Vaterschaftstest

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von mollyfisch 27.04.10 - 07:15 Uhr

Hallo,

seit Sonntag sind mein Mann und ich einigermaßen durch den Wind.

Mein Mann hat zwei Kinder aus erster Ehe (17 und 19). Er hat keinen Kontakt, zahlte aber immer KU. Seit kurzem nur noch für den jüngeren.
Jetzt wurde uns zugetragen, dass es wohl während der Schwangerschaft seiner Ex mit dem jüngeren ein Gerücht gab, wonach er nicht der Vater sein soll. Diese Gerüchte haben sich wohl damals hartnäckig gehalten. Wie immer hat der Betroffene selber nichts mitbekommen. Das Schlimmste kommt aber noch. Als möglicher Vater wurde sein Bruder genannt.

Wie mein Mann sich im Moment fühlt muss ich glaube nicht erwähnen.

Jetzt ist natürlich die Frage, wie man sich verhält.
Kann man mit der Ungewissheit leben. Bei zukünftigen Forderungen wird diese Ungewissheit immer wieder aufkommen.

Ich persönlich bin der Meinung, einen RA zu Rate zu ziehen und die Möglichkeit eines Vaterschaftstestes zu besprechen.

Es geht ja auch um künftige Forderungen (Erbrecht usw.)

Da es sich eventuell um seinen Bruder handelt stehen wir zwischen den Stühlen.

Wie würdet ihr euch verhalten?

Beitrag von lilja27 27.04.10 - 08:24 Uhr

Also wenn ich er wäre würde ich mal mit meinem bruder reden, das er ehrlich sein soll ob er mit seiner ex damals sex hatte oder nicht und ihm auch sagen das ihr gerichtlich einen Vaterschaftstest erwirken wollt, so das er ein wneig unter druck gerät.
Also ich würde es erst mal so versuche zu klären, bevor die kinde runter druck gesetzt werden, und mitbekommen was da los istm die dneken wahrscheinlich der vater will nur nicht der richtige sein weil er nicht zahlen will oder solche dinge, ist für ein kind auch schlimm wenn der vater seine vaterschaft anzweifelt und das kind nicht mehr weiß wohin es gehört oder zu wem.
Der ältere ist ja schon 19da brauch man nicht mehr die erlaubnis de rmutter für einen test er kann das zusammen mit deinem partner erledigen, heimliche vaterschaftstest gibt es nicht mehr, dürfen nicht mehr gemacht werden.
lg

Beitrag von daisydonnerkeil 27.04.10 - 09:22 Uhr

Wenn er halbwegs an den Kindern hängt, würde ich das an seiner Stelle nicht tun. Es wird die Beziehung zu seinen Kindern extrem belasten und er wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit verlieren. Will er das? Ich finde es krass von künftigen Forderungen zu lesen - was ist mit dem künftigen Verhältnis zu den Kindern? Ich lese von dem Verhältnis zu seinem Bruder - aber was ist mit den Kindern? So ein Test wird vor allem den Kindern die Füße weghauen.

Vor den ganzen rechtlichen Konsequenzen sollte er SEHR gründlich die menschlichen Konsequenzen für sich und seinen Sohn überlegen. Oft muss das Kind auch den Groll und das Misstrauen gegenüber der Mutter ausbaden. Vielleicht sollte der Vater erstmal mit der Frau reinen Tisch machen.

Ich habe einen Fall im Freundeskreis, wo ebenfalls ein Mann nach der Scheidung Zweifel an seiner Vaterschaft hatte. Und der hat ganz bewusst auf einen Test verzichtet, weil er für sich die Entscheidung getroffen hat: Das ist meine Tochter. Ich ziehe sie groß. Ich präge sie. Mehr brauche ich nicht. Eine gute Entscheidung, wie ich finde. Abgesehen davon, ist sie ihm inzwischen sehr ähnlich - gleicher Sehfehler, gleiche Hände, gleicher angeborener körperlicher Defekt wie ihre Cousinen väterlicherseits.

Beitrag von mollyfisch 27.04.10 - 09:50 Uhr

Er hat aber seinen Sohn nicht großgezogen und keinen Kontakt. (die Hintergründe führen hier zu weit). Zu seiner Ex-Frau ebenfalls nicht. Ob sie ihm die Wahrheit sagen würde (falls es so wäre), bezweifle ich. Warum auch. Würde ja nur Schwierigkeiten bedeuten.

Was das Aussehen anbetrifft, kann ich nur sagen, der Große sieht anders aus als der Kleine. Aber das muss ja nichts heißen.

Ich weiß nicht wie andere reagieren würden bei einem solchen Verdacht. Und ja, es geht auch um viel Geld. Das kann man bei aller Vorsicht und Rücksicht nicht einfach wegschieben.

Beitrag von alpenbaby711 27.04.10 - 09:44 Uhr

Also ich bin der Meinung wenns der eigne Bruder ist und seine Ex-Frau ist er ein echtes Schwein. Ich meine der Bruder. ABer ich wäre für Ehrlichkeit. Denn das Kind ist sicherlich schon älter und kann besser damit umgehen. Fakt ist aber auch es wird sicherlich immer irgendwie das Kind deines Mannes/Freundes sein, das sollte er dem Jungen auch klar machen, aber trotzdem wäre es mir wichtig zu wissen wer nun wirklich der Vater ist.
Ela

Beitrag von mollyfisch 27.04.10 - 11:17 Uhr

Das Problem ist, bei jeder Entscheidung, bei jeder Begegnung steht die Frage im Raum. Mein Sohn ist 22, hat auch keinen Kontakt zum Vater (er hat auch nie Unterhalt gezahlt). Ich kenne also auch die andere Seite.

Da kein Kontakt besteht, haben wir auch keine Möglichkeit, einen heimlichen Test zu machen (wenn auch glaube ich verboten). Dann wüßte man aber even-tuell Bescheid und muss keine Wellen schlagen.

Es ist einfach besch.... . Und wenn man schon mehrere 10 000 Euro an KU gezahlt hat, dann möchte man schon wissen, ob die nächsten Euros auch von uns gezahlt werden müssen. Auch wenn mir für diese Anmerkung einige ins Gesicht springen, ist das doch auch nachvollziehbar.

Beitrag von alpenbaby711 27.04.10 - 11:36 Uhr

Also ich springe dir nicht ins Gesicht. Denn ich kann schon verstehen das man " nicht für etwas zahlen will was einem nicht gehört". Wobei ich schon denke das dein Mann dann einiges noch zahlt weil er das Kind ( davon geh ich mal aus) ja schließlich liebt. Aber man will es einfach wissen was die Frau dann wohl noch rechtlich gegen einen in der hand hat oder?
Fair isses schließlich nicht von der Frauihm was unterzuschieben.
Ela

Beitrag von raena 27.04.10 - 12:05 Uhr

Bei der Entscheidung würde ich jetzt mal völlig aussen vor lassen wer den der potentielle andere Kandidat für die Vaterschaft wäre. Auch würde es keine Gewissheit geben wenn dein Mann wüßte dass seine Ex mit seinem Bruder Sex hatte. Es könnte immer noch der Vater sein obwohl sein Bruder mit ihr Sex hatte und auch wenn da nix war könnte es auch ein anderer gewesen sein. Das Misstrauen ist da!

Wie ich jetzt deine Äußerungen interpretiert habe existiert zwischen deinem Mann und seinen Söhnen keinerlei Bindungen, er hat derzeit nur die Stellung des Erzeugers und des Bezahlers aber nicht des Vaters inne (die hat emotionell vielleicht sogar ein ganz anderer).

Daher würde ich schon auf eine Klärung des Sachverhaltes drängen. Geht zu einem Anwalt und lasst euch beraten.

LG
Tanja

Beitrag von schullek 27.04.10 - 12:08 Uhr

hallo,

ich weiss nicht, wie ich mich fühlen würde.
aber ich frage mich erstens: wieso hat er keinen kontakt zu seinen kindern?
wenn er welchen hätte, würde sich die frage nach einem vaterschaftstest womöglich gar nicht stellen! denn dann hätte er eine beziehung zum kind und diese wäre ihm wichtiger als eine bescheinigung über seine vaterschaft oder auch nicht.

ich meine, egal warum kein kontakt besteht, die kinder leiden ja offensichtlich schon eine ganze weile, weil sie keinen kontakt zum vater haben. wie gesagt, egal welche gründe dazu führten.
wie soll der teenager damit klarkommen, dass ihm jetzt auch noch das genommen wird? das wissen, wer der vater ist etc.?

deswegen würde ich wohl erstmal das gespräch zur mutter suchen und versuchen die sache mit ihr zu erklären, bevor ich ein kind traumatisiere.

lg

Beitrag von mollyfisch 27.04.10 - 12:23 Uhr

Danke erstmal für die Antworten.

Das kein Kontakt besteht ist mit Sicherheit nicht schön und sollte im Idealfall auch nicht sein.

Seine Ex hatte kurz nach der Trennung einen neuen Partner, der auch entsprechend die Vaterrolle übernommen hat. Bei der Trennung waren die Kinder 2 bzw. gerade auf der Welt. Mein Mann hat Probleme damit, aber zum damaligen Zeitpunkt war es wohl besser so. Ich habe ihn erst später kennengelernt.
Natürlich wollen wir den Jungen nicht verletzen oder ähnliches. Er kann nichts dafür.

Wir werden noch mal drüber schlafen und hoffentlich die richtige Entscheidung treffen.

Beitrag von xyz74 28.04.10 - 09:27 Uhr

Von den ganzen Finaniellen Punkten mal ganz abgesehen.
DIE KINDER haben ein Anrecht zu wissen wer ihr Vater ist.

Was ihr auch Bedenken solltet,ist eine gewisse Verjährung.
Sobald man nämlich so etwas hört und den Verdacht äußert, dass das Kind nicht das leibliche Kind ist, muss man innerhalb eines gewissen Zeitrahmens reagieren. Ansonsten hat man pech gehabt!

Dein Mann sollte auf jeden Fall mit seinem Bruder reden.
Dieser wird sicher abstreiten, da ihm klar sei wird, dass es ihn richtig Geld kosten kann, wenn sich herausstellt, dass er der Vater ist.

Absolute Gewissheit verschafft aber nun mal nur ein Test.