Umfrage bzgl Spielen mit Handies, Aufenthalt in d. Küche usw...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von keimchen 26.04.10 - 10:16 Uhr

Hallo,

danke erstmal, dass mir in der Umfrage so viele von euch geantwortet haben.

Einige haben gefragt, WARUM ich diese Fragen stelle, und wie ich selbst das handhabe.

Also: für mich ist es kein Problem, wenn die Kinder mit ausgedienten Geräten (natürlich ohne Akku) spielen, sich selbst oder miteinander beschäftigen. Ich befürworte es, dass sie lernen, kleine Streitigkeiten untereinander auszumachen und bin der Meinung, dass man nicht immer gleich dazwischengehen muss, solange keine Gefahr besteht, dass sie sich gegenseitig verletzen.
Ich habe auch kein Probem damit, die Kinder bei mir in der Küche zu haben.

Mein Freund sieht das leider komplett anders.

Was die Geräte oder Geldbörsen angeht, ist er der Meinung, sie könnten zwischen "ausgedient" und "in Benutzung" nicht unterscheiden, und würden dann ständig an unsere Handies, Fernbedienungen und Geldbörsen gehen. Wobei meine Kleine auch schon meine Geldbörse ausgeräumt hat, ich saß daneben und habe meinen Kram halt hinterher wieder eingesammelt... ich find da nix dabei.
Der Große ist zwar entwicklungsverzögert, aber doch in der Lage zu verstehen, dass er die alten Sachen haben darf, von den Sachen die wir benutzen allerdings die Finger lassen soll... denke ich zumindest.

Die Kinder sollen am besten nie ohne Aufsicht sein, wenn sie miteinander spielen. Am besten sollte ich wohl die ganze Zeit danebenstehen und aufpassen, dass nicht einer dem anderen im Spiel aus Versehen weh tut.

Das gleiche bei Streitigkeiten: sofort eingreifen, damit keiner auf die Idee kommt, im schlimmsten Fall mal zu hauen oder so.

In der Zeit, die die beiden spielen (und sich dann eben doch mal um ein Spielzeug streiten, was meist mit einem Grinsen im Gesicht abläuft und mit Lachen endet... und wenn nicht, DANN kann ich immer noch dazwischen gehen), könnte ich was für mich tun oder etwas im Haushalt erledigen... dazu komme ich kaum.

In der Küche haben Kinder "nichts zu suchen", das ist erstens gefährlich (Herdplatten, an die aber die Kleine noch nicht rankommt, und wo man beim Großen erklären UND aufpassen kann... die Schublade mit Messern... ), und sie könnten Geräte kaputt machen, Schränke ausräumen...
Ich denke mir: das machen Kinder nun mal. Plastikkram aus dem Schrank holen, mit Kochlöffeln auf Töpfen rumhauen usw... er sieht das anders, die Küche ist kein Spielplatz...

Ich habe bis heute nicht geschafft, ihn von meiner Sichtweise zu überzeugen... werde ihm später eure Antworten zeigen, damit er mal sieht, dass ich mit meiner Einstellung nicht so allein dastehe.

Also, wie gesagt, danke für's Antworten.

LG

Susi

Beitrag von drele74 26.04.10 - 10:27 Uhr

Hallo Susi,

ich hatte Dir ja gestern schon geantwortet.

Also ich sehe es wie Du.

Ich war vor einigen Monaten auf einem Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder, dort sagte der Arzt:

In Bad und Küche sollte IMMER die Türe geschlossen sein, wenn kein Erwachsener dabei ist. So handhabe ich das auch, meine Maus kommt mit in die Küche und auch ins Bad wenn ich dabei bin, ansonsten sind die Türen zu.

Da hat man sie dann doch eh immer im Blick!

Vielleicht kannst Du ja Deinen Freund jetzt überzeugen...

Gruss Andrea

Beitrag von rienchen77 26.04.10 - 10:31 Uhr

oh jeh.... du hast einen ängstlichen Partner... ich hoffe er läßt später die Kinder alleine draußen spielen...

Beitrag von ayshe 26.04.10 - 10:46 Uhr

ich sehe das wie du und habe es auch so gehandhabt.

meine tochter hatte eben IHRE bedienung, nur für sich allein, das konnte sie sehr gut unterscheiden.

und mein portemonnai hat sie auch in meinem beisein auskramen dürfen, bekam als sie groß genug war (wegen der verschluckgefahr) spielgeld und urlaubsmünzen usw.

die streitereien bei deinen kindern hören sich doch gut an ;-)
ich würde auch nicht dauernd dazwischen gehen, nur wenn es eben nötig ist.

und gefährliche messer kann man eben hochstellen, haben wir auch gemacht und plastikkram und töpfe in die unteren fächer.


wenn dein freund die kinder bereichsweise ausgrenzen will, schürt das nur die sehnsucht mal allein und heimlich da rumzusuchen und das kann eher gefährlich sein.

Beitrag von lisasimpson 26.04.10 - 11:01 Uhr

"Ich habe bis heute nicht geschafft, ihn von meiner Sichtweise zu überzeugen... werde ihm später eure Antworten zeigen, damit er mal sieht, dass ich mit meiner Einstellung nicht so allein dastehe. "

Das ist wahrscheinlich gar keine schlechte Idee.
Ich habe allerdings das Gefühl, daß dein Mann große Angst um seien Kinder hat und sich viele sorge über die Gefahren macht.
Vielleicht solltet ihr das besprechen.
denn ohne zu verstehen, warum dein mann das so sieht, wirst du ihn kaum dazu bringen seine sichtweise neu zu beleuchten. vielleicht findet ihr ja einen weg, der euren beiden bedürfnissen rechnung trägt und die bedürfnisse der kinder mit berücksichtigt.
denn sowohl die sicherheit als auch die möglichkeit den kindern freiräume zu geben sind ja legitime elterliche Aufgaben. wenn nun einer die eine Sichtweise zu stark fokussiert hat oft der andere Partner das gefühl der entgegengesetzten seite genauso vehement zu vertreten, was dazu frühen kann, daß sich die seiten zunehmen verhärten


lisasimpson

Beitrag von keimchen 26.04.10 - 11:25 Uhr

Hallo

glaub mir, ich habe schon soo oft mit ihm gesprochen... und bisher bin ich ihm meist entgegengekommen, HABE permanent auf die Kinder aufgepasst... habe den Großen in der Küchentür warten oder im Flur spielen lassen, wenn ich in der Küche zu tun hatte...
Die Kleine war mit in der Küche, und der Große tat mir immer soo leid, er muss sich ja ausgeschlossen vorkommen...

Ich habe ihm oft gesagt, er soll ihnen mehr Freiraum lassen, sie müssen selbstständig werden und können das nicht, wenn man sie permanent 100% beaufsichtigt und ihnen keine Möglichkeit lässt, auch mal etwas allein zu machen/ zu regeln.

Er sieht nur die Sicherheit. Der Große ist nun mal noch keine 6 oder älter, er kann Konflikte noch nicht rein verbal regeln... und im schlimmsten Fall fliegt eben mal ein Spielzeug, oder er nimmt der Kleinen etwas unsanft etwas weg, das er vorher hatte... solange sie sich nicht ernsthaft zanken und weh tun/hauen/ schlagen/ beissen...

Ich verstehe ihn ja. Ich will auch nicht, dass einem der Kinder etwas passiert.

Aber ich sehe es nicht so extrem verbissen.

Ich passe ja auf. Wenn die Kinder spielen, und ich nebenher etwas anderes mache, sehe ich immer wieder nach ihnen.
Wenn es Geschrei gibt, sehe ich nach und greife, wenn nötig, ein.

Ich komme ihm die ganze Zeit dadurch entgegen, dass ich mir keine Freiräume gönne sondern die Kinder beaufsichtige... dass ich tagein, tagaus mit Aufpassen beschäftigt bin...

Naja, vllt bewirken die Antworten ein Umdenken oder zumindest Einlenken...

LG

Susi

Beitrag von xyz74 27.04.10 - 13:59 Uhr

Hallo Susi,

womit begründet Dein Mann seine Einstellung?

Kennst Du seine Familienverhältnisse?

Gab es dort Unfälle oder ähnliches, dass er so unsicher ist?

Macht er denn konstruktive Vorschläge wenn es darum geht sich über die Entwicklung der Kinder Gedanken zu machen?
Z.B. erkennen von Gefahrenquellen/Situationen?

Frag ihn mal konkret was er sich von seinem Kontrollwahn verspricht.
Vor allem was er meint, was für Menschen er großzieht?

Beitrag von kathrincat 26.04.10 - 11:51 Uhr

oh ein ängstlicher mann, aber wie sollen kinder was lernen, wenn man sie nicht lässt, sie müssen im kiga oder schule auch allein klar kommen ohne einmischung, sie sollen auch lernen was geht und was nciht.

Beitrag von perserkater 26.04.10 - 17:42 Uhr

Ja zeig ihm die ganzen Antworten. Spätestens wenn die Kinder in den Kindergarten gehen können sie eh nicht ständig betüttelt werden.

Beitrag von lilly7686 26.04.10 - 20:30 Uhr

Hallo!

Naja, jeder hat halt so seine Ansichten...

Alte Handies und Geldbörsen würd ich meinen Kindern nicht zum Spielen geben. Genausowenig wie alte Fernbedienungen oder kaputte sonstige Gegenstände.

Nie ohne Aufsicht... Naja, das kommt drauf an. Also komplett allein würd ich Kinder nie lassen. Aber Haushalt daneben machen ist kein Problem, denke ich. Die Kinder können doch dort spielen, wo du gerade aufräumst, oder?

Küche: nun ja, weißt du, als meine Große grad ins Krabbelalter kam, durfte sie immer in die Küche. Auch Kästen ausräumen war kein Problem. Irgendwann kriegte ich einen Anruf von meiner Versicherung. Ich ging kurz ins Wohnzimmer, weil ich Unterlagen brauchte. Hab meine Tochter kurz allein in der Küche gelassen, wie gesagt Krabbelalter, also hochgezogen hat sie sich noch nicht und der Herd war auch aus.
Als ich zurück kam hat die kleine Laus die ganze Küche vollgekotzt. Hab sie dann erst mal umgezogen und ins Bett gesetzt, damit ich sauber machen konnte. Hab dann auch direkt den Grund für die Kotzerei gefunden: sie hatte einen Suppenwürfel gefunden und abgebissen. Richtig schönen großen Bissen. Also den halben Suppenwürfel gefuttert. Na irgendwie klar, dass das nicht gut gehen kann ;-)
Ist aber jetzt nicht groß ein Problem gewesen. So hat sie sich gemerkt, dass man nichts isst, was Mama nicht selbst her gibt *gg*

Ich glaube, Kinder können nur durch Tun lernen. Und sie müssen lernen, allein zu spielen. Sie müssen lernen, auf Mama zu hören.
Ich selbst hab meiner Mutter nie so recht geglaubt, wenn sie meinte "Nicht anfassen, das ist heiß". Dann waren wir beim Chinesen zum Essen und da gabs doch diese heißen Platten, die das Essen warm gehalten hatten. Kaum hatte meine Mutter gesagt, das ist heiß, hab ich natürlich schon drauf gefasst. So schnell konnte ich gar nicht schauen, war meine Mutter mit mir am Klo und hat meine Hand unter Wasser gekühlt.
Okay, es ist vielleicht nicht allzu gut, wenn ein Kind auf eine Herdplatte oder ähnliches greift. Aber manchmal brauchen sie sowas, um zu lernen! Ich sage nicht, dass man es rausfordern soll. Natürlich soll man sowas verhindern! Aber man kann das nicht immer verhindern!
Und ich kenne kein einziges Kind, das zweimal auf ne Herdplatte gegriffen hätte!

Also ich würde sagen, dein Freund ist viel zu vorsichtig. Kinder müssen lernen. Auch wir, als Erwachsene, lernen aus unseren Fehlern. Es sind andere Fehler, aber wir lernen draus. Und dasselbe machen unsere Kinder.

Alles Liebe!

Beitrag von gussymaus 27.04.10 - 10:14 Uhr

ich kenne die ausgangsfrage zwar nicht, aber die diskussion schon ;-9 hatten/haben wir auch.

wir haben bei unseren dreien nun festgestellt: von fernbedienungen und der gleichen lassen sich kinder eh nicht fern halten. also muss man die sowieso hochpacken, wenn zwerg die nicht haben soll. und weil kinder die gummiknöpfe eben faszinierend finden würde ich ihnen den spaß nichtvorenthalten wollen. und so fliegen in unserem haus sicher 10 alte fernbedienungen handys und der gleichen herum. selbst die großen nutzen sie gerne zum spielen als telefon, funkgerät oder was immer. ich finde das ach ok, und später (also mit 2 oder 3) lernen sie auch den unterschied, und dann kommt nur "mamas" und "meins" wenn sie was finden... die sind schon nicht blöd unsere zwerge... außer halt die ganz kleinen, und dene ist es sowieso fremd irgendetwas nicht zu benutzen, was sie interessant finden, diese beherrschung haben die wenigsten kinder so früh!

bei uns spielen alle in der küche. gerade wenn das geschwisterchen kommt, (bei uns zum 2. bzw 4. geburtstag) würde ich edas größere kind nicht "rausschmeißen" in der angst es könnte eifersüchtig werden auf das kleine baby, dass den ganzen tag bei mir ist, in der küche oder im schlafzimmer. einzige regel: lego und playmobil kommt nach oben, einfach weils zu gefährlich für die kleinen ist. aber meine kinder spielen nach wie vor viel zusammen, noch mit dem babyspielzeug, und bald hole ich das duplo wieder runter, da spielen die großen auch gerne mit. außerdem lesen sie in der küche ihre bücher und machen puzzle, und malen. stifte und allzuviele kleinteil oben im (selten beaufsichtigten) kinderzimmer (kann mich ja nicht teilen) gibt leider zu viel schwund... und so haben die großen auch ihren platz... in der großen küche steht ein zweiter tisch für diese kleinen spielsachen und malzeug. auf dem boden das spielzeug von der kleinen, die ihr eigenees zimmer noch kaum nutzt, obwohl sie mittlerweile die treppe rauf und unter kommt. das wurde bei den jungs auch erst interessant als das ganz kleine zeug kam, (lego, playmo usw) das ich eben nicht in der küche gebruachen kann. am geburtstag mache ich da ne ausnahme, abersonst bleibt das oben in den jeweiligen zimmern. außerdem ist es blöde die frühstückskrümel aus dem playmobil zu sichen und umgekehrt. ich finde es so auch viel hygienischer. so kommt in die spielkisten höchstens staub, und die großzteiligen babspielzeuge kann man ja gut aufheben...

so beaufsichtige ich das gemeinsame spiel ganz automatisch, weil es unten stattfindet. aber wenn die beiden großen (ab 2j) zusammen oben sind müssen sie sich auch mal alleine streiten. da kann ich nicht immer entscheiden wer nun schuld ist, muss ich aber auch nciht. das regelt sich prima von selber. und wenn es mal viel stunk gibt mache ich oben was (putzen oder ws immer) und kann dann mal eingreifen, meist erledigen sich die zankereien aber alleine. sie haben ja 2jahre bei mir unten das streiten geübt und haben ein gewisses rechtsbewusstsein...

aber auch wenn unsere küche stellenwiese spielplatz ist: meine schränke sind tabu, und das wisse ndie kinder auch. da ich ja dabei bin klann ich das auch durchsetzen. wir habe nnicht mal einen herdschutz - wenn der herd an ist bin ich dabei... würde ich die kinder aus der küche aussperren, was bei unss der haupt lebensraum ist, wären sie 90% des tages alleine, oder ich würde nru im kinderzimmer sitzen und nichts gebacken kriegen... das wäre nichts für mich. so viel freizeit hab ich nicht... aber das hängt denke ich auch von der wohnung ab - wir habe ein große küche, aber unten kein spielzimmer, da geht es gar nicht anders. oben hatten wir ein spielzimmer gegenüber, und die küche war zu klein für einen spielplatz, aber gefallen hat mir das nie...