Taschengeld in Parntnerschaft

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von *kohle* 27.04.10 - 10:59 Uhr


Hallo Forum!

Wie handhabt ihr das mit "Taschengeld" für persönliche Ausgaben in Eurer Parnterschaft wenn:

- einer arbeiten geht und grob 2000 netto im monat nach hause bringt

- der andere keinen job hat (und den haushalt in manchen dingen mehr schlecht als recht weil nicht besonders freiwillig macht)

- und die jobbemühungen zwar da, aber nicht besonders enthusiastisch sind?

wer kriegt wieviel?

lg

*kohle*

Beitrag von kathi.net 27.04.10 - 11:04 Uhr

Gar nicht. Mit so jemandem könnte ich keine Partnerschaft führen.

Wie lange hält dieser Zustand denn schon an? Sind beide verheiratet?

LG Kathi

Beitrag von *kohle* 27.04.10 - 11:20 Uhr


hi,

der zustand ist jetzt ca ein gutes jahr so. nicht verheiratet.

eine sache ist im augenblick aber noch anders: die angesprochenen 2k euro sind noch zukunftsmusik (kommen aber im laufe des jahres), im augenblick gibts für den nicht-verdiener noch vom staat kohle. das würde dann wegfallen.

vielleicht sollte man noch erwähnen:
kochen & küche organisieren: tadellos
wäsche (außer bügeln): geht
putzen: ähhh, mittelprächtige katastrophe

kinder: alles ok

lg

Beitrag von kathi.net 27.04.10 - 11:39 Uhr

Also hat der Nicht-Verdiener die Kinderbetreuung übernommen und schmeißt den Haushalt??? Was macht den der, der zukünftig mal 2000 € verdient, im Moment?

Beitrag von *kohle* 27.04.10 - 11:42 Uhr


der arbeitet in teilzeit, macht daneben eine berufliche fortbildung und erledigt die dinge im haushalt+kinderbetreuung, die der andere nicht tut.

lg

Beitrag von petra1982 27.04.10 - 14:12 Uhr

Na wenn sie den Haushalt und Kinder macht, würde ich da nicht rumdiskutieren, ich denke auch ohne ´Trauschein ist man doch eine Familie oder nicht? mein mann und ich arbeiten zwar beide aber das geld wo rum kommt ist unser beider Geld, nicht seins und meins obwohl er weit mehr als ich verdiene verdient

Beitrag von anyca 27.04.10 - 11:14 Uhr

Entweder man ist ein gleichberechtigtes Team oder nicht - sprich, entweder jeder bemüht sich gleichermaßen um das Wohlergehen der Familie und kriegt dann auch gleich viel Taschengeld oder man läßt die Sache.

Beitrag von nina_1981 27.04.10 - 11:20 Uhr

Keiner bekommt Taschengeld! Das hat nix damit zu tun, ob man den Haushalt macht oder nicht. Es ist alles unser Geld und da darf ich genauso drüber verfügen wie mein Mann, das war im Übrigen auch schon vor unserer Heirat so.
Als ich mit den Kindern zuhause war (also kein eigenes Geld verdient habe), ist sowohl sein Gehalt, als auch "mein" Erziehungsgeld auf ein und dasselbe Konto gegangen und jeder hat sich das genommen, was er brauchte...
Ich fände es ganz fürchterlich, wenn ich bei meinem Partner um Geld "betteln" müsste, um mir zum Beispiel Kaugummis oder Haarshampoo oder sonstwas für Kleinigkeiten kaufen zu können...

Beitrag von bergle85 27.04.10 - 11:23 Uhr

Hallo,

also derjenige der Zuhause bleibt, egal aus welchem Grund (Arbeitslos, Kinder...) bekommt ja auch ein bisschen Geld, oder????????

Also als ich vor einem Jahr 8 Monate Arbeitslos war, hat mein Partner die Miete komplett alleine übernommen, ich habe aber meine Sachen, also Auto und sonstiges, komplett selber bezahlt. Das wollte ich auch so. Ich habe auch die Einkäufe für uns gemacht. Das war für Ihn so ok, dass er halt in der Zeit 250 Euro mehr miete bezahlen muss, ich aber sonst alles selber bezahlt hab.

So würde ich das immer regeln. Das wird bei uns auch so sein, wenn das mit dem KIWU klappt und ich dann zuhause bin. Er nimmt mir meinen Teil von der Miete ab, aber den Rest bezahle ich so gut es geht natürlich selber. Und der Haushalt ist MEINE sache!! Das ist er aber jetzt auch wo wir beide Arbeiten.

Lg

Beitrag von *kohle* 27.04.10 - 11:36 Uhr


nachträge:

gleichermaßen Bemühen um das Wohlergehen der Familie: in vielen Dingen funktionierts, in manchen nicht.

gemeinsames Konto: der verdienende Teil ist der Meinung, dass der Nicht-Verdiener nicht manchen Dingen nicht so besonders gut mit Geld umgehen kann.

und derjenige, der zuhause bleibt, würde bei der Konstellation tatsächliche keine eigenen Einkünfte haben.

was wäre also tatsächlich rein für die eigenen Bedürfnisse fair/angemessen oder was auch immer? Also ohne sämtliche Lebenshaltungskosten (von Miete bis Lebensmittel)?

lg


Beitrag von unilein 27.04.10 - 22:38 Uhr

Also wenn ein Partner nicht gut mit Geld umgehen kann, dann wäre wohl der Weg am besten, dass ihr beide einen kleinen (gleich großen) Teil des Einkommens als Taschengeld zur Verfügung habt, den ihr auf den Kopp kloppen könnt, ohne Rechenschaft abzulegen. Der (deutlich größere) Rest des Geldes wird für notwendige Ausgaben hergenommen und alles übrige für gemeinsame Anschaffungen, Urlaub oder Notfälle gespart. So kann dein Partner nicht alles Geld verjubeln, ihr seid aber trotzdem gleichberechtigt.

Beitrag von joy1975 27.04.10 - 11:46 Uhr

Generell sollte alles Geld schon gemeinsames Geld sein, wenn einer die Kinder hütet etc., der andere arbeiten geht. Da würde ich dann kein Taschengeld zuteilen, sondern beide Seiten sollten in der Lage sein, verantwortungsbewußt mit dem Familieneinkommen umzugehen.
Ich habe eher den Eindruck, Du bist mit der Haushaltsleistung Deines Partners (Putzen!) unzufrieden.
Laß Dir sagen, selbst wenn man sich so aufteilt, kann vielleicht trotzdem nicht einer alles machen, zumal es Dinge gibt, die man auch "hassen" kann.
Bei uns ist es z.B. auch so, dass mein Mann nicht mehr arbeitet (hat es finanziell nicht nötig). Er macht den Haushalt. Küche, Einkaufen, Wäsche, Außenanlagen, mal staubsaugen, aber nicht putzen.
Er hasst es einfach und ist dabei auch eine Katastrophe. Der Dreck muß sich schon vor ihm auftürmen, sich oben noch ein Fähnchen reinstecken und laut "HIER bin ich!" brüllen, damit er ihn sieht.
Ist einfach so, also mache ich das.

Vielleicht solltet ihr nochmal über die Verteilung der Haushaltspflichten sprechen. Wenn er sich gut um die Kinder, Küche und Wäsche kümmert, ist das doch auch schon was.

Beitrag von *kohle* 27.04.10 - 12:40 Uhr


die putzerei fällt tatsächlich nicht zu meiner zufriedenheit aus - woher auch, sie ist ja gar nicht vorhanden :-p

ich sollte das allerdings wirklich losgelöst betrachten. die ist außerdem keineswegs das größte problem. das größte problem ist das finanzielle gebahren.

"beide Seiten sollten in der Lage sein, verantwortungsbewußt mit dem Familieneinkommen umzugehen."

dieses verantwortungsbewußtsein war bis jetzt nicht vorhanden. geld ansparen ist ein fremdwort!

lg

*kohle*

Beitrag von joy1975 27.04.10 - 13:02 Uhr

ok, DAS wäre für mich ein Problem.
Wir müßten zwar beide nicht so super sparen, gehen aber trotzdem sehr verantwortungsbewußt mit Geld um. Überflüssiger Schickimicki kommt uns nicht ins Haus, einfach weil wir es selber nicht wollen, nicht weil wir die Reaktion des Partners fürchten.
In dem Fall würde ich auch Geld zuteilen.
Hat meine Mutter übrigens lebenslang bei meinem Vater gemacht. Kannte das gar nicht anders, als dass er ebenfalls, wie wir Kinder, Taschengeld bekam.

Beitrag von ich nehm mir 27.04.10 - 11:58 Uhr

Bei uns gibt es kein Taschengeld. Bei uns gibt es auch einen Alleinverdiener und eine Hausfrau und beide haben uneingeschränkt Zugriff aufs Konto. Und da gab es auch noch nie Probleme.

Beitrag von frieda05 27.04.10 - 12:12 Uhr

Das liebe Geld... - der schnöde Mamon #rofl

Grundätzlich sollte, wenn ein Part zu Hause die Sache schmeißt, während der andere den monetären Teil ranschafft ein gewisses "unser Geld" die Ausgangslage sein. Wenn, wie hier angedeutet, der zu Hause agierende Teil allerdings sich als unfähig erweist, die finanzielle Lage gut zu beurteilen und aufgrund dessen deutlich über die Stränge schlägt, würde ich persönlich diesem ein fröhliches "P" vorsetzen.

Ich gehe doch nicht den ganzen Tag arbeiten, mach und tue und wenn ich mit meiner EC-Karte bei Karstadt stehe kommt ein "April, April" - keine Akzeptanz . Nö - echtnicht. Wenn sich ein Partner als unfähig erweist mit Geld umzugehen, dann gibt es das zugeteilt, jedenfalls wenn es sich um das von mir Erworbene handeln würde. Dies wäre allerdings unabhängig von der Tatsache, ob ich mit dessen "Diensten am Schmutz" vollständig zufrieden wäre, oder nicht - dies wäre seperat zu klären.

Was angemessen ist, und was nicht, liegt a) im Ermessen des Betrachters und b) richtet dies sich nach der allgemeinen Einnahme-Ausgabe-Situation. Hier gibt es keine Pauschallösung, da auch unterschiedliche Schmerzgrenzen bestehen.

GzG
Irmi

Beitrag von *kohle* 27.04.10 - 12:51 Uhr


"Wenn, wie hier angedeutet, der zu Hause agierende Teil allerdings sich als unfähig erweist, die finanzielle Lage gut zu beurteilen und aufgrund dessen deutlich über die Stränge schlägt, würde ich persönlich diesem ein fröhliches "P" vorsetzen."

klär mich auf, was ist ein fröhliches "P" #kratz

du hast richtig verstanden. in finanziellen dingen ist er teilweise äußerst unvernünftig. bei den alltäglichen ausgaben gibt es kein problem. aber bei den größeren. da kommen ihm immer 'so gute ideen'. und es ist ganz wunderbar, wenn du von einer dienstreise nach hause kommst, und es heißt "schatzi, ich muss dir was erzählen" und du dir anschließend anhören kannst, das das geld, welches für die stromnachzahlung, das neue fenster und die neuen winterreifen weggelegt wurde, ganz einfach WEG ist :-[ und das war nur die letzte aktion einer ganzen reihe ....

im augenblick denke ich an in etwa 100 euro im monat taschengeld. das wäre zugleich auch der betrag der mir bleiben würde.

ach mist, warum muss ich über solche dinge auch nur nachdenken?

lg

kohle

Beitrag von ug2712 27.04.10 - 14:28 Uhr

Das kommt drauf an, was ihr für feste Ausgaben habt und wofür ihr spart. Ich würde erstmal einen Kassensturz machen und dann schauen, was im Monat wirklich übrig ist (also nach den Rücklagen) und dann geht das durch 2.
Die von dir genannten € 100 finde ich passend.

Beitrag von frieda05 27.04.10 - 15:13 Uhr

Jemandem ein "P" vorsetzen, bedeutet:

einer Sache Einhalt gebieten, etwas verhindern, quasi ein "Stoppschild" aufstellen.

Beitrag von goldmannchen 27.04.10 - 12:37 Uhr

hallo...
also ich wohne mit meinem freund zusammen und mit meinem kind.
da ich bißchen mehr hab als mein freund,bezahle ich die wohnung,er dafür den ganzen monat lebensmittel.
er bekommt am ersten geld und ich am 15ten...das passt immer ganz gut,wenn seins alle ist,kommt meins.
wenn einer von uns geld braucht dann fragt er einfach den anderen.ich hab auch sein konto und pin....
alles kein problem;-)

Beitrag von dominiksmami 27.04.10 - 13:38 Uhr

Taschengeld gibts bei uns überhaupt nicht.

Mein Mann geht arbeiten, ich mache zu Hause so gut wie alles ( und das gern und gut) und wir eben Geld...so einfach ist das.

Beitrag von theda 27.04.10 - 13:42 Uhr

Hi,

wer zuhause bleibt bei den "kleinen" Kindern, kann nichts verdienen.(soetwas wurde vor der Entbindung geklärt)
Er muss von seinem Partner mit unterstützt werden. Dann gibt es kein "Dein Taschengeld". Es wird zusammen gehaushaltet.
Wenn allerdings einer zuhause bleibt, obwohl z. B. schulpflichtige Kinder (also den vormittag ausser Haus)hat, bin ich der Meinung, das die Person sich einen Job suchen sollte.
Ansonsten muss man sich nicht wundern, wenn man vom Partner für seine Faulheit nicht entlohnt wird.

VG

Beitrag von *kohle* 27.04.10 - 14:18 Uhr


"wer zuhause bleibt bei den "kleinen" Kindern, kann nichts verdienen.(soetwas wurde vor der Entbindung geklärt)"

wurde es bei uns auch. und da hies es klassisch: papa vollzeit, mama vorläufig teilzeit.

dann kam eine arbeitslosigkeit dazwischen. ich bin mit dem lebensmodell "alleinverdiener" grundsätzlich aber nicht einverstanden. und habe zugleich angst, dass das zu einem dauerzustand wird.

und wenn dann noch ein partner dazukommt, der sich manchmal finanziell nicht im griff hat (und wenn dann ordentlich), da ist für mich die frage: was tu ich am besten?

lg

kohle

Beitrag von theda 27.04.10 - 14:34 Uhr

klare Ansage machen!er muss arbeiten gehen bzw. sich welche suchen, und wenns auch nicht in seinem erlernten beruf ist!
oder trennen, doch das ist wohl die letzte Möglichkeit..

Lg

Beitrag von *kohle* 28.04.10 - 15:10 Uhr


"klare Ansage machen!er muss arbeiten gehen bzw. sich welche suchen, und wenns auch nicht in seinem erlernten beruf ist!"

klare ansagen hats schon einige gegeben. nur die taten sind noch nicht gefolgt. 'irgendeinen job annehmen' -> dazu liegt er noch zuwenig auf der schnauze. ich glaub, dass kommt erst in frage, wenn die staatliche unterstützung wegfällt und tatsächlich kein geld mehr am konto eintrudelt.

trennen möchte ich mich ja eigentlich nicht. schließlich gibts ja auch noch (viele) positive seiten :-)

aber als "letzte möglichkeit" denk ich halt daran, bei den finanziellen dingen einen rahmen zu setzen, damit
- keine dummheiten mehr passieren
- der druck erhöht wird

lg

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