp, sehe ich genauso.

Beitrag von lütte... 26.04.10 - 09:46 Uhr

Silopo: ich hasse das Wort "Lütte". Hört sich in meinen Ohren abwertend an, obwohl ich weiß, dass es in Norddeutschland ein gängiger Begriff für ein Kind ist. Das musste ich mal loswerden.

Ansonsten sehe ich es wie meine Vorschreiber. Wälze nicht die Hauptschuld auf dein Kind ab. Du musst auch mit deinem Kind arbeiten. Die Kleine kommt langsam in die Pubertät, die Hormone sprudeln langsam und dein Freund ist das beste Ziel sich abzureagieren. Wenn jetzt nichts passiert, wie soll das Verhältnis in 4-5 Jahren aussehen, wenn sie voll in der Pubertät steckt?

Beitrag von kopfschüttel 26.04.10 - 10:07 Uhr

hallo,
nein ich lebe nicht in einer patchworkfamilie.
aber was mir sauer aufstösst,deine NEUNJÄHRIGE tochter soll an sich arbeitren,und dein freund ist der arme töff töff der nur aus verzweiflung so handelt???öhm,ich würde sagen,dein freund ist ERWACHSEN und sollte hier vernünftig handeln.habe mal ein bisschen mehr verständnis für deine tochter.
und erziehen,sollte er sie in meinen augen eh nicht.das ist sache des kindesvater und der mutter.
mfg
kopfschüttel

Beitrag von connie36 26.04.10 - 11:13 Uhr

hi
das problem ist da wahrscheinlich 1. das dein kind was auch immer das geschlecht sein mag, in die pubertät so langsam reinrutscht, und 2. dein partner nicht der vater ist, dh. seine erziehung wahrscheinlich von dir oder dem kind oder beiden untergraben wird.
wenn dein partner mal sauer wird, über eine reaktion vom kind , wird er da von dir unterstützt oder fällst du ihm eher in den rücken???
solltest du ihn seltener in seiner meinung unterstützen muss nicht dein kind an sich arbeiten, sondern du an dir. dein kind reagiert nur auf deine reaktionen dann.
da du aber relativ wenig ins detail gehst, ist es schwer dir genauere hilfestellung zu geben.
lg conny

Beitrag von durcheinander80 26.04.10 - 14:05 Uhr

Hallo,

so einen Fall kenne ich auch aus meinem direkten Freundeskreis in der Konstellation Frau mit Tochter trifft Mann fürs Leben, ist allerdings nicht der leibliche Vater, wird seitens der Tochter auch immer wieder so gesagt und betont...allerdings zahlt er für alles für die Tochter mit, vom leiblichen Vater (der übrigens null Kontakt mit seiner Tochter hat) gibts wohl nur sehr unregelmäßig Geld.

Und je älter die Tochter wird, umso heftiger wirds, denn sie hat auch schon wenn sie sich über den Mann ihrer Mutter geärgert hat, gesagt, es läge alles an ihm und er solle gehen...obwohl sie mittlerweile auch einen gemeinsamen Sohn (2 Jahre) haben und ein drittes Kind unterwegs ist....

Mein ganz dringender Rat: Fronten klären!!!

Es gibt eine Erwachsenen-Ebene (Partnerschaft von deinem Partner und dir) und eine familiäre Beziehung (du und deine Tochter).
Das eine muss nix mit dem anderen zu tun haben, wichtig ist allerdings, dass sich die Erwachsenen auch erwachsen verhalten (gilt für dich und deinen Partner), sicherlich nicht für deine Tochter, die noch ein Kind ist und auch als solches behandelt werden MÖCHTE!!!

Du und dein Partner solltet Regeln im Zusammenleben vereinbaren, an die sich deine Tochter zu halten hat!
Nicht ist schlimmer, als wenn sie deinen Partner immer nur als Spielkameraden sieht, mit dem sie gerade Streit hat...

Der Kernpunkt des ganzen bist DU UND DEIN VERHALTEN!

DU bist dafür verantwortlich, dass deine Tochter deinen Partner ebenfalls als Respektsperson ansieht.

Ich kann es dir nur wirklich sehr ans Herz legen, nimm ggf einfach mal Hilfe von außen an, lass jemanden die Situationen beobachten und dann was sagen, meine Freundin hat es leider (fast) zu spät erkannt, und es herrscht nur noch "remmidemmi".

Kannst mich auch gerne über VK anschreiben, da du keine Einzelheiten nennst, ist es sehr schwer, konkreteres zu sagen.

Alles Liebe und Gute!