Er ist so schüchtern und ängstlich

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von d4rk_elf 26.04.10 - 12:07 Uhr

Hi,

mein Sohn ist so verdammt schüchtern und ängstlich in allem wo andere Kinder beteiligt sind. Er traut sich dann fast garnicht oder nur wenn ich oder mein Mann dabei sind. Und dann braucht er sehr lange zum aufzutauen. Damit verbaut er sich selber sehr viel oder verpasst einfach tolle Sachen weil er sich nichts traut. Ich finde das immer sehr schade und frage mich wie ich ihm am besten helfen kann?
Bei allem Vertrautem ist es ok, er geht zb turnen einmal die Woche, aber da kennt er alle und er mag auch die Leiterin sehr gerne.
Bei Fremden ist er sonst sehr zurückhaltend oder macht den Clown ( was dann wiederrum für mich sehr anstregend ist manchmal).

Habt ihr Tipps wie ich Ihm da helfen kann? Sein Zwillingsbruder ist da das genaue Gegenteil. Er findet überall schnell Freunde und macht alles gerne mit.
Da hängt Jonas sich manchmal dran, aber es ist ja nicht die Aufgabe von seinem Bruder ihn ständig mitzuzerren oder ihn an die Hand zu nehmen.

Lg
d4rk_elf

Beitrag von engelchen28 26.04.10 - 13:05 Uhr

huhu!

jedes kind hat seinen platz in der familie. dein einer sohn ist offen, geht auf jeden zu - der platz ist also schon vergeben. da bleibt platt ausgedrückt nur noch der platz des schüchternen, zurückhaltenden...!

es sind 2 kinder und jedes ist anders. mit worten wie "guck mal, der ... ist schon zu den kindern hingegangen" wirst du deinen schüchternen sohn noch mehr verschrecken. gib ihm die zeit, die er braucht.

sollte seine schüchternheit für IHN zum problem werden, würde ich dir einen gang zum homöopathen raten. meine große tochter war früher sehr ängstlich, zurückhaltend, insbesondere bei kindern, nie bei erwachsenen. es war für sie selbst ein großes problem, sie wollte immer, hat sich aber nicht getraut. ihr wurde toll geholfen dort und nun ist sie zwar immer noch zurückhaltend (was ich auch gut finde), aber viel offener, kontaktfreudiger als früher.

lg
julia

p.s.: ich würde die jungs gezielt voneinander getrennt etwas machen lassen. der bruder wird nicht immer in reichweite sein und auch der schüchterne muss seinen eigenen weg finden, sich durchzusetzen, kontakt zu knüpfen.

Beitrag von d4rk_elf 26.04.10 - 13:14 Uhr

Ich gebe ihm ja die Zeit und dränge ihn auch nicht zu was. Ich finde es halt sehr schade, das er gerne möchte sich aber nicht traut. Wir haben die beiden im Kindergarten schon bewusst von einander getrennt im letzten Jahr.

Wie wurde Deiner Tochter da denn geholfen? Ich fände es einfach toll wenn er etwas offener auf andere Kinder und Situationen zu gehen würde.

Er steht sich halt immer selbst im Weg.

Beitrag von engelchen28 26.04.10 - 14:16 Uhr

klingt so, als hätte er ein problem mit seiner schüchternheit. geh zum homöopathen. dort wird jedes allerkleinste detail besprochen, angefangen von familiären vorerkrankungen über "wie war seine geburt", "wie schläft er", "wie ist sein sozialverhalten", "wie ist seine verdauung", "was isst er gerne / nicht gerne" - dein kind wird komplett durchleuchtet, was auch für die mutter sehr aufschlussreich ist. aus all diesen informationen wird ein konstitutionsmittel herausgesucht, das speziell für deinen sohn passend ist. ich habe nur gute erfahrungen damit gemcht und inzwischen gehen wir alle 4 immer mal wieder hin - bei akuten problemen aber auch bei immer-wieder-kehrenden.

es würde dir nichts nützen, wenn ich dir meine heilpraktikerin nennen würde, ihr wohnt wohl zu weit weg.

lg
julia

Beitrag von becki1311 26.04.10 - 13:19 Uhr

Hallo,

bei unserem Sohn ist es genauso!
Wir sind damals zum Pekip gegangen, zum Babyschwimmen, in die Krabbelgruppe, kurz: ich war und bin immer bemüht gewesen, ihn mit anderen Kindern zusammen zu bringen denn unser Sohn ist ein Einzelkind.
Nichtsdestotrotz ist er auch sehr schüchtern teilweise ängstlich, besonders im Umgang mit anderen Kindern (wenn sie laut und ungestüm sind).

Leider weiß auch ich nicht, wie man das ändern kann.
Ich denke, man muss sein Kind so nehmen, wie es ist. Ihn immer wieder ermutigen, etwas mitzumachen o.ä.

Große Hoffnung setze ich in die kommende Kindergartenzeit ( ab August diesen Jahres).

Auf der anderen Seite bin ich irgendwie auch ein bißchen froh, dass mein Sohn nicht so ein Rabauke ist, der anderen Kindern z. B. die Spielsachen wegnimmt oder ähnliches.

Ich denke jedenfalls, das sich diese Ängstlichkeit und Unsicherheit noch ein wenig legen werden.

Also abwarten und immer wieder stark machen :-)!

LG Becki