Alles so durchgesetzt wir vorgestellt? Umfrage

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von jenny133 26.04.10 - 13:13 Uhr

Hallo

nochmal ne Umfrage:
Hattet ihr bevor ihr die Kinder bekommen habt Vorstellungen, wie ihr sie mal erziehen wollt? Was sie tun und lassen sollten etc.?
Und wenn ja- konntet ihr alles so Umsetzen wie es geplant war?? Wo waren Veränderungen nötig?

Ich fang mal an:
Ich hab natürlich absolut alle meine Pläne über den Haufen geworfen ;-) Nico ist ein so agiles, zappeliges Kind, das er ganz sicher nicht am Tisch sitzen bleibt während dem essen #hicks und auch sonst wie zb. bei Süßigkeiten (da haben mir meine Eltern einen Strich durch die Rechnung gemacht) musste ich ein bisschen meine Richtlinien verändern.

An sich bin ich aber doch stolz auf meinen kleinen Schatz und er ist (bisher) doch recht super gelungen - Bitte und Danke sagt er schon ohne Aufforderung und zu anderen Kindern ist er immer lieb und teilt auch mal :-)

LG
Melanie mit Nico (zweieinhalb)

Beitrag von kathrincat 26.04.10 - 13:25 Uhr

mir war vorher einiges wichtig und das mache ich auch so. süssigkeiten sollten nichts besonders sind und sind es nicht, die stehen weiter bei uns rum und jeder kann sich bedienen so wie bei obst auch.
zuhause muss sie nicht sitzen bleiben, aber wenn wir essen gehen, da wird nciht rumgelaufen oder sonst was.

Beitrag von jazzbassist 26.04.10 - 13:48 Uhr

Ich wollte meinen Sohn ...

... nie anschreien (hat ein paar mal nicht so gut funktioniert)

... nie schlagen/klappsen (hat funktioniert)

... nie sinnlose Grenzen setzen (auch wenn die Meinungen eines pubertierenden 11-Jährigen hier mit denen seines Vaters auseinander gehen, denke ich schon, dass das funktioniert hat)

... nie zu etwas gegen seinen Willen zwingen (hat in der Trotzphase öfters mal nicht so gut funktioniert)

... nie bestrafen sondern immer eine friedliche Lösung finden (Hat ein paar mal nicht funktioniert)

... beibringen, dass er auch in schwierigen Situationen immer zu uns kommen und uns Vertrauen kann und wir eine faire Lösung finden. (Funktioniert selbst, wenn er mal was angestellt hat)

... nie die blöden Sprüche meiner Eltern an den Kopf knallen. (Die stecken tiefer im Gehirn, als man meint :-p)

... nie "nein", "nachher", "später", "morgen" sagen, wenn er mich brauchte. (Gab nur ganz wenige Situationen, wo es eben doch nicht ging).

... immer ein gutes Vorbild sein (Ich bin leider auch nur ein Mensch)

... ein Musikinstrument beibringen und ihm gemeinsam Musik machen (hat überhaupt nicht funktioniert)

... immer lieben. (Das wird immer funktionieren)

Beitrag von agrokate 26.04.10 - 13:50 Uhr

Hallo Melanie,

ich habe mir bevor unsere Prinzessin da war, nicht viel Gedanken darüber gemacht, was ich für Regeln aufstelle;-)!
Das hat sich alles mit wachsendem Alter meiner Kleinen und wachsendem Informationsstand meinerseits so ergeben!
Für mich bzw. uns ist es wichtig, daß sie ihr Essen mit uns am Tisch einnimmt, obwohl sie auch ein sehr agiles Kind ist#schwitz!
Sie kennt es von Beginn der Beikost nicht anders und Süßigkeiten gehören bei uns nicht zum Alltag, sondern sind etwas Besonderes!

GLG,agrokate!

Beitrag von 19jasmin80 26.04.10 - 21:07 Uhr

Vieles ist nicht so wie ich es mir vorgestellt habe aber das ist in vieler Hinsicht auch gut so. Schließlich ist mein Kind ein Individuum, d.h. ich kann vorab doch nicht wissen was ich mal mache oder seinlasse.

Ich gehe voll und ganz auf mein Kind ein u. alles in allem eben mit Regeln, Vorschriften und den gewissen Anstand.

Einiges kann ich nicht durchziehen wie vorher vermutet, mein Sohn hat seinen eigenen Charakter und darauf nehme ich Rücksicht.

Beitrag von ayshe 27.04.10 - 09:10 Uhr

hallo,

sicher hatte ich schon von manchen dingen vor der geburt eine andere vorstellung.

zb dachte ich, mein kind sollte nicht bei uns im bett schlafen und ich würde niemals sehr lange stillen.

und als sie dann da war, war alles anders und mein gefühl gab andere signale.
wir hatten 4,5 jahre ein FB und gestillt hat meine tochter 3 jahre.


ansonsten ist es eben so, daß man das wesen und den typen des kindes ja vorher nicht kennt und sie sind nunmal sehr verschieden.
in manchen dingen dachte ich vorher, daß es mehr streß geben würde oder ich mehr aufpassen und verbieten müßte, aber dem war dann gar nicht so.
oder bei einigen sachen dachte ich eben, daß es einfacher laufen würde ;-)

Beitrag von gussymaus 27.04.10 - 09:59 Uhr

ich muss sagen: die meisten unserer erziehungspläne haben sich als klug erwiesen und werden jetzt beim dritten und bald beim 4. kind so beibehalten. es gibt dinge die gar nicht gehen: schlagen, treten sonstwie weh tun, schmeißen mit sachen, freche wörter usw die tolerieren wir bei keinem noch so kleinen kind. aber klar muss man das spielzeugschmeißen bei einjährigen anders angehen als bei 7jährigen ;-) aber das war uns auch schon klar. außerdem hat jedes kind so sein temperament... wo der große einfach zerknirscht weggeht bekommt der kleinen einen wutanfall, da versucht man halt bestimmte konflikte frühzeitig zu umgehen, sodass möglichst keiner über seine grenze gehen muss. denn was kann der kleine dafür, wenn der groe drauf spekuliert dass er ausratet wenn er ihn anrempelt?! als entschuldigung kommt dann "ich werde auch angerempelt und schrei nicht gleich rum" dafür nervt es den großen unglaublich wenn einer in seinem zimmer spielt (und umräumt) wenn er nicht dabei ist, was dem kleinen relativ schnurz ist. und so versuchen wir auch den kindern beizubringen, was dem anderen wichtig ist, und worauf man bei dem jeweils anderen acht zu geben hat.

aber gerade in den ersten jahren haben wir eigentlich kaum zweifel gehabt ob das, was wir tun so richtig ist. es kamen zwar immer mal kommentaer ich sei zu streng, aber da es dann bald hieß wie ordentlich mein sohn sei, hab ich das ganz schnell wieder vergessen.

unsere grundregeln haben wir uns schon vor ET ausgedacht und bisher immer so beibbehalten:
z.B.
kein schlickerzeug vorm ersten geburtstag, und dann auch nur möglichst wenig
immer zähneputzen wor dem schlafengehen, danach kein trinken mehr außer wasser (also wenn sie denn mit der nachts-milch durch sind, kommt ja ungefähr hin mit den ersten zähnchen, war bei uns beides um den ersten geburtstag)
mamas schränke sind tabu, auch wenns mal knarschig ist das kind. schränke ausräumen war nie ein thema, er hat seine eigenen zum auspacken ;-)
gegessen wird bei (küchen)tisch und sonst nirgends, außer es ist geburtstag oder so, dann darfs mal der kuchen im wohnzimmer bei mama auf dem schoß sein. aber rumlaufen mit keks oder so gabs nie und wirds auch nie geben. außer draußen, da dürfen sie auch mit irhem keks loslaufen im sommer.
keine cola, und sprudelzeug erst wenn essich gar nicht mehr vermeiden lässt. kam bei allen um den zweiten geburtstag, wenn alle sowas hatten bei feiern oder so, aber sonst auch nciht. und dafeiern ja meist abends statt finden ist das auch total selten. auf dem kindergeburtstag gings bisher auch ohne... also mit apfelschorle usw.
und da gibts bestimmt noch mehr sachen, aber wir wollens mal nicht ausufern lassen ;-)

Beitrag von braut2 27.04.10 - 10:11 Uhr

Aber NEIN ........ natürlich nicht. Die Vorstellungen, die man VOR einem Kind hat, die sind doch schon teilweise gaaaaanz anders gewesen ;-)
- Früher wollte ich NIIIIEEEmals stillen *bähfurchtbar*, das hab ich schon in der Schwangerschaft revidiert. Ich hab mir nur vorgenommen, nicht überall meinen Busen auszupacken und mitten am Tisch vor evtl.noch fremden Leuten zu stillen. DAS hab ich auch nie gemacht !!
- In Krabbelkurse wollte ich auch NIE gehen. Da, wo die Mütter nur tratschen und die Kinder blöd rumliegen, auch noch nackisch ;-) Ich war am End auf Treffs und im Pekip und fand es sehr wertvoll !!
- Ich wollte mein Kind nie irgendwo plärren lassen und damit andere Mitmenschen nerven. Hm.....#schein.......kann ich auch nicht immer durchsetzen, obwohl ich es versuche ;-)

Naja, es gibt so einiges was ich heute anders mache als ich es vorhatte. Allerdings gibt es auch Sachen, die mich heut noch an anderen nerven und die ich eben nicht so mache, oder wenigstens versuche, es anders zu machen.

Gruß b2

Beitrag von gussymaus 27.04.10 - 11:32 Uhr

also wenn man sich so komische vorsätze macht ist es ja vernünftig die nicht durzuziehen...

die endlose still-diskussion müssen wir hier nicht wieder führen, nur im stillen kämmerlein zu stillen finde einfach albern, aber da kann ja jeder seine meinung haben...

aber warum sind kinder in krabbelgruppen nackt?! ich habe drei kinder, jeweils auch krabbelgruppen etc gehabt, aber nackt waren meine dabei nie... das würde ich auch nicht wollen...

und am plärren stört es mich am wenigsten ob andere genervt sind... wenn es nicht zu ändern sit haben alle anderen geanuso damit zu leben wie ich, aber wenn es vermeidfbar ist dann vermeide ich es, dem kind zuliebe, nicht der anderen leute wegen.. #kratz

aber jeder wie er mag...

Beitrag von braut2 27.04.10 - 12:03 Uhr

Nunja, die Frage lautete doch ob wir alles so durchgesetzt haben wie WIR uns das vorgestellt haben, oder? Und dann schreib ich einfach mal wie ICH mir was vorgestellt habe. Muss ja nicht das sein, was DU Dir vorgestellt hast.
Und wenn jemand nicht stillen will, aus welchen Gründen auch immer, ist das seine Sache. Deswegen finde ich die Vorstellung von demjenigen nicht "komisch". Und vom "stillen Kämmerlein" hat keiner gesprochen. Und wenn ich eben meine Brust nicht vor jedermann auspacken möchte, kannst Du das ja gern albern finden.....und wie Du schon sagst: jedem seine Meinung.

Ich habe in dem Beispiel nicht nur von Krabbeltreffs, sondern auch von Pekip gesprochen. Und beim Pekip sind die Kinder nunmal nackt.

Schön, wenn Dich das Plärren nicht stört. Andere Leute stört es. Als ich noch kein Kind hatte, hat es mich auch gestört. Und deswegen vermeide ich es auch wenn es geht. Meinem Kind, und der Nerven anderer zuliebe.

Genau, jeder wie er mag.......

In dem Sinne
b2

Beitrag von explosion-lilly 28.04.10 - 13:32 Uhr

Ach ja, man hat so gewisse Vorstellungen - geschlafen wird im eigenen Bett und im Schlafsack - ist ja schließlich besser fürs Kind, wenn es etwas zu trinken gibt, dann nur Wasser, besser für die Zähnchen, Schokolade - heben wir uns auf für später, fernsehen - max. das Sandmännchen und das auch erst wenn sie mind. drei sind...

Beim ersten Kind hat das meiste auch super geklappt, beim zweiten hab ich dann schon Zugeständnisse gemacht - Schokolade, Apfelschorle und auch fernsehen hat die Kleine (2) zwangsläufig viel früher kennen gelernt, da wir es unserer Großen ja nicht nehmen konnten! Aber das sind alles Dinge bei denen ich zwischenzeitlich sage, der Vorsatz mag ja gut sein, aber wenn nicht tragen sie auch keinen Schaden davon solange alles in vernünftigem Rahmen bleibt!

Das einzige worauf ich nach wie vor Wert lege ist gutes Benehmen, sie dürfen gerne ihre Meinung äußern, ihre Wünsche ausleben, aber auch mit einer Portion Rücksichtnahme anderen gegenüber! Klappt mal besser :-) und auch mal gar nicht! :-[

Bei uns wird auch mal länger als eine halbe Stunde TV geschaut, aber wir sind auch viel in Bewegung, wir lesen gern, meine Große (4) macht gerne die "Aufgabenbücher", wir spielen auch mal ein PC-Spiel (hätte ich vor vier Jahren, noch nicht einmal vor 2Jahren, auch nicht gedacht, dass ich das mal zulasse ;-) )

Ich denke Vorsätze und Regeln sollten gelegentlich angepasst werden!

LG, Tatjana mit Tabea (4 1/2) #sonne und Lena (2) #sonne