Hat von euch jemand Erfahrung mit dieser Scheidungsvereinbarung?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von nadi.ha 26.04.10 - 19:39 Uhr

man soll ja soweit alles über den Notar regeln können und dann nur noch über den Anwalt die Scheidung beantragen.
Hat das schonmal jemand von euch gemacht und Erfahrung damit?
Was sind Vor- und/oder Nachteile?
Ist es wirklich günstiger????

Liebe Grüße
Nadi

Beitrag von zoeschatz 30.04.10 - 07:41 Uhr

guten Morgen,

also ich bin ganz einfach zum Anwalt, hab Prozesskostenhilfe beantragt und sie hat sich um alles gekümmert. Es hat mich nichts gekostet und ich war nach einem halben jahr geschieden.
Was willst du denn über den Notar regeln?

Beitrag von magnoliagarden 05.05.10 - 12:32 Uhr

Meine Antwort kommt spät aber vielleicht nicht zu sehr :)
Ich hatte den besagten Sachverhalt durchlebt. Der Vorteil einer notariellen Scheidungsvorvereinbarung war für mich die nichtgerichtliche Klärung der finanziellen Situation (Verkauf des Hauses, Aufteilung des Gewinns, Besitz der Fahrzeuge, Möbel u.ä.), des Kindesumgangs, der Trennungsunterhaltes. Wir haben uns damals dazu entschlossen, da ich wegziehen wollte und es unumgänglich war, dies alles zu klären, da das Trennungsjahr noch nicht ganz abgelaufen , unsere Tochter erst 3 Jahre alt, und die Scheidung noch nicht im Gange war. Diese Vereinbarung war gleichzeitig ein Titel, wenn z.Bsp. die Unterhaltsgelder nicht gekommen wären. Nachteile keine, außer, dass es recht kostspielig war (abhängig von behandelten Wertigkeiten)
Danach wurde der Scheidungsantrag gestellt, und bei der Verhandlung mußten keine Einzelheiten mehr geklärt werden, es ging also sehr schnell (Scheidung erfolgte etwa 9 Monate danach).
Allerdings brauchst Du für beides einen Anwalt; man kann nicht einfach nur zum Notar gehen. Dieser folgt weitgehend den Entwürfen der Anwälte, prüft sie auf Benachteiligung und Richtigkeit.
Zu den Kosten lässt sich sagen, dass die Scheidung "preiswerter" wird, da Vermögenswerte nicht auf den Verhandlunstisch gelangen, was den relevanten Streitwert drückt, davor aber schon der Anwalt und der Notar unabhängige Rechnungen schreiben. Ich denke, es ist keine billigere Lösung.
Grüße, Magnolia