Ich ekel mich vor meinem Kater

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von mama-marion 26.04.10 - 17:55 Uhr

Hallo ihr lieben,
ich hoffe ihr verurteilt mich jetzt nicht gleich aber vielleicht hat ja der eine oder andere noch einen Tipp für mich:
Also: ich habe im November meinen Sohn geboren, alles super so weit, doch seid ich mit ihm nach Hause gekommen bin kann ich den Kater nicht mehr anfassen. Ich muss dazu sagen er ist ein Freigänger und mir graut vor dem Gedanken wo er sich drin wälzt und was er für Viecher mit sich rumschleppt. Ich kann ihn einfach nicht mehr anfassen und das tut mir in der seele weh.
Mein Mann ist sowieso nicht für Haustiere und will den Kater gleich weggeben und meine grosse Tochter na ja macht nur wiederwillig was mit ihm, sie ist 10 und hat anderes im Kopf.
Was also bedeutet, der Kater kommt rein mauzt rum er bekommt was zum essen und dann bin ich eigentlich auch froh wenn er wieder raus ist. Aber das ist doch nicht ok so oder? Oft möchte er schmusen aber ich kann das nicht man mein macht es nicht.
Wäre es besser den Kater abzugeben? Oder was soll ich tun ? Ich liebe das Tier keine Frage aber ich möchte auch nicht das er sich ungeliebt fühlt. Oh man ich hoffe mich kann jemand verstehen.
Ach ja mit Flohpulver und Fellbürsten hab ich es schon probiert ich kann mich nicht überwinden ihn zum schmusen anzufassen#schmoll
Kennt das jemand?
Was soll ich machen?
VG

Beitrag von joy1975 26.04.10 - 18:14 Uhr

Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe da ziemlich wenig Hemmungen gegenüber Tieren bzw. (wenn sie vernünftig gepflegt sind, sprich Floh-/Zeckenschutz etc.), dann sollen ein paar Keime ja auch ganz gut für das eigene Immunsystem sein.
Wenn Du wirklich dauerhaft so empfindest und der Kater aber auch schmusen will (manche haben da ja keinen Bock drauf), würde ich ihn abgeben. Er ist ja bei euch im Grunde nur noch geduldet. Das finde ich nicht schön für ein Tier.

Beitrag von mama-marion 26.04.10 - 18:28 Uhr

ja eben das finde ich ja auch. Ich lieb meinen Kater schon sehr aber für ihn ist es sicherlich nicht so toll, zumal ja gerade Katzen/Kater das auch fühlen das er wie du schreibst nur geduldet wird #schmoll
Es macht mich total traurig darüber nach zudenken ihn abzugeben.

VG

Beitrag von maddytaddy 26.04.10 - 19:05 Uhr

Hi,

Meinst du nicht, du kannst dem Kater zuliebe versuchen dich zu überwinden? Katzen wälzen sich nicht unbedingt in jeder sich bietenden "Keimoase" und ich glaube, dass viele Dinge die du im Alltag sonst so berührst viel mehr Keime haben als dein Kater. Denk mal nach: Stinkewindeln, Mülleimer, Toilette, Türgriffe, Einkaufswagen, Schuhe (was meinst du wie oft man unbemerkt in was ekliges tritt)

Zudem: Wenn dein Tier regelmäßig entwurmt wird, kann sogut wie nix passieren!

Fang mit kleinen Schritten an: Streich ihm einmal über den Rücken, kannst dir danach ja auch die Hände gleich waschen.. Das reicht schon für den Anfang. Musst dich einfach zu immer mehr zwingen bis du ihn vllt mal wieder auf den Schoss nehmen kannst. Für mich hört sich das nämlich nach ner anderen Form von Reinlichkeitszwang an und dagegen kannst du was tun.. Und wenns dann nicht mehr die Katze ist, dann fängst du vllt an dir alle 5 min die Hände zu waschen. Von demher:

Versuch es wenigstens!

LG

Beitrag von schmuseschaf 26.04.10 - 19:18 Uhr

Abgeben!

Ich hab ne Freundin die hat das selbe problem mit ihrer Katze.
Die ist allerdings KEIN Fraigänger.

Das ist für die Katze echt schlimm.

Allerdings wird es etwas ausgeglichen durch Freunde etc. die sich dann wenn sie da sind viel Zeit für die Katze nehmen.


Trotzdem fände ich es besser wenn er wo hinkommt wo er gestreichelt wird usw.

Ich glaube auch, er merkt wenn er nciht willkommen ist..
Und das stell ich mir jetzt echt nicht schön vor

Beitrag von pizza-hawaii 26.04.10 - 21:21 Uhr

Also normal finde ich das Verhalten nicht #kratz

Katzen wälzen sich nicht im Dreck so wie Hunde es tun. Meine Beiden rollen sich hier auf der Terrasse mal in der Sonne hin und her, ausser Sand haben sie dann aber nichts im Fell.

Unser Hund dagegen wälzt sich gerne mal auf totem Tier oder in den Hinterlassenschaften seiner Artgenossen ;-)

Was soll er denn gross für Viecher mit sich rumschleppen? Behandel ihn mit einem Spot-on Präparat und entwurme ihn regelmässig.

Katzen sind sehr saubere Tier, da musst Du Dir keine Sorgen machen!

Wenn sich das jedoch nicht bessert, dann such ihm ein schönes Zuhause mit Freigang, alles andere wäre nicht fair!

pizza

Beitrag von mama-marion 26.04.10 - 21:40 Uhr

na ja ich sehe ihn ja oft wie er sich auf der Erde im Garten wälzt und ausgerechnet im Blumenbeet. #augen

Wenn er kein Freigänger wäre hätte ich diese "Gefühle" ihm gegenüber nicht, meine Nachbarin hat auch katzen die gehen allerdings nicht raus, aber die schmuse ich und streichle übers Fell das ist mir egal nur bei meinem Kater geht es nicht. #schmoll, auch danach Hände waschen hab ich schon alles probiert aber da bleibt mit Baby nicht immer die Zeit für und dann ist dieses ekel Gefühl auch wieder da.
Ich finde es furchtbar das es so ist, und werde wohl mal mit seiner Tierärztin drüber sprechen, vielleicht weiss sie ja noch einen Rat.
Ach ja ein Schlüssel erlebnis hab ich noch: der Kater hat mal ne Zecke mitgebracht ansich nichts schlimmes, aber die hatte sich dann so vollgesogen das sie sich fallen lies, und bei uns aufm Boden rumkrabbelte (trotz Zeckenzeug im Nacken). Da war dann meine Reaktion "was wenn die Zecke sich bei uns oder bei der Tochter im Bett hätte fallen lassen"#schock, von da ab durfte er dann schon nicht mehr auf Bett und couch #gruebel

Beitrag von .elfe 26.04.10 - 22:46 Uhr

Ganz ehrlich?
Ich glaube nicht daß das Problem am Kater festzumachen ist, wohl eher an Dir.
Hast Du auch sonst Panik vor Krankheiten oder ist das erst seitdem das Baby da ist?

Beitrag von mauseannie 27.04.10 - 00:06 Uhr

Der Kater ist nicht das Problem. Ich denke allerdings Du solltest Dich mal mit nem Psychologen unterhalten...

Beitrag von windsbraut69 27.04.10 - 07:11 Uhr

"na ja ich sehe ihn ja oft wie er sich auf der Erde im Garten wälzt und ausgerechnet im Blumenbeet. "

Was ist denn an Deinem Blumenbeet so unhygienisch?
Das einzige, was mich in Deinem Beitrag wirklich anekelt, ist der Flohpuder - das ist heute weder zeitgemäß, noch wirkt es mehr als es Schaden anrichten könnte.

Dein Kind wird irgendwann auch im Dreck rumkrabbeln...

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 27.04.10 - 07:12 Uhr

"Da war dann meine Reaktion "was wenn die Zecke sich bei uns oder bei der Tochter im Bett hätte fallen lassen", von da ab durfte er dann schon nicht mehr auf Bett und couch "

Zecken fallen erst ab, wenn sie vollgesogen sind und suchen dann keine weiteren Opfer.
Davon abgesehen kannst Du Dir auch selbst Zecken holen, im Garten oder beim Spaziergang.

Beitrag von liesa41 27.04.10 - 05:39 Uhr

hast du dich schon gefragt, warum du plötzlich so reagierst? wenn ich dich richtig verstanden habe, war das ja vor der eentbindung nicht so.
vieleicht überträgst du andere ängste - zb, ob du deiner mutterrolle gerecht wirst - auf diese " situation"?
wenn katzten sich nicht wohl fühlen in ihrem zuhause, packen sie oft die sachen und hauen ab. dein kater ist noch da. er scheint dir doch zu zutrauen, dass du das in den griff kriegst. #katze

Beitrag von ratzemann 27.04.10 - 10:55 Uhr

hallo!

ich kann dich verstehen!

wir hatten 2 katzen, kater und katze.

die beiden waren bis zur geburt unserer tochter unser "kindersatz" und konnten machen was sie wollten. sie waren auch freigänger.

sie lagne beide jeden abend auf meinem babybauch und schmusten bis zum geht nicht mehr!

als meine tochter geboren wurde, war plötzlich alles anders!

klar hab ich sie immernoch geliebt, aber richtig viel schmusen war leider auch nicht mehr drin. keine ahnung, warum!

die kleine katze war dann nach ca. 3 jahren verschwunden. wir haben zettel aufgehängt, sie gesucht. wir gehen davon aus das der nachbarshund sie auf dem gewissen hat!
dann war nur noch der kater da, der war aber auch immer am liebsten draussen.

als mein sohn dann geboren wurde hat der kater dann die krise gekriegt, es war ihm hier einfach zu laut!

wir sind dann 3 wochen zur kur gefahren und der kater wurde bei meinen eltern einquartiert. sie wohnen hier im dorf, nicht weit entfernt.

unser kater ist dann dort geblieben, ist quasi hier ausgezogen!!

bei meinen eltern hat er das paradies auf erden! allerdings ist er so, das er nur schmust wenn er es will. liegt meinen mama auf dem sofa ist er ruck zuck bei ihr.

ihm geht es jetzt gut! und wenn meine eltern mal in den urlaub fahren dann brauche ich nicht lange warten und er steht bei uns vor der tür! und darf natürlich auch bleiben!

lg

Beitrag von binecz 27.04.10 - 11:18 Uhr

also das mit dem "Dreck" kann ich nicht verstehen. Denn auch deine Kleine wird sich bald "im Dreck wälzen" ;-)
Was ich verstehen kann ist das Ding mit den Zecken (weil das mit meinem Hund auch gerade auf mich zukommt und ich das auch merke wie schlimm das für mich ist. Bin ja noch Schwanger!).
Ich denke ich würde es so machen dass der Kater nicht immer wie er will rein und raus darf, sondern halt nur wieder rein darf wenn du Zeit hast. Und dann suchst du ihn sofort nach Zecken ab. Und dann passiert sowas nicht mehr.
Wie gesagt, ich kann dich verstehen, aber ich würde auch erstmal versuchen eine Lösung zu finden eh ich ihn abgebe!

Beitrag von mama-marion 27.04.10 - 15:23 Uhr

ja das ist es ja ich möchte ihn nicht weggeben. Und nein ich glaube nicht das ich das unterschwellig darauf schiebe keine gute Mutter zu sein #augen, das hab ich drauf und schon zum zweiten mal ;-)
Es ist auch nicht so das ich ihn nie anfasse aber halt immer mit so einem "komischen" Gefühl im Bauch. Klar wasche ich mir danach die Hände aber ... was mir wirklich schwer im Magen liegt ist die Geschichte mit der Zecke.
Diese hatte sich ja vollgesogen und fallen lassen und wenn sie dann wieder "essen" will sucht sie sich nen neuen Herd und das hätte ja dann meine Tochter sein können. Sohnemann war da noch nicht geplant.

Wie dem auch sei ich danke euch für eure sichtweisen und Meinungen. Ich weiss das ich zu einer Entscheidung kommen muss. vielleicht kann mir da auch ein Tierarzt helfen?
Ich werde sehen was die Zeit bringt und solange Katerchen noch den Weg nachhause findet ist es vielleicht nur mein empfinden das er sich nicht wohl fühlt bei uns. Scheint ja nicht so zu sein.

Ach ja und ich meine mit dem Blumenbeet nur dierekt daneben war die gepflasterte terasse hätte das nicht auch gereicht :-p
VG Marion

Beitrag von .elfe 27.04.10 - 22:45 Uhr

Es geht nicht darum ein schlechte Mutter zu sein, nur Deine übertriebene Angst vor Schmutz und Krankheiten ist nicht normal.
Ich wasche mir nicht jedes Mal die Hände wenn ich eine Katze getreichelt habe, da würde ich ja den ganzen Tag am Waschbecken stehen, verstehst Du?
LG

Beitrag von blaue-blume 27.04.10 - 15:26 Uhr

hi!

ich muss sagen, für mich klingt das nicht danach, als wäre wirklich der kater das problem.

evt. solltest du das ganze mal mit einem psychologen durchsprechen.

das weggeben der katze würde dann nämlich keine lösung sein, das problem würde sich umverlagern...und du wärst keinen schritt weiter.

ich wünsch dir alles gute.

lg anna