Warum braucht man eine Hebamme??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sunshine_dani 27.04.10 - 15:25 Uhr

Hallo,

Ich hab mal eine etwas seltsame Frage und zwar für was braucht man eigentlich eine Hebamme??

Ich bin gerade mit meinem zweiten Kind schwanger und hatte bei meinem Sohn damals keine Hebamme und wüsste ehrlich gesagt auch nicht wozu ich eine gebraucht hätte, bei irgentwelchen Fragen oder Problemen habe ich meinen FA gefragt.

Meine Schwägerin hat vor kurzem auch ein Kind bekommen und sie schwärmt total von ihrer Hebamme und das sie die SS nicht ohne geschafft hätte, als ich sie dann gefragt habe wozu sie die denn gebraucht hatte konnte sie mir keine wirkliche Antwort geben.

Daher würde ich meine Frage gerne mal an euch richten, warum wollt/braucht ihr eine Hebamme??

LG,
Dani+Muckel (22.SSW)

Beitrag von catch-up 27.04.10 - 15:34 Uhr

tja, ich hab auch keine hebi! für vor der geburt weiß ich auch nicht, wozu ich eine gebraucht hätte!

hab jetzt eine für die nachsorge, weils mein erstes kind ist und ich vielleicht tips brauchen kann

Beitrag von dydnam 27.04.10 - 15:35 Uhr

Hallo,

hatte bei meinem ersten Kind weder eine Hebamme vor der Geburt, noch zur Nachsorge. Kam für mich irgendwie nie in Frage. Wüsste auch nicht, wozu ich sie wirklich hätte in Anspruch nehmen sollen. Während der SS war mein Gyn immmer mein Ansprechpartner bei Fragen und Problemen und nach der Geburt habe ich entweder die Kinderärztin oder auch meine Mutter gefragt (und mein Mann hat auch schon zwei Kinder aus erster Beziehung und wusste von daher noch ein paar Kniffe). Das grobe Rüstzeug wird einem ja ohnehin noch im KH gezeigt und außerdem ist ein bisschen guter mütterlicher Instinkt ja auch immer vorhanden.

Habe und werde mir in dieser SS auch keine Hebamme suchen. Mags auch prinzipiell nicht, wenn mir jemand dazwischen langt und ständig Ratschläge gibt (auch wenn's gut gemeinte sind).

PS: Einziger Wermutstropfen, den ich bisher festgestellt habe: aus organisatorischen Gründen (fehlende Betreuung fürs Geschwisterkind) habe ich stark über eine ambulante Geburt nachgedacht. Hab dann aber fast überall gelesen, dass von den Kliniken dafür so gut wie immer eine Hebamme als Bedingung gestellt wird. Wird also wahrscheinlich nichts werden.

Liebe Grüße

Beitrag von nisivogel2604 27.04.10 - 15:38 Uhr

Das Krankenhaus kann dir eine hebamme empfehlen, aber sie dir aufzwingen dürfen sie gar nichts. wenn du gehen willst nach der Geburt dann kannst du gehen. Das ist da kein Knast und du ganz allein entscheidest wann du gehst.

lg

Beitrag von dydnam 27.04.10 - 15:49 Uhr

Das wär natürlich prima. Werd mich da noch mal ganz speziell an meine Klinik richten. Hatte halt bisher nur überall gelesen, dass viele Kliniken die Frauen ohne Hebamme nicht entlassen wollten.

Danke für deinen Hinweis! :-D

Beitrag von nisivogel2604 27.04.10 - 15:51 Uhr

Kann sein das sie es nicht wollen, aber sie dürfen dich da nicht festhalten. Zur Not hast du ja auch die Möglichkeit deine Entlassung selber zu unterschreiben.
Eine Hebamme kann natürlich aber trotzdem hilfreich sein, was z.B. die Gelbsucht am Anfang angeht.,
lg

Beitrag von nisivogel2604 27.04.10 - 15:35 Uhr

Ich hatte eine Hebamme für die komplette Vorsorge, die Geburt und die Nachsorge. Klar, ich hätte auch allein gebären können, aber ne Hebamme dabei zu haben, der ich vertraue war toll.
Auch für die Vorsorge wollt ich nicht zum Arzt. ich bin ja schliesslich nicht krank sondern schwanger und Ärzte stellen mri zu viele falsche Diagnosen mit ihrem technischen Spielkram.
Und beim dritten Kind hat die Hebi mir die Stillerei gerettet. Ohne sie wär ich jetzt Flaschenmami und darüber super unglücklich.

Bei den ersten beiden Kindern hatte ich die Vorsorgen leider alle beim Arzt, war im Krankenhaus für die Geburten und die Nachsorgehebamme hatte keine Ahnung von nichts, davon aber sehr viel.

lg

Beitrag von caitrionagh 27.04.10 - 15:39 Uhr

Hallo,
ich hatte eine Beleghebamme, die mich auch während der ganzen Schwangerschaft betreut hat. Konnte sie in dieser Zeit so gut kennenlernen, dass sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt hat. Aber unbedingt gebraucht hätte ich sie wahrscheinlich während der SS nicht. Aber während der Geburt, die sich über 4 Tage nach vorzeitigem Blasensprung in der 33. SSW hingezogen hat, fand ich es extrem hilfreich und beruhigend sie an meiner Seite zu haben. Es gab keinen ständigen Wechsel der Hebammen bei Schichtwechsel und es war halt immer eine Vertrauensperson da, bei der ich 100%ig sicher war, dass ich mich auf ihre Aussagen verlassen konnte (gerade weil es eine komplizierte und frühe Geburt war). Und wenn die Arme mal zwischendurch zum Schlafen, etc. nach Hause musste, war ihre Kollegin, die ich auch während der SS schon kennengelernt hatte bei mir. Bin jetzt wieder schwanger und hab auch jetzt wieder die selbe Hebamme und freu mich schon auf die Geburt, bei der sie mich wieder begleiten wird.
LG, caitrionagh 30. SSW

Beitrag von babylove05 27.04.10 - 15:45 Uhr

Hallo

ich bin froh das ich meine Hebi leztest mal hatte ( diesmal leider erst nach der ss eine ) .

Meine Hebi damals war die ganze geburt dabei ( trotz KS ) und hat richtig reagiert . Da bei dem KS mein Sohn sehr viel fruchtwasser geschluckt hat und die Kinderärztin ( neu ) gleich auf die Neugeborenen Station legen wollte... meine Hebi meinte nix da der kommt zu seine Mama .... er war dann eine std am Sauerstoff gerät und danach bei mir auf dem Bauch ... was das beste für ihn war.

Ausserdem hab ich meine termine halb halb gehabt also einmal FA einmal Hebi ... und es war viiiiiiiiiiiiiiieeelll entspannter bei meiner Hebi .

Danach musste sie mir auch nicht gross zeigen wie ich mein Kind baden soll oder so , aber ich musst nicht gleich zum Arzt rennen wegen der Narbe ( sie hat die rest Fäden gezogen ) und ich fand es auch toll das sie den kleinen jede Woche gewogen hat , so musst ich mich net ins KIA zimmer setzen ...

Lg Martina

Beitrag von dbrgirl1 27.04.10 - 16:00 Uhr

huhu,


also ich nehm die auch nur für die nachsorge und mach bei ihr den hechelkurs...der geht nächste woche los und bringt mcih hoffentlich weiter.....ansonsten frag ich auch meinen arzt oder meine schwägerinnen, die eine ist die übermutter schlechthin, da knn nix schief gehen :-p

Beitrag von xyz74 27.04.10 - 17:19 Uhr

Gegenfrage:
Wozu brauchst Du einen FA in der Schwangerschaft?
Bist Du schwanger oder krank?
Mal im Ernst.
Ich hab Beides.
Aber eine Hebamme ist mir schon wichtig.
1. höre ich gern unterschiedliche Meinungen
2. ist mir aufgefallen, dass Hebammen Frauen viel mehr unterstützen und deren Selbstvertrauen bezüglich Geburt etc. stärken.
Ärzte verbreiten schon gern mal panik und sehen Probleme wo gar keine sind. Vielleicht ist das eine oder andere nicht mit einem Fingerschnippen zu erledigen aber mit etwas Geduld und Spucke schon. Leider fehlt das bei vielen Ärzten.

3. Meine Hebamme macht auch Akupunktur. Fand ich schon in meiner ersten Schwangerschaft sehr hilfreich.
4. Der GVK bei meiner Hebamme war sehr informativ. Ich kannte zwar schon einiges aus Büchern, habe aber gerade für die Geburt einige hilfreiche Tipps mitgenommen, die mir geholfen haben die Wehen gut weg zu atmen.
5. Für die Nachsorge fand ich es gut,dass jemand ins Haus kam und nach mir und dem Zwerg gesehen hat.
Auch hier konnte ich ein paar gute Tipps mitnehmen.
Vor allem weil die Hebamme sich auch ständig weitergebildet hat.
Außerdem konnte sie mir vieles auch theoretisch erklären.
Ich weiß gern Hintergründe. So was kann meine Mutter zb nicht.
Die hat zwar erfolgreich 3 Kinder gestillt aber bei meinen Problemen konnte sie mir gar nicht helfen.