Hund? Ja? Nein? Welchen?

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Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von weiblich-ueber-30 26.04.10 - 13:56 Uhr



Hallo alle zusammen,


nun ist er also gekommen, der Zeitpunkt wo unsere Kinder nach einem Hund schreien. Bestimmt haben wir dies unserem Freundeskreis zu verdanken, denn irgendwie häufen sich nun die befreundeten Familien, die Nachwuchs in Form eines Hundes bekommen.

Normal war ich eigentlich immer gegen einen Hund. Grund ist nicht nur die Arbeit die Tier macht, sondern auch die Kosten, die Verantwortung und vor allem, wir haben "nur" eine Wohnung, immerhin 160 qm groß und einen Schrebergarten.

Eigentlich sind für mich nur "große" Hunde auch richtige Hunde z.B. Schäferhund oder Golden Retriver. Hier aber wieder das Problem, unsere Wohnung hat keinen direkten Garten, die Treppe zu unserer Wohnung geht außen am Haus hoch und ist einen sogenannte Feuerschutztreppe, und ehrlich gesagt weiß ich nichtmal, ob Hunde eine solche Treppe hoch- bzw. runterlaufen!?
Zudem trage ich immer Hosenanzüge zur Arbeit und ganz ehrlich habe ich nicht so die große Lust darauf, immer voller Hundehaare zu sein.

Nun muss ich aber sagen, das sich meine Kinder, zumindest die Großen (10 und 11 Jahre) echt Gedanken zum Thema Hund gemacht haben. Sie haben Onkel Google befragt und sind zu dem Entschluss gekommen, das eventuell eine Yorkshiere Terrier zu uns passen würde. Schließlich haart er nicht oder nur sehr wenig, man kann ihn in der Wohnung halten, alle 2 bis 3 Wochen baden, täglich kämmen, er soll familien mögen und trotzdem auch als Wachhund tätig sein können.

Tja nun sitze ich hier und bin am überlegen. Ich finde es toll, das die beiden sich so schlau gemacht haben. Sie kümmern sich auch verantwortungsvoll um unser Zwergkanninchen. Diese Arbeit bleibt nur selten an mir hängen.
Mein Mann überlässt mir die Entscheidung, er ist nur alle 14 Tage am WE zu Hause.

Zudem habe ich noch nicht wirklich was über die Kosten im Netz gefunden. Was kostet ein solcher Hund? Wie hoch sind die Kosten monatlich für Versicherung, Steuer, Tierarzt, Futter usw.?

Unsere Jüngste (4) ist in der Entwicklung etwas zurück geblieben. Wir merken, das sie enorm aufblüht, wenn sie mit Tieren zusammen ist und hat jetzt auch Reitunterricht. Meint Ihr, ein eigener Hund wäre gut für die Entwicklung?

Ja, Fragen über Fragen....es tut mir leid, wenn es zu lang geworden ist, aber ich hätte gerne ein paar Meinungen. Oder vielleicht hat ja jemand noch eine Idee für eine andere Hunderasse?

Danke schonmal für Eure Antworten.

Gruß w-ü-30

Beitrag von minimoeller 26.04.10 - 14:20 Uhr

In unserer Familie war Ende letzten jahres die gleiche Diskission. Hund ja oder nein? Welche Rasse oder lieber ein Mischling?

Du musst Dir über eines klar sein: ein Hund ist eine Anschaffung, die wirklich sehr gut überlegt sein will.

Zu den Kosten:

Anschaffungspreis: kann stark variieren. Unser Mischling hat 200 Euro gekostet. Im Tierheim kostet ein Hund ca. 250 Euro und wenn ihr zum Züchter fahrt sind mehrere Hundert Euro fällig. Je nach Rasse.

Steuer: bei uns (Bielefeld) sind es 96,00 Euro im Jahr.

Haftpflicht: unterschiedlich, je nach Deckungssumme. Wir haben 10 Mio Deckungssumme für knappe 60 Euro im Jahr.

Evtl. OP-Kosten-Versicherung: liegen zwischen 30 und 55 Euro.

Futterkosten: kommt auf das Futter an. Je hochwertiger, je teurer. Liegen so bei 50 Euro im Monat.

Tierarztkosten: das kann richtig teuer werden! Ich empfehle Dir monatlich einen festen Betrag zurück zu legen, damit Du eine Reserve für eine OP, Kastration, oder einfach nur eine teure Behandlung hast. Tierarztkosten sind unvermeidlich und da gehen schwupp di wupp die Eusen flöten....

Welpen- Hundeschule: unterschiedliche Preisangebote. Summiert sich aber auch.

Anschaffungskosten Zubehör: Leine, Körbchen, Näpfe, Bürsten, Geschirr..... das alles muss zwar nur einmalig angeschafft werden, geht aber auch ins Geld. 100 Euro dürften da schnel lweg sein...

Soviel zu den Koste. Sei Dir darüber im Klaren, dass DU in allererster Linie die Arbeit mit dem Hund haben wirst. Deine Kinder werden sicherlich begeisterte Helfer sein, aber die Verantwortung trägst Du. Auch das tägliche Gassi gehen bein Wind und Wetter wird irgentwann langweilig und dann bist Du gefragt. Hast Du dazu Lust? Ein Hund kann 12 - 15 Jahre alt werden...

Aber trotzdem kann ich Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Hund das Leben sehr bereichern kann. Er schenkt Dir uneingeschrenkte Liebe, hält Dich fit, und wir Dein Herz bestimmt im Sturm erobern! Du musst Dir nur bewusst darüber sein, das ein Hund auch wirklich Arbeit bedeutet. Er muss erzogen werden, er möchte ein vollwertiges Familienmitglied sein! Bist Du bereit, ihm das zu geben?

Alles Liebe

Emmysfrauchen

Beitrag von joy1975 26.04.10 - 14:24 Uhr

Also ich glaube nicht, dass man einen Hund nach der Größe her in Arbeitsaufwand teilen kann. Meines Erachtens macht jeder Hund ähnlich viel Arbeit, wenngleich ein Husky natürlich körperlich mehr ausgelastet werden muß als z.B. ein Basset.

Das Problem sehe ich in Deiner zögerlichen Haltung gegenüber dem Hund.
(1) Feuerschutztreppe: Ein großer Hund lernt bestimmt die irgendwann zu laufen, ein kleiner bleibt mit den Pfoten hängen und muß immer getragen werden, auch wenn er gerade richtig dreckig ist und ein Yorkshire wird wegen dem geringen Abstand zwischen Boden und Bauch richtig dreckig.
(2) Bedenke dass Kinder aus versicherungstechnischen Gründen NIEMALS alleine mit einem Hund, egal welcher Größe, raus dürfen. Wenn etwas passiert (Hund rennt vor Auto etc.) bist immer DU dran.
(3) Auch wenn Deine Kinder sehr vernünftig sind etc., so denke ich doch, dass Du vor allem in der Anfangszeit bei der Erziehung gefordert bist. Alle Hunde, aber gerade Terrier, stellen Anforderungen an die Erziehungen und gerade kleine Hunde finde ich schlimm, wenn das dann so kläffende Fußhupen sind. Deine Kinder haben nicht die Ahnung, wie man einen Hund vernünftig erzieht, dass mußt DU leisten. Bist Du dazu bereit? Dich zu informieren, evtl. in die Hundeschule zu gehen, Zeit zu investieren?

Ein Hund ist IMMER eine Familienentscheidung und da Dein Mann so selten da ist, mußt eigentlich Du alleine entscheiden. Würdest Du Dir noch ein viertes Kind anschaffen, weil Deine Kinder unbedingt noch ein Geschwisterchen wollen und Deinem Mann es egal ist?
Bei einem Hund ist es genauso. Wenn Du nicht dahinter stehst und es nicht gleichzeitig auch Dein Wunsch ist, dann laß es lieber sein.
Ein Hund lebt 10-15 Jahre und egal wie vernünftig Deine Kinder jetzt sind. In ein paar Jahre kommen sie in die Pubertät und da ist bestimmt dann was anderes interessanter als der derselbe, altbekannte langweilige Hund.

PS: Ich habe meinen ersten Hund aus dem Tierheim geholt, da war ich 16. Aber ich war eines von diesen Kindern, das sich einen Hund wünscht, seit es 5 war. Davor hatte ich Dutzende Fachbücher gelesen, war in der Hundeschule und mit Freunden weggehen, fand ich sowieso doof (also irgendwas haben meine Eltern falsch gemacht).
Hast Du solche Kinder? Wenn nicht, laß es.

Beitrag von liki 26.04.10 - 15:40 Uhr

Hallo :-)

ich war genau so ein Kind wie Du :-) ich habe alles, wirklich alles über Hunde verschlungen, bin mit Nachbarshunden in jeder freien Minute Gassi gegangen, etc.
und es hat doch tatächlich, umständehalber, wirklich gedauert bis ich 40 Jahre alt wurde, bis ich mir endlich einen Hund kaufen konnte.
#huepf

lg, liki

Beitrag von joy1975 26.04.10 - 17:09 Uhr

Mir ist es dann doch schon eher gelungen, meine Eltern breit zu schlagen. War aber ein hartes Stück Arbeit.
Im Grunde haben sie sich selbst ins Aus geschossen, weil sie mir, seitdem ich 6 war, immer gesagt haben "Wenn wir mal ein Haus haben..."
Dumm, als ich 15 wurde, haben sie dann ein Haus gekauft und wir sind umgezogen. Von da an hab ich quasi im Wochenrythmus genervt.
Ich war auch wirklich verantwortungsbewußt. Habe den Hund gut erzogen, er paßte super zur Familie. Habe mich immer gekümmert etc.
Heute habe ich inzwischen seit 20 Jahren Hunde. Ein Leben "ohne" ist für mich auf Dauer nicht vorstellbar. Mein größstes persönliches Drama wäre eine Allergie.

Beitrag von liki 26.04.10 - 20:33 Uhr

seit ich nun endlich meinen Hund habe, ist mir bewusst, dass mein bisheriges Leben ein einziges, sinnlosen Dasein war ;-)

Jetzt nie wieder ohne.. :-)

Beitrag von cunababy 26.04.10 - 14:28 Uhr

Hallo,

also ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass ein Hund das richtige für euch ist.

Ein Hund kostet Geld, mach viel Dreck und Arbeit und gerade die kleinen Terrier fordern eine ganz konsequente Erziehung und sind m.M.n. nichts für Unerfahrene.

Ein Rassehund aus gute Zucht kostet ca. ab € 500 Aufwärtst. Kosten für Hundefutter, variert nach Größe des Hundes und nach Futtermarke. Ich füttere meinem Collie und meinem Yorkshiere Terrier nur Royal Kanin Trockenfutter und habe da so ca. 60 Euro alle 2 Monate.
Die Versicherung hängt auch vom Versicherer und manchmal von der Rasse ab. Wir zahlen bei der Allianz 80 Euro im Jahr für den großen und für den Zweithund dann glaube 40 ungefähr. Hier kann ich auch nur zu Namenhaften Versicherungen raten.
Dann kömmen noch die Jährliche Impfung mit Komplettuntersuchung (einfach um zu schauen, ob der Hund vielleicht was ausbrütet etc.) und du solltest auf jeden Fall alle 3 Monate entwurmen.
Gerade als Anfänger solltest du Minimum 1 mal in der Woche in eine vernünftige Hundeschule. Auch das kostet Geld.
Wenn du einen Welpen möchtest solltest du viel in Spielgruppen und immer Kontakt zu anderen Hunden und Kindern suchen, damit der Hund geprägt und sozialisiert wird.
Das ist mal das Grobe.

Ach ja, Hunde schleppen dir immer Dreck ins Haus (z.B. bei Regen gassi gehen etc.) und Sie haben 2 mal im Jahr Fellwechsel und Haaren (die einen mehr, die anderen weniger).

Zu den Rassen... das ist schwierig. Jeder Rasse hat seine Eigenschafte und jeder Hund hat seinen Charakter.
Hier einige Beispiele:

- Collies gehören zu den Hütehunden und wollen mehr als nur Gassi gehen. Sie wollen viel Beschäftigung un Ihre festen Aufgaben. Dafür sind sie sehr Famielenfreundlich und unheimlich gelehrig! Sber sie haaren ordentlich

- Yorkshiere sind quasi klein "Bestien" =) Früher hielt man sie zum Ratten fangen. Sie wollen viel Bewegung und brauchen eine ganz konsequente Hand, sonst hat man Ruckzuck nen kleinen Kleffer, der gerne mal zwickt.Sie haaren sehr wenig. Aber sie haben einen sehr hohen Aufwand mit der Fellpflege! Ich kann meinen manchmal im Winter täglich warm abbrausen und dann ewig trocken föhnen und bürsten =)

Grundsätzlich könnte ich euch einen Collie oder einen Golden R. als Familienhund empfehlen. Eure Wohnung wäre auch groß genug. Die Arbeit ist eigentlich die gleiche wie bei nem kleien. Ihr müsst euch einfach über die oben genannten Punkte klar werden. Einem Hund reicht es nicht Morgens und Abends ne halbe Stunde Gassi zu gehen und dann und wann als Kuscheltier her zu halten.

Am besten wendet ihr euch einfach mal an einen professionellen Hundetrainer und informiert euch. Wenn er eure Famiele etwas kennen lernt, dann kann er euch bestimmt zum richtigen Hund raten.

Alternativ könntet ihr auch mal zu mehreren Rüchtern fahren und euch über deren Zuchrasse informieren.

Ich empfehle euch als Ersthund auch keinen aus dem Tierheim. Oft kommen diese aus schlechter Haltung oder sind schlecht erzogen und dass ist dann für einen Hundeneuling sehr schwer. Wenn man gewisse Erfahrung hat ist das sicher eine gute Sache aber nicht als Anfänger.
Und auch beim Züchter nicht gleich das erstbeste nehmen, was euch niedlich entgegebspringt ( ich weiß, das ist schwer), schaut euch alles genau an und stellt viele Fragen. Ein guter Rüchter, will auch seine Hunde in gute Hände geben und wird auch euch einiges fragen!

Ach und zur Treppe, das ist unterschiedlich. Manche Hunde laufen Sie und manche nicht. Ihr könntet ja dunklen Teppich als Auflagen mit Kabelbindern auf den einzelnen Stufen besfestigen, dann wäre das Problem gelöst =)

Ich hoffe ich konnte dir ein bischen helfen.

LG Cunababy

Beitrag von dominica 26.04.10 - 15:10 Uhr

Hi,

wie wäre es denn erstmal mit einem 2. Kaninchen? #schein

1. Kaninchen sollen ja bekanntlich nie alleine gehalten werden
2. Erfahrung in der Pflege, Ausstattung, etc habt ihr ja schon
3. wäre auch zu bedenken, daß einige Hunde (Terrier besonders) einen großen Jagdinstinkt haben und daß damit der Streß für alle Beteiligten (Euch, Kaninchen, Hund) schon vorprogrammiert wäre...

LG

Beitrag von minimal2006 26.04.10 - 15:11 Uhr

Hallo

Zuerst einmal... ich finde es gut, das du dich vorab so gut als irgendwie möglich informierst.

Die Anschaffung eines Hundes (oder auch eines anderen Haustiers) sollte gründlich überlegt sein.

Ich selbst bin dreifache Mutter (zwei Jungs 11 und 8 und ein Mädel, das im Juli drei Jahre alt wird).
Zudem leben in unserem Haushalt vier Hunde.
Ich bin seit Anfang 2008 Mitglied im KfT/ VDH und züchte selbst Parson Russell Terrier.

Wenn Interessenten oder potentielle Käufer zu uns kommen, gehen wir zusammen deren Tagesablauf durch...
Wie arbeiten sie?
Wie ist die Betreuung des Hundes gewährleistet?
Was ist, wenn Urlaube geplant sind?
Was ist im Krankheitsfall?
Gibt es die Möglichkeit den Hund bei Freunden oder Verwandten unter zu bringen?

Ein Yorkshiere Terrier ist sehr pflegeintensiv... und außerdem ein Terrier ;-)
Die Erziehung eines Terriers ist eine wahre Herausforderung.. ich weiß, wovon ich rede!

Die Preise für einen vom KfT/VDH gezüchteten Welpen liegen zwischen 800 und 1200 €.
Bei manchen Rassen (Schwarzer Terrier, oder Westhighland White Terrier, oder aber auch Yorkshiere Terrier unter Umständen noch mehr).

Hunde haaren....:-p
Ich persönlich kann als Züchterin schlecht damit umgehen, wenn Leute hier stehen und sagen, das sie auf Hundehaare keine Lust haben ;-)
Es muss einfach stimmen, die ganze Familie muss uneingeschränkt hinter dem Welpen stehen.. erst dann kommt ein Kauf zu Stande.

Die Treppe, die du angesprochen hast, stellt für große Hunde natürlich ein Problem dar.
Ein Hund, egal welcher Rasse, sollte die ersten sechs, besser noch die ersten acht Lebensmonate, keine Treppen laufen.

Eine Krankenvers. halte ich für unnötig.
Ich habe bei vier Hunden auch keine!
Es kann immer mal was kommen.. das stimmt.
Unser befreundeter Versicherungsvertreter sagte, das es sich nicht wirklich lohnt. Kommt natürlich mal was dazwischen (OP).. klar, dann wäre man froh, man hätte sie.

Die Futterkosten belaufen sich bei uns auf ca.120 € für vier Hunde.
Sie bekommen rohes Fleisch und teilweise ein hochwertiges Trockenfutter.

Die Steuer variiert von Stadt zu Stadt.
Bei uns kostet der erste Hund 80 €, der zweite 120 €, der dritte und vierte dann wieder je 120 €!

Hund und Kind(er) ist ein ganz besonderes Thema.
Bei uns wäre ein Leben ohne Hunde sehr schwer vorstellbar.
Aber meine Kinder kennen das auch nicht anders.. wir hatten immer schon Hunde. Wenn wir Welpen haben, ist es jedesmal ein Drama, wenn diese ausziehen.. sowohl für die Kinder, als auch für mich.

Überdenkt es nochmal gemeinsam.
Die Hauptarbeit und die Verantwortung liegt bei dir!
Kinder kann man zwar mit ein beziehen, aber z.B. alleine Gassi gehen ist schon nicht drin.

Ich rede/spreche nicht für meine Rasse... obwohl sie für uns die perfekten Familienhunde sind..
Aber das sind andere Rassen auch ;-)
Durchaus unterstütze ich, wenn möglich, auch Tiere in Not.
Wir haben hier einen traumhaften Dackelmix, den wir aus einer Messi-Wohnung gerettet haben.

Aber du scheinst mir nicht wirklich überzeugt... von daher würde ich dir / euch auch keinen Hund verkaufen ;-) oder zum jetzigen Zeitpunkt befürworten.

Vielleicht schaut ihr mal im ortsansässigen Tierheim vorbei.
In unserem kann man einen "Patenhund" haben.. ihn besuchen, mit ihm spazieren gehen..
So seht ihr auch, wie der Umgang mit einem Hund ist/sein kann.

LG Tanja


Beitrag von coolmum 26.04.10 - 15:37 Uhr

hallo,

du musst dir im klaren sein, dass deine kinder eigentlich nicht mit dem hund spazieren gehen dürfen.
rechtlich hast du da ein problem. das heißt du bist grundsätzlich mit dabei.

das nächste problem das sich stellt, ist dass jeder hund EINE bezugsperson braucht. sprich einen der mit ihm arbeitet. das kann am hundeplatz durchaus eins deiner kinder sein, aber eben nur EINS. um da streit zu vermeiden wird das ganze wohl auch an dir hängen bleiben.
das heißt du bist mindestens einmal pro woche am hundeplatz. kriegst du das mit den kindern gebacken?

ich möchte dir keinesfalls einen hund schlecht reden, ich bin selbst 5-facher hundebesitzer und mama und kenne auch viele familien, die es trotz allem stress schaffen ihrem hund gerecht zu werden.
du solltest nur einfach alles seeehr gut überdenken.

lg

Beitrag von weiblich-ueber-30 26.04.10 - 16:18 Uhr




Viele Dank, für Eure sehr ausführlichen Antworten! Ich hoffe natürlich auf noch mehr Antworten!

Ja, ich gebe zu, wir haben noch lange nicht an alles gedacht und ich wusste auch nicht, das die Kinder nicht alleine mit dem Hund Gassi gehen dürfen. Der Besuch einer Hundeschule gehört für mich dazu, denn wenn ein Hund, dann soll er auch erzogen sein.

Außerdem gebe ich auch zu, das ich (noch) nicht 100% davon überzeugt bin.

Ich habe hier nun erstmal mit dem nächsten Tierheim telefoniert, und es besteht tatsächlich die Möglichkeit "Pate" zu werden.

Jetzt sofort sollte es kein Hund sein, wenn dann überhaupt erst im nächsten Jahr, wenn ein eventueller Umzug vollbracht ist. Dann hätten wir vielleicht auch das Problem mit den Treppen nicht mehr.

Nochmals vielen, vielen Dank für Eure Antworten! Ich werde es auch meinen Kindern mal zum lesen geben.

Gruß

w-ü-30

Beitrag von 1und1macht3 26.04.10 - 16:27 Uhr

Also nur weil du aus Unwissenheit skeptisch bis, würde ich dir nicht von einem Hund abraten - im Gegenteil: nur wer erstmal alles infrage stellt, ist später ein guter Hundebesitzer!

Eure Treppe ist sicher ein Nachteil, aber ich kenne Hunde, die laufen ganz andere Treppen ... das muss man sehen und ein Yorkshire ist ja auch nicht so schwer, dass man ihn nicht tragen könnte (wenn er schmutzig ist eben ins Tuch gewickelt).

Ich wüsste nicht, warum deine Töchter in ihrem Alter nicht mit einem Hund dieser Größe allein Gassigehen können - sicher, Versicherungstechnisch gesehen nicht, aber dann dürften Kinder bis sie 18 sind nie allein raus oder? Ihr wollte ja keinen Rottweiler von 60 kg!

Erziehungstechnisch bist du zwar unerfahren, aber wenn du eine Hundeschule besuchst (zusammen mit deinen Töchtern!), dürfte das schnell anders sein, jeder hat schließlich mal angefangen - und von der Rasse würde ich das nicht abhängig machen, da kann auch jeder Hund dieser Rasse anders sein!

Wir (als ich auszog meine Eltern) hatten bis vor 2 Jahren einen Hund aus dem Tierheim mit 7 Monaten bekommen: ausgewachsen, unerzogen, unsicher und konnte lange nicht allein bleiben.
Wir hatten vorher auch nie einen Hund und haben diese Hürde erfolgreich gemeistert! Natürlich geht sowas nicht ohne Hundeschule!

Aber die Entscheidung, ob ein Hund zu euch passt oder nicht, kannst nur du allein beantworten! Aber WOLLEN solltest vor allem DU es auch!!!

Beitrag von coolmum 26.04.10 - 16:40 Uhr

hey,

das problem beim gassi gehen der töchter ist wahrscheinlich weniger das, dass sie den hund nicht halten könnten.
aber wissen die mädls denn was zu tun ist, wenn ein 60 kg hund zähnefletschend auf den kleinen zugerannt kommt????

bei sowas sehe ich die gefahr.

lg

Beitrag von 1und1macht3 27.04.10 - 13:50 Uhr

Weiß denn ein Erwachsener was er in so einer Situation zu tun hat?
Auch ohne eigenen Hund könnte die Kinder von einem anderen Hund angefallen werden und ich weiß wovon ich rede!
Versicherungstechnisch geht es ja auch nicht darum, ob ein anderen Hund angreift, sondern wenn der Hund unangeleint auf die Straßen läuft, d.h. die Aufsichtspflicht verletzt wird.
Wenn Kinder in dem Alter einen so kleinen Hund an der Leine Gassi führen, sehe ich da keine größere Gefahr als in anderen Situationen ohne Hund!

Beitrag von doucefrance 27.04.10 - 10:07 Uhr

Hallo,

Yorkshire sind Terrier, vergiss das nicht...

Nachbarn von uns haben einen total süßen, aufgeweckten, fröhlichen und NICHT HAARENDEN

Bolnoka zwetna, die es in verschieden Farben gibt.

hier mal Bilder
http://www.google.de/images?hl=de&q=bolonka+zwetna&rlz=1R2GFRE_deDE361&um=1&ie=UTF-8&source=univ&ei=lprWS92RJZ2JOIusqLIG&sa=X&oi=image_result_group&ct=title&resnum=1&ved=0CBsQsAQwAA

und Infos

http://www.ralfs-hundelexikon.de/bolonkazwetna.htm

ähnlich wie ein Yorkshire aber eben ohne Terriercharakter

Beitrag von doucefrance 27.04.10 - 10:21 Uhr

Noch was vergessen,

wie schon meine Vorschreiber überein kamen, reifliche Überlegung ist angesagt, die Kosten variieren; es gibt preiswerte und teure Versicherungen, Hunde aus dem Tierheim sind günstiger(auch Rassehunde) als ein Rassehund vom VDH und / oder FCI angerkanntem Züchter (nicht Vermehrer oder Zufalls"züchter")
Hundesteuer liegt hier bei uns bei ca. 55 € im Jahr.

Treppen: bedenke, dass große Hunde im ersten Lebensjahr möglichst keine Treppen laufen sollten (regelmäßig) und die kleinen es wohl auf Grund der geringen Größe nicht können....

Mein Vorschlag: nehmt Euch noch Bedenkzeit, und wenn dann der evtl. anstehende Umzug über die Bühne ist, oder ihr in einem halben, dreiviertel Jahr noch immer um das Thema Hund kreist, dann macht es.

Beitrag von aussiegirl600 27.04.10 - 11:51 Uhr

Ganz ehrlich, einen Hund anschaffen weil die Kinder danach schreien, ist keine gute Idee!

ALLE Mitglieder der Familie müssen hinter dem Hund stehen - aber am Allermeisten musst DU davon überzeugt sein. Denn DU wirst dich um den HUnd kümmern. Du wirst Urinlachen wegwischen, du wirst ihm Leinenführigkeit und das kleine Hunde-1x1 beibringen. Du wirst jeden Tag mehrfach mit dem Hund rausgehen - die Kinder sind schließlich morgens in der Schule und abends im Bett.

Wenn DU nicht wirklich einen Hund WILLST, dann solltet ihr keinen Hund zu euch nehmen, egal welcher Rasse.

Mein Rat: Sucht euch ein Tierheim und fahrt jeden Tag, bei jedem WEtter, in jedem Gesundheitszustand und auch wenn ihr gestresst seid dorthin und geht mit den Hunden Gassi. Wenn ihr das ein paar Monate wirklich durchzieht und es dir Spaß macht, dann könnt ihr neu überlegen.

Aber auch dann - Hunde, egal ob sie haaren oder nicht, machen Dreck. Sie machen Arbeit. Man muss Urlaubsreisen völlig anders planen. Sie kosten überraschend viel Geld, das dann woanders fehlt. Da gehört einfach Überzeugung dazu, wenn all diese Punkte einfach unwichtig werden weil Hunde einfach toll sind.

Ansonsten: Yorkshire Terrier. Jein. Okay, sie haaren nicht, aber es sind Terrier und damit eher dickköpfig und auch gut bellfreudig. Aber das kann schon passen. Leider werden Yorkies immer kleiner gezüchtet, die sind mir zu empfindlich.

Gut fände ich für euch Pudel, Malteser, Havaneser, Bichon Frisee... Schaut einfach mal bei der VDH-Gruppe 9 - da gibts einige Rassen, die nicht oder nur wenig haaren.