Partner will noch nicht zusammen ziehen

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von laus1 27.04.10 - 09:34 Uhr

Hallo,

ich bin 33 und habe eine 5jährige Tochter. Seit Februar 2009 habe ich einen neuen Partner der bereits zwei Scheidungen hinter sich hat.

Ich bin der Meinung das man langsam ans zusammen ziehen denken könnte, er meint das er zur zeit noch nicht bereit dazu ist.

Wir hatten am Anfang viele Höhe und noch mehr tiefen wobei wir diese hinter uns gelassen haben.

Klar ist es für ihn eine große Umstellung - aufeinmal wieder ein kleines Kind im Haus, rund um die Uhr ist wieder jemand da - er hat einen sehr stressigen und verantwortungsvollen Job.

Ich zweifel langsam dran ob er es wirklich ernst mit mir meint. Ich arbeite und stehe mit beiden Beinen im leben ich mag nicht mehr alleine leben. Er spricht sehr selten über Gefühle womit ich ein Problem habe weil ich ein sehr emotionaler Typ bin. Dazu zwingen / drängen kann ich ihn nicht. Aber was kann ich denn tun?


laus

Beitrag von bruchetta 27.04.10 - 09:41 Uhr

Ehrlich gesagt, nach zwei Scheidungen und vielen Tiefen schon im ersten Beziehungsjahr, würde ich auch nicht mit Dir (nicht persönlich nehmen!) zusammen ziehen.
Wenn Du trotz der Tiefen meinst, es ist der Richtige, gedulde Dich doch noch.
Das zusammen ziehen läuft doch nicht weg!

Beitrag von laus1 27.04.10 - 09:58 Uhr

Die Tiefen haben etwas mit unserem kennenlernen zu tun und seiner Ex-Freundinn. Doch diese sind überwunden.

Er selbst sagt das es zur Zeit sehr harmonisch ist er dies aber noch eine weile beobachten möchte. Ich kann ihn verstehen.

Danke für deine Antwort.

Beitrag von missy0675 27.04.10 - 10:45 Uhr

Ja, wenn Du ihn verstehst ist doch alles klar, oder? dann wartest halt ab bis er irgendwann selber mit Dir zusammenziehen will..Wenn Du natürlich jetzt oder in der Zwischenzeuit sehr unter der Situation mit den zwei Wohnungen, hin- und Herfahren etc. leidest, dann mußt Du schauen was größer ist: Deine Liebe oder Dein Leidensdruck - gerade weil Du anscheinend auch (noch9 wenig Vertrauen in ihn und seine Gefühle für Dich hast, denke ich daß Du wohl schon einen gewissen Leidendruck der sich in Ungeduld äußerst hast....also geh in Dich und überelg ob Du mit der Situation wie sie ist auf unbestimmte Zeit klar kommst, versuch ggfs. Deine Einstelung zu ändern, wenn Du das nicht kannst wirst Du wohl irgendwann eine Trennung in Erwägung ziehen müssen. Rechne jedenfalls nicht damit, daß er so schnell eine Bedürfnis nach Zusammenziehen hat oder sich von Dir überreden lässt...

Grüsse,
missy

Beitrag von gh1954 27.04.10 - 09:50 Uhr

>>>ich mag nicht mehr alleine leben<<<

Ob das der richtige Grund ist, zusammenzuziehen zu wollen?

Beitrag von laus1 27.04.10 - 09:56 Uhr

Das meinte ich damit nicht. Ich liebe diesen Mann von ganzen Herzen und kann es mir so gut vorstellen mit ihm zusammen zu wohnen.

Er versteht sich mit meiner Tochter gut, jeden Mittwoch und jedes Wochenende sind wir bzw. ich bei ihm. Es ist einfach vertraut und so harmonisch.

Beitrag von lichtchen67 27.04.10 - 10:51 Uhr

Vielleicht ist es so harmonisch und vertraut, WEIL ihr (noch) nicht zusammen wohnt. zusammen leben ist weit mehr Strapaze für jede Beziehung als zwei Wohnungen und jeder ist für seinen Haushalt "zuständig".

Zumal Du noch ein Kind mit in die Beziehung bringst.... gut verstehen ist eben was anderes als den gesamten Alltag mit all seinen Problemen gemeinsam zu bewältigen bzw. bewältigen zu müssen.

lichtchen

Beitrag von elternzeit-papa 27.04.10 - 22:22 Uhr

Hallo,

doch wohl nicht für jede Beziehung? Strapaze? Wir haben das als unheimliche Erleichterung empfunden, endlich zusammen zu wohnen. Wenn das jeder als Strapaze empfinden würde, dann würden doch wohl alle, die sich das leisten können, getrennte Haushalte führen ?!?

Beitrag von lichtchen67 28.04.10 - 10:47 Uhr

Das zusammeleben als solches sicher nicht aber gemeinsam den Alltag zu organisieren, organisieren zu müssen, das kann in vielen Beziehungen durchaus zu Stress und Streit führen, klar.

Sicher nicht für JEDE Beziehung, es soll ja auch Beziehungen geben die durchaus funktionieren und glücklich sind ;-).

Dennoch bergen eben gemeisamer Haushalt und Kinder durchaus Konflikt- und Problemfelder. Für den einen mehr, für den anderen weniger.

lichtchen

Beitrag von anyca 27.04.10 - 11:00 Uhr

Nun ja, habt ihr denn mal generell über eure Zukunftspläne gesprochen? Gemeinsames Familienleben, Heirat, vielleicht noch ein Kind? Oder "nichtzusammenwohnende" Parterschaft von Erwachsenen, ohne Familie zu werden?

Ein Zusammenziehen würde Deinen Partner übrigens auch nicht dazu bringen, mehr über Gefühle zu reden o.ä., man kann durchaus auch in einer gemeinsamen Wohnung emotional erfrieren ...