Wann wird das Politik-Forum wieder politischer??

Archiv des urbia-Forums Politik & Philosophie.

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Forum: Politik & Philosophie

Hier ist der Platz, mit anderen Politik- und Philosophieinteressierten über Parteien, aktuelles politisches Geschehen, Sinnfragen etc. zu diskutieren. Wir bitten insbesondere in diesem Forum um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsstil!

Beitrag von nele27 26.04.10 - 16:14 Uhr

Ihr Lieben,

ich habe nach der Bundestagswahl, als Urbia das Forum dicht machen wollte, mit dafür demonstriert, dass es bleibt...

Im Moment finde ich es nicht sonderlich politisch, kontrovers, aufregend.
Sondern eher anstrengend, ermüdend, manchmal niveaulos.

Ein Großteil von dem, was ich jetzt lese, sind entweder Fragen, die Onkel Google auch beantworten kann, rechts angehauchte Stammtischparolen oder Äußerungen, in denen es drum geht, andere vorzuführen und den großen Kenner rauszulassen, statt eine spannende Diskussion zu führen.

Mir ist auch aufgefallen, dass viele User, mit denen ich gern und leidenschaftlich diskutiert habe (und meist nicht einer Meinung war) sich nur noch selten blicken lassen... haben diese vll ähnliche Dinge bemerkt und nicht mehr so viel Bock? Vielleicht ist Euch auch was aufgefallen?

Ich wollte das gern mal loswerden und drum bitten, mal selbst zu schauen, wie man das Forum wieder aufwerten kann... damit es wieder hitzige politische Debatten geben kann, die zur Sache gehen, aber gepflegt im Ausdruck und wohlwollend anderen gegenüber sind !!!

Ich meine damit keinen der Threads speziell - mir fällt es schon seit Wochen auf... falls es so bleibt, wechsel ich nach "Gute Laune" oder so #schock

Übrigens war sowas in der Art damals auch der Grund, weswegen das Urbia-Team Zweifel hatte und wir erst die Zentrale besetzen mussten ;-)

Liebe Grüße
Nele

Beitrag von zeitblom 26.04.10 - 16:46 Uhr

Wohlwollend sind die meisten nur, wenn ihre eigene Meinung vertreten wird. Extreme Standpunkte werden im Zweifel zensiert. Als Diskussionsersatz dient oft der Hinweis auf mangelhafte Rechtschreibung. Und einige erwarten in diesem Forum einen Qualitätsstandard einer Expertenrunde ohne jedoch die auch in solchen Runden vorkommenden Spitzen aushalten zu können.

Kurz: nie.....

Beitrag von nele27 26.04.10 - 16:56 Uhr

Das seh ich nicht so. Meine Lieblings-Diskussionspartner im Bundestagswahl-Forum waren fast alle Anhänger der Partei, die ich als vorletztes gewählt hätte. Trotzdem konnte man so schön diskutieren (kontrovers machts eh mehr Spaß). Je unterschiedlicher die Meinung desto wichtiger ist doch ein vernünftiger Ton bzw. sicherzustellen, dass über Spitzen auch BEIDE lachen können...

Irgendwann nach der Wahl hat sich was geändert... das ist schade.

Beitrag von .doctor-avalanche. 26.04.10 - 17:01 Uhr

Das ist alles die alte Tucke Westerwelle und ihre FDP schuld mit ihrem unflätigen Herumkrakeele.......

Es mangelt an politischer Leitkultur allerorten........

Beitrag von nele27 26.04.10 - 17:05 Uhr

Aber muss man sich dann wirklich entscheiden, ob man über "Ich find die Griechen doof und will nicht zahlen" diskutiert oder den Inhalt gleich bleiben lässt und nur noch über die Struktur seiner Antworten redet #schock

Du warst doch auch zur Wahl oft hier. Das machte doch mehr Spaß, oder nicht??

Beitrag von .doctor-avalanche. 26.04.10 - 17:19 Uhr

Nich' wirklich!

Es fehlt zu vielen Leuten, die hier diskutieren, an substantiellem Wissen.

Wenn ich über ein Thema rede, dann muss man schon ein klein wenig in der Materie drin sein. Ich gehe ja auch nicht in Topfgucker und schwadroniere über Kochrezepte wenn ich mir nicht ein mal ein Butterbrot schmieren kann. Dann steht man eben sehr schnell mit kurzen Hosen da. Nur...die meisten merken es dann noch nicht einmal und ereifern sich noch......

Also wenn ich wirklich über Politik etwas fiundierter diskutieren möchte, dann zieht es mich zu Spon. Aber man darf eben von urbia auch nicht zu viel erwarten. Es ist und bleibt vor allem ein Forum für Frauenthemen, ohne das abwertend zu meinen.
Ungeachtet der Leute hier mit denen man - andere Meinung hin oder her - wenigstens auf Augenhöhe diskutieren kann resp. sogar noch etwas dazulernen kann. Aber die sind eindeutig in der Minderzahl......

Beitrag von nele27 26.04.10 - 17:28 Uhr

Ich finde es ok, nicht alles zu wissen und nachzufragen - das wäre hier aber derzeit gar nicht möglich, ohne von Klugscheißern verfolgt zu werden #augen

Ich finde es ja auch gerade charmant, nicht in einem reinen Politikfirum zu schreiben, sondern in einem Forum, in dem die Leute aus anderen Gründen sind und nicht, weil sie Politikcracks sind.

Ich unterhalte mich auch über "Frauenthemen", also mit anderen Eltern über Familienpolitik oder auch meinetwegen über das neuste Youtube-Video von Westerwelle (wenns denn sein muss).

Aber der neue Geist, hier nur zu polemisieren, versuchen andere bloßzustellen und sich möglichst selbst gern schreiben sehen - das nervt.

Schade! Dann muss ich wohl zusehen, wo ich mich über die FDP streiten kann #heul

Beitrag von zeitblom 26.04.10 - 18:05 Uhr

Könntest Du Deinen vorletzten Satz bitte konkretisieren. Irgendwie fühle ich mich angesprochen (futzi, fuzzi, footsie hin oder her). Aber an eine Bloßstellung kann ich mich nicht erinnern...

Beitrag von daddy69 26.04.10 - 21:08 Uhr

Lieber zeitblom, wenn Du Dich angesprochen fühlst, könntest Du doch konkretisieren, warum dies so ist. :-)

Beitrag von zeitblom 28.04.10 - 16:11 Uhr

Weil es nele27 war, die sich wegen einer harmlosen Verallgemeinerung nicht zum ersten Mal über meinen Diskussionsstil echauffiert hatte, unterstützt von mariella70, die in gleiche Kerbe hieb und zudem es für nötig befand, mich in hochmütiger Freundlichkeit auf charakterliche und Rechtschreibfehler hinzuweisen.

Beitrag von seelenspiegel 28.04.10 - 17:31 Uhr

Die teilt immer ganz gerne aus, oder macht sich über andere lustig.

Sei ihr auch alles zugestanden, nur macht sie es selbst

a) nicht besser
b) unterstellt sie den Leuten ganz gerne Dinge
c) ist völlig resistent gegen Versuche ihr eine andere Anschauung nahezubringen, die nicht mit der ihren konform geht.

Beitrag von nele27 27.04.10 - 09:42 Uhr

Das war gar nicht böse gemeint. Ja, ich fand den einen Beitrag von Dir kacke, hab ich Dir auch gesagt. Aber mit diesem Beitrag meine ich aber nicht Dich, sondern die derzeitige Mischung der User und Threads hier... und der allgemeine Stil färbt dann auch auf einzelne ab, die entweder zum Unruhestifter werden oder eben nett und freundlich diskutieren.

Der berühmte Tropfen, der zu dem Beitrag hier führte, war die AKW-Diskussion... schönes Thema eigentlich, aber ich war so dermaßen abgeschreckt von der Diskussionskultur :-(

Mich bloßzustellen hat keiner geschafft, weil ich da aufpasse. Aber das ist doch das Bescheuerte daran!! Ich hätte mich auch an den Griechenland-Geschichten gern beteiligt, aber da hätte ich vorher ein paar Fragen zu gehabt. Aber da ich keinen Bock auf Klugscheißerei hatte, hab ich mir die Beteiligung verkniffen. Schade!
Und Grund Nr. 2: Es gab andererseits beim GR-Thema auch so extrem viel braun angehauchtes Stammtischgeschwätz, das mir ganz übel wurde.
Beides muss nicht sein.

Also: Auf eine gepflegte Diskussionskultur im Politikforum!

Nele

Beitrag von seelenspiegel 27.04.10 - 15:25 Uhr

<<<Mich bloßzustellen hat keiner geschafft, weil ich da aufpasse>>>

Sei mir bitte nicht böse Nele, aber das liegt nicht unbedingt daran dass Du aufpasst, sondern dass Du Dir zT. Dinge so zurecht legst wie Du sie haben willst....und wenn Dir die Argumente ausgehen, hüllst Du Dich in Schweigen, weil Dir das angeblich niedrige Niveau nicht passt....was Du an andere Stelle aber sogleich anprangerst.

Im übrigen habe ich bei Deinen Beiträgen oft auch nicht gerade das Gefühl dass Du einen Konsens suchst, sondern genau das tust, was Du mit Deinem Lieblingswort so gerne kritisierst: Du polemisierst ! #schein

Beitrag von nele27 27.04.10 - 15:52 Uhr

In wie vielen Beiträgen haben wir beide uns nun schon unterhalten?? #gruebel Nicht viele...

Da ist es umso bemerkenswerter, wie Du Dich mit meiner Art Diskussionen zu führen auskennst.

Beitrag von seelenspiegel 27.04.10 - 13:40 Uhr

Du magst dieses Wort WIRKLICH gerne, ne?

<<<<bla...hier nur zu polemisieren...bla>>>

















So ...lach mal drüber....ist doch gar nicht wirklich böse gemeint ;-)

Beitrag von gretchens.armee 26.04.10 - 17:17 Uhr

"ohne jedoch die auch in solchen Runden vorkommenden Spitzen aushalten zu können"

Wenn Polemik hingegen zum Selbstzweck wird, dann spielt es keine Rolle mehr, ob man hier diskutiert oder im Spiegel- Online- Forum, um nur ein Beispiel zu nennen.

Beitrag von zeitblom 26.04.10 - 17:46 Uhr

Mag sein.... dafür ist es dort auch aktiver. Überzeugt oder mindestens zum Nachdenken, Zweifeln gebracht, wird eh keiner... sorry, wollte nicht pauschal urteilen: also: .... wird mich eh keiner... ;-)

Beitrag von gretchens.armee 26.04.10 - 19:37 Uhr

Wieso tauscht "man" (in dem Falle wohl: du) dann überhaupt Argumente aus, zudem auch noch in einem Forum wie URBIA?

Beitrag von zeitblom 28.04.10 - 15:52 Uhr

Ich wiederhole mich sicher: weil ich manches nicht unwidersprochen stehen lassen möchte. Da finde ich eine Entgegnung, sei sie auch polemisch, besser als den Blaustift, den hier ja wohl die meisten bevorzugen.

Beitrag von grafzahl 26.04.10 - 20:45 Uhr

Hallo Nele,

ich finde es ganz normal, dass politische Diskussionen im Vorfeld von bedeutenden Wahlen aufflammen und nach der Wahl wieder erlöschen.

Und wenn es das Ziel unserer Politiker ist, die Gesellschaft zu entpolitisieren - DAS zumindest machen sie wirklich gut.

Die Wahlbeteiligung nimmt von Wahl zu Wahl ab und so eine politische Diskussion lohnt doch nicht wirklich. Gerade hier bei Urbia wird man ganz gepflegt weggebissen, wenn man eine "neoliberale" Mindermeinung vertritt. Und dazu ist mir meine Zeit dann doch zu schade.

LG
Christian

Beitrag von fipi74 26.04.10 - 21:05 Uhr

"Die Wahlbeteiligung nimmt von Wahl zu Wahl ab und so eine politische Diskussion lohnt doch nicht wirklich. Gerade hier bei Urbia wird man ganz gepflegt weggebissen, wenn man eine "neoliberale" Mindermeinung vertritt. Und dazu ist mir meine Zeit dann doch zu schade. "

Dann gibt man einfach nach und lässt gut sein?!

Ein politisches Forum dient dazu seine eigene Meinung zu äußern. Natürlich gibt es User, die kontern. Trotzdem finde ich es wichtig, dass jeder einzelner seine Meinung weiterhin äußert. Der Begriff "zu Schade" nehme ich nicht an! Warum? Weil jeder seine eigene Meinung hat! Man meldet sich nicht einfach irgendwo an um hinterher nicht mehr "mitreden zu wollen"! Die Tatsache, dass du noch da bist, erklärt einiges!

Wenn dir deine Zeit zu schade ist, hättest du Nele nicht geantwortert oder? ;-)

Beitrag von le-cochon 26.04.10 - 23:00 Uhr

>Dann gibt man einfach nach und lässt gut sein?! <

Was bitte hat das denn mit "Nachgeben" zu tun?
Die Tatsache, dass man nicht auf den gefühlten 500sten Beitrag zum Thema "Warum geben wir unser Geld den Griechen/HarzIVlern/<hier eine beliebige Zielscheibe Ihres Sozialneides einfügen>" antworten mag, hat doch nichts mit Nachgeben zu tun.

Ob ein politisches Forum nun wirklich dazu dient, seine Meinung zu äußern... mh... eigentlich dient es doch eher der konstruktiven Auseinandersetzung und zu diesem Thema haben sich ja schon einige User hier geäußert (auch wenn der Herr zeitblom unumstößlich an seiner Meinung festzuhalten gelobt, was ich ihm nicht ganz abnehme).

Irgendwie hat das alles einen gewissen Touch von trotzigem Kind, "Wieso spielt denn auf diesem Spielplatz hier keiner mehr mit mir?", dabei gibt es -wie ebenfalls schon erwähnt- eine Reihe auch sehr schöner Themenspielplätze, die sehr viel näher am gewünschten Thema sind, als das Forenpendant zur Bildzeitung es je sein kann.

Beitrag von nele27 27.04.10 - 09:34 Uhr

***Forenpendant zur Bildzeitung*** Das kommt immer drauf an, wer gerade online ist. Ich kann Dir ad hoc 15 User nennen, die hier viel gepostet haben und auf die es nicht zutrifft. Durch Präsenz von solchen Personen wird der Stammtisch doch entmachtet.

Für mich hat ein Familienforum mit politischem Anteil sowieso mehr Charme, als so ein Schlauscheißer-Forum wie Spiegel Online...

Also: Spielt wieder mit mir ;-)

Nele

Beitrag von nele27 27.04.10 - 09:46 Uhr

**Wenn dir deine Zeit zu schade ist, hättest du Nele nicht geantwortert oder?** Er mag mich eben :-)

Kontern find ich völlig ok - aber je schärfer in der Sache, desto mehr muss ja versucht werden, einen konstruktiven, umgänglichen Diskussionsstil zu pflegen, gell?

Nele

Beitrag von nele27 27.04.10 - 09:31 Uhr

Liebster Christian,

also MIR zumindest haben unsere Streitereien immer Spaß gemacht :-) Für mich lohnt sich eine politische Diskussion auch jetzt, wo nur von mir nicht gewählte Parteien an der Regierung sind, immer noch mehr als das 100. Gespräch über irgendwelche Stars des Privatfernsehens oder Designer-Zyklusblättchen...

Ich glaube auch nicht, dass viele abgewandert sind, weil sie nach der Wahl kein politisches Interesse mehr haben - so viel Kulturpessimismus pflege ich nicht - sondern, weil ihnen die Art der Diskussionen hier auf den Sack gehen...

Naja und zum Thema Mindermeinung - gerade hier wimmelte es doch von den gelben Parteifreunden #zitter Wo sind die alle hin? Argumentation kann schwieriger sein, wenn man die Regierung stellt und die gerade n Haufen Mist macht :-) Ich durfte das auch schmerzlich erfahren... Und kam mir nun vor der Wahl mit "meiner" Partei vor wie eine exotische Pflanze. Trotzdem fand ich es sehr ergiebig.

"Lohnt sich nicht" ist doch kein Argument. Dann muss man es halt wieder lohnenswert machen!! Also etwas mehr Kampfesgeist bitte. Oder gibts den nur bei den Roten??

LG, Nele
die sich gerade über die Kitagebühren in HH aufregt :-(

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