emanzipation

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von werverdientmehr 26.04.10 - 12:40 Uhr

huhu,

heut hab ich mal ein kleines anliegen

wir hatten gestern eine interessante begegnung

frau akademekerin
mann fachschulabschluss

beide vollzeit tätig

nu hat sie ein job in einer anderen stadt
besser bezahlt,urlaubs/weinachtsgeld,homeoffice mit allen schnik und schnak ein volltrefer

er mosert rum äh umzug,äh ich verdien doch wohl mehr als genug#gruebel
da sag ich mit meiner großen klappe "na aber sie verdient doch jetzt schon mehr,ist doch super wenn noch mehr dazu kommt"

krieg ich doch nen tritt#schock
in der küche erzählt sie mir das sie ihrem mann nicht sagt das sie mehr verdient

gibt es sowas noch?
das frau ihren verdienst schmälert damit mann ein ganzer mann sein kann

ich arbeite teilzeit und verdiene genausoviel wie meiner
manchmal auch das gesammte familieneinkommen wenn mein mann keine aufträge hat

nie wirklich nie hat er deswegen irgendein problem mit gehabt

also gibt es sie noch die männer die sich über ihren gehaltscheck definieren
oder hab ich hier ein einzelexemplar getroffen?

Beitrag von nele27 26.04.10 - 12:50 Uhr

Hi,

klarer Fall von Minderwertigkeitskomplex, würde ich sagen...

Mein Mann freut sich, dass ich schon immer mehr verdient habe #freu So haben wir unterm Strich ja mehr raus... naja, eigentlich ist es uns wurscht. Im MOment verdiene ich allein und er bildet sich weiter, später werden wir mal sehen, wer mehr verdient. Wir haben ein gemeinsames Konto, also zählt das Gesamtnetto!

Um es mal mit den Worten des Altbundeskanzlers Kohl zu sagen: Wichtig ist doch nur, was hinten raus kommt ;-)

Mein Mann ist übrigens wegen meines Jobs mit umgezogen und fand es ganz normal #gruebel

LG, Nele

Beitrag von ug2712 26.04.10 - 12:57 Uhr

Hallo,

du hast sicher kein Einzelexemplar getroffen.
In der Zeit, in der ich noch auf der Suche war, sind mir hin und wieder auch Männer begegnet, die mit einer Frau mit einem höheren Einkommen Probleme hatten.
Zumindest habe ich damals gelernt, dass das ein sensibles Thema sein kann und dass man mit Äußerungen dahingehend erstmal vorsichtiger sein sollte.
Ich selbst finde diese Einstellung mehr als seltsam. Allerdings bin ich im Osten aufgewachsen. Alle Frauen in meiner Verwandschaft haben voll gearbeitet und hatten zumindest zum großen Teil ein höheres Einkommen als ihre Männer. Für mich ist das also normal.

Beitrag von schlumpfine2304 26.04.10 - 12:59 Uhr

ich kenne auch so ein paar.

sie verdienen annähernd gleich ... damit ER aber sagen kann, ER ist der verdiener, haben sie die steuerklassen so gewählt, das sie unterm strich etwas 300 weniger hat. ER dafür 300 mehr. dämlich, oder?

ich hatte auch ne zeitlang einen höheren verdienst als mein partner. interessiert hats uns beide herzlich wenig, da es "unser" gemeinsames geld ist.

lg a.

Beitrag von werverdientmehr 26.04.10 - 14:04 Uhr

davon hab ich auch schon gehört

das würde ich nicht mitmachen

mit der lohnsteuererklärung ist das doch wieder hinfällig

manche kommen auf ideen#augen

Beitrag von manavgat 26.04.10 - 13:05 Uhr

Es gibt Studien zu dem Thema. Frauen mit Bildung (und mit höherem Einkommen) haben Probleme einen passenden Partner zu finden.

Gruß

Manavgat

Beitrag von .doctor-avalanche. 26.04.10 - 13:12 Uhr

Genauso wie Männer mit wenig bzw. geringem Einkommen und/oder arbeitslos.....

Was verraten uns beide Studien?

Beitrag von nele27 26.04.10 - 13:37 Uhr

Frauen gucken, wie viel Geld der Partner verdient und definieren sich über Berufsstatus und Verdienst des Partners (und wollen daher keine arbeitslosen Partner oder Handlanger), während das für Männer nicht gilt - sie haben kein Problem, nach "unten" zu heiraten bzw. finden dies sogar besser.

Grob vereinfacht ausgedrückt, aber Du wolltest die Studien interpretiert haben :-)

Gruß
Nele

Beitrag von similia.similibus 26.04.10 - 13:29 Uhr

Meine Exschwägerin, selbständig (Steuerberater) und sehr gut verdiendend, hat sich darüber immer beschwert, wie schwer es für sie ist, einen Mann zu finden, der keine Angst vor ihr hat. Wohlgemerkt - sie war/ist eine sehr attraktive Frau, hatte aber lange Schwierigkeiten einen Partner zu finden.

Beitrag von werverdientmehr 26.04.10 - 14:01 Uhr

also die unterschwellige angst sie könne sich was besseres suchen und finden läßt ihn so miesepetrig sein

aber sie sind ja schon ewig zusammen

und er kann sich ja da auch was suchen

es wäre einfach perfekt
sie hat sogar für beide kinder kita-plätze

Beitrag von bruchetta 26.04.10 - 13:30 Uhr

Ich habe mal die Aussage gehört, dass Frauen sich, der Regel nach, nach oben orientieren.
Das würde also heißen, dass sich die Akademikerfrau einen Partner sucht, der finanziell und intellektuell mindestens mit ihr auf Augenhöhe ist.
Ich selbst kenne nur ein einziges Paar, bei denen die Frau mehr verdient als der Mann.
Sonst ist es immer anders herum.

Beitrag von mansojo 26.04.10 - 14:02 Uhr

sie waren ja schon vor dem studium zuammen

umso mehr war ich verwundert das sie ihm erzählt sie würde weniger verdienen

bei uns wissen beide was der andere verdient

Beitrag von zeitblom 26.04.10 - 14:10 Uhr

Ich habe zwar ne Frau, die deutlich mehr verdient als ich.... aber sie schickt mich trotzdem weiter arbeiten. DAS ist das Problem.....

Beitrag von carrie23 26.04.10 - 16:16 Uhr

#rofl

Beitrag von pitty29 26.04.10 - 20:49 Uhr

ich glaub du solltest mal ein ernstes wörtchen mit ihr reden#zitter#schrei#ole

Beitrag von dany2410 26.04.10 - 14:28 Uhr

Hahaha...

und mein Mann sagt immer ich solle mir doch einen sooo tollen Job suchen damit ich genug für uns beide verdiene... dann könne er daheim bleiben und wäre mein Hausmeister :-p

lg

Beitrag von nele27 26.04.10 - 14:34 Uhr

Hehe, das hat meiner auch immer gesagt... nachdem er dann 1,5 Jahre in Elternzeit war, hatte er dann doch wieder Lust, mal was für den Geist zu tun :-)

Also: Setz es um ...

LG, Nele

Beitrag von ayshe 26.04.10 - 14:50 Uhr

#huepf

Beitrag von ayshe 26.04.10 - 14:47 Uhr

nein, kein einzelfall, meinem mann ist es auch völlig egal, daß ich mehr verdiene,
aber manche haben es wohl nötig.

Beitrag von badguy 26.04.10 - 15:11 Uhr

Das handelt jedes Paar für sich... Mich persönlich interessiert so etwas nicht. Geld macht nicht die Partnerschaft aus.

Jeder Mensch hat bei der Partnersuche sein individuelles Schemata.

Wir sind in Deutschland so weit weg von der wirklichen Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, dass mich eine solche Reaktion nicht wirklich wundert!

Ich hatte mal eine Partnerin, die mehr verdient hat, als ich und ich war stolz auf sie.

Aber wie gesagt, das handelt jedes Paar für sich!

Beitrag von dominiksmami 26.04.10 - 16:36 Uhr

Huhu,

MÄNNER definieren sich nicht über Gehaltsschecks...Luschen tun sowas vielleicht *g*, komplex beladene Jüngelchen auch, aber MÄNNER würden das nicht tun.


Gut bei uns verdient nur mein Mann, aber das ist ja eine andere Geschichte.

Bei guten Freunden von mir ist genau andersherum, sie verdient ungefähr doppelt soviel wie er verdienen könnte und so bleibt er nun 2 oder 3 Jahre bei den Kindern und sie geht arbeiten.

lg

Andrea

Beitrag von king.with.deckchair 26.04.10 - 18:58 Uhr

Ich habe auch mal ein paar Jahre lang mehr verdient als mein Mann und teils auch komplett allein für das Familieneinkommen gesorgt. Ich muss aber dazu sagen, dass wir "bildungstechnisch" auf dem gleichen Level liegen (Abi, beide je ein abgebrochenes Studium, dann Ausbildung bzw. er on the job soviel gelernt und zertifiziert, dass es einer fundierten Ausbildung gleich kommt).

Nach außen gab es damals "eigentlich" keine Anzeichen, dass es seine "Männlichkeit" ankrazt, wenn die Frau das Geld nach Hause bringt oder rund 1.000,- € mehr brutto hat. Mein Mann ist auch ansonsten das, was man wohl emanzipiert nennt, kein Wunder als Sohn einer berufstätigen Mutter, würde ich mal sagen. Will sagen, die Hausarbeit ist bei uns wirklich gut aufgeteilt und es ist eine Selbstverständlichkeit, dass auch er wischt und kocht etc. pp.

In den letzten drei Jahren hat er bei seiner neuen Stelle mächtig Gas gegeben, auch Glück gehabt und ist die Karriereleiter ein ganzes Stück hochgepurzelt. Verdient nun fast doppelt soviel brutto wie ich (herrlich, nach unseren doch sehr mageren Zeiten...). Und man mag es kaum glauben, aber ich merke einen Unterschied zu früher. Er ist insgesamt selbstbewusster (OK, das mag daran liegen, dass so ein Karriereschub nach Arbeitslosigkeit generell einen schönen Kick gibt). Aber ich merke es auch im Schlafzimmer, sagen wir mal so... #schein #hicks

Also insgesamt scheint er sich doch besser damit zu fühlen, wenn er bei mir den "Mann" geben kann und das fängt bei ihm wohl auch damit an, dass er ganz ritterlich mich zum Essen ausführt, mich ständig irgendwie beschenkt. Und dieses materielle verwöhnen Können wirkt sich wohl schon auf sein gesamtes Ego aus. Tief drinnen ist er also doch ein edler Ritter, der in den Kampf zieht um seiner Frau Gold und Geschmeide zu erjagen. ;-)

Allerdings hat er übrigens 2005 auf seine Jobchance verzichtet (wäre auch mit Umzug verbunden gewesen), weil sich mir zeitgleich auch ein super Job bot, den ich so schnell nicht wieder gefunden hätte, zumindest aus damaliger Sich. Also ganz so ein Macho ist er dann doch nicht.

Verschweigen würde ich mein Gehalt allerdings nie. Ginge auch nicht, weil wir uns die Kosten anteilig nach Einkommenshöhe teilen.

LG
Ch.

Beitrag von anti-frauchen 26.04.10 - 19:49 Uhr

Also ich habe auch schon eine Menge Männer kennengelernt, die Probleme mit meinem Gehalt gehabt haben. Obwohl weniger mit meinem Gehalt, als mit meiner Position (was ich verdiene, konnten sie sich dann daran ausrechnen).
Ich glaube, es geht hier nicht allein ums Geld, sondern auch um die "Macht"position die dran hängt. Ich habe große finanzielle Budgets, die ich verwalte, trage viel Verantwortung (auch für Mitarbeiter), damit können viele Männer nicht umgehen.
Ich glaube aber gar nicht, dass das immer aus Minderwertigkeitskomplexen der Männer heraus kommt. Sie "stehen" einfach nicht drauf.

Mein Job bringt es halt mit sich, dass ich auch im Privatleben relativ taff auftrete, nicht so leicht nachgebe etc.
Viele Männer möchten lieber ein "Frauchen", das gerne im Haushalt arbeitet. Heim, Herd, das volle Programm halt.

Kann die Männer da manchmal schon verstehen, aber ich kann halt auch schwer aus meiner Haut. Wenn man 10 Std. am Tag "hart" drauf sein muß und auch von der Ur-Persönlichkeit so angelegt ist, ist das verdammt schwer außerhalb der Arbeit unter Kontrolle zu bekommen.

Beitrag von asimbonanga 26.04.10 - 21:38 Uhr

Hallo,
ich glaube die meisten Männer definieren sich über Leistung.
Ob das nun der Gehaltsscheck ist, die sportlichen Leistungen oder sonst irgendetwas ,was sie besonders gut können.
Darüber hinaus wird es genauso viele Männer geben, die mit einer besser verdienenden Frau Probleme haben-wie Frauen ,die mit einem schlechter verdienenden Mann Probleme haben.
Was allerdings befremdlich ist, das sie ihrem Mann den höheren Verdienst verschweigt.Das ist zuviel der Rücksichtnahme-------es könnte ihm ja auch als Ansporn dienen.

L.G.