Meinem "Sensibelchen" ist einfach alles zu laut! Bitte Hilfe!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cherry19.. 27.04.10 - 11:16 Uhr

hallo liebe mamis,

so langsam verzweifel ich mit meinem sohnemann. er ist vor ein paar tagen drei geworden. er geht seit september in den kindergarten. anfangs fand er es megatoll. dann kam der wechsel von der minigruppe in die "normale" gruppe. da ist er seit januar. anfangs war er oft krank. den ganzen februar war er aufgrund krankheit und paukenröhrchen-op nicht. regelmäßig geht er jetzt seit februar ohne krankheitszwischenfälle. er geht von halb neun bis halb eins. ihm gefällt es nicht. ihm ist es zu laut in der gruppe. es sind fast 30 kinder in einer gruppe und er findet halt noch keinen anschluss. mein kind geht nicht selbst auf andere kinder zu. er hat teilweise regelrecht panik vor anderen kindern. ich versuch natürlich ihm gut zuzureden, aber er weint jeden morgen. heut war es gaaaaanz schlimm. ich weiß nimmer weiter. was soll ich tun? ich mein, es ist im kindergarten nunmal teilweise laut. das gehört ja dazu. noch n bsp: wenn ein fremdes kind laut losweint, weint er sofort mit, weil er mit der lautstärke nicht klar kommt! auch so, wenn laute geräusche sind, kommt er auch gleich zu mir und weint. sollte er lieber länger gehen. viell. von neune bis zwei, damit er länger dort ist und sich schneller integrieren kann? daheim ist er gar nicht so. da schreit und hüpft und rennt er auch umher. nur woanders ists eben ganz anders. er hat, wie gesagt, regelrecht panik, wenns lauter zugeht. was soll ich denn nur tun??!!!

danke für jede hilfe! :-(

ahso: ich habe selbst festgestellt draußen, wenn ich mit ihm gemeinsam auf andere kinder zugehe, gehts manchmal. aber auch das nur gaaaaaaaanz schwierig. danach freut er sich aber drüber und fand das gemeinsame spielen schön. ich hab der kindergärtnerin auch gesagt, sie solle doch mit ihm gemeinsam mal mit zu den anderen kindern, da er nur alleine spielt und von sich aus def. nicht den ersten schritt tun wird, da die angst einfach noch zu groß is.

bitte helft mir!

Beitrag von cherry19.. 27.04.10 - 11:29 Uhr

achso. noch was. er ist sehr weit für sein alter. er spricht besser, als manch 4-jährige. auch zusammenhänge deutet er sehr gut, was mich manchmal echt staunen lässt. ich möchte nicht als sonstwer jetzt hingestellt werden, aber es gibt doch hochbegabte kinder. wie findet man raus, ob das eigene es ist und DAS vielleicht der grund ist? ich könnte mir bei ihm - ohne hochnäsig wirken zu wollen - sehr gut vorstellen, dass er zu solchen kindern zählen könnte.

Beitrag von lunasxx 27.04.10 - 11:44 Uhr

Hallo Du,

schwierige Frage. Gibt es ggf. die Möglichkeit in eine kleinere Einrichtung zu wechseln. Mit Renée (wird im Nov 3) wurde mir geraten einen eher kleinen Kindergarten zu suchen, damit sie nicht untergeht unter den anderen schon etwas älteren Kindern (in München ein Spaß zu suchen *seufz*).

Wenn das nicht geht, vielleicht würde es auch helfen ein paar Kinder mal zu euch nach Hause einzuladen. Dann hätte er im kleinen Kreis die Möglichkeit Kontakt zu knüpfen.

Viele Grüße

Kerstin

Beitrag von sandra1610 27.04.10 - 12:17 Uhr

Eine Gruppe von 30 Kindern ist für einen gerade 3jährigen zu viel! Noch dazu wenn es ein sensibles Kind ist wie dein Sohn. Bei uns ist die Kinderhöchstzahl 25, wenn 2,5jährige in der Gruppe sind, 20 Kinder.
30 Kinder find ich schon heftig!

Gibt es die Möglichkeit in eine kleinere Gruppe, in einen anderen Kiga zu wechseln?

Sprich auch mal mit eurem Kia drüber. Es könnten auch Wahrnehmunsstörungen sein, wenn er auf Geräusche und Lärm so empfindlich reagiert. Möglicherweise hat er dadurch Probleme, diesen Lärm richtig zu verarbeiten - es dringt sozusagen ungefiltert zu ihm durch. Das sollte aber von einem Fachmann festgestellt werden (in einem SPZ - Sozialpädagogisches Zentrum). Ehrlich gesagt klingt es für mich ein bißchen danach...

lg, Sandra

Beitrag von cvalda 27.04.10 - 12:37 Uhr

Hallo,

das könnte meine Tochter sein, die Du da beschreibst! Grundsätzlich kann ich Dir folgendes Buch empfehlen:

http://www.amazon.de/Das-hochsensible-Kind-Verlag-Redline/dp/3636063561/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1272364534&sr=8-1

Das war hier einmal empfohlen worden. Man lernt, sein Kind besser zu verstehen.

Meine Tochter mag auch lieber die ruhigen Phasen im Kindergarten. Ich lasse sie z. B. an manchen Nachmittagen bewusst länger dort, an denen es dort leerer ist (der Dienstag ist bei uns so ein Tag).

LG
Cvalda

Beitrag von guldamar 27.04.10 - 12:46 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist vier und auch sehr geräuschempfindlich. Das bin ich auch, ich mag keine laute Musik, lärmende Menschenmengen, lautes TV, ich bin gern mal allein und geniesse die Ruhe.
Mein Sohn ist um sieben der erste im Kindergarten und er mag diese Ruhe mit noch ein oder zwei anderen Kindern bis dann ab halb acht die Hölle los bricht...
Im Urlaub hab ich ihn erst um acht hingebracht, da war er total unglücklich." Es wäre so laut und voll gewesen."
Mein Sohn und ich sind beides sehr lärmempfindlich aber ich kann bei uns beiden definitiv ausschliessen, daß wir hochbegabt sind. Das hat nix miteinander zu tun. Und ich würds ihm auch nicht wünschen!

LG
Gul Damar

Beitrag von bine3002 27.04.10 - 13:26 Uhr

Es ist nicht ungewöhnlich, dass kleine Kinder mit zu vielen Menschen überfordert sind. Sie nehmen ja ihre Umgebung noch ganz anders wahr und "studieren" das Verhalten anderer ganz genau. Und einige tun das intensiver als andere. Wenn aber alle durcheinander schreien, ist das nur schwer möglich.

Das Mitweinen könnte auch auf eine hohe Empathie hindeuten. Vielleicht ist dein Sohn kognitiv weit und kann sich deswegen gut in das andere Kind hineinversetzen. Er leidet praktisch mit.

Wie auch immer: Gib ihm Zeit. Bei meiner Tochter hat die Eingewöhnung gut 3 Monate gedauert, obwohl es anfangs ganz gut aussah. Versuch vielleicht hier und da mal andere Kinder einzualden. Und selbst wenn dir jetzt spontan noch kein Kind einfällt... egal, meist sind die anderen Kinder immer sehr interessiert an den "Neuen". Such vielleicht ein älteres Kind aus, das Du dann auch etwas "anspitzen" kannst auf deinen Sohn aufzupassen.