Warum unsere Kinder Tyrannen werden

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von schnuffieundschmusie 26.04.10 - 19:22 Uhr

Hallo,
wer kennt das o.g. Buch?
Ich lese es gerade und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Die Zeiten ändern sich, ebenso der Erziehungsstil.
Wer möchte noch seine Meinung dazu kundtun?
Gruß Karola

Beitrag von stella81 26.04.10 - 19:47 Uhr

Habe das Buch nicht gelesen bzw. werde es auch nicht lesen. Mag alleine schon den Buchtitel und das Wort Tyrann nicht leiden.

Halte es eher mit Jesper Juul, Rogge und ähnlichen.

Beitrag von marion2 26.04.10 - 19:58 Uhr

Hallo,

das Buch ist kein Ratgeber.

Es zeigt dir lediglich an einigen Beispielen, was schief laufen kann.

Du musst selber denken.

Ich finds gut.

Jasper Juul ist mir zu weichgespült

LG Marion

Beitrag von ann75 27.04.10 - 17:58 Uhr

Hast Du Jesper Juul mal gelesen? Ich frage nur, weil ich eine zeitlang auch so dachte. Mittlerweile habe ich mehrere Bücher von ihm gelesen und finde ihn keineswegs weichgespült, sondern sehr logisch, konsequent und hilfreich. Hat mir in vielem sehr geholfen, die Trotzphase meiner Tochter zu verstehen (Grenzen, Nähe und Respekt) und sie gut hindurch zu begleiten, mit Erfolgen für uns beide ;-).
Im Gegensatz zu Winterhoff hinterlässt er einen nicht mit einem schalen, hilflosen Gefühl, "dass immer alles schlimmer wird" und Eltern zunehmend unfähig sind zu erziehen, sondern gibt einem Mut, Vertrauen und Freude an den eigenen Kindern, auch wenns schwierig wird.
LG Anne

Beitrag von marion2 27.04.10 - 19:28 Uhr

Hallo,

nöööööööööö ich hab den Typen im Fernsehen gesehen.

Spontane Antworten auf Fragen lagen dem gar nicht.

Winterhoff hinterließ bei mir überhaupt kein hilfloses Gefühl. Vertrauen in meine Kinder hab ich auch ohne Bücher - vielleicht liegts daran.

Gruß Marion

Beitrag von ann75 27.04.10 - 19:44 Uhr

Falls du die Sendung bei Maischberger meinst, dann war die nicht wirklich repräsentativ gegenüber seinen Grundhaltungen. Ich gebe zu, dass er in der Sendung nicht gut rüberkam, aber das wäre für mich auch kein Maßstab, um die Qualitäten eines Pädagogen zu bewerten (der soll ja kein Medienstar sein). Ich habe auch Vertrauen in meine Kinder und würde sie nie als Tyrannen bezeichnen, auch keine anderen Kinder. Die meisten Leute, die ich bislang getroffen habe, die Winterhoff gut fanden, waren allerdings eher von der Species, die er in seinen Büchern beschreibt (oder Menschen, die sich selber für gute Eltern halten und schlechte, pauschalierende Meinungen über das Verhalten anderer Eltern hatten). Schade, dass deine Antwort auch leicht schnippisch ausgehen musste. Vielleicht hast du ja doch mal Lust, ein Buch von ihm zu lesen.
LG Anne

Beitrag von marion2 29.04.10 - 10:38 Uhr

Meine Antwort war nicht schnippisch. #aerger

Beitrag von kja1985 26.04.10 - 20:38 Uhr

Ich habs gelesen, weil meine Mama es an mich weitergereicht hat. Ich fand es ganz gut, aber ich glaube der Autor hat manchmal ein etwas eingeschränktes Blickfeld. Aber da er mir an einigen Passagen sogar geholfen hat kann ich ihn nur weiterempfehlen als kleine Anregung.

Beitrag von lisasimpson 26.04.10 - 21:53 Uhr

Meine meinung dazu:

Habe selten so ein schlechtes Buch gelesen (und ich habe mich schon durch einige üble schinken gequält).
Die Quintessenz das buche ist:
die welt ist schlecht und die jugend von heute ist noch schlechter (allerdings habe das ander schon sooo viel schöner gesagt wie z.B. sokrates: "Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.")

Dann wird das ganze gesprickt mit seltsamen fallbeispielen, deren sinn ich leider nicht verstanden habe (und die der autor auch nicht weiter erklärt oder auflöst)

Alles in allem: dummes, populistisches Geschwätz auf unterstem niveau


lisasimpson

Beitrag von jazzbassist 26.04.10 - 22:09 Uhr

Kann man besser nicht ausdrücken!
#ole

Beitrag von lisasimpson 26.04.10 - 22:29 Uhr

haben Sie eigentlich die weitern bände gelesen?

ich konnte es mir wirklich nicht antun, vor allem, weil ich mich die ganze zeit beim lesen des ersten Bandes gefragt habe, wie man es mit so einem billigen Blödsinn in die Bestsellerliste schaffen kann (und hatte kurzzeitig wirklich erwogen ein ähnliches Pamphlet unter einem pseudonym zu verfassen).

eine Aneinanderreihung nicht bestätigter, subjektiver und widersprüchlicher aussagen gespickt mit nichtssagenden beispielen könnte ich sicher genauso gut verfassen- dann noch garniert mit ein bißchen Weltuntergangsstimmung und schon wäre mein Einkommen fürs nächste jahr gesichert.
hmm- ich sollte doch noch mal genauer nach einem namen suchen, unter dm ich das vermarkten könnte..

da ich heute hier wieder lesen durfte, daß einer fragestellerin bestätigt wurde, daß ihr 17 monate altes kind noch zu "klein ist " für ein "zimmerarrest oder " in die ecke stehen" sollte ein ganzes kapitel darin nur um mürbe machende bestrafungsformen gehen, die man auch schon im Kleinkindalter anweden könnte, um diesen kleinen terroristen herr zu werden.

titel könnte dann sowas sei wie: "damit unser kinder nicht werde wie Osama bin laden" oder einfach "handbuch gegen den Terrorismus beim Kinde" ..
hm- ja, ..
ich denk mal drüber nach

lisasimpson

Beitrag von jazzbassist 26.04.10 - 23:22 Uhr

Um ehrlich zu sein, fand ich den ersten Band schon ziemlich unterhaltsam, gerade weil es so schlecht ist - so das ich nicht abgeneigt bin, mir irgendwann auch noch die anderen Bände anzutun. Ich kann aber verstehen, dass jemand, der mit seiner beruflichen Arbeit täglich mit den Folgen fragwürdiger Erziehungsmethoden konfrontiert wird und dann feststellen muss, dass es doch Eltern gibt, die dieses Buch wirklich ernst nehmen; dass man dieses Buch dann nicht mehr einfach nur noch als „Gag“ lesen kann.

Vielleicht sollten wir einfach mal einen sinnvollen Ratgeber verfassen. Wenn wir das unter dem Pseudonym: „Das saxophonspielende Mädchen aus Springfield und Zahnfleichbluter Murphy“ veröffentlichen; wird sicherlich niemand wissen, dass wir das sind. Kann ja unser Geheimnis bleiben :-p

Beitrag von lisasimpson 27.04.10 - 09:07 Uhr

"Vielleicht sollten wir einfach mal einen sinnvollen Ratgeber verfassen. Wenn wir das unter dem Pseudonym: „Das saxophonspielende Mädchen aus Springfield und Zahnfleichbluter Murphy“ veröffentlichen; "

hi,hi- habe tatsächlich schon öfter dran gedacht...
mal sehen, obs die zeit irgendwann mal zuläßt:9

lisasimpson

Beitrag von lisasimpson 27.04.10 - 09:19 Uhr

http://www.youtube.com/watch?v=xCEuKWgPGlc

Beitrag von lisasimpson 27.04.10 - 09:21 Uhr

ach nee- meinte natürlich das hier:
http://www.youtube.com/watch?v=kKpaTLMefiU&feature=related

Beitrag von hedda.gabler 27.04.10 - 00:03 Uhr

Vielen Dank!

Beitrag von marion2 27.04.10 - 09:38 Uhr

Hallo,

du hast eindeutig ein anderes Buch gelesen als ich.

Ich habe das Buch als Kritik am Verhalten der Eltern und nicht am Verhalten der Jugend verstanden.

Gruß Marion

Beitrag von lisasimpson 27.04.10 - 09:48 Uhr

der ausdruck "dummes populistisches Geschwätzt" sollte darauf hindeuten, daß diese Buch keine wirkliche Kritki an gar nichts liefert sondern eben einfach nur ... (siehe oben).

Es gibt subjektive Eindrücke wieder gepaart mit alten Schlagworten, die vor ihm so viele schon so viel besser verwurstet haben (und da ist der vergleich mit Johanna Haarer wirklich der beste und treffenste, den ich seit langem gelesen habe- denn wenn wir über Erziehung sprechen (und in Ansätzen stammelt ja auch Winterhof sowas), dann geht es IMMER um dei Wechselwirkung zwischen elterlichem (bzw. dem verhalten derjenigen, die Erziehungsverantwortung übernehmen) und kindlichem Verhalten.

Er gibt (zumindest im ersten band- die andern hab ich mir gerne gespart) weder belege, verweise, Literaturangaben oder andere Angaben, die seien Behauptungen in irgend eine form belegen könnten, noch gibt er alternativen, lösungsgedanken noch irgendetwas neues, was noch nicht schon tausend mal durchgenudelt wurde.

lisasimpson

Beitrag von marion2 27.04.10 - 10:28 Uhr

Natürlich geht es um Wechselwirkungen.

Die Ursache für Fehlverhalten der Kinder bei den Eltern/Großeltern etc. zu suchen, halte ich für grundsätzlich richtig.

Er gibt Alternativen. Ich habe welche gelesen.

Beitrag von lisasimpson 27.04.10 - 10:37 Uhr

Wenn du den begriff Wechselwirkung so interpretierst, daß es eine direkte Kausalität gibt, dann ist dies einfach eine willkürliche Setzung einer Interpunktion der Kommunikationsabläufe und zeigt, daß wir beide ein völlig verschiedenes Verständnis von Wechselwirkung haben.

"noch gibt er alternativen, lösungsgedanken noch irgendetwas neues, was noch nicht schon tausend mal durchgenudelt wurde. "

lisasimpson

Beitrag von similia.similibus 30.04.10 - 20:23 Uhr

#pro

Beitrag von luka22 28.04.10 - 21:46 Uhr

Ich habe das Buch nicht gelesen:

1. Dummer Titel

2. Der Autor wird durch sämtliche Talkshows gereicht und tritt auf als der Messias, der der Weisheit letzten Schluss für sich gepachtet hat. Arrogant und unsympathisch.

Grüße,
Luka

Beitrag von perserkater 26.04.10 - 22:28 Uhr

http://www.eltern.de/kindergarten/erziehung/tyrannen.html

Ich halte davon auch nicht viel. Ganz interessant finde ich allerdings die Leute, die es auf ihr eigenes Kind übertragen können. Mein tiefes Beileid.

LG

Beitrag von lisasimpson 26.04.10 - 22:35 Uhr

oh danke für diesen link- an Johanna Haarer habe ich ja schon lange nicht mehr gedacht- aber ja, das paßt:)

lisasimpson

Beitrag von thyme 27.04.10 - 09:21 Uhr

Das ist ja haarerstreubend!#schock

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