Jetzt Eigentumswohnung?

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Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von silvs 27.04.10 - 13:49 Uhr

Hallo,

wir sind kurz davor uns eine Eigentumswohnung zu kaufen.
EG, 4 Zimmer, 96qm, 400qm Garten, Neubau. Den grundriss können wir auch noch verändern und Einfluss auf Fliesen .. nehmen.
Leider ist der Spaß nicht ganz billig. Bei der Größe fast so viel wie ein ca. 5-Jahre altes Haus. Aber wir sehen den Vorteil darin, dass wir a) keinen Makler zahlen müssen und b) auch keine Reparaturen allein bestreiten müssen.
Durch einen günstigen variablen Zins würden wir nicht viel mehr zahlen als jetzt an Miete. Man muss den Zins halt im Auge behalten. Festschreibung können wir alle 3 Monate machen, ohne Gebühren.

Wir haben uns das extra alles so gerechnet, dass wir uns die Wohnung auch mit Kind (wollen SS werden) leisten können.
Aber nun tritt vielleicht der Fall ein, dass die firma in der ich arbeite insolvent geht und ich bekomme Angst.
Klar schaue ich schon nach etwas neuem, aber ein guter Start ins Eigenheim sieht anders aus, oder?

Wir möchten beide so gerne, aber ich habe echt ein wenig Bammel.

LG

Beitrag von charlynchen 27.04.10 - 14:06 Uhr

Hallo,

wir haben vor knapp zwei Jahren gekauft und ich kann Dir sagen , dass es die beste Entscheidung in unserm Leben war. Wir haben ca. 85qm und der Garten hat so ca. 200qm.

Wir haben uns auch für eine neue ET statt einem älteren Haus entschieden. Aber halt auch wegen der Gemeinschaft und der Kosten. Im Haus muss man ja alles selber bezahlen.

Wir haben alles so berechnet, dass ein Gehalt weg fallen kann. So kommt es jetzt bald ja auch.( Bin in der 28SSW)

Lasst euch genau ausrechnen wie es wäre, wenn Du nichts mehr verdienst.

Ich wünsche Dir alles gute.

Liebe Grüsse
Charlynchen

Beitrag von silvs 27.04.10 - 14:14 Uhr

Herzlichen Glückwunsch! #baby

ALG würde ich ja bekommen, ist ja nicht anders als Elterngeld. Gehen würde es schon. bewerbe mich ja auch schon, zur Vorsicht. Aber ein wenig Nagst bleibt.
Freunde haben mir schon gesagt, dass das völlig normal ist. Ist halt ein großer Schritt.

Beitrag von windsbraut69 27.04.10 - 15:15 Uhr

Ja, Du bekommst max. 12 Monate ALGI.
Was machst Du, wenn Du in der Zeit keinen neuen Job findest und wollt Ihr dann die Kinderplanung verschieben, bis Du wieder Anspruch auf Elterngeld erworben hast?

LG

Beitrag von miau2 27.04.10 - 14:06 Uhr

Hi,
wenn die Arbeitslosigkeite jetzt schon absehbar ist, und die Abzahlung nicht mit einem Gehalt klappen würde - lass es bleiben...

Ist zwar hart, aber du hast schon recht, es wäre ein schlechter Start.

"günstiger variabler Zins" - wir haben zwar gerade eine Immobilienfinanzierung hinter uns (bzw. den Notartermin fürs Haus), aber das wäre mir jetzt neu.

Wie soll das gehen - der Zins verändert sich ständig, und wenn man das Gefühl hat, dass es nach oben geht wird er festgeschrieben?

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man so günstiger wegkommt als mit einem "normalen", für halt vereinbarte Zeit (10 Jahre aufwärts i.d.R.) gebundenen Zins (aktuell, viel niedriger wird das Niveau wohl kaum noch sinken). Jetzt bin ich neugierig ;-), rein interessenhalber, für uns ist es zu spät. Schreib doch mal genauer, wie das funktioniert.

400 qm eigenen Garten (oder Gemeinschaftsgarten?) für eine Eigentumswohnung? Das wäre extrem ungewöhnlich.

Für uns war ein - wenn auch jetzt sehr kleiner - eigener Garten wichtig. Also kein Gemeinschaftseigentum, wo ich halt Pech gehabt habe, wenn die anderen Nachbarn beschließen, regelmäßig vor meinem Balkon zu feiern, sondern ein eigener, wo ich selbst entscheide und niemand sonst.

Gemeinschaftseigentum macht es natürlich preiswerter, was die Renovierungen usw. angeht - aber umgekehrt hast du auch nur teilweise Einfluss. Wenn die Mehrheit entscheidet, dass die Fassade gemacht wird zahlst du mit - egal, ob du es für nötig hältst oder nicht.

Das mit "nicht viel mehr zahlen als aktuelle Miete" ist oft ein Trugschluss (ich weiß natürlich nicht, wie genau ihr schon plant). In die Miete legt der Besitzer ja schon Dinge wie Renovierungen, Instandhaltungen usw. um (er wird also so kalkulieren, dass er dadurch etwas ansparen kann). Das wäre beim Kredit nicht so - oft kommt eine unschöne Überraschung, wenn es um das "Hausgeld" geht, das in Eigentumswohnungen meistens erheblich höher ist als bei vergleichsweisen Mietwohnungen die Nebenkosten. Im Hausgeld ist halt ein Betrag enthalten, der für Instandhaltungen usw. zurückgelegt wird - wie viel entscheidet die Eigentümergemeinschaft, und da hast du eine Stimme von X - ob dann dein Wille respektiert wird oder nicht kann dir vorher niemand sagen.

Hier wird meistens ein Hausgeld von 300 Euro, teilweise mehr verlangt für Eigentumswohnungen in dieser Größe. 400 Euro habe ich auch nicht selten gesehen - die tatsächlichen Nebenkosten liegen (je nach Verbrauch natürlich...) deutlich niedriger.

Das alles sollte man berücksichtigen...klingt nach einer schönen Gelegenheit, aber wenn die berufliche Perspektive schon so schlecht startet? Oder hast du eine Ausbildung, wo du direkt davon ausgehen kannst, etwas neues zu finden?

Ist nicht so einfach...wir haben uns "erst" jetzt getraut, aber die Finanzierung ist so, dass sie allein mit dem (sehr sicheren) Einkommen meines Mannes bezahlbar ist. Mein (unsicheres) Gehalt wäre dann ein schöner Bonus nach der Elternzeit und würde die Zeit, bis es wirklich "unseres" ist verkürzen - aber einkalkuliert ist es erst mal nicht.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von silvs 27.04.10 - 14:27 Uhr

Es würde ja nicht ein komplettes Gehalt wegfallen und ich bin niemand der sich erstmal auf die faule Haut packt wenn der Job weg ist.
Finden würde ich etwas, das auf jeden Fall, aber vielleicht nicht innerhalb von einer Woche.

Haben ja auch so gerechnet, dass es mit Elternzeit usw klppen würde, also sollte es auch damit hinhauen aber ein mumiges Gefühl ist halt da. Schaffen würden wir das irgendwie.

Das Haus ist noch nicht mal im Bau, da sollte es keine großen Reparaturen oder Verschönerungen für die nächsten Jahre geben. Es gibt auch keine Gemeinschaftsgärten die zu pflegen sind. Lediglich Wege und Parkplätze.
Der Garten ist so groß, da auf dem Gelände eigentlich 2 Häuser gebaut werden sollten. Die Gemeinde hat dies aber nicht zugelassen. Wenn wir den Garten nicht wollen würden wir ihn an Miteigentümer verschenken.
Es ist ein 4 Parteienhaus, da sollten auch schnelle Einigungen möglich sein.

Die Finanzierung würde über eine Direktbank laufen. Der Betrag wird aufgeteilt. Eine summer wird über einen variblen Zins (2,5%) abbezahlt, die andere über Festzins mit. Den Bausparvertrag lässt man mit einfliessen.
Sollte sich der Zins in die Höhe schrauben kann man ihn festschreiben lassen auf 10 Jahre.

400,- Hausgeld im Monat finde ich etwas hart. Meine Oma zahlt 180,00 und die wohnt dort schon seit 30 Jahren.


Beitrag von ivik 27.04.10 - 14:33 Uhr

Zum Wohngeld kommt es halt darauf an. Am Anfang kann es noch niedriger sein; aber Rücklagen muss man aufbauen. Wir zahlen auch nicht so viel. Bei unseren 140qm + Garage sind es ca. 250€.
Das Wohngeld steigt auch mit der Ausstattung des Hauses. Fahrstuhl, Hausmeister, Gartenpflege, Straßenreinigung, Verwaltergebühr, usw steckt da auch drin.
Wir haben es hier mit drei Parteien recht gemütlich. Wir sind uns eigentlich immer schnell einig. Die kommenda Sanierung zahlen wir aber z.B. nicht komplett aus den Rücklagen. Ein Teil wird als Sonderumlage gezahlt.

Zusätzlich zum Wohngeld hat man halt weiterhin die üblichen Ausgaben wie Strom (Wasser und Heizung geht bei uns über die Hausrechnung), Grundsteuer

lg ivik

Beitrag von werner1 27.04.10 - 14:48 Uhr

Hallo,

#Aber nun tritt vielleicht der Fall ein, dass die firma in der ich arbeite insolvent geht und ich bekomme Angst#
Dann bist du für die Bank aber nicht mehr so kreditwürdig.

#400,- Hausgeld im Monat finde ich etwas hart. Meine Oma zahlt 180,00 und die wohnt dort schon seit 30 Jahren#
1. Hausgeld und Nebenkosten ist nicht das selbe.
2. Es hängt ja auch von der Grösse ab, wenig Hausgeld bedeutet entweder hohe Sonderzahlungen, oder es wird am Haus nichts gemacht.

Übrigens: gerade bei kleinen Eigentümergemeinschaften ist der Streit am grössten.
(genau schauen, wieviele Miteigentumsanteile du dann hast).

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von loonis 27.04.10 - 20:09 Uhr




Wir haben 04 unsere ETW gekauft u.
bereuen den Kauf überhaupt nicht.
Die beste Entscheidung für uns überhaupt ...
wir könnten den Kredit aber auch bei nur 1 Gehalt
zahlen...

Hausgeld liegt hier monatl. bei 205€

LG Kerstin

PS. haben knapp 90 qm

Beitrag von taenscher 28.04.10 - 10:14 Uhr

Normalerweise wird eine Eigentumswohnung erst bezahlt, sobald Sie übergeben worden ist.
Wenn das in eurem Fall nicht geht, lass dir eine Fertigstellungsgarantie ausstellen und bezahle die Kreditsumme auf ein Treuhandkonto!!!!
Den Kredit würde ich auf 10 Jahre fest mache. Die aktuellen Zinsen liegen derzeit um 4%.
Letztendlich kaufst du und du legst die Bank fest, mit der du finanzieren möchtest. Ansonsten würde ich den "Deal" nicht eingehen.

Beitrag von silvs 28.04.10 - 16:36 Uhr

Hi,

gestern wollten wir alles nochmal festhalten, die Änderungen ... Alles beim Notar. Wie dachten der leist das auch nochmal vor.
Da legt der Makler uns so einen Wisch vor wo wir unterschreiben sollten. Der Notar wartete nebenan. Die Änderungen wurden gar nicht in den Vertrag übernommen sondern der Zettel sollte reichen. Die Teillungserklärung war auch nicht geändert. Als wir stutzig wurden drängelte er, dass Da haben wir das Ganze gecancelt.

Nun gucken wir in Ruhe weiter.

Beitrag von lexa8102 28.04.10 - 21:57 Uhr

Hallo,

also ich persönlich würde niemals eine Eigentumswohnung kaufen. Du hast die die Nachteile einer Mietwohnung (andere Leute, Rücksichtnahme, Lärm von oben usw.) und die Nachteile des Eigentümers (Kostenübernahme). Für mich ist da nichts positives. Ein "Eigenheim" wie du schreibst ist das schon gar nicht.

Wenn deine Firma evtl. insolvent geht, muss euer Darlehen so ausgerechnet sein, dass ihr es auch mit nur einem Gehalt zahlen könnt...

VG,
Lexa

Beitrag von ayshe 29.04.10 - 08:50 Uhr

sehe ich genauso.

und wenn man dauernd von diesen ganzen streitigkeiten zwischen den verschiedenen eigentümern hört, nein danke, ärger mit der eigentümergemeinschaft und evtl. auch mit der beauftragten verwaltung, uneinigkeiten um jeden schiß, nein danke.


aber gut, wer es will, will es eben so.