paukenröhrchen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sweetsonja85 26.04.10 - 16:15 Uhr

Hallo

mein sohn soll paukenröhrchen in die ohren bekommen

ich habe angst das es schief geht

wer von euch hat das schonmal mit mit gemacht

Beitrag von baldurstar 26.04.10 - 16:25 Uhr

wir haben das schon bei zwei kids durch.
leo war zwei und miley 14 monate.

ist ein routine eingriff der nur ca. 15 minuten dauert.
die narkose ist in der regel eine kurznarkose, heisst das die kleinen fast unmittelbar nach der narkose schon anfangen sich zu bewegen wieder usw.

werden die röhrchen wegen paukenerguss gesetzt oder warum braucht dein mäuschen röhrchen?

Beitrag von sweetsonja85 26.04.10 - 16:35 Uhr

er war das halbe jahr dauerhaft nur krank und jetzt müssen sie eingesetzt werden damit das aus den ohren rausleuft

Beitrag von baldurstar 26.04.10 - 16:39 Uhr

ja...zähe flüssigkeit im ohr und das ohr muss trocken werden... also paukenerguss.
dann kommen die polypen auch raus, ist aber nicht schlimm wurde bei meinen beiden auch gemacht.

hat der hno arzt euch nicht erklärt wie die sachen heissen und was genau er machen wird? *groß guck

Beitrag von erstes-huhn 26.04.10 - 19:29 Uhr

Mein HNO-Arzt wollte das auch machen. Mein Sohn hatte ein Paukenerguss. Ich wollte das nicht.

Nachdem ich den HNO-Arzt gewechselt habe ging es auch ohne OP.

Laut meinem Kinderarzt machen die HNO´s diese OP sehr gerne, weil sie einfach ist und bares Geld bringt. Er schätzt, das ca. 75% dieser OP´s unnötig sind.

Beitrag von samcat 26.04.10 - 20:15 Uhr

Genau wie bei uns. Ich wollte es auch nicht, da auch keime ins Ohr gelangen können, durch das Röhrchen.
Siehe da- der Erguss ist von alleine weggegangen. Hat halt vier Monate gedauert, aber besser als eine unnötige OP. Natürlich kann das nicht für jeden Fall gelten, aber man sollte sich doch genau informieren, sprich mehrere Meinungen einholen.

LG

Beitrag von baldurstar 26.04.10 - 20:30 Uhr

also ich kann dir ein tolles beispiel nennen was meist passiert wenn nicht operiert wird...

ein ordentlicher hno arzt operiert erst dann wenn der erguss mehr als 3 monate am stück da war.

mein leo hatte ihn schon vermutlich seit einem jahr...der kia und alle meinten immer nur das er nicth spricht ja mei verzögert halt blabla.
mein kind litt sehr er konnte sich nicht ausdrücken und hauten den kopf gegen wände, türen usw. vor verzweiflung wenn man ihn nicht verstand etc.

seit er operiert ist und endlich sprechen lernt geht es ihm gut und er ist ausgeglichen. er hat keinen dauerschnupfen mehr und nix.

ich selbst hatte nach einem unfall ( bedingt durch nacken steife ) 3 mal paukenerguss in den letzten 5 monaten...glaubt mir das ist die hölle.
man hört teils nix oder eben total verzerrt immer dieser eckelhafte druck. man merkt wie flüssigkeit sich bewegt wenn man den kopf bewegt ab und zu ein hässlicher stechender schmerz.


unser kia wollte auch n icht das wir zum hno gehen...warum? weil der kia dann nix mehr dran verdient. ist ja toll wenn die eltern unter umständen über jahre immer und immer wieder kommen *dollarzeichen für den doc

im übrigen wenn es ohne op ging war s entweder nicht chronisch oder es war halt einfach zwischen drin weg, ist oft so das er nicht immer da ist sondern auch mal n paar wochen weg geht der erguss.

ich bin froh meine kinder operiert zu haben.
und denke das viele eltern das thema viel zu lasch ansehen und nicht bedenken das ihre kinder wenn sie es cronisch haben sprechen nicht korrekt oder gar nicht lernen können....

eine medikamentöse heilung von paukenerguss gibt es im übrigen nicht.
entweder es verwächst sich, in dem fall kann man nur hoffen das es früh genug ist das die sprachentwicklung nicht zu großen schaden nimmt. oder es bleibt und wenn man nix macht ja dann hat man ein kind das unter umständen nie richtig sprechen lernt ( hatte mal einen kollegen im supermarkt der nicht ordentlich reden konnte, es klang fast wie bei einem tauben der spricth halt so undeutlich und so der arme )

Beitrag von baldurstar 26.04.10 - 20:50 Uhr

ahja im übrigen bringt es den hno ärzten nicht wirklich was unnötig zu operieren.

weil ein hno arzt für s röhrchen einsetzen eigentlich nicht wirklich was verdient.

in der regel werden bei der op die polypen auch entfernt.
der arzt kann aber nicht polypen entnahme und röhrchen setzen auf eine rechnung abrechnen. sprich er setzt die röhrchen mehr oder weniger gratis ein und verdient nur an der polypen op ein bisschen.
um richtig geld zu machen müsste er beide sachen an separaten tagen machen.

da die eingriffe ambulant erfolgen muss der arzt von seinem honrar die beleg gebühr im kh bezahlen die sich je nach kh zwischen 45 und 65 euro pro patient bewegt.

was der arzt für solch eine op verdient...ist für die arbeit die er leistet ein witz.
also unnötig operieren aus geldgier fällt hier definitiv flach.

aber die kinderärzte überweisen generell nicht gerne und meist erst sehr spät zu andren ärzten oder raten dazu. weil sie nicht mehr soviel verdienen wenn mama mit dem paukenerguss kind nicht mehr alle naselang kommt weil s kind wieder verschleimt ist etc pp.

habe mich hier sehr genau informiert und es ist schon erschreckend wie lapidar die kinderärzte zu meist mit den kleinen patienten umgehen. es gibt viele eltern die wundern sich warum ihre kinder nicht sprechen können und rennen immer wieder zum kia...eigentlich wäre eine überweisung an den hno logisch wenn ein zweijähriger kaum spricht.
denn wenn ein kind in einem gewissen alter nicht richtig spricht stimmt nun mal körperlich oder geistig was nicht. aber die ärzte lassen einen schön warten und sagen verzögert das wird noch *da krieg ich echt nen hals.

weiss schon warum ich nicht mehr zum kinderarzt gehe mit meinen kids sondern zum allgemein mediziner

Beitrag von schuetze1263 27.04.10 - 10:36 Uhr

Naja......zwei meiner Kinder sind trotz dringender Empfehlung von einem HNO-Arzt nicht operiert worden trotz vergrößerter Polypen und Paukenergüssen.
Die beiden haben weder Hör- noch Sprachprobleme.
Der Große( 19 ) hat, seit er im Grundschulalter war, nie wieder Probleme mit seinen Ohren gehabt.
Bei unserer Kleinen ( fast 8) hat sich das Thema Polypen und Paukenergüsse auch seit fast 2 Jahren erledigt....ganz ohne OP.....allerdings sollte man bei Schnupfen darauf achten, rechtzeitig Nasentropfen zu geben.
Achja.....unser Hausarzt, sprich ein Allgemeinmediziner, sieht das genauso wie ich und unser Kinderarzt.
Aber jeder wie er gerne möchte....

Gruß
Simone

Beitrag von baldurstar 27.04.10 - 10:45 Uhr

das ist toll für euch.

bei den meisten ist es aber so das es erhebliche sprach entwicklungsverzögerungen gibt.

wenn sich das bei euch mal eben so verwachsen hat und es keine verzögerung gab waren s auch keine chronischen ergüsse die immer über monate da sind, kurz weg und wieder da. denn sonst hätten die kinder sprach probleme entwickelt.

bei nicht chronischen ergüssen würde unser hno arzt auch nie operieren, allein schon weil sich die operationen für ihn kaum rechnen finanziell wenn man die zeit etc rechnet und was er ans krankenhaus an beleg gebühr zahlt. denn der doc kann nur eine sache als op pro tag abrechnen, also werden nur die polypen berechnet und 5 euro für die röhrchen als material kosten...

das abwertende aber jeder wie er gern möchte find ich an der stelle sehr unangebracht.

es gibt so viele eltern die sich wundern das ihre kinder nicht ordentlich sprechen und die kinder leiden darunter mit unter sehr. und das weil sie nicht wissen was paukenergüsse sind usw.

ein chronischer paukenerguss ist im übrigen nicht medikamentös behandelbar und verwächst sich erst im grundschulalter. bis dahin kann sehr viel schaden in der entwicklung entstehen.

ich habe hier ein muster beispiel wo der kia nicht überwiesen hat lange zeit. mein sohn hat gelitten wie ein tier das er sich nicht verständigen konnte und das er uns nicht verstand vorallem.

seit der op geht es ihm viiiiiiiiiiel besser.

ich selbst hatte dieses jahr auch drei mal paukenerguss und ich weiss wie schlimm das ist.
ich wollte gerne für mich röhrchen haben da ich dieses gefühl, den stechenden schmerz, das nicht verstehen was andre sagen nicht ertragen konnte, da es bei mri aber nicht chronisch ist sondern folge eines unfalls war ( durch hws steilstellung war alles blockiert ) hat der hno arzt mich z.b. nicht operiert....

aber wenn du meinst das deine kinder der masstab aller dinge sind nur zu

Beitrag von mausi_7792 27.04.10 - 13:00 Uhr

Kann dir da in allen Punkten nur zustimmen #pro

Mein Neffe wurde leider auch erst mit 3 Jahren operiert, weil der Kinderarzt immer wieder meinte: "Ach, das verwächst sich noch." Und mein Schwager + Schwägerin haben ihm vertraut und sich leider keine 2. Meinung eingeholt. Erst als sie im Kindergarten darauf angesprochen wurden, dass der Kleine so gut wie gar nicht spricht und sehr aggressiv anderen Kindern gegenüber ist, haben sie angefangen nachzudenken und haben den Arzt gewechselt. Dieser war natürlich geschockt und hat die sofortige OP veranlasst. Danach ging's los mit Logopädie usw. Heute ist er 7 und hat leider immer noch immense Sprachprobleme, weil ihm einfach der Grundstock des Sprechens fehlt.

Bei meinem Sohn bestand schon mit einem Jahr ein chronischer Paukenerguss, den wir auch zeitig operieren ließen. Die Röhrchen wurden 5 Monate später quasi "rausgespült" durch die ständigen Mittelohrentzündungen, so dass er mit etwas über 1,5 Jahren wieder operiert wurde. Bis kurz vor seinem 3. Geburtstag war alles okay, bis sich wieder ein Paukenerguss beiderseits bildete und auch der Hörtest wieder sehr schlecht ausfiel. Da entscheiden wir gemeinsam mit dem HNO-Arzt, die Polypen entfernen zu lassen und nochmals Röhrchen zu setzen. Seitdem geht es meinem Kleinen bestens und ist jedes Mal nach der OP förmlich aufgeblüht #freu

Ich bin eigentlich auch kein Mensch, der schnell zum Messer greifen lässt, gerade wenn es ums eigene Kind geht - aber wenn es um die Ohren geht, bin ich auch sehr empfindlich, weil es so extreme Auswirkungen auf das Sprachvermögen hat.

Beitrag von baldurstar 27.04.10 - 13:05 Uhr

ja und es ist ja auch nicht "nur" die sprache.
die kinder leiden ab einem gewissen punkt ja psychisch einfach auch sehr stark.

und ich hab s gesehen als ich den paukenerguss hatte, ging grad mal 1,5 wochen lang jeweils aber ich war auch total aufbrausend, rastlos und ja wie ein eingesperrtes raubtier möchte man fast meinen. ich bin wegen jedem mist an die decke gegangen weil einfach das nicht hören oder nur verzerrt macht einen wahnsinnig.

bei leo warte ich noch auf einen anruf der logopädin, ich hoffe die hat jetzt dann nen platz frei für die maus. er hat zwar schon den passiv wortschatz sehr gut ausgebaut aber der aktive ist schon noch arg hinten nach leider.

ich denke halt immer man kann bei vielen dingen lapidar sein schön und gut aber so wichtige dinge wie das gehör...ne da muss man dann schon was tun.

bin froh über deine antwort :)

Beitrag von erstes-huhn 28.04.10 - 20:02 Uhr

Naja, ich habe über das Thema mit anderen Ärzten gesprochen, auch HNO Ärzte. In diesem Kreis war man sich schon einig, dass gerade die Paukenröhrchen gerne zum Geldmachen genommen werden. Da macht es einfach die Masse und von den Beträgen, die Du nennst sprach keiner, das lag so mehr um die 200 Euro Plus !!!

Und: mein Kinderarzt überweist sofort zum HNO-Arzt, wenn er in diesem Bereich etwas fetstellt, er sagt dafür sind das die Fachärzte.

Jeder macht so seine eignen Erfahrungen mit Ärzten, oder ohne sie.....

Beitrag von alexa1276 26.04.10 - 22:33 Uhr

Leon bekommt am Montag den dritten Satz Paukenröhrchen und ich bin froh darüber, denn so wie es jetzt ist, gehts nicht mehr. Er hört sehr schlecht was sich mitlerweile auf die Sprache auswirkt, was für die Entwicklung überhaupt nicht gut ist.
Die ersten beiden OP´s verliefen problemlos und wir konnten mittags die klinik wieder verlassen

LG
Alexa mit mats und Leon

Beitrag von baldurstar 27.04.10 - 10:47 Uhr

ist es bei eurem spatz auch so schlimm das er so leidet weil er nicth richtig versteht was ihr zu ihm sagt?

leo war kurz vor der op so verzweifelt wenn er was sagte und keiner ihn verstand dann schlug er den kopf gegen den boden, die tür , schlug sich selbst und weinte und brüllte ganz arg.

seit der op ist er so nicht mehr sondern total ausgeglichen und eben glücklich wie ein kleines kind es auch sein sollte.

habe das nun schon oft gehört das wenn der erguss lange genug unoperiert bleibt die kinder eben wirklich so verzweifeln wie es unser leo auch tat.

Beitrag von alexa1276 28.04.10 - 11:15 Uhr

Leon hört sehr schlecht und reagiert teilweise gar nicht oder antwortet "einfach mal" ohne zu wissen, um was es geht. Zum mTeil ist er auch sehr launisch und ich hab den eindruck, dass er irgendwie ne Wesensveränderung dadurch erlebt.

Lg
Alexa

Beitrag von baldurstar 28.04.10 - 12:29 Uhr

ah ok ja so war s bei leo auch.
und irgendwann kam das mit dem ausflippen wenn wir ihn nicht verstanden.

klar das wesen ändert sich weil er ja trotz eurer anwesenheit irgendwie immer allein ist, weisst du wie ich meine?

das mit dem auf gut glück antworten hatte leo auch immer.
und bei ihm hat man dann gemerkt er versteht einen echt nicht wenn man z.b. sagte " leo lauf in den flur da liegt schokolade" dann hat er nur ja gesagt und weiter nix.
leo liebt aber schokolade und würde dafür über leichen gehen.

wenn ich das jetzt zu ihm sage bin ich grad fertig mit dem satz und er steht schon im flur *lach

na nach der op geht es eurem leon dann auch wieder gut :)

ich kann mir das halt inzwischen so gut vorstellen wie die zwerge leiden da ich inzwischen eben auch schon paukenergüsse hatte ( lt. hno bin ich damit wohl durch da meine hws sich wieder normal gestellt hat *was für n glück ). und das war echt schlimm. wenn die kleinen das nun monate lang haben puh :-/

lg,

alex

( ahja nette namensähnlichkeiten *g leon und leo , alexa und alex *kicher )

Beitrag von alexa1276 30.04.10 - 12:24 Uhr

Ja,ich weiss was du meinst :-) Gestern waren wir dann zu den Voruntersuchungen in der Klinik - und nachwievor sind die Untersuchungsergebnisse schlecht. Ich freue mich echt auf montag, wenn die Röhrchen endlich wieder drin sind #cool
Die Namensähnlichkeiten sind ja echt witzig

LG
Alexa mit Leon und Mats

Beitrag von worker7 17.06.10 - 22:02 Uhr

hallöchen ich reihe mich mal kurz hier ein um eine frage zu stellen. bei meiner süssen 20 monate wurde vorgestern ein paukenerguss festgestellt. auf einem ohr wasser auf dem anderen luft bei dem test. hab antibiotika bekommen und wenns in 4bis 6 wochen nicht weg ist steht op an....
nu versuch ich grad hier so ein wenig mich schlau zu machen. op schön und gut aber wieso hier schon das dritte paar? werden die zu klein wenn die kids wachsen? sorry vielleicht ne blöde frage aber hab mich vorher noch nie damit beschäftigt. kenn mich so gar nicht aus.......polypen hat sie wohl auch wies aussieht.......
lg sandra