Muss ich unbezahlten Urlaub begründen?

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Beitrag von tabanegra 27.04.10 - 12:44 Uhr

Hallo,
ich möchte gern zwei Monate unbezahlten Urlaub beantragen, um ein Praktikum im Kreißsaal machen zu können. Wenn alles klappt, möchte ich dann nächstes Jahr mit der Ausbildung/Umschulung anfangen. Das soll mein jetziger Arbeitgeber natürlich noch nicht wissen. Nun die Frage: Muss ich in einem Antrag auf unbezahlten Urlaub eine Begründung angeben?

Mir würde nichts Plausibles einfallen. Nach einem Urlaub wird man ja ausgefragt und soll Fotos zeigen etc., einen Verwandten will ich auch nicht krank werden lassen - da bin ich abergläubisch. Fällt euch was ein?

Vielen Dank schon mal im Voraus!
Liebe Grüße
Tabanegra

Beitrag von nordlaender 27.04.10 - 12:50 Uhr

Ohne begründung wird dir dein AG kaum 2 Monate unbezahlten Urlaub geben. Vewrpflichtet ist er dazu eh nicht.

Beitrag von tabanegra 27.04.10 - 12:54 Uhr

ja, ich weiß. Aber die sind recht kulant hier...fällt dir ne gute Begründung ein?

Beitrag von nusch 27.04.10 - 13:36 Uhr

Du brauchst ne Auszeit und möchtest weder Arbeitgeber noch Krankenkasse auf der Tasche liegen damit?

Beitrag von tabanegra 27.04.10 - 13:42 Uhr

Danke Nusch. Das klingt schon mal nicht schlecht...

Ich überlege gerade, ob es nicht vielleicht doch besser wäre, auf 3 - 4 Woche runterzugehen und meinen Jahresurlaub dafür zu opfern. Obwohl ich nicht glaube, dass man in so kurzer Zeit einen guten Einblick bekommen kann. Oder, was am besten wäre: Ich suche nach einem Praktikum von Januar bis März. Dann könnte ich einfach vorher kündigen, und gleich im Anschluss mit der Ausbildung beginnen. Nur weiß ich nicht, was die Hebammenschule zu Bewerbern sagt, die lediglich eine Praktikumszusage haben und keinerlei Erfahrung...die könnten auch denken, ich springe eh wieder ab. Oder? Ach Mann, ist das alles kompliziert...

Beitrag von windsbraut69 27.04.10 - 13:43 Uhr

Aus Arbeitgebersicht klingt das m. E. nicht so gut...

Gruß,

W

Beitrag von romy76 27.04.10 - 13:03 Uhr

Mal abgsehen von der Wahrheit gibt es für sowas keinen guten Grund...

Beitrag von minnie.mouse 27.04.10 - 13:46 Uhr

Wie wäre es mit der Halb- Wahrheit?!

Sag doch einfach, dass dir gerade die Chance angeboten wird, einen "Kindheitstraum" (oder so ;-)) wahr werden zu lassen - nämlich in die Arbeit in einem Kreißsaal reinzuschnuppern...

Von der Absicht, das nächstes Jahr per Umschulung dann weiterzuverfolgen, würde ich dann aber absolut nix erwähnen.

Nur, dass es dir halt jetzt angeboten wurde für "max. 2 Monate" ;-) und dass es schon immer dein "Mädchen- Traum" war, aber halt nicht beruflich deine Absicht war!

Das halte ich für ganz fair dem Arbeitgeber gegenüber...

Beitrag von tabanegra 27.04.10 - 14:02 Uhr

hm, das klingt in der Theorie nicht schlecht. Aber ich fürchte, ich würde doch ziehmlich rot werden, wenn ich so detailliert lügen müsste...hast du sowas schon mal gemacht?

Beitrag von minnie.mouse 27.04.10 - 14:08 Uhr

Wieso denn lügen?
Wo müsstest du lügen?

Das mit der Weiterbildung/ Umschulung ist doch noch gar nicht sicher, oder?
Denn wenn das nicht klappen sollte, und du deinen AG schon "vorgewarnt" hast, stehst du dann halt mit komplett leeren Händen da...

Oder meinst du, dass es kein "Mädchentraum" ist? :-p

Ich selber war noch nicht in der Situation, aber wäre ich es, würde ich es so rüberbringen, wie ich es aufgeschrieben habe.

Fair dem AG gegenüber, aber das Hintertürchen mit dem festen Arbeitsplatz!

Beitrag von tabanegra 27.04.10 - 14:24 Uhr

Ja, es war tatsächlich kein Mädchentraum von mir. Um genau zu sein, wusste ich bis vor kurzem nicht, was ich eigentlich will. Jetzt weiß ich es zum ersten mal...
Na, und ich käme mir schon ein bisschen komisch dabei vor...auf der anderen Seite ist es das beste, was ich bisher gehört habe ;-)
Ich freunde mich mit der Idee an, das Praktikum nach hinten zu schieben und - sofern möglich - direkt vor meinen Ausbildungsbeginn zu legen. Was denkst du?

Beitrag von nusch 27.04.10 - 14:57 Uhr

Noch ne andere Idee, die ich gerade hatte: Kannst Du in Deinem bisherigen Job auf Teilzeit gehen und das Praktikum in Teilzeit dann quasi nebenher machen?

Beitrag von windsbraut69 27.04.10 - 15:06 Uhr

Müßte man das nicht praktisch als Nebentätigkeit anmelden/genehmigen lassen?

LG

Beitrag von nusch 27.04.10 - 15:58 Uhr

Ein unbezahltes Praktikum? Nein.

Beitrag von windsbraut69 27.04.10 - 16:06 Uhr

Sicher?
Es geht ja auch um die "Arbeitskraft" des Mitarbeiters...

Beitrag von nusch 27.04.10 - 16:22 Uhr

Nein, 100 % sicher bin ich nicht.

Beitrag von windsbraut69 27.04.10 - 16:51 Uhr

Ich nämlich auch nicht :)
Ein Praktikum ist doch abgesehen davon, dass es nicht bezahlt wird, eine Beschäftigung wie ein anderer Job auch...

Beitrag von nusch 28.04.10 - 06:22 Uhr

Hi Windsbraut,

also, wenn es um die Arbeitskraft, die dadurch dem Hauptjob genommen wird geht und im Arbeitsvertrag eine Klausel dazu vorhanden ist, müsste man es sicher anmelden. Dabei kommt es aber immer auch auf die Ausprägung der arbeitsvertraglichen Klausel an. Pauschale Verbote sind - so meine Information - rechtswidrig.

Grüße
Nusch

Beitrag von manavgat 27.04.10 - 15:29 Uhr

Begründe es mit Pflege/Betreuung von Angehörigen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sanne2209 27.04.10 - 15:59 Uhr

Du musst dir aber auch im Klaren Sein, dass du bei unbezahltem Urlaub nicht Krankenversichert bist!

Beitrag von tabanegra 27.04.10 - 20:50 Uhr

Tatsache. Nee, das war mir nicht klar. Aber eigentlich logisch...