Patchworkgeschwister - wie sag ichs ihnen?

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von liesa41 27.04.10 - 11:50 Uhr

mein verlobter und ich waren als teenager schon mal zusammen. das war große liebe. leider ging die beziehung durch ausbildung und große entfernungen kaputt.
nach 23 jahren haben wir uns wieder getroffen - und es war wieder die große liebe ( oder immernoch?)
seine ehe war zwar bereits gescheitert - aber er hatte sich noch nicht getrennt. das hat er nach unserem wiedersehen aber ziemlich schnell getan und wir sind zusammen gezogen. seine töchter sind 14 u 17 jahre alt. gerade die jüngere hat viele probleme damit. er versucht, so viel wie möglich für die beiden da zu sein.
für die mädels ging alles viel zu schnell - das ende der ehe, unser zusammenziehen - alles in nichtmal einem jahr.
jetzt bin ich schwanger - was nicht geplant war, aber ok ist. da die jüngere im moment sowieso schon rumzickt, hat er große angst davor, seinen töchtern das zu sagen.
wie kann er ihnen das am besten beibringen? wer hat erfahrung mit so einer situation?
morgen hat die jüngere geburtstag - bei der gelegenheit will er nochmal versuchen, die wogen zu glätten. damit erstmal einen basis hergestellt ist. er hat fürchterliche angst, seine töchter zu verlieren.

Beitrag von daisydonnerkeil 27.04.10 - 13:35 Uhr

Hallo,

mein Partner hat zwei Töchter (14+16), die die Hälfte der Zeit bei uns leben. Wir versuchen auch ein gemeinsames Kind zu bekommen. Ich war im Herbst schwanger (leider mit FG). Ich wollte die Kinder eigentlich nicht so früh über die Schwangerschaft informieren. Aber mein Freund hat gedrängt, dass wir es früh sagen, damit sich sie Kinder früh einbezogen fühlen. Dass das Kind nicht nur UNSER Ding ist, sondern auch IHR Ding. Es war für mich zum Beispiel auch klar, dass das Kind auf jeden Fall den Namen des Vaters bekommt, damit es so heißen würde wie seine Schwestern. Und das war den Mädchen auch wirklich wichtig, wie ich gemerkt habe.

Das Miteinbeziehen hat gut funktioniert, wobei wir als Patchworkfamilie grundsätzlich erstaunlich wenig Probleme haben.

Ich denke die Mädchen von deinem Freund sind alt genug, dass man mit ihnen reden kann. Dein Freund solte offen mit seinen Ängsten, die Kinder zu verlieren, umgehen. Dann versteht das Mädchen, dass sie nicht die einzige mit Verlustängsten ist.

Die Große von meinem Freund hatte Anfangs schon auch Probleme mit mir und der Situation (hat meiner Vorgängerin lange hinterher getrauert), aber wir haben immer geredet, ungute Gefühle ausgesprochen. Sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen. Und die Fetzen sind hier auch schon geflogen. Das hat sehr geholfen.

Alles Gute,
Da.

Beitrag von zubbeline 27.04.10 - 15:08 Uhr

hi,

die Töchter meines LG waren etwas jünger (10 u.12) aber auch da nicht so ganz einfach. Er hat es erst gesagt, als man es auch fast nicht mehr übersehen konnte. Er hat ein Ratespielchen daraus gemacht und gesagt, er hätte ein Geheimnis. Naja...Geheimnis haben sie dann auch daraus gemacht und ihre Mutter war leicht erbost, dass sie erst ein paar Monate nach der Geburt über andere Leute davon erfuhr.
Ich glaub die Mädels selber haben es verdrängt, bis das kleine da war...zumindest haben sie nie ein Wort darüber verloren und wirkten wenig begeistert, während mein älteres Kind sich fast vor lauter Pläne überschlug.
Auch die ersten Zusammentreffen der Mädchen mit dem Baby waren sehr distanziert und erstmal auch absolut desinteressiert, aber das hat sich mit der Zeit gegeben

Beitrag von syhana 27.04.10 - 20:05 Uhr

Wie sieht dein verhältniss zu den Mädchen aus?
Ich kann mir gut vorstellen das sie das nicht gut akzeptieren können :-(

Sie werden auch wenn es nicht so ist die angst haben Ihren Vater ganz zu verlieren.
Was wenn man sich in sie herein versetzt auch gut zu verstehen ist. Vielleicht solltet Ihr euch erst mal einen rat bei einer Erziehungshilfe holen?? Wie Ihr es Ihr am besten bei bringen könnt und vielleicht würden ja auch gemeinsamme gespräche Ihr die ängste etwas nehmen.


Ich kenne es von der anderen seite... meine Älteste ( 14 jahre) akzeptiert meinen neuen Lebenspartner nicht... liegt viel daran das ich ihn wohl grade am anfang Ihrer Pupertät kennen lernte und es auch viel zu schnell ging. allerdings hat sie sich von anfang an auf Ihre Schwester gefreut und liebt die auch jetzt heis und innig.

Ich möchte echt nicht mit euch tauschen.

lg Syhana

Beitrag von liesa41 28.04.10 - 07:47 Uhr

ich danke euch, für eure antworten. in jeder war etwas bei, das wir für uns rausziehen konnten. tja, manchmal sieht man den wald vor bäumen nicht. ihr habt uns wirklich geholfen - danke!!!