Krebs

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von fairie76 26.04.10 - 11:29 Uhr

Hallo,
letzte Woche hat mein Mann erfahren das er an Krebs erkrankt ist, wir sind total down.
Er hat Lymphdrüsenkrebs.
Wer kennt gute Anlaufadressen für uns, wir haben auch einen Sohn (8J) , für ihn ist das sehr schwer.
Ich könnte nur noch heulen, Heilungschansen 70 - 90%.
Freue mich auf gut gemeinte Ratschläge

Beitrag von mips 26.04.10 - 11:45 Uhr

Hi,

oh man, Krebs ist immer eine harte Diagnose. Meine Schwiemu hat auch Lyphdrüsenkrebs. Hat seit 6 Wochen die Bestrahlung hinter sich. Mal sehen, wie es weitergeht. Ich kann euch die Seite krebs-kompass mit dem üblichen davor und dahinter empfehlen. Da gibts jede Menge Betroffene, die auch gute Kontaktadressen haben.

Ich wünsche Euch viel Glück und eine baldige Heilung

LG
Birte

Beitrag von wallbreaker 26.04.10 - 11:46 Uhr

hallo,

welchen typ/stadium hat er genau?

mein ex-lebensgefährte hatte vor einigen jahren morbus hodgkin 3 a und gilt nun nach jahrelanger remission (er hatte zur behandlung chemo und strahlentherapie) als geheilt.

es war eine schwere zeit, aber auch eine intensive mit schönen erfahrungen....

seid zum kind unbedingt ehrlich und authentisch....(meine waren damals 2, 7 und 9)...aber überhäufft ihn nicht mit horrorszenarien....

er soll wissen,papa ist schwer krank und braucht viel emdizin, wo ihm teilweise vl schelcht wird udn die haare ausgehen, aber er möchte gesund werden und hofft das auch.

versprechen kann man das dem kind nicht, weil man es nicht 100% weiß aber daß man fest dran glaubt, das kann man ihm sagen....und daß niemand was dafür kann, daß papa krank geworden ist und er nicht schuld ist, wenns papa schlecht geht.
daß er den kleinen lieb hat und nur manchmal einfach ruhe braucht....


alles liebe und falls du fragen hast - egal welcher art, meld dich ruhig....

elke

Beitrag von wallbreaker 26.04.10 - 12:41 Uhr

ps: krebskompass ja, aber aufpassen woher die infos jeweils stammen......nicht alles stimmt, was geschreiben wird....

inkanet.de war auch ganz ok....

udnd er krebsinformationsdienst in heidelberg macht sehr gute qualifizierte individualberatung falls von nöten...

wir haben unsere geschichte aufgeschrieben, falls du das lesen willst.....grad auch die emotionalen dinge rundherum...

alles liebe und ps: alles braucht raum.....angst udn hopffnung, trauer und freude, lachen und weinen.....alles....

man muss stark sein....aber auch schwach darf man sein....

Beitrag von swety.k 26.04.10 - 12:35 Uhr

Hallo Fairie,

ich empfehle Dir auch den Krebskompass.

Mein Ex-Mann hat mit 38 Jahren Darmkrebs bekommen. Wir hatten damals auch eine sehr schwere Zeit und ich glaube, ich hab mehr darunter gelitten als er. Ich kann Dir aber raten, Dir nicht zu viele Informationen aus dem Internet zu suchen. Ich bin damals fast umgekommen vor Angst, was alles hätte passieren können (aber natürlich nie passiert ist).

Bei meinem Ex ist der Krebs jetzt fünf Jahre her und er gilt als geheilt.

Eine Chance von 70 bis 90% wie bei Deinem Mann finde ich wirklich gut und ermutigend.

Eurem Sohn gegenüber seid ehrlich, aber sagt ihm nur das, was er unbedingt wissen muß. Unsere Tochter war damals sechs Jahre alt und wir haben ihr gesagt, daß der Papa sehr krank ist und ins Krankenhaus muß und daß es ihm eine Weile nicht gut geht. Daß es wirklich Krebs war, haben wir ihr nicht gesagt und wie gefährlich Krebs ist, natürlich auch.

Liebe Grüße und alles Gute für Deinen Mann

Swety

PS: Wenn Du Dich über VK austauschen möchtest, stehe ich gern zur Verfügung.

Beitrag von sneakypie 26.04.10 - 23:27 Uhr

Hallo,

70 bis 90% sind super!

Da ich 9 war, als das erste Mal Krebs bei meiner Mutter disgnostiziert wurde: sagt BLOSS nicht, dass ihr HOFFT, dass Papa wieder gesund wird! Ich hab damals nächtelang ins Kissen geheult, weil meine Umwelt so gnadenlos ehrlich war!

Sagt ihm, Papa ist krank, aber Papa *wird* wieder gesund!

Alles andere ist für ein kleines Kind nicht zu verkraften.

Alles Gute und viel Kraft.

Gruß
Sneak

Beitrag von wallbreaker 27.04.10 - 01:21 Uhr

ahja und wenn papa gestorben wäre, hättest das vertrauen in alle, die dir was vorgelogen haben verloren gehabt...

aber naja...ansichtssache...


alles gute an die TE samt familie auf jeden fall...

Beitrag von sneakypie 27.04.10 - 11:45 Uhr

Wenn ein Elternteil stirbt, dann ist das eine Situation, in der alles, was vorher war, nebensächlich wird. In so einem Fall ist ein neues Gespräch, das behutsam auf die Situation vorbereitet, unumgänglich. Gerade bei einer chronischen Krankheit wie Krebs kommen Situationen wie der finale Exitus normalerweise mit einer zeitlichen "Vorwarnung". Und das Vertrauen des Kindes in die heile Welt ist dann sowieso derart erschüttert, dass es völlig egal ist, was vorher gesagt wurde. Eine Notlüge macht es nicht schlimmer, aber die zeit vorher erträglicher.

Aber solange die Überlebenschancen nicht kellertief fallen, würde ich einem Kind niemals sagen, das geliebte Elternteil könnte sterben. Selbst als Erwachsener kann man mit einer solchen Situation kaum umgehen. Wie soll es dann ein Kind können? Ich denke, aus persönlicher Erfahrung heraus, dass die erwachsenen Angehörigen das Kind in solchen Momenten vor allen Dingen schützen und trösten sollten. Notlügen sind da völlig legitim. Vor allem, weil die Kinder in solchen Situationen erfahrungsgemäß sowieso eher "nebenher" laufen; die Erwachsenen haben dann soviel um die Ohren, dass die Kinder viel mit sich selbst ausmachen müssen.
Der damalige Arzt sagte damals auch: Sagen sie den Kindern das bloß nicht, vor allem nicht mit der "Todesdrohung".
Ich denke nicht, dass man im Vornherein schlafende Dämonen wecken sollte, in dem Fall: die kindliche Urangst des Verlassenwerdens.

Ist natürlich eine Einzelfallabwägung. Ich denke eben so, weil ich selbst ein Kind war, bei dem die umgebenden Erwachsenen - nicht meine Mutter, die hat das damals gar nicht mitgekriegt - deiner Meinung waren und die beteiligten Kinder damit gnadenlos überfordert und in tiefste Ängste gestürzt haben, die sich im Nachhinein als unbegründet herausstellten und trotzdem lange nachwirkten.

Sei mir nicht böse, aber ich denke, sowas kann man nur als Betroffener beurteilen.

Gruß
Sneak

Beitrag von wallbreaker 27.04.10 - 15:13 Uhr

1. weißt du nicht inwiefern ich ebtroffen oder nicht betroffen bin, weil ich keinen gesamten lebenslauf abgegeben habe (und werde) und 2. muss deine wahrheit aus deiner eigenen kindersicht nicht die für alle gültige sein...

aus psychologischer und pädagogischer sicht werden aus guten gründen andere dinge empfohlen, die sich mit meinen beobachtungen als betroffene und angehörige und "fast gestorbene" mutter von 3 kindern in versch. altersstufen decken....

aber bitte...

ICH hab geschreiben jeder wie er meint....

ich hab MEINE erfahrung und meinung geschrieben....

du magst anderer ansicht sein.....

aber sorry...mein urteilungsvermögen (welch blödes wort, wer hat das recht zu urteilen?) oder meine kompetenz anzweifeln.......fragwürdig....



böse bin ich nicht, dazu müsstest du mir deutlich näher kommen...denk mir nur mal wieder meinen teil wie rechthaberisch und intolerant hier schnell geschossen wird....

aber mei...so ists halt....


nochmal der TE alles gute und ihr werdet den weg finden, ganz bestimmt.....

Beitrag von sneakypie 27.04.10 - 17:25 Uhr

In dem Fall entschuldige ich mich natürlich dafür, dein Urteilsvermögen angezweifelt zu haben.

Es ist und bleibt eine Einzelfallentscheidung.

Gruß
Sneak

Beitrag von wallbreaker 27.04.10 - 18:24 Uhr

ja...das sehe ich auch so...

grüße