Nachtrag zu "Kollege von meinem Sohn wird gehauen"

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von esperancefollie 27.04.10 - 10:02 Uhr

Ich danke für diejenigen, welche geantwortet haben.

Ich möchte nur einmal dazusagen, dass der Vorwurf "warum habt ihr nichts gemacht" "schämen sollten wird uns" eindeudig überwiegt hat über die tatsächlichen Frage "WAS Kann ich als Aussenstehende tun, um dem Jungen zu helfen".

Ich hatte in der Diskussion bereits erklärt, warum ich wie gelähmt war in dem Moment und DASS ich mich bereits schäme dafür :-(.

Und an alle diejenigen, welche mir als Unbeteiligte dieser Angelegenheit weismachen wollen, wie mutig und heldenhaft sie in diesem Moment reagiert hätten #cool, sage ich, dass ich davon überzeugt bin, dass sie genauso gelähmt gewesen wären und die meisten genauso der Mut verlassen hätte.

Damit rumzuprahlen in einem Forum, ist zu einfach ....

Ich finde es nur demprimierend, dass man sich hier konstruktiven Rat suchen möchte - gerade WEIL ich nicht tatenlos zusehen will - und stattdessen nur von allen Seiten niedergemacht werde :-(.

Das hilft mir nicht und dem Jungen schon gar nicht.

Also, wer eine gut Idee hat - bitte meldet euch ...
an die anderen, spart euch eure Energie - dreht eine Runde mehr mit euren Kleinen, macht eine Kissenschlacht zusammen, tobt euch aus ...

Danke im voraus ... herzlich Maya #glas

Beitrag von lisasimpson 27.04.10 - 10:53 Uhr

Hallo!

Ich habe deinen beitrag gelesen und war wirklich geschockt.
Von daher kann ich mir durchaus vorstellen, daß du in dem moment einfach gelähmt warst.
Ich würde gerne einen satz dazu sagen, daß in Frankreich andere Gesetze gelten:
Ja, das ist richtig. dennoch ist NATÜRLICH die prügelstrafe in Schulen nicht erlaubt.
Solche sachen zu verbreiten ist bodenlos.

Auch ein verbot von Schlägen der Eltern wird im moment erwogen (nicht nur durch den druck des Europarates.

ABER- auch bei uns ist erst seit 2000 das Recht des Kindes auf eine gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert- was nicht heißt, daß zuvor jder sein kind prügeln konnte, wie es ihm gefiel!


Ich würde daher an deienr stlle
1. die familie ansprechen und sagen, daß du dich in zukuft nicht mehr zusehen wirst, wen nsie ihr Kind verprügeln. dazu müßten sie an dir vorbei und das wäre dann Körperverletzung.
2. du staatliche stellen (jugendamt?) darüber informierst, was du gesehen hast und du den eindruck hast, daß kind wäre verschüchtert und würde mißhandelt werden, hätte angst vor schlägen und würde in der öffentlichkeit geprügelt werden.
ich kenne mich wie gesagt mit der Jugendhilfe in frankreich nicht aus- aber vielleicht kannst du dich dort einfach mal informieren ,welche hilfen es für den jungen gäbe
3. im bewußtsein deiner bekannten/ freunden versuchst etwas zu verändern- nämlich, daß ihr alle beim nächsten mal nichjt zusehen werdet, sondern für das recht eines kleinen kindes einstehen werdet, körperlich unversehrt zu sein.

Gewalt als solche zu benennen, dafür einstehen, daß in deiner Anwesenheit KEINE Gewalt ausgeübt wird und Gewalt öffentlich machen sind meiner erfahrung nach die besten möglichkeiten
Wenn du den eindruck hast, daß es dem kind wirklich schelcht geht i nder familie, dan ntu etwas, ob das nun staatliche stellen sind, das ansprechen der erzieherin oder ein brif an oma und opa, daß der keine in der familie angst hat, wenig zuwengund und dafür viel schläge bekommt- vielleicht änderst du dagegen was- zumindest hinterläßt du bei dem kleinen das gefühl, daß nicht alle wegsehen und daß er es wert ist, daß man für ihn einsteht!

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von esperancefollie 27.04.10 - 11:20 Uhr

Vielen Dank fÜr deine Antwort - hat wirklich gut getan, etwas zu bekommen, womit ich was anfangen kann.

Ich habe mich mittlerweile wieder etwas abgeregt und mach mir ernsthaft Gedanken, wie ich weiter vorgehe in dieser Sache.

Ich werde die Freunde der Familie bitten, sich mit den Eltern zusammenzusetzen.

Das andere ist nur, wenn ich das sagen wir mal "öffentlich" mache und mit allen möglichen Stellen und Personen darüber spreche, läuft dann nicht die Gefahr, dass die Eltern davon Kenntnis bekommen daraufhin den Jungen (aus Ohnmacht, Wut) noch mehr drannehmen, da er ja eh die Wurzel aller übels ist??

Und ehrlich gesagt, mache ich mir dann auch Gedanken, um meinen eigenen Sohn. Die kleine Tochter geht in dieselbe Tageskrippe wie mein Sohn und die Familie wohnt einige Minuten von uns weg. Ich kann den Vater und sein Agressivitätspotential nicht einschätzen. Aber ich weiss ehrlich gesagt nicht, was der unternimmt, wenn er erfährt, das ich was gegen ihn und seine Frau unternehme.

Ich möchte jetzt aber nicht als Feigling dastehen. Ich habe hier nur schon zuviel gesehen, Ehemänner die mit dem Messer auf den Spielplatz kamen, da sich ihre Frauen zerstritten hatten und dies vor den Kindern etc. etc.

Lieber Gruss maya

Beitrag von lisasimpson 27.04.10 - 11:30 Uhr

Hallo!

nein, nein, ich kann deine angst verstehen.
Ich würde auch ert mal mit den eltern sprechen (am beten, wie du sagst im verbund mit anderen).
ICH würde mich weitern weiterhin mit ihnen zusammen zu feiern,... wenn sie diese verhalten nicht lassen.
Sollte ich es nochmal sehen und/ oder den eindruck haben, dem kind gigne es schlecht in der familie, würde ich mit der Familie selsbt besprechen, welche Hilfsmöglichkeiten der staat (da kenn ich mich eben nicht aus) bieten würd, um ihne und ihrem sohn zu helfen, da rauszukommen.

Nur im absoluten notfall würde ich gegen iheren willen etwas unernehmen- wenn tatsächlich das kindeswohl gefährdet ist (aber dsa was du beschreibst und deine eigene angst zeigen mir schon, daß dies hier der fall ist).
aber wie gesagt- erst wenn alles ander nicht gefruchtet hat.

Hier ist es so, daß du auch anonymisiert deine anzeige aufgeben kannst/ das Jugendamt informieren kannst. wie das mit zeugenschutz in frankreich ist, kann ich dir nicht sagen.

Zu den antworten der anderen kann ich nur sagen, daß ich dies wirklic hbedaure, daß jemand, der versucht etwas zu verändern runter gemacht wird, weil er nicht sofort richtig reagiert hat.
Ich war schon recht häufig in gewaltsituationen, in denen ich eingeschritten bin. manchmal habe ich mich auch im nachhinein gefragt, ob das immer so clever war und glücklicherweise ist es bisher immer glimpflich ausgegangen.
Jemand, der abe selbst so etwas noch nicht erlebt hat, kann schlecht urteilen, welche muster ablaufen und wie man selbst in einer solchen situation reagiert.
Wichti ist, daß man sich Gedanken macht, wie man das näcshte mal reagieren könnte, wie man sich selbst ausreichend schützt- denn nur dann bin ich der lage auch anderen schutz zu bieten.

lisasimpson

Beitrag von esperancefollie 27.04.10 - 11:53 Uhr

Vielen Dank für deine hilfreichen Ratschläge, deine Unterstützung und dein Verständnis.

Das ist rar und zeugt von einer grossen Erfahrung.

Einen sehr schönen Tag dir und ich werde in Aktion treten.

Lieber Gruss von der maya

Beitrag von summersunny280 27.04.10 - 13:41 Uhr

Ich hab es auch gelesen ...........zu den kommentaren kann man sich ja kommentare sparen#schock

Ich würde als aller erstes mich schleunigst darüber informieren welch einrichtungen, rechte und hilfe man in frankreich bekommt.
Und ich würde wohl öfters bei denen auf der matte stehen und auch ein "durch die blume "gespräch führen .

Es ist schrecklich .
Meine schwägerin hat mir letztens ne story erzählt .
Sie waren in einem restaurant essen.
und dierekt neben ihnen saß eine familie bestehend aus mutter ,vater, zwei kindern und der oma (mutterseits)
Die frau sprach ziemlich laut.
Jedenfalls wollte der Mann sich wohl ein schnitzel bestellen und die frau hat es ihm verboten sie nahm ihm die karte grob weg und bestellte irgendwas . es war EIN teller für 5 personen ,mehr gabs nicht. die kinder wollten unbedingt pizza die bekamen auf die finger gehauen ,so ging das das ganze essen. der vater ging dann danach auf toilette und der junge wollte mit ,er musste dringend.
er durfte nicht ,er solle sich wagen auf toilette zu gehen dann wär was los und wehe dem er würde in die hose machen dann bekäm er welche hinten drauf.....der junge weinte fürchterlich.
Als meine schwägerin mit familie dann fertig waren und gingen konnte sie es sich nicht verkneifen und ging zu der frau hin ........sie hat sie sooo dermaßen fertig gemacht ,ihr mund stand weit offen ,gesagt hatte sie nichts.
Sie war die einzigste alle anderen schauten weg und schüttelten nur die köpfe.


LG

Beitrag von sandy_1 27.04.10 - 16:13 Uhr

Hallo,

also hast ja schon paar brauchbare Tips bekommen und ich finde sich zu erkundigen evtl. Jugendamt, Polizei, Kindergarten usw. fände ich das klügste. Da Du ja erstmal wissen mußt was Du überhaupt machen kannst.

Gerade wenn Du sagst das es den Vater (Mutter auch) nicht interessiert hat das es der Sohn ja gar nicht war und im trotzdem den Hintern versohlt, sagt ja schonmal sehr viel. Auch die Abwehrhaltung des Jungen läßt darauf schließen das so etwas wohl bekannt ist und er auch weiß was folgt.

Ich kann auch nur sagen das man da wohl eher nicht weiterkommt, wenn man da versucht selber einzugreifen. Wenn ja noch nichtmal darauf gehört wird, wenn alle sagen, das der Junge nichts getan hat. Dennoch scheint es den Vater nicht gestört zu haben, seinen Sohn vor allen Leuten zu verhauen..
Wie Du ja schon sagst, ist man in diesem Moment recht geschockt und auch das die Eltern nicht reagieren. Keiner kann sagen, wie er genau in der Situation reagiert hätte und ich sage mal (weil es hier immer so ist) schreiben kann man hier viel und evtl. übertreiben, weil es ja eh niemand weiß ob es stimmt. ;-)

Ich kann nur sagen, ohne in der Situation gewesen zu sein, das ich wohl auch nicht zwischen einen tobenden Vater gegangen wäre, wenn er noch nichtmal auf Ansprache reagiert, sondern dann wirklich mit evtl. den anderen Eltern geschaut hätte was die meinen und was man machen kann. Wo man sich hinwenden kann, ob da jemand was weiß usw. Denn wenn da die ganze Situation eskaliert und alle Kinder drum herum sind, ist auch keinem geholfen...
So wie Du, Du machst Dir Gedanken wo evtl. andere die ganze Sache schon abgehackt haben. Aber man kann nicht einfach wahllos umherrennen, sondern einfach wirkungsvoll etwas vorbringen bzw. dagegen gehen. Es bringt gar nichts irgendeine Hetzkampanie los zu treten oder das alleine im Kindergarten öffentlich zu machen... Man kann höchstens schauen ob im Kindergarten, derartige Vorfälle auch schon waren oder ob damals der Sohn so etwas hat anklingen gelassen usw. Vielleicht weiß der Kindergarten das ja schon und hat schonmal Schritte eingeleitet...

Ich würde als Aussenstehende nicht urteilen und schon gar nicht über Dich, sondern versuchen wie man helfen kann und das machst Du ja..

Tatsache ist, wir sind auch öfter in Frankreich drüben, da läuft es in Sachen Kindererziehung schon teils anders. Alleine was man da eben so sieht bzw. man von Arbeitskolleginnen hört.. Was hier in Deutschland normal ist, sieht man in Frankreich anders und natürlich umgekehrt. Ich meine das nicht aufs thema schlagen bezogen sondern einfach andere Sachen, die uns als deutsche eher auffallen wenn man das sieht. Genauso werden die Franzosen bei uns andere Sachen sehen, was bei ihnen eben nicht so üblich ist...;-)

Laß Dich also hier nicht blöd anmachen und bedenke immer, über die Hälfte was hier geschrieben wird und sich oftmals zusammen gereimt wird, stimmt einfach nicht.
Wenn aber manche schreiben Du und alle anderen die dabei waren sollten sich schämen und man wäre nicht besser, dann ist das einfach gerade in Deinem Fall unangebracht und fehl am Platz... Denn mehr wie machen kann man nicht und ich frage mich wer von diesen ganzen Supermüttern zwischen einen tobenden Vater/Mutter geht, obwohl ihn andere Meinungen offensichtlich nicht interessieren und er dennoch seinen Sohn versohlt.
Denke es ist angebrachter da wirklich was zu ändern und sich Gedanken zu machen, was weiter geschieht, als wenn das ganze eskaliert..

Kannst ja mal berichten wie es weitergegangen ist..

Lg, Sandra

Beitrag von guldamar 28.04.10 - 16:12 Uhr

Hallo Maya,

mein Sohn hatte in der Krippe einen guten Freund, der ist Franzose. Und der hatte auch eine kleinere Schwester. Und da ist es genauso wie du es beschrieben hast.
Der Sohn wird sehr streng erzogen, strenger Tonfall, kein Lob, keine "Zärtlichkeiten". Aber das Mädchen, "Cherie-Gesäusel" den ganzen Tag, kuscheln, loben...
Die Krippenleiterin hat mir erzählt, daß die Eltern gar nicht verstehen können, warum der Sohn in der Krippe nicht einfach mal ein paar Schläge bekommt, wenn er was angestellt hat. Sie würden das den Erzieherinnen nicht verbieten, sondern ausdrücklich gutheissen.

Ich glaube, daß du das Verhalten der Eltern nicht akzeptieren aber doch hinnehmen musst. Oder du stellst den Kontakt ein. Erziehung in Frankreich ist wohl ein bisserl anders als bei uns...
Das Beste ist, wenn du den armen Kerl dafür etwas verwöhnst...:-)

LG
Gul Damar