Große Hunde - kleine Hunde. Anders erzogen?

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Beitrag von liki 26.04.10 - 10:00 Uhr

Hallo liebe Hundefreunde :-)

wir haben seit einigen Monaten unsere Griffonmixdame, die relativ groß ist (65 cm).

Beim Spazierengehen fällt mir und meinem Mann folgendes auf:

gefühlte 80% der Kleinhunde (häufig Westhighlands, oder Jack-Russel-Terrier, auch Rehpinscher, Malteser etc.) fangen wie wild zu knurren und zu kläffen und an der Leine zu zerren an, wenn sie uns begegnen.
Die Hundebesitzer lachen dann gerne Mal und sagen "ja, der traut sich was" oder dergleichen

von den Großhunden, die uns begegnen, verhalten sich nur ca. 10 % so. Die werden aber dann meist von ihren Besitzern zurückgezogen und bekommen ein "Nein" oder "Schluss" oder dergleichen zu hören.

Woran liegt das? Sind
a) kleine Hunderassen eher kampflustig gegenüber Artgenossen (vor allem großen Artgenossen gegenüber)?
b) werden die anders erzogen? (natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt auch wunderbar erzogene, für "voll genommene" Kleinhunde)

Was sind Eure Erfahrungen?


LG, liki

PS: Da ich mir selber auch fast einen Kleinhund (Havaneser) zugelegt hätte, bevor wir unsere Greta im Tierheim fanden und uns in sie verliebten, habe ich definitiv nichts gegen kleine Hunde

Beitrag von dominiksmami 26.04.10 - 10:06 Uhr

Huhu,

das kann viele Ursachen haben.

a) fühlen sich kleine Hunderassen oft bedrängt, sie merken ja das sie kleiner sind und gehen von daher früher in Abwehrhaltung.

Allerdings gibts da auch kleine Hunde die absolut gelassen bleiben und die Ausstrahlung einer mittelschweren Dogge an den Tag legen *g* ist also Veranlagung/Charaktersache

b) gibts tatsächlich viele Kleinhundhalter die glauben das man diese Tiere nicht ebenso erziehen muß wie die großen. Da sträuben sich mir immer wieder die Haare.


c) unterschätzen viele einfach die kleinen Rassen, aber viele von ihnen sind z.B. Terrier und die sind nunmal nicht ohne.


Mein Kampfdackel hat auch oft eine riesen große Klappe, aber natürlich nehme ich ihn dann zurück und bremse ihn aus, nicht anders als ich es bei meinem Schäferhund gemacht habe.


lg

Andrea

Beitrag von liki 26.04.10 - 10:13 Uhr

Hallo andrea,

danke für die Antwort, Punkt a) klingt plausibel, da hab ich noch nie drüber nachgedacht.

LG, liki

Beitrag von cherymuffin80 26.04.10 - 10:06 Uhr

Hallo,


jaaaa, das ist mir auch schon aufgefallen das kleine Fußhupen oft gar keine Erziehung haben, ich denke einfach weil viele denke das nen "Kleiner" das ebend nicht so braucht, weil er ebend ja nicht so groß ist.

Ich hab immer nur große Hunde gehabt (Dalmatiner) die waren alle top erzogen und sind an so Kleffbündeln ohne mit ner Wimper zu zucken vorbei gelaufen, meistens waren die Zwerge dann noch krasser drauf weil meine nicht reagiert haben, als seien sie beleidigt :-p

LG

Beitrag von liki 26.04.10 - 10:14 Uhr

noch klappt es nicht immer, dass Greta nicht mit der Wimper zuckt beim Vorbeigehen.. aber immer öfter. Meist beginnt sie dann zumindest zu ziehen, ich hoffe, das kriegen wir auch noch in den Griff.

LG, liki

Beitrag von cherymuffin80 26.04.10 - 10:16 Uhr

Na klar, mit Übung klappt das ;-)

Meine haben dann meistens so gatan als sei da gar kein Hund und sind selenruig vorbei geschländert!

LG

Beitrag von -marina- 26.04.10 - 10:08 Uhr

Hallo!!

Wir haben einen kleinen Hund (Mops) und der fängt meistens an zu bellen, wenn er andere Hunde sieht; egal welcher Größe. Aber nur, weil er sich mega freut und hofft, dass der andere Hund mit ihm spielt und rumtollt. Und vor allem die großen Hunde gehen dann vorbei und würdigen ihn kaum eines Blickes...was Samy nie so wirklich versteht.

Aber geknurrt hat er noch kein einziges Mal, als uns ein Hund entgegen kam!

Bei uns kommt meistens von Seiten der anderen: Ja euer Kleiner traut sich ja was mit seinem Gebelle. Hat er heute morgen Kaba-Mutig getrunken etc #augen...Doofer Spruch...

Lg

Beitrag von liki 26.04.10 - 10:12 Uhr

*lach* oh.. ich hoffe, mein Hund hat so einen spielfreudigen kleinen Artgenossen noch nicht damit gekränkt, dass sie einfach weiterläuft ;-)

aber die Sprüche sind ja wirklich doof...

wobei: das Bellen an sich ist ja o.k., man merkt ja, ob ein Hund sich freut oder ob er aggressiv bellt und knurrt.

Viel Spaß noch weiterhin mit Eurem Mops (ich find Möpse toll :-))

Beitrag von windsbraut69 26.04.10 - 12:15 Uhr

Ich finde den Spruch nicht so verkehrt.
Warum läßt Du ihn denn - vor Freude - rumkläffen?
Würde Dir das auch bei einer entgegenkommenden Dogge oder einem Molosser gefallen?

Gruß,

W

Beitrag von -marina- 26.04.10 - 13:45 Uhr

Haste Recht, wär mir egal #augen

Hab ich geschrieben, der Hund "kläfft" ununterbrochen, sobald er einen anderen Hund sieht, nee, oder?

LG

Beitrag von windsbraut69 26.04.10 - 13:59 Uhr

Glaub ich nicht.
Ich habe 9 Jahre lang einen Molosser gehabt und bin niemandem begegnet, der es witzig fand (anfangs hat er gepöbelt an der Leine) oder gefunden hätte!

Ich hab nichts von "ununterbrochen" geschrieben, er muß doch aber gar nicht kläffen, auch nicht vor "Freude".

Beitrag von -marina- 26.04.10 - 14:15 Uhr

Wie oben irgendwer schon geschrieben hat, es gibt einen Unterschied zwischen kläffen und kläffen.
Wenn ein Hund kläfft, weil er sich freut, ist es mir echt egal.
Wenn er aber so kläfft, dass man merkt, der will den andern Hund am liebsten fressen, dann ist es mir natürlich auch nicht schnuppe ;-)

Klar, bei großen Hunden hört es sich für manch anderen direkt gefährlich an, sobald er etwas bellt.

LG

Beitrag von windsbraut69 26.04.10 - 14:54 Uhr

Unsere Hunde kläffen überhaupt nicht vor Freude #kratz und an der Leine ist es ohnehin Tabu.

Für mich macht es auch keinen Unterschied, ob ein kleiner oder großer Hund sich daneben benimmt, für 99,9% der Bevölkerung aber eben schon.

Beitrag von -marina- 26.04.10 - 15:27 Uhr

Weiß ja net, aber Hunde kann man wie Menschen nicht über einen Kamm scheren...
Mir eigentlich recht egal, wer denkt, dass mein Hund sich daneben benimmt nur weil er ab und zu mal bellt...
Aber mir ist mein Hund tausendmal lieber, der halt bellt, wenn er sich freut, wie ein Hund den ich immer kurz an der Leine halten muss, wenn ein anderer Hund kommt, weil ich ihn nicht einschätzen kann, wie er sich verhalten wird. Oder schon von weitem knurrt, wenn er was Vierbeiniges erspäht #augen Sowas find ich unmöglich;



Beitrag von windsbraut69 26.04.10 - 17:15 Uhr

Ich glaub nicht, dass er vor Freude bellt.
Das ist eher Erregung, Stress, was auch immer, weil er nicht bekommt, was er gern hätte bzw. nicht laufen kann, wohin er will.

Da ich nichts schlimmer finde als unsinniges Gekläfffe, würde ich Kläffen an der Leine immer unterbindenim Gegensatz zu berechtigtem Knurren.

Wir haben im Dorf übrigens einen uralten Kangal, etwas so groß wie ein Shetlandpony, der ist IMMER an der Leine und hat für meine Begriffe weder Mimik noch Gestik, geschweige denn, dass er mal knurren oder bellen würde.
DER Hund ist mir ernsthaft unheimlich, den kann ich gar nicht einschätzen und er hat mich kürzlich dazu gebracht, meine Bulldogge zur Sicherheit auf den Arm zu nehmen, was ich NIE tun wollte.
Ich denke allerdings, dass er sie sonst kommentarlos "gefressen" hätte und die Besitzerin hatte ebenfalls diesen Eindruck, so, wie sie in die Brennesseln gesprungen ist.

LG

Beitrag von chaoskitty 26.04.10 - 10:53 Uhr

Hi,

ich finde bei kleinen Hunden wird einfach alles verniedlicht.

Der Hund der Nachbarn juckelt gern mal auf meinem rum.
Da wird dann einfach nur gelächelt und das wars.

Nun lass das mal einen "Großen" Hund machen.
Da ist das Geschrei gleich groß.

LG kitty

Beitrag von pizza-hawaii 26.04.10 - 11:27 Uhr

Kleine Hunde braucht man doch nicht zu erziehen, sind doch nur halbe Portionen! Wenn es nicht gerade ein Terrier ist brauchen sie nicht mal Gassi gehen, der Garten ist völlig ausreichend!

Beitrag von -tinkerbellchen- 26.04.10 - 14:01 Uhr

Setz da bitte "Ironie on/off" Zeichen rein. Den Schwachsinn könnte sonst jemand ernst nehmen.

Beitrag von pizza-hawaii 26.04.10 - 16:46 Uhr

Ich werde meine Beiträge nicht kommentieren nur weil Einige Ironie nicht verstehen können!

Beitrag von cunababy 26.04.10 - 11:37 Uhr

Hallo Zusammen,

ich habe selber einen Colli und einen Yorkshiere Terrier.

Das von euch beschriebene Probleme kenne ich nur zu gut. Zum Teil aus der eigenen Verwandschaft.

Das ist schlicht und ergreifen ein Erziehungsproblem. KEIN Hund wir Kampflustig geboren! Nur leider meinen viele Leute dass so ein kleiner süßer putziger Hund keine Erziehung braucht. Ich werde manchmal schief angeschaut, wenn mein Kleiner Wauz nen Rüffel kriegt, weil der arme kleine Hund ja soooo süß ist. Aber der muss genauso hören wie die große! Und die muss genauso sitz und Platz machen wie die große.

Unsere Hunde kennen von klein auf andere Hund und Kinder und sind gut sozialisiert. Die kleine hat vor keiner Hunderasse Angst, aber sie hat gelernt einen gesunden Respekt zu haben und nicht alles anzuspringen. Wenn ich Sie mal an der Leine habe (was eigentlich nur in einer Stadt der Fall ist), dann weiß Sie dass es kein gekläffe gibt. Klar versucht sie das mal, aber das wird sofort von uns unterbunden!.

JEder Hund braucht Erziehung, egal welche Rasse!

LG Cunababy

Beitrag von d4rk_elf 26.04.10 - 11:44 Uhr

Hi,

das kenne ich hier auch ganz gut. Oft werden die Zwerge nicht mal angeleint Das finde ich am schlimmsten.
Anscheinende meine viele Hundebesitzer von kleinen Hunden die Erziehung wäre nicht soooo wichtig wie bei einem grossen Hund. Weil die ja so klein und niedlich sind, hat ja auch keiner Angst vor oder sowas in der Art.
Unser Hund hat eine SH von 71 cm und da sagt keiner der ist ja niedlich oder mutig wenn er bellt. :-p Da bekommen die Leute nur Angst. Schon alleine aus dem Gund hat er eine gute Erziehung genossen.

Was genauso blöde ist, ich musste für meinen Hund den Sachkundenachweiss machen um ihn halten zu dürfen. Beim Ordnungsamt anmelden, Versicherung nachweisen etc.. Warum müssen Hundehalter von kleinen Hunden das nicht machen? Müssen die nicht wissen wann Sie Ihren Hund anzuleinen haben etc.? Ok, dieser Test ist echt was für blöde, aber ich denke jeder Hundehalter sollte sowas machen müssen egal wie gross oder schwer der Hund ist. Hund ist Hund. Und die Regeln gelten ja für alle!

LG
d4rk_elf

Beitrag von -tinkerbellchen- 26.04.10 - 13:21 Uhr

Das liegt daran, dass Kleine Hunde besser zu händeln sind, man es nicht ernst nimmt und Gesellschaftlich auch oft nicht so ein Drama draus gemacht wird.

Es ist schon ein Unterschied ob 1-10 Kilo an der Leine zerren, fletschen, knurren, bellen oder 30-60 Kilo.

Große Hunde die dermaßen ausflippen, sieht man allein auch deswegen seltener, da die Halter meist dort laufen wo kaum andere Hunde sind bzw Abends, oder die Hunde nur auf dem Grundstück sind


Wir haben heute morgen auch einen REHPINSCHER getroffen, der uns fast gebissen hätte und bei jedem der nur auf ein paar Meter rankam (paar ist gut, ca 10 Meter Umkreis) wurde angebellt und geknurrt und zugerannt.. aber hallo.

Stelle cih mir das bei einem Schäferhund vor... #schock

Beitrag von similia.similibus 26.04.10 - 13:35 Uhr

Unser Hund (Havanese) macht das nicht aber mir ist das auch schon aufgefallen, dass kleine Hunde oft die ätzensten Kläffer sind. #augen Ich würde mal sagen, dass das eine Sache der Erziehung ist? Vielleicht gehen die Besitzer von größeren Hunden eher in eine Hundeschule und wissen von daher, wie man dem Hund dieses Gekläffe abgewöhnt?

LG
simsim

Beitrag von windsbraut69 26.04.10 - 14:03 Uhr

Ich schätze, daß schon allein der Druck von außen größer ist, einen großen Hund vernünftig zu erziehen.

Wie gesagt, unser Molosser und der Staff wurden eh schon argwöhnisch beobachtet, die hätten sich mal erdreisen sollen, andere Hunde oder Menschen anzukläffen...während im Dorf eine ganze Horde dauerkläffender kleiner Terrier-Mixe unbehelligt unterwegs ist.

LG

Beitrag von sneakypie 26.04.10 - 15:15 Uhr

Ich hab keine Ahnung, woran es liegt, aufgefallen ist es mir aber auch schon. Erst kürzlich in der Stadt: von der Bushaltestelle bis zum Bahnhof hat diese Fußhupe (keine Ahnung, was es war, aber wirklich sehr klein) ununterbrochen in spitzesten Tönen gekläfft, an der Leine gezerrt und sich gebärdet wie tollwütig. Die Besitzerin, eine junge Dame, lächelte nur milde und hielt es nicht für nötig, auch nur ein mahnendes Wort zu sagen.

Der Hund meines Ex (Schäferhund-Mix) war wirklich der besterzogenste Hund, den ich jemals gesehen hab- nicht nur auf Lautzeichen, sondern auch auf Gesten hin und egal, wie weit sein Besitzer entfernt war oder was alles Interessantes drumherum passierte. An bellenden Tölen ging der einfach kommentarlos vorbei, als würde er sie nicht wahrnehmen. Trotzdem verfielen deren Besitzer dann immer gern in panische Besorgnis um ihre Lieblinge, sobald Bucks im Vorbeigehen einmal verächtlich schnaufte- "Passen Sie doch auf Ihren Köter auf, der könnte Milly ja sonst was tun!" Ja, könnte er, und du kannst froh sein, dass er besser erzogen ist als deine Töle- sie fordert es nämlich gerade heraus!

Ich tendiere zu einer Mischung aus a) und b). Die Neigung, einen auf dicke Hose zu machen und Besitzer, die das niedlich finden. Versaut letztendlich das Image kleiner Hunde.

Gruß
Sneak

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