Frage zur Kinderkrankenversicherung wenn mann privat versichert

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Beitrag von julianna03 26.04.10 - 21:19 Uhr

Hallo,

mein Mann ist selbständig und demzufolge privat versichert. Meine Kinder sind bis jetzt mit mir beitragsfrei mitversichert. Zumindest noch bis zum Monatsende, denn ab dem 1.5. bin ich dann arbeitslos...
Jetzt haben wir vor kurzem geheiratet und ich habe bei meiner Krankenkasse angerufen und denen meine Namensänderung und auch der Kinder telefonisch durchgegeben. Die Dame von der Krankenkasse benötigte nicht mal unsere Heiratsurkunde, hat einfach nach meinen telefonischen Angaben den Namen geändert und uns neue Versicherungskarten zugeschickt. Bin ja eigentlich froh gewesen, dass alles so unkompliziert läuft....
Jetzt habe ich mich heute mit einer Freundin unterhalten und diese meinte, sobald ein Elternteil privat versichert ist, müssten auch die Kinder privat versichert werden.
Ist diese Aussage so richtig?
Nicht dass da was falsch läuft und sie dann eventuell nicht versichert sind meinte meine Freundin....#schwitz, oder aber auch ne fette Nachforderung kommt.....
Kennt sich da jemand aus?
Werde zwar demnächst bei meiner Krankenkasse anrufen und nachfragen, aber es interessiert mich einfach schon mal....

Schon mal danke für eure Antworten.
LG,
julianna03

Beitrag von dany2308 26.04.10 - 21:40 Uhr

Hallo,

wenn dein Mann privat versichert ist und du in der gesetzlichen KV, ist eine beitragsfreie Familienmitversicherung dann möglich, wenn,
- ihr beide unter der Jahresentgeltgrenze liegt (z.Zt. 49950 Eur/Jahr) UND du mehr verdienst als dein Mann
- ODER du über dieser Grenze liegst (d.h. freiwillig versichert bist) und mehr verdienst als er.

Achtung: leider wartet die Kasse nicht, bis ihr eure Steuererklärung für das Jahr abgegeben habt, sondern bestimmte Änderungen greifen sofort. Wenn du nämlich arbeitslos bist, hast du gar kein Einkommen mehr, das ALGI ist eine Lohnersatzleistung, d.h. Familienversicherung wird denke ich nicht mehr möglich sein. Du kannst dann die Kinder entweder privat oder mit eigenem Beitrag gestzlich versichern. Aber lass dir das lieber noch mal von der Krankenkasse genau erklären.

Liebe Grüße
Dany

Beitrag von dany2308 26.04.10 - 21:43 Uhr

Äh, ich habe überlesen, dass du geschrieben hast "meine Kinder". Wenn es nicht auch die deines Mannes sind, greifen die og. Regeln nicht.

Beitrag von julianna03 26.04.10 - 21:52 Uhr

...und ich hab diesen Thread erst jetzt gelesen....#schein...
sorry, meinte natürlich unsere Kinder...sind also auch seine ;-)...
LG,
julianna03

Beitrag von julianna03 26.04.10 - 21:50 Uhr

Hallo Dany,

danke für deine Antwort.
Ich habe eindeutig weniger als mein Mann verdient....hatte ja nur 12 Stunden pro Woche gearbeitet. Eben auch aus diesem Grund, um mich nicht privat versichern zu müssen.....
Mein Mann liegt über dieser Beitragsbemessungsgrenze.
D.h. also, dass ab dem 1.5. meine Kinder nicht mehr versichert sind....#schock....
Muss ich also gleich morgen klären mit der Krankenkasse.
LG,
julianna03

Beitrag von julianna03 26.04.10 - 22:00 Uhr

...hab dann noch was vergessen zu fragen...
Also wenn ich jetzt ab dem 1.5. arbeitslos bin , dann sind unsere Kinder nicht mehr durch mich mit versichert....
D.h. entweder muss mein Mann sie auch privat versichern oder wir zahlen den Beitrag an die gesetzliche KK?
Nehmen wir mal an, wir würden sie privat versichern und ich finde wieder eine Arbeit. Können sie dann problemlos wieder mit mir gesetzlich versichert werden oder müssen sie dann in der privaten bleiben?
Sorry, hab viele Fragen, ich weiss..#bla....
Schon mal danke.
LG,
julianna03

Beitrag von oldma 27.04.10 - 00:00 Uhr

......ja sie können wieder bei dir versichert werden, es gelten die gleichen voraussetzungen. DU musst mehr verdienen als dein mann. ansonsten bleiben die kinder bei deinem mann weiter versichert.l.g.c

Beitrag von susannea 26.04.10 - 22:18 Uhr

Die Frage solltest du direkt an die Kasse stellen, wie hoch die Grenze ist. Du mußt übrigens nicht mehr verdienen als dein Mann wenn er unter einer bestimmten Grenze liegt!

Beitrag von werner1 27.04.10 - 08:16 Uhr

Hallo,

Da ist jetzt schon ein Widerspruch.
einmal sind jetzt eure Kinder bei dir kostenlos mitversichert, andererseits behauptest du, dass er über der Beitragsbemessungsgrenze liegt.
Das kann nicht sein, bzw. es gibt eine saftige Nachforderung, mindestens rückwirkend bis zur Eheschliessung.
Du selbst bleibst ja noch (vermutlich) 12 Monate arbeitslos und dadurch versichert.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von julianna03 27.04.10 - 10:57 Uhr

Hallo,

Danke Dir auch für Deine Antwort.Das ist ja auch der Punkt den ich angesprochen habe mit der Nachforderung....
Mich hat eben gewundert, dass von meiner Krankenkasse bei der telefonischen Mitteilung keiner gefragt hat wie es weiterläuft mit der Versicherung der Kinder.....aber wahrscheinlich hätte ich da selber nachhaken sollen.Im nachhinein ist man meistens klüger#schein.
D.h. dann also, dass mein Mann die Kinder rückwirkend zum Eheschließungstermin dann privat versichern muss, oder? Wie gesagt, er ist über der Beitragsbemessungsgrenze und ich werde bestimmt auch nie mehr verdienen als er...
Wie verhält es sich denn jetzt eigentlich in dem Zeitraum in dem sie "scheinbar" bei mir mitversichert waren mit den erbrachten Arztleistungen die ja meine Krankenkasse in dem Fall bis jetzt gezahlt hat?
Übernimmt die dann automatisch die neue private Versicherung unserer Kinder? Oder sind die Kinder in dem Zeitraum jetzt womöglich gar nicht versichert gewesen und wir dürfen nachträglich noch die Arztrechnung zahlen #schwitz....
Man, ganz schön blauäugig gewesen, aber gottseidank sind es ja erst 3 Monate seit der Eheschließung...

Wäre nett von Dir, wenn Du eventuell noch Antwort auf meine weiteren Fragen hättest.

LG,
julianna03

Beitrag von werner1 27.04.10 - 11:26 Uhr

Wenn du es ganz genau wissen willst, musst du bei deiner KK nachhaken.

#Mich hat eben gewundert, dass von meiner Krankenkasse bei der telefonischen Mitteilung keiner gefragt hat #
Bei mir haben sie vor 2 Monaten nach dem Einkommensteuerbescheid 2008 gefragt (kein Schreibfehler, wirklich null-acht)

#Übernimmt die dann automatisch die neue private Versicherung unserer Kinder?#
musst du nachfragen, die gesetzliche würde es tun.

Die Verjährungsfristen sind ziemlich lang, (Rest des Jahres + 3 komplette Jahre) und die KK sind ziemlich nachtragend.
Spätestens bei der Arbeitslosmeldung kommt ein Formular zu dir, wegen Familienversicherung, und der Versicherung deines Mannes.

Es ist übrigens NICHT so, dass du mehr verdienen müsstest als dein Mann, es genügt, wenn er unter die Jahresarbeitsentgeldgrenze rutscht.
Denkt über einen Arbeitsvertrag für dich nach.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von julianna03 27.04.10 - 14:27 Uhr

Du meinst also mein Mann sollte mich anstellen und mir soviel Gehalt zahlen, damit er unter die Grenze rutscht und ich dann die Kinder wieder bei mir versichern kann.
Darüber habe ich auch schon nachgedacht.
Werden wohl schnellstmöglichst mit dem Steuerberater sprechen müssen, wie wir das am besten machen.
Danke für deine Tipps.
LG,
julianna03

Beitrag von werner1 27.04.10 - 15:34 Uhr

Ja, sowas in der Art meinte ich.

Es gibt aber 2 verschiedene Beitragsbemessungsgrenzen:
(für 2010)
3750 Euro x 12 Monate, wenn Elternteil Arbeitnehmer und bereits vor dem 01.01.03 privat versichert war
oder
4162 Euro x 12 Monate, wenn Elternteil nach dem 31.12.02 privat versichert oder kein Arbeitnehmer ist

Genaueres steht bei: § 10 Abs. 3 SGB V