Wer kennt das: Depression durch Abstillen???

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von dievio 27.04.10 - 22:33 Uhr

Hi,

ich bin gerade dabei langsam (ganz langsam) meine knapp 6 Monate alte Tochter abzustillen (weil ich das Gefühl habe, sie wird nicht mehr satt, obwohl ich seit Wochen versuche weiterzustillen).

Seit ein paar Tagen bin ich unendlich traurig und fühlr mich sehr niedergeschlagen. Ich fange wegen jeder Kleinigkeit an zu heulen. Der Blick auf den zu klein gewordenen Stubenwagen, wenn ich ihre zu klein gewordenen Kleider / Windeln wegpacke und bei dem üblichen Zeug (Hallo Baby!, traurige Lieder, Geschichten etc.) ... das wäre ja gar nicht so schlimm, doch ich habe auch regelrechte Angstattacken (das einer meiner Lieben stirbt).

Kennt ihr das? Wer hat Erfahrung damit und was hilft?

Beitrag von eumele76 27.04.10 - 22:49 Uhr

Hi,

ich kenne das nur aus meinem Stillbuch wenn jemand sehr aprupt abstillt. Der Körper reagiert wie auf Entzug durch die Hormonumstellung.

Meld dich bei der http://www.lalecheliga.de und schildere denen dein Problem. Die können dir bestimmt weiter helfen.

LG,
Nina

Beitrag von bina-lady 27.04.10 - 22:50 Uhr

Ich mache immoment genau das gleiche durch und versuche immoment die letzte Stillmahlzeit zu ersetzen weil ich einfach nicht mehr so sehr mag. Meine Maus ist 9 1/2 Monate alt und eben bringt mein Mann meine Kleine ins Bett nach nur ein bisschen Premilch aus der Tasse. Ich habe sie eben bei meinem Mann oben weinen gehört und Angst das sie nicht einschläft oder jetzt nicht mehr gut schläft Nachts. Ich habe heute tagsüber gedacht ich werde verrücht ich habe mich so traurig und niedergeschlagen gefühlt und leer ein furchtbares Gefühl, ich hoffe das geht ganz schnell vorbei und meine Maus vergißt das sie bei mir an der Brust getrunken hat.
Das ist echt furchtbar und mir geht es total beschissen, ich heule gerade auch :-(

Tut mir Leid ich weiß keinen Tipp das es uns besser geht, wenn ich es tatsächlich schaffe jetzt abzustillen werde ich am Freitag meine Haare blondieren lassen was ich in der SSW und Stillzeit nicht getan habe und auf einem Fest (Maibaum aufstellen) ein Schluck Radler trinken, ob es mir hilft ist fraglich.

Mit geht es total besch........!

Beitrag von dievio 27.04.10 - 23:09 Uhr

Ach Mensch, dir geht es ja noch schlimmer als mir ;-) Kopf hoch!

Ich habe gerade gelesen, dass es gerade bei schnellem Abstillen zu solchen Depressionen kommen kann. Wie gesagt, im Prinzip ist das bei mir gar nicht der Fall. Ich stille ja immer noch und werde das auch noch Wochen lang tun. Alles sehrmerkwürdig. Bei meiner großen Tochter hatte ich das nach einem halben Jahr auch, aber nicht so heftig. Nur ganz leicht.

Beitrag von dievio 27.04.10 - 23:05 Uhr

Ich habe eben auf deinen Tipp hin mal im Internet recherschiert. Im Prinzip musste ich ziemlich aprupt mit dem Abstillen anfangen.

Wir hatten eine ganz fiese Magen-Darmgrippe (fast drei Wochen lang). Nach ein paar Tagen habe ich der Kleinen (die Einzige, die es nicht erwischt hat) Mittags angefangen Brei zugeben, weil ich einfach nicht mehr konnte. Ein paar Tage später habe ich ihr dann auch abends einen Brei gemacht. Wir haben das dann beibehalten als es uns wieder besser ging.

Ich stille so 3 bis 5 Mal am Tag und 3 bis 4 Mal in der Nacht (also noch sehr häufig), dennoch habe ich leider diese Depressionen.