Schreien lassen ???

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von gindigandi 27.04.10 - 10:05 Uhr

Hallo, hatte ja gestern bereits geschrieben und wirkliche viele Antworten bekommen.#herzlich Dank dafür. Jetzt gehts um folgendes. Wir waren gerade beim Kinderarzt zur Sonographie. Haben dort das Thema "nicht schlafen" angesprochen. Der Arzt meint wir sollen ihn einfach hinlegen und schreien lassen. Er muß eben lernen in einem Bett zu schlafen. Was sagt ihr ? Man hört ja sonst immer nur das Gegenteil. Das bringe ich bestimmt nicht übers Herz....

Beitrag von mini-wini 27.04.10 - 10:11 Uhr

Hallo,

oh je, nein nicht schreien lassen. Das könnte ich auch nicht. Hör auch dein Bauchgefühl bzw. auf den Herz.
Ich glaube dass ein Baby mit Liebe und Geborgenheit besser einschläft als mit alleine schreien.
Das ist nicht schön.
Ich weiß ja nicht genau was euer "Schlafproblem" ist, aber ich hab mich gestern mit meiner Mam auch übers schlafen unterhalten und die meinte durchhalten, spätestens wenn die Kleinen 10 Jahre sind ist alles vorbei.:-p
Ich denke ihr bekommt das mit viel Geduld und Liebe auch anders in den Griff.

LG

Beitrag von gindigandi 27.04.10 - 10:18 Uhr

Hallo, also bei unserem Sohn ist es so das er nur auf meinem oder Papas Arm schläft. Sobal er in sein Bett gelegt wird wacht er auf und schreit. Wir pucken ihn, mag er meist nicht. Wenn wir ihn in sin Bett legen fängt er sofort an mit Armen und Beinen zu rudern, dann gibts geschrei. Ich möchte ja nur das er einen entspannten, erholsamen Schlaf hat. Am liebsten in seinem Bett...

Beitrag von qrupa 27.04.10 - 12:36 Uhr

Hallo

das "Problem" ist, dass Babys biologisch betrachtet Traglinge sind. Sie werden geboren mit nichts als ihren Urinstinkten die ihnen sagen, sie werden sterben wenn sie nicht bei Mama oder Papa auf dem Arm sind, weil sie hilflos Kälte und Raubtieren ausgesetzt sind. Sie wissen nicht, dass es im Schlafzimmer keine Säbelzahntiger gibt und dass sie warm angezogen sind. Sie kennen noch kein "nebenan".
Evolutionär betrachtet ist der Mensch ein nomade, der ständig durch die Steppe gezogen ist und dabei selbstverständlich sein Baby immer und überall bei sich getragen hat. Und die Babys haben sich angepasst, Greifrefelxe entwickelt um sich festzuhalten,... Unsere Gesellschaft hat sich schneller entwickelt als unsere Babys. Sie kommen immernoch zur Welt mit den Instinkten die ihnen das Überleben in der Wildnis gesichert haben. Und dazu gehört auch nach den Eltern zu rufen, wenn sie "verloren" gegangen sind um schnell wiedergefunden zu werden bevor sie erfrieren oder gefressen werden.

Dein Baby wird es lernen wenn es älter wird. Es wird verstehen, dass du es nicht verlassen hast, wenn es dich nicht sehen kann,... Und dieser Prozess geht um so schneller je mehr Sicherheit du deinem Baby in den ersten Monaten schenkst. versuch dir das Leben mnicht selbst so schwer zu machen indem du gegen deine eigenen Instinkte udn die Natur deines Babys handelst. Das macht euch nur beiden unnötig Streß.

LG
qrupa

Beitrag von ayshe 27.04.10 - 10:19 Uhr

natürlich NICHT schreienlassen!


Biggi Welter und die Kunst, sein Kind schlafen zu lassen...
http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/mebboard.php3?step=1&range=20&action=showMessage&message_id=56060&forum=129
http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=101956

Gudrun von der Ohe Rezension
http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=102109


Gehirnentwicklung
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Kindheitsforschung/s_763.html
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Kindheitsforschung/s_2338.html

"Schaden durch Schreienlassen"
ein Text, übersetzt aus "The No-Cry Sleep Solution". da ist auch der Text von Jean Liedloff dabei, die beschreibt, wie sich ein so allein gelassenes wesen fühlt.

SCHREIENLASSEN
Es hört sich so einfach an: Einige Nächte schreien lassen, und dein Baby wird die ganze Nacht schlafen – jede Nacht. Wenn es nur so einfach wäre! Meine Recherchen haben ergeben, dass nur sehr wenige Eltern einen so einfachen Erfolg erleben. Viele müssen wochenlang jede Nacht mit stundenlangem Weinen (dies gilt oftmals für Baby und Eltern), fertig werden. Manche Babys schreien so sehr, dass sie sich übergeben müssen. Einige Eltern stellen fest, dass das nächtlichen Weinen das Verhalten des Kindes am Tag beeinflusst – es wird anhänglich und durcheinander. Viele bemerken, dass jede Art von Rückschlag (Zahnen, Krankheit, Ausfall eines Nickerchens, Urlaub) ihr Kind erneut zum nächtlichen Aufwachen bringt, und sie ihr Kind wieder und wieder schreien lassen müssen. Viele wenn nicht alle Eltern, die auf das Schreienlassen zurückgreifen, glauben aber, dies sei der einzige Weg, ihr Baby zum Durchschlafen zu bewegen.

Was Experten über die beiderseitige Qual des Schreienlassens sagen
(...) Dr. Paul M. Fleiss und Frederick Hodges in Sweet Dreams (Lowell House, 2000) sagen folgendes über solche Trainingsprogramme für Babys:
Babys und kleine Kinder sind eher emotionale als rationale Wesen. ein Kind kann nicht begreifen, warum Sie seine Rufe nach Hilfe ignorieren. Nicht auf die Schreie Ihres Babys zu reagieren, auch mit der besten Absicht, bedeutet, dass sich Ihr Kind im Stich gelassen fühlt. Babys haben biologische Bedürfnisse, die „Schlafexperten“ entweder ignorieren oder verleugnen. Es stimmt, dass ein Baby, dessen Bedürfnisse ignoriert werden, letzten Endes wieder einschlafen wird, aber das Problem, dass das Aufwachen eigentlich hervorgerufen hatte, bleibt ungelöst. Auch wenn die Eltern nachgesehen haben, um sicher zu gehen, dass das Kind nicht krank ist oder an sonstigem körperlichen Unbehagen leidet, wird der eigentliche emotionale Stress beim Baby bestehen bleiben, wenn sie mit ihm nicht auf eine mitfühlende Weise umgehen, es beruhigen oder stillen, bis es wieder einschläft.
Die vernünftigste und anteilnehmendste Herangehensweise ist ein sofortiges Reagieren auf das Weinen Ihres Kindes. Vergessen Sie nicht, Sie sind die Eltern. Und Ihrem Kind Sicherheit zu geben ist eine der erfreulichsten Aufgaben der Elternschaft. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, das Sie alleine die Macht haben, das Leben Ihres Babys aufzuhellen und Angst und Schmerz von ihm fernzuhalten.

Kate Allison Granju schreibt in Attachement Parenting (Pocket Books, 1999):
Babys sind Menschen, extrem hilflose, verwundbare, abhängige Menschen. Ihr Baby verlässt sich auf Ihre liebevolle Fürsorge. Wenn es weint, signalisiert es – auf die einzige Art, die es kennt – dass es Sie braucht. Sie wissen, wie es sich anfühlt, vor Angst oder Verzweiflung zu weinen. Es fühlt sich schrecklich an. Und für ein Baby ist es nicht anders. Wenn Ihr Baby weint – aus welchem Grund auch immer – erfährt es körperliche Veränderungen. Sein Blutdruck erhöht sich, seine Muskeln erhalten eine erhöhte Spannung, Stresshormone überfluten seinen kleinen Körper. (...)

Dr. William Sears (...) warnt in Nighttime Parenting (Plume, 1999), sogar vorm Schreienlassen:
Eltern, lasst mich euch warnen. Schwere Probleme in der Kindererziehung haben keine einfachen Lösungen. Kinder sind zu wertvoll und ihre Bedürfnisse zu wichtig, als dass sie zu Opfern billiger und oberflächlicher Ratschläge werden dürften.

Wie fühlt sich ein Baby, das man schreien lässt?
Niemand weiß wirklich, wie sich das Schreienlassen tatsächlich auf ein Baby auswirkt. Man kann es schließlich nicht zweimal aufziehen und sich den Unterschied ansehen. Und niemand weiß wirklich, wie sich ein Baby letztlich fühlt, wenn man es weinen lässt. Jean Liedloff präsentiert jedoch eine sehr wahrscheinliche Sichtweise in Ihrem Buch Auf der Suche nach dem verlorenen Glück (Addison-Wesley, 1977). Hier beschreibt sie das Aufwachen eine Babys mitten in der Nacht:

Er wacht auf in dem sinnlosen Schrecken der Stille, der Bewegungslosigkeit. Er schreit. Sein kleiner Körper brennt von Kopf bis Fuß vor Bedürfnis, Verlangen, unaufschiebbarer Ungeduld. Er schnappt nach Luft und schreit, bis sein Kopf nur noch ein einziges Pochen ist. Er schreit, bis seine Brust schmerzt, bis sein Hals wund ist. Er kann den Schmerz nicht mehr ertragen und sein Schluchzen lässt nach und klingt ab. Er lauscht. Er öffnet und schließt seine Fäustchen. Er rollt seinen Kopf hin und her. Nichts hilft. Es ist unerträglich. Er beginnt wieder zu weinen, doch es ist zu viel für seinen überanstrengten Hals; bald hört er auf. Er rudert mit den Ärmchen, und tritt mit seinen Beinchen. Er hört auf, leidend, unfähig zu denken. Er lauscht. Dann schläft er wieder ein.

Lösungsmöglichkeiten
Wer sein Baby dazu bewegen möchte, nachts durchzuschlafen, für den gibt es andere, liebevollere Möglichkeiten als das Schreienlassen. Durch das Erkennen, Analysieren und Bewerten der Schlafmuster des eigenen Babys können diese sanft beeinflusst und in die gewünschten Bahnen gelenkt werden. Wie das geht, steht z.B. in dem Buch The No-Cry Sleep Solution von Elizabeth Pantley, einer Elternberaterin und Mutter von vier Kindern. Hier werden verschiedene Schlaflösungen, aus denen man die für sich passenden herauspicken kann, vorgestellt, und ein tränenfreier maßgeschneiderter Schlafplan wird erstellt.


Dr. Posth
http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/beitrag.htm?id=833

Re: Darf man ein 6 Monate altes Baby mal schreien lassen?
Liebe Sabine, Ihre Sorge, daß der kleine Fratz Ihnen auf der Nase herum tanzt, ist ziemlich unbegründet. Ein Lernen im eigentlichen Sinne, d.h. geistige Vorwegnahme eines zu erreichen Ziels, Planung einer adäquaten Handlung aus dem faktischen ("expliziten") Gedächtnis heraus und Schlußfolgerung, Annahme und Ziel auf diese Weise in Übereinstimmung zu bringen, sind von einem kleinen Säugling aus verschiedenen Gründen nicht zu leisten. a) sein faktisches Gedächtnis ist noch unreif, nachweisbar dadurch, daß das diesbzl. Zentrum im Gehirn, der Hippocampus noch nicht optimal arbeitet. b) die für planendes Handeln zuständigen Hirnrindenabschnitte im Frontalhirn des Menschen sind größtenteils noch nicht an das assoziative System angeschlossen. Beweise dafür liefern uns die Positronenemissionstomographie (PET) und die funktionelle Magnetische Resonanztomographie (fMRT). Sorry für soviel Wissenschaftlichkeit, aber wenn ich mir schon die Mühe mache, ständig das ganze wissenschaftliche "Zeug" zu lesen, dann will ich es auch mal in die Welt hinaustragen. Solche Forschungsergebnisse werden übrigens in einigermaßen lesbaren Büchern von internationalen und deutschen Forschern niedergeschrieben.
Zurück zum Thema. Wenn der Säugling also die Zusammenhänge weder verstehen noch lernen kann, was passiert dann? Unglücklicherweise funktioniert sein emotionales Gedächtnis schon, und zwar vom ersten Tag an. Dazu gibt es ein anderes Gedächtniszentrum, die Amygdala oder Mandelkerne. (Das hat man erst in den letzten Jahren entdeckt). Die liegen übrigens ziemlich in der Nähe vom Hippocampus in beiden Schläfenlappen im Gehirn. Und darüber werden nun all die frühen Gefühle (zunächt eben ohne den faktischen Hintergrund) peu a peu abgespeichert. Das hat die Natur deswegen so eingerichtet, daß der Mensch vom ersten Tag an mittels seiner Gefühlshaftigkeit eine primäre Bindung zu seiner Bezugsperson aufbauen kann. Das Gefühl verursacht die Bindung! (Ich weiß nicht, ob J.Bowlby, der die Bindungstheorie aufgestellt hat, auch schon so weit gedacht hat).
Wenn nun der Säugling in dieser "Arbeit" immer wieder heftig erschüttert wird, wird er in seiner Entwicklung Schwierigkeiten bekommen. Mal Schreien, ist sicher kein allzu großes Problem, die Natur hat Sicherungsmaßnahmen und Toleranzspielräume eingebaut, die aber "auszunutzen", damit das ganze Eltern-Kind-Konzept besser in unsere anspruchsvolle, normative Zeit paßt, das halte ich für unstatthaft.
Ich glaube, dieser Schwenk war nötig, um hier einmal mit ein paar alten (pädagogischen) Zöpfen aufzuräumen. Oder? Vielen Dank für Ihre Geduld beim Lesen

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/mebboard.php3?step=0&range=20&action=showMessage&message_id=30095&forum=155
Liebe Conny, in der Tat ist es so, daß je älter der Säugling wird, desto genauer nimmt er die Vorgänge in seiner Umwelt wahr. Und er fängt sich an zu sorgen um seine Sicherheit und sein Wohlergehen. Dazu bedarf es zunächst keiner schlimmen Vorerfahrungen. Diese Sorgen und Ängste sind ihm angeboren und rühren aus den Urzeiten der Menschheit her, den Zeiten, in denen es für einen Säugling tatsächlich lebensgefährlich gewesen ist, nicht bei seiner ihn beschützenden Bezugsperson zu sein. Mit Zunahme der Selbstbewußtheit werden diese Trennungs- und Verlustängste immer intensiver, und die bis dahin entstandene Bindung wird nun auf ihre Stärke geprüft. Hat man seinen kleinen Säugling aber zum Einschlafen in der Zeit davor häufig schreien lassen (oft ja nur auf den gut gemeinten Rat Unkundiger hin), ist die Stärke der Bindung nicht in dem Maße gegeben und die Angst beim Säugling größer.
Die logische Schlußfolgerung, gerade jetzt, wenn aus Entwicklungsgründen ein Phase der Prüfung stattfindet, viel Geduld aufzubringen, länger am Bett sitzen bleiben, bis der Säugling wirklich fest eingeschlafen ist und in der Nacht prompt zur Verfügung zu stehen, wenn der Säugling anfängt zu schreien. Das geht eigentlich nur beim gemeinsamen Schlafen (s. gezielter Suchlauf). Die Sicherheit, die er jetzt zusätzlich erfährt, wird für ihn zu einer guten Gewohnheit und schafft Bindungsstärke für weitere Prüfungen. Viele Grüße

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/mebboard.php3?step=0&range=20&action=showMessage&message_id=26223&forum=155
Sie dürfen Ihre Tochter überhaupt nicht schreien lassen, weder im Stehen noch im Liegen. Denn Schreien bedeutet Streß, und Streß ist erwiesenermaßen ungesund für die Hirnentwicklung und seelische Konstitution. Überdies wird Mutter-Kind-Bindung gestört und das Urvertrauen schwindet. Ihre Tochter braucht ein liebevolles Einschlafritual (gezielter Suchlauf!) zur geeigneten Zeit, wenn sie müde wird. Derjenige von Mutter oder Vater, der das Einschlafritual übernimmt, bleibt solange bei seinem Kind bis es fest eingeschlafen ist. Das Konditionierungsprinzip mit fraktioniertem Schreienlassen ist ungesund für die kindliche Seele und muß aus psychologischen Gründen strikt abgelehnt werden (s. Ferber-Methode im allgemeinen Suchlauf). Viele Grüße

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/mebboard.php3?step=2&range=20&action=showMessage&message_id=10241&forum=155
Liebe X, das hier ist kein!Schlafforum. Aber ich will Sie nicht enttäuschen.
Die "Ferber-Methode", wie auch immer genannt, ist ein Konditionierungsprogramm, das Methoden anwendet, die auch bei Tieren wirksam sind. Ein unerwünschtes Verhalten wird als falscher Reiz bezeichnet, und zwar von dem, der die Macht dazu hat. Dieser nutzt nun seine Macht dahingehend aus, daß er den "unerwünschten Reiz" mit einer unerwünschten Reaktion seinerseits koppelt. In praxi heißt das, der Erwachsene erhört das Bedürfnis nach Zuwendung des Kindes eine Zeitlang nicht, damit dieses durch in sich anwachsende Unlust sein unerwünschtes Verhalten reduziert, schließlich aufgibt. Da der Mensch ein sehr anpassungsfähiges Wesen ist, funktioniert dieses Prinzip über kurz oder lang praktisch immer. Damit das ethische Problem bei dem Zwang zu Unlust nicht allzu groß wird, wählt man geschickterweise eine zeitlich fraktionierte Methode, das System funktionierte aber auch, wenn man gar nicht hinginge zum schreienden Kind und es durchschreien ließe, womit wir wieder da sind, wo wir bereits vor 30 oder 40 Jahren standen.
Warum soll man etwas anderes, auch noch viel Anstrengenderes tun, wenn das alte Prinzip, Tür zu und schreien lassen, bis das Kind aufgibt, auch funktioniert? Kurze, lange Antwort: Weil der Mensch eine Seele hat und ihn sein Instinkt dafür weitestgehend verlassen hat. Da die Seele aber ein Unterbewußtsein (Zugang höchstwahrscheinlich das Limbische System über die Amygdala/Mandelkerne)besitzt, in das alle schmerzlichen Gefühle hinein verdrängt werden, um den Moment des Leids auszuhalten, ist sie sozusagen "nachtragend", will heißen, das Unterbewußtsein erinnert einen Menschen immer wieder, z.B. bei ähnlichen Spannungssituation im ganzen nachfolgenden Leben. Das Problem dabei ist aber, daß je weiter der Mensch im Leben sich von den Ursprüngen seiner Leidesgeschichte entfernt hat, desto schwieriger wird es für ihn durch Überlagerungen an eben diesen Ursprung noch einmal zurück zukommen, um etwas dann doch noch zu bewältigen. Folge, er leidet unterschwellig sein Leben lang, weiß teilweise nicht einmal mehr warum eigentlich und wird nun alles für ihn Nützliche tun, den Level dieses Leid möglichst tief zu halten. Dabei ist er zu Vielem bereit im Guten wie im Bösen.
Was also tun? Gehen Sie, wenn sie es nicht sowieso bei sich haben, nachts zu Ihrem Kind, wenn es wirklich weint oder gar schreit, nicht bei jedem Knüttern. Bleiben Sie einfach bei ihm streicheln es, trösten es mit Worten und Gesten, geben ihm vielleicht den Beruhigungssauger oder sein Schmusetuch/ Püppchen/Teddy und warten Sie geduldig, bis es wieder schläft. Die Aufwachzeiten werden mit der Zeit 100% immer weniger, vor allen dann, wenn Sie das Kinderbett mit im Schlafzimmer haben und gar nicht erst aufstehen müssen. Voraussetzung ist, daß das Kind gesund ist, nicht gerade Zähne bekommt, etc. Voraussetzung ist allerdings eigentlich auch, daß das Kind bei den sogenannten 3-Monatskoliken oder "Schreiattacken" in den ersten Lebenswochen auch nicht einfach hat schreien müssen, sondern getröstet und beruhigt wurde. Sehen Sie, wir reden hier über ein, zwei Jahre im Leben eines Menschen, wahrscheinlich mit seine wichtigsten (auch wenn doppelt kluge Psychologen dieses Paradigma derzeit wieder in Frage stellen). Aber der ganze "Rest" dieses Lebens wird Sie weiter und weiter beschäftigen. So, dieses statement war wohl wichtig, sozusagen ein Anti-Ferber-statement. Viele Grüße und viel Erfolg


Hallo, wie Sie bestimmt längst wissen, wird in meinem Forum die Methode des Schreien-lassens als ein frühe Form der Kindesvernachlässigung abgelehnt. Daß in der Bevölkerung immer noch die Uraltsitten der rigiden Säuglingsbehandlung grassieren, ist eigentlich beschämend angesichts der Tatsache, daß in Deutschland immer mehr Kindesmißhandlungen bekannt werden. Auf der einen Seite haben wir in Deutschland immer weniger Kinder und auf der anderen Seite werden die wenigen Kinder, die noch existieren, in ihren natürlichen Bedürfnisse vielfach mißachtet.
Ein Säugling, der schreit, hat ein elementar wichtiges und nur durch den sicheren Kontakt zur Bezugsperson zu stillendes Bedürfnis. Das kann sein Hunger, Schmerz, Angst, Gefühle von Einsamkeit und Unheimlichkeit. Schließlich kommt der kleine Mensch in eine Welt, von der er noch nichts, absolut nichts weiß. Er braucht also dringend eine ganz zuverlässige und liebevolle Bezugsperson, die ihn in diese Welt sicher begleitet. Zu ihr baut er eine lebenslange vertrauensvolle Bindung auf, die primäre Bindung. Ablehnung, Schreien-lassen, Nichtbeachten gefährdet diese Bindung nachhaltig, beeinträchtigen die Gehirnentwicklung und schaffen einen gefährlichen Boden für spätere psychische Störungen.
In meinen 3 Langtexten und in diversen Stichworten, zu finden über den gezielten Suchlauf, z.B. Säuglingsschreien finden Sie die Grundhaltungen, die hier im Forum vetreten werden und nach Möglichkeit Anwendung finden sollen. Wenn Ihnen irgendetwas beim Lesen unklar bleibt, bitte wieder schreiben. Viele Grüße

Auszüge von Dr. Posth
aus "Das emotionale Bewusstsein"
eine Hilfestellung für Eltern von Dr. Rüdiger Posth

aus
Teil 3: Loslösung, Trotz und Selbsbewußtsein

***
[…] Es kann also kein Wille sein, was der kleine Säugling in den ersten Lebensmonaten äußert. Nennen wir es zur sicheren Unterscheidung einfach nur Bedürfnisäußerung. Diese Bedürfnisäußerung ist hauptsächlich vegetativ und über bedingte Reflexe gesteuert und vom Willen eben nicht beeinflussbar, d.h. auch nicht im Sinne einer Kontrolle oder Abschwächung. Wenn der kleine Säugling also schreit, schreit er nicht, weil er etwas will, sondern weil sich in ihm ein Bedürfnis regt, das dringend befriedigt werden muss und nicht vom eigenen Willen kontrolliert werden kann! Allein die Befriedigung kann Abhilfe schaffen. […]

[…] b) die Konditionierung und das Gewöhnen
Das also müssen wir Erwachsenen bedenken, wenn wir auf das lautstarke Begehren eines Säuglings eingehen oder aus "erzieherischen" Gründen gerade nicht eingehen wollen. Es hat dem Gesagten zufolge aber keinen Sinn, bei einem kleinen Säugling Bedürfnisaufschub erreichen zu wollen, in dem man ihn nur (immer) länger schreien lässt, bis man ihm Befriedigung gewährt. Dieses auf Konditionierung fußende Erziehungskonzept ist wahrscheinlich einer der größten Fehler, den Menschen an ihren jüngsten Nachkommen ausüben. Selbst wenn durch Konditionierung ein Erfolg hinsichtlich des Verhaltens beim Säugling sichtbar wird, ist er immer auf Kosten seiner emotionalen Entwicklung zustande gekommen, denn die Frustration und der negative Stress, die gemeinsam den Konditionierungseffekt hervorgerufen haben, haben sich, wie wir oben gesehen haben, regelmäßig ungünstig auf seine weitere Hirnentwicklung ausgewirkt. Wenn wir hier von Konditionierung sprechen, tun wir das in dem Wissen, dass Konditionierung alles andere als ein Lernprozess im höheren, geistigen Sinne ist. Denn Lernen heißt verstehen, nachvollziehen und der Vernunft hinzufügen, sofern der Lerninhalt positiv zu werten ist. Kein Säugling besitzt solche Fähigkeiten. Es fehlt ihm auch vollkommen die Möglichkeit zur moralischen Wertung des Geschehensinhalts, also ob und dass es nun gut ist oder (doch) schlecht, sich dem Druck zu unterwerfen und sich nach den Wünschen der Anderen zu richten. […]

[…] Was wir in diesem Zusammenhang aus der emotionalen Integrationstheorie ableiten müssen, ist die Tatsache, dass solche Konditionierungsprozesse, und jetzt auch jeder schlechte Gewöhnungsprozess (z.B. Vernachlässigung), gegen den sich ein Säugling allerdings intuitiv wehren würde (die Erwachsenen, die Eltern tragen hierfür die Verantwortung!), einen Verlust an positiven Gefühlen anrichten und die Vermehrung von negativen Gefühlen hervorrufen. Die Auswirkungen dessen erlebt man aber nur bei extremer Negativaussetzung sofort, die üblichen Formen der Säuglingsvernachlässigung oder -missachtung treten erst später in Erscheinung , wenn sich nämlich das Selbst im Kleinkind entfaltet. Darauf kommen wir später an geeigneter Stelle zurück.
Ein allen Eltern bekanntes Argument, das häufig gegen zu frühes Reagieren auf die Bedürfnisäußerung des Säuglings vorgebracht wird, ist das des Verwöhnens. Aber wie bei der Konditionierung ist auch diese Behauptung einer Verwöhnung schnell mit den selben, oben genannten Gegenargumenten zu entkräften. Die im Verwöhnen postulierte Ausnutzung elterlicher Güte zur Befriedigung eigener Bedürfnisse, d.h. die persönliche Vorteilsnahme durch den Säugling entgegen den legitimen Rechten und Bedürfnissen der Eltern, verliert seine Grundlagen in identischer Weise in der noch unreifen geistigen Welt der kleinen Säuglings. […]


aus
Teil 1: Die Erlebniswelt des Säuglings

[…] Die eben erwähnte Reduktion der Synapsen auf die entscheidenden Verknüpfungen in der Entwicklung der menschlichen Psyche und des Geistes wird zweifelsohne durch die soziale Interaktion (das gesellschaftliche "Miteinander") von Säugling und Bezugspersonen beeinflußt. Das müssen wir uns wahrscheinlich so vorstellen, dass alle regelmäßig und zuverlässig einsetzenden Maßnahmen der Sorge und Pflege des Säuglings die Vielzahl der potenziellen Verbindungen im Gehirn auf ein zuträgliches und -sagen wir- gesundes Maß zurückstuft. Auf diesem reduzierten und geordneten Boden bauen sich dann alle wesentlichen geistig-seelischen Entwicklungsmerkmale als Charakter des Menschen auf. Im Umkehrschluß heißt das aber, dass im Falle der massiven Störung dieser "Synapsenreduktion" durch Inkonsistenz (Unzuverlässigkeit) der Bezugspersonen dem Säugling gegenüber oder durch jede Form von Vernachlässigung (evtl. auch extrem langes Schreien lassen) die überzähligen Verknüpfungen bestehen bleiben und als ständiger "Störfaktor durch ablenkende Querverbindungen" die Kindheit bis in das Erwachsenenalter hinein begleiten können. […]

[…] Eigentlich wissen wir jetzt alles, was wir wissen müssen, um das Schreien der Säuglinge zu verstehen. Das Schreien dient als Signal an die Bezugspersonen, sprich die Eltern, den in innere Not geratenen Säugling in seiner Hilflosigkeit zu verstehen und alles Erdenkliche zu tun, ihn aus dieser Lage zu befreien. Untersagt man dem Säugling diese Hilfe, gerät er in Verzweiflung und erlebt Gefühle der Panik. Der Grund, warum sich aber der Säugling häufig ganz aus einem inneren Gefühl heraus in Not befindet und nicht durch Unterlassungen der Eltern, liegt mit der Evolutiongeschichte des Menschen nun auf der Hand. Es ist das Erschrecken vor der Fremde und der möglichen Einsamkeit, in die er sich hinein begeben mußte, ein Erschrecken, das sich meines Erachtens am leichtesten als Unheimlichkeit nachempfinden läßt. Unheimlichkeit überkommt uns Erwachsene übrigens oftmals auch noch völlig unerwartet und scheinbar unerklärlich (z.B. beim Heimweh in der Fremde), und wenn es so ist, dann setzt sich in der Regel ein anderer Mensch für den Betroffenen ein und redet ihm bezogen auf diese Situation jeden Grund für das genannte Gefühl aus. Mit dieser Erklärung kommen wir nahe dran an das, was den Säugling unerwartet schreien läßt. Er "erhofft" sich in seinem Schrei aus Not das Hinzukommen eines Anderen, der Mutter als pimärer Bezugsperson[…]
[…] Ist also die Angst die Erklärung des Schreiens im frühen Säuglingsalter, dürfte die Empfehlung zum elterlichen Verhalten eindeutig sein. Wie könnte man es denn verantworten, sein aus Angst und Unsicherheit weinendes (was wäre, wenn wir nur noch von lautem Weinen redeten?), schreiendes Kind sich selbst zu überlassen? Wie könnte ein in Panik geratener Säugling durch Selbstregulation wieder zur Ruhe kommen, wo er doch weder emotionale noch kognitive Strategien besitzt, sich in dieser gefühlsmäßigen Talfahrt zu stoppen? Entsprechend lehrt die Erfahrung, dass je länger ein Säugling bereits geschrien hat, desto schwerer es ist, ihn wieder zu beruhigen. Gehen wir nun davon aus, dass die Gefühle, die beim Schreien erlebt werden und die aus Angst und Panik bestehen, im Gehirn schon zu so früher Zeit abgespeichert werden, (auf die Vorstellung vom Unterbewußtsein werde ich noch zu sprechen kommen), dann können wir uns leicht vorstellen, was der Säugling hinsichtlich seines Vertrauens in die ihn aufziehenden Personen für Gefühle entwickelt, und wie er bei jedem nächsten Überkommen von Unheimlichkeit und Angst reagieren wird. Auf welche Weise das Angstschreien sich auch ungesund auf die organische Struktur des Gehirns auswirken kann, haben wir weiter oben im Zusammenhang mit der "Synapsenreduktion" besprochen. […]
[…] Glaubt man, man könne einen kleinen Säugling dahingehend trainieren, einen höheren Grad an Frustration auszuhalten und zu ertragen, d.h. man beabsichtigt, seinen Toleranzspielraum auszuweiten und fügt ihm dazu Unlustgefühle zu, z.B. indem man ihn erst einmal eine gewisse Zeit schreien läßt, bis man sein Signal erhört, dann riskiert man, dass die in dieser Art sich unkalkulierbar auftürmenden Streßempfindungen verfestigen und als erster Erfahrungsschatz von Gefühlen in der tiefsten Seele abspeichern. Den theoretischen Ort eines solchen Speichers nennt man seit S.Freund das Unterbewußtsein. Es heißt deswegen so, weil es permanent "unterhalb" des tatsächlichen, wachen Bewußtseins arbeitet und durch normale Denkvorgänge nicht erreicht werden kann. Je stärker das Unterbewußtsein eines Menschen mit mißliebigen Gefühlen belastet ist, desto bedrohter von diesen Gefühlen ist sein weiteres Leben. […]

[…] Es ist, und damit will ich das Kapitel Schreien beenden, also ein sehr hohes Risiko, wenn man seinen kleinen, auf einen selbst extrem angewiesenen Säugling schreien und leiden läßt. Ein Risiko ist es deswegen, weil die im Säugling kulminierenden Angstgefühle durch "Verdrängung" ins Unterbewußtsein eine Hypothek für sein späteres Leben werden könnten. Ein Risiko ist es auch, weil die Ordnungsstrukturen im Säuglingsgehirn durch "Synapsengestaltung" behindert und sogar dauerhaft geschädigt werden könnten. Tröstet man den Säugling aber zügig und nach schneller Klärung der Ursache für sein Schreien, dann vermehrt man seine Gefühle von Vertrauen und Zuversicht, die sich im Säugling selbst als Gefühl von Freude und Glück ausnehmen. Dies ist der Weg zu Icherfahrung und Selbsterleben, Empfindungen, die der Säugling braucht, um aus der primären (Mutter-)bindung zur eigenen Person und Persönlichkeit zu finden. Dieses Glück kann man in den Augen seines Säuglings unmittelbar ablesen und miterleben! […]

[…] Zwar kann man einen Säugling wie einen Hofhund auf gewisse Verhaltensweisen konditionieren, aber das Ergebnis eines solchen Vorgangs ist kein Lernprozeß im eigentlichen Sinn. Denn Lernen ist einsichtiges Verstehen von lebenswirklichen Grundstrukturen und deren zweckmäßiges Anwenden. Lernen wird somit zu einem unumstößlichen Bewußtseinsanteil des menschlichen Gehirns, welcher erst durch einen Umdenkprozeß revidiert werden kann. Konditionierung ist dagegen ein reiner Automatismus, unverstanden vom konditionierten Individuum […]
***

Beitrag von koerci 27.04.10 - 10:50 Uhr

Vielleicht sollte urbia das mal festpinnen ;-)

Beitrag von julia.hufnagel 02.05.10 - 23:14 Uhr

<< Er wacht auf in dem sinnlosen Schrecken der Stille, der Bewegungslosigkeit. Er schreit. Sein kleiner Körper brennt von Kopf bis Fuß vor Bedürfnis, Verlangen, unaufschiebbarer Ungeduld. Er schnappt nach Luft und schreit, bis sein Kopf nur noch ein einziges Pochen ist. Er schreit, bis seine Brust schmerzt, bis sein Hals wund ist. Er kann den Schmerz nicht mehr ertragen und sein Schluchzen lässt nach und klingt ab. Er lauscht. Er öffnet und schließt seine Fäustchen. Er rollt seinen Kopf hin und her. Nichts hilft. Es ist unerträglich. Er beginnt wieder zu weinen, doch es ist zu viel für seinen überanstrengten Hals; bald hört er auf. Er rudert mit den Ärmchen, und tritt mit seinen Beinchen. Er hört auf, leidend, unfähig zu denken. Er lauscht. Dann schläft er wieder ein. <<

Ich find das so fürchterlich, dass ich direkt heulen musste.
Auch wenn mein Baby weint, dann weint es in MEINE Arm.
Vielleicht muss er sich mitteilen und mir erzählen, dass die Welt jetzt gerade mal scheiße ist. Aber das soll er in meinem Arm, er soll spüren, dass ich für ihn da bin, dass er nicht allein ist.

An die "Ferberer":
Wie kann man da noch ruhig im Nebenzimmer sitzen und TV sehen, wenn man diesen Text gelesen hat?


Julia + Noah (*09.12.09)

Beitrag von perserkater 27.04.10 - 11:03 Uhr

Die gute ayshe hat ja alles geschrieben.

Ich würde mir einen anderen Kinderarzt suchen und vorher bei dem anderen vorbei gehen und ihm genau sagen, warum ich nicht mehr komme. Das muss endlich aufhören, dass Eltern so verunsichert werden und zur Quälerei geraten wird. Was sollen denn da für Menschen heranwachsen die so früh im Stich gelassen wurden.
http://www.eltern.de/kindergarten/erziehung/tyrannen.html

LG

Beitrag von gindigandi 27.04.10 - 11:13 Uhr

Ich muß ehrlich sagen je länger ich darüber nachdenke desto schlimmer finde ich das. Ich werde ihn auf keine Fall schreien lassen...

Beitrag von perserkater 27.04.10 - 11:18 Uhr

Es gibt immer einen anderen Weg, auch wenns mühsam ist es lohnt sich, für euch und euer Kind. Ich weiß jetzt nicht, was genau das Problem ist, auf dem Arm einschlafen oder so nicht wahr?
Dann leg dich zusammen mit ihm ins Bett und bleibe so lange bei ihm wie er es braucht. Er muss sich erst umgewöhnen und klar, ganz ohne Tränchen kann ich dir nicht versprechen. Das entscheidende aber ist, dass er nicht alleine diese Veränderung durchmachen muss. Und es wird klappen, bestimmt. Wenn er das eine aufgeben muss aber von der Nähe zu Mama/Papa nicht beschnitten wird dann wird er es auch akzeptieren, anders einzuschlafen.

Alles Gute

Beitrag von gindigandi 27.04.10 - 11:28 Uhr

Er schläft nur auf meinem oder Papas Arm ein. Wenn wir ihn dann in sein Bettchen legen wacht er sofort wieder auf. Auch tagsüber ist er fast immer auf meinem Arm. Mag schon gar nicht mehr zur Toilette...Ich denke aber wir bekommen das hin. Er ist ja erst 6 Wochen und wir lernen täglich voneinander...

Beitrag von summersunny280 27.04.10 - 11:52 Uhr

Ich finde es persönlich wichtig das babys in ihrem bettchen schlafen . Das man das von einem neugeborenem nicht erwarten kann ist ja jedem klar.
meine maus hat anfangs nach bedarf auch bei mir auf der brustgeschlafen.
Aber ich fing von anfang an an sie daran zu gewöhnen auch alleine schlafen zu können. das ist halt eine übungs sache.
Man sollte nichts erwarten keine hektik ausüben und einfach ruhig bleiben.
Wir fingen damit tagsüber an .....man kann da mit der couch zb. anfangen, das das baby bei einem einschläft man es dann vorsichtig auf die couch legt ,natürlich gesichtert damit es nicht runterfällt. und man dann weg geht,in diesem raum dann wäsche zusammen legt oder sonst was tut.
stellt das dann kein problem mehr da erweitert man es zb. durch die wiege oder baby bett je nachdem.
Ich hab sie auch im wachen zustand in ihr bettchen gelegt damit sie sich an die umgebung gewöhnt.
Man braucht ein kind nicht schreien lassen um ihm beizubringen alleine zu schlafen.
Geduld und ausdauer ist da gefragt.
Unsere maus schläft total gerne in ihrer wiege.
sie schreit regelrecht danach rein zu dürfen.
Sie strampelt, lacht und freut sich .
Weinen tut sie nur wenn ich mal den schnuller vergessen hab. Aber dann schläft sie friedlich ohne angst-schrei und ärger.

Viel Glück

Beitrag von perserkater 27.04.10 - 11:59 Uhr

Es klappt aber nicht bei allen Babys#aha und nicht jeder findet das Bestreben wichtig, sein Baby müsse alleine ein- und in seinem Bettchen schlafen.
Aber so individuell Babys sind sind es auch die Eltern. Da müssen sich alle mit der Situation wohl fühlen.

Beitrag von summersunny280 27.04.10 - 13:01 Uhr

das glaub ich gar nicht . meine tochter liegt morgens auch bei mir und kuschelt . ich weiß wie es ist wenn das baby bei einem liegt ........so kann kein mensch in ruhe schlafen , ich nicht und das kind auch nicht.
Jedes kind kann schlafen, bei dem einen ist nur mühsamer als bei dem anderen.
Das bestreben ist schon wichtig nur ist der weg für manche zu mühsam und da bietet sich der einfache ja soo schön an.

Beitrag von perserkater 27.04.10 - 14:51 Uhr

Was ist am einfachen Weg verkehrt? Wird es doch so schon immer gemacht. Es sich selber zu kompliziert zu machen oder den gesellschaftlichen Normen hinterher eifern (ein Baby gehört in sein Bett usw) finde ich unfair dem Baby gegenüber.

Gitterbetten gibt es erst seit knapp 150 Jahren.;-) Modeerscheinung, ne ziemlich schlechte noch dazu.

Und zum gemeinsamen schlafen:
http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-mckenna-studie_familienbett.shtml

Wenn du das co-sleeping mit morgentlichen kuscheln vergleichst glaub ich dir, dass du das nicht glauben kannst.

LG die #katze mit 2 Kindern im Bett#ole

Beitrag von hailie 27.04.10 - 21:38 Uhr

#pro#pro#pro

Beitrag von summersunny280 28.04.10 - 13:02 Uhr

Ne sie hat durchaus auch ne weile bei mir geschlafen ....Neugeboren ,sagt keiner was.

Aber wenn ich hier lese das Kinder angefangen von 1-4,5,6 Jahren noch im Bett der Eltern schlafen dann kann ich nur den Kopf schütteln.
Und ehrlich gesagt tun mir diese Leute und Kinder leid .
Unmöglich das man so in RUHE schlafen kann.....und dann noch mit mehreren Personen.......glaub ich im leben nicht.
Meine hatten noch ne Schlafprobleme ,das ist eine Zone die man schützen sollte und ich hab in dieser Schlafzone einfach nichts zu suchen ...genauso wenig wie die in meiner.
Wir haben ein TÄGLICHES miteinander mit allem Pi Pa Po.
Und ich finde nachts sollte jeder mal seine Ruhe haben.
Geborgenheit ,Liebe und Fürsorge kann ich einem Kind auch geben wenn es nicht bei mir schläft ....ich bin deshlab keine schlechte Mutter wenn es nicht bei mir schläft.
Von dem ganzen mal abzusehen gibt es auch immer noch ein EHELEBEN ein miteinander zu zweit.
Da haben auch mal Kinder einfach nichts verloren.
Dafür ist der ganze Tag da .
Es muss in 24 Stunden auch mal ne Zeit geben wo Mann und Frau einfach mal Eins sein können,mal für sich mal miteinander. Und ich finde die Nacht bietet sich da gut an ....jeder kann neue Enerigie schöpfen.

Kinder sind eine Lebensaufgabe nicht eine Lebens Aufgabe#aha


Beitrag von ayshe 28.04.10 - 21:51 Uhr

ja, 6 wochen, das ist echt nichts, gerade erst geboren eben.

da schlief meine tochter sowieso nur beim stillen ein.
tagsüber habe ich auch immer verswucht, sie mal abzulegen, damit ich mich bewegen kann, ins bad oder sonstwas, aber das hat auch meist nicht geklappt, sie wurde schnell wach.
und so habe ich mir um das sofa alles beeit gestellt, bücher, essen, tee, telefon usw. wenn sie im stillkissen einschlief, dann war es eben so.

weißt du, es ändert sich echt alles, wenn sie älter werden.

Beitrag von schnabel2009 27.04.10 - 12:22 Uhr

Das ist garnicht nötig.....
Ich habe meine Jungs einfach jeden abend nach einem bestimmten Ablauf in ihr Bett gelegt. Haben sie geweint, so habe ich mich daneben gesetzt und das Händchen gehalten und getröstet. Haben sie gebrüllt, so habe ich sie wieder rausgenommen, geschuckelt etc.
Inzwischen jubelt mein Kleiner (17W) wenn ich ihn in sein Bett lege, trifft er doch seine alten Kumpels das Mobile und das Kuschelnilpferd wieder *lol*
Schreien lassen braucht man nicht, wenn man die Kinder frühzeitig und über einen längeren Zeitraum an gewisse Umstände gewöhnt.

LG schnabel

Beitrag von qrupa 27.04.10 - 12:25 Uhr

Hallo

für mich gehört das zu den Dingen die ohne größten Notfall NIE in Frage kommen würden. So geht man mit Menschen, die sich nicht selber helfen können einfach nicht um! Stell dir mal vor du bist 70,80,90 Jahre alt kannst dir nichtmehr selber helfen und irgendeine Pflegerin kommt und sagt "Pech gehabt Frau x jetzt ist Schlafenszeit", wenn du ein dringendes Bedürfnis hast.

Babys kommen nicht zur Welt und denken sich als erstes "mal sehen wie ich meinen Eltern das Leben zur Hölle machen kann". Ich will meine Kinder "artgerecht" aufwachsen lassen. Und das bedeutet auch bei ihnen zu sein und zu trösten wenn sie das brauchen.

LG
qrupa

Beitrag von mother-superior 27.04.10 - 12:59 Uhr

Hey,
das hat meine Ärztin auch gesagt, ich werd es trotzdem nicht machen! Sie sagte ich solle mir jkksl kaufen...nööö mach ich nicht...

;-)

Liebe Grüsse
Sonja

Beitrag von miriamama 27.04.10 - 13:07 Uhr

Es hat GUTE Gründe wieso du dein Kind nicht weinen lassen kannst und die sind auch berechtigt!!

Niemand sollte sein Kind weinen lassen, erst recht nicht wenn es erst 6 Wochen alt ist. Es sollte der Zeit noch nach deinem Kind gehen und nicht danach was ein KiA oder so zu dir sagt. Man muss nicht an allem rumdoktorn, sondern es so hinnehmen wie es ist. Wenn das Kind DEUTLICH älter ist, kann man VERSUCHEN Dinge zu ändern, aber dafür muss das Kind auch dein Handeln verstehen und das kann es in dem Alter noch nicht.

Also, mach so, wie du es für richtig hälst.

LG! Miriam

Beitrag von 221170 27.04.10 - 21:45 Uhr

Das ist soooo einfach.
Du sagst jetzt schon:" Das bringe ich bestimmt nicht übers Herz".

Na dann.....ist doch leicht.

Immer schön auf die Stimme hören, sie sagt immer das richtige.