neue Sachbearbeiterin beim JA wg. Voreingenommenheit?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von manyatta 27.04.10 - 09:13 Uhr

Hallo!

Ich hab mal eine Frage, vielleicht kann mir jemand helfen. Ans Jugendamt habe ich mich auch shcon gewandt, ich warte nur noch auf Antwort. In dieser Zeit wollte ich nur mal eure Meinungen dazu hören.

Es gibt eine Mitarbeiterin vom Jugendamt, die für einen sehr komplizierten und langwierigen Sorgerechtsprozess meines großen Sohnes zuständig ist. Schon von Anfang an (sie wurde erst vor ca. 1 Jahr dafür eingesetzt, die vorherige ist im Ruhestand) hatte ich ein ungutes Gefühl, was sich später auch als richtig erwies. Jedenfalls komme ich mit dieser Frau überhaupt nicht klar und fühle mich von ihr in keiner Weise beraten oder verstanden. Sie verteilt Spitzen ohne Ende, ist äußerst schnippisch und schein sehr voreingenommen. Auch klemmt sie sich nicht wirklich hinter die Problematik und hat aber trotzdem eine weitgreifende (falsche!) Meinung. Mehrere Personen haben mich vor ihr gewarnt was ich nun auch selbst erfahrern hab. Auch kommt sie mit meiner Rechtsanwältin nicht klar, die beiden scheinen sich auch gefressen zu haben.

Generell ist es möglich die Sachbearbeiterin zu wechseln, oder?

Nun kommt noch dazu, dass der Vater meines kleinen Sohnes nun auch anfängt Stress zu machen und bei ihr um Beratung gebeten hat, was auch nicht das Problem ist. Problem dabei ist für mich, dass diese Bearbeiterin mir dieses auf unfreundlichste Art und Weise am Telefon mitgeteilt hat. Ich wurde ständig unterbrochen und ziemlich unfreundlich angegangen, was mich tierisch aufregt. Ich befürchte, dass es nun erneut große Probleme geben wird, wenn diese MA weiter meinen "Fall" betreut. Sie scheint sehr voreingenommen sein, gerade durch den schwierigen Fall mit meinem großen Sohn. Mit dem Vater meines kleinen Sohnes ist es aber eigentlich nicht so ein schwerer Fall und ich denke wir würden es bei guter Betreuung gut gebacken kriegen.

Hab ich wenigstens die Möglichkeit wegen Befangenheit für meinen kleinen Sohn eine andere Mitarbeiterin zu bekommen? Diese Frau ist echt die Hinterlistigkeit in Person, sorry wenn ich es so sage....

Danke!

Beitrag von frau.mecker 27.04.10 - 12:58 Uhr

du kannst dich an ihren Abteilungsleiter und wenn gar nichts hilft an den Jugendamtsleiter wenden.

mfg

Beitrag von magnoliagarden 05.05.10 - 12:45 Uhr

Hallo!
Aus meiner Sicht solltest Du sie um ein Gespräch ersuchen, mit Deiner Anwältin hingehen und ganz offen mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde konfrontieren. Wenn eine solche bei der zuständigen Dienstaufsichtsbehörde eingeht MUSS sich damit auseinandergesetzt werden. Du mußt offiziell darum bitten, eine neue Sachbearbeiterin zu bekommen. Allerdings reichen da vermutlich nicht Sachen aus wie "sie hat mich am Telefon unterbrochen", sondern Handfestes. Deine Anwältin sollte Dich eingehend beraten.
Ich drücke Dir die Daumen!
Grüße, Magnolia

p.s. http://de.wikipedia.org/wiki/Dienstaufsichtsbeschwerde

Beitrag von manyatta 06.05.10 - 08:20 Uhr

Hey!

Danke für deine Antwort.
Ich werde bei ihrer Vorgesetzten einen Termin bekommen, habe ich soeben erfahren. Auch habe ich heute einen Termin bei ihr, allerdings wegen etwas anderem.

Naja, es sind noch einige Dinge mehr gewesen. Zum Beispiel hat sie einen sehr wichtigen Bericht nicht rechtzeitig rausgeschickt sondern erst am selben Morgen der Gerichtsverhandlung. Somit hatte meine Anwältin keinerlei Möglichkeit diesen noch einzusehen und durchzugehen, ggf. zu reagieren auf Unstimmigkeiten. Erst in der Gerichtsverhandlung bekam meine Anwältin den Bericht zu Lesen!
Auch hat sie meine "emotionale Krise" bei Gericht (noch im Gerichtssaal!!) ausgenutzt und mich mit einem anderen Anliegen konfontriert, sprich den Stress den mein anderer Ex grad anfängt. Meine anwältin musste dazwischen gehen, dass sie mich in dieser Situation einfach mal damit in Ruhe lässt und vielleicht erstmal Luft schnappen lässt. Das war wirklich mehr als taktlos und unverschämt. Aber in diesem Moment wollte sie mir einfach noch eine reinwürgen, nachdem sie während der Verhandlung schon einige Dinge vom Stapel gelassen hat, ohne überhaupt genau die Hintergründe zu kennen...

Und und und.

Beitrag von magnoliagarden 06.05.10 - 11:47 Uhr

Hallo!
Bitte schön!
Ich kann Dein Ärgernis mehr als nachempfinden. In meiner "Jugendamtauseinandersetzungs"Karriere erlebte ich in 2 von 3 Fällen Unfähigkeit, Eitelkeit und Anmaßung, die nicht mehr mit Überlastung, vielen Fällen aber wenigen Mitarbeitern oder Sonstigem entschuldbaren zu erklären gewesen wäre. Man hatte mich mit "alle Mütter in Trennungen machen es so" abgespeist -noch das Harmloseste- sachdienliches Material bei Seite geschafft, Fragwürdiges außer Acht gelassen, die Liste ist nicht kurz. Wenn ich eins dabei gelernt habe, dann war es rational und kühl zu bleiben, entlarvendes Vorgehen mit dem Anwalt auszuarbeiten und immer das eigene Anliegen vor Augen zu haben, egal wie unsympathisch und unbequem man der "Gegenseite" ist. Lege Dir eine Ritterrüstung zu :)
Grüße, Magnolia