Stillen mit Stillhütchen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sweetmama2010 28.04.10 - 07:33 Uhr

Guten Morgen,

habe kürzlich schon meine Situation geschildert. Ich stille momentan (leider) mit Stillhütchen und mein Kleiner kriegt es ohne nicht so richtig hin. Ab und zu schaffen wir es dann aber doch.

Habe jetzt hier mal etwas gestöbert und es gibt wohl einige, die mir Stillhütchen stillen oder gestillt haben. Könnt ihr mir sagen, wie lange ihr denn überhaupt stillen konntet, denn meine Hebamme sagte, die Milchmenge reduziert sich dann. Nun habe ich auch schon gedacht, zwischendurch mal abzupumpen. Vielleicht produziert mein Körper dann ja mehr. Und die Milch kann ich dann einfrieren, falls es wirklich nicht so lange geht.

Ich brauche etwas Aufmunterung. Will meinen kleinen Schatz so lange wie möglich stillen ohne Flaschennahrung.


lg Jenny + Elias (24 Tage)

Beitrag von angelbeta 28.04.10 - 08:11 Uhr

Hallo,

also ich weiss nicht, ob die Milchmenge sich reduziert vom Stillhütchen.
Besser und praktischer ists ohne.

Ich habe eine Weile mit Stillhütchen gestillt weil mir im Krankenhaus eingeredet wurde es ginge nicht ohne...
Ein Vorteil vom Stillhütchen war - ich habe keine wunden oder rissigen Brustwarzen bekommen. sie taten lediglich bisschen weh, aber das ging soweit.

Mit 5.5 Wochen habe ich die Hütchen einfach weggelassen - erst mal nachts und dann auch tagsüber... das ging irgendwann richtig gut.

Jetzt stillen wir bereits seit 5 Monaten und es funktioniert ohne super gut.

Meine Kleine hatte nur Probleme, dass sie mehr ziehen musste mit Hütchen und es viel zu anstrengend wurde... sie schlief immer ein und musste einfach länger trinken.
Kaum die Teile in die Ecke geschmissen verkürzten sich die Stillmahlzeiten zeittechnisch...

Ich würde dir raten es ohne zu versuchen - vielleicht klappt es ja.

Grüsse,
Angelbeta
mit Fabiana 5 Monate

Beitrag von mini-wini 28.04.10 - 08:17 Uhr

Hallo,

habe noch nie gehört, dass sich die Milchmenge durch Stillhütchen reduziert hat.
Bin aber auch keine Expertin was Stillhütchen angeht. Ich stille ohne.
Ich kann dir nur raten dich an eine professionelle Stillberaterin zu wenden.
www.lalecheliga.
Das ist kostenlos, meld dich doch da einfach mal.
Die helfen dir bestimmt gut weiter, dass du deinen kleinen Mann noch ganz lang stillen kannst.

LG ich wünsch dir dass es klappt.

Beitrag von bbg 28.04.10 - 08:30 Uhr

Hallo Jenny,
ich habe 6,5 Monate meinen Sohn voll MIT Stillhütchen gestillt. Am Anfang ging es nicht ohne und ich hatte nie Probleme mit meinen Brustwarzen. Ich empfand es auch nicht als störend. Ach ja, die Milchmenge geht nicht zurück.

LG, bbg

Beitrag von mausebaer86 28.04.10 - 08:41 Uhr

Ich hab bei der Großen nur mit Hütchen gestillt und Alea stille ich auch nur mit Hütchen. Das die Milch weniger wird kann ich nicht bestätigen, hab immer genug.

Es geht also. Klar, es ist ne friemelei, die Dinger auf der Brust zu platzieren, gerade wenn man unterwegs ist aber da es bei uns ohne nicht geht, nehmen wir die Hütchen in Kauf.;-) Besser so als gar nicht.

LG Maike mit Khira (*Nov 2007) & Alea (*Dez 2009)

Beitrag von leeloo78 28.04.10 - 08:42 Uhr

Hallo Jenny!

Ich habe meine Tochter von Anfang an mit Stillhütchen gestillt. Ich hatte im Krankenhaus schon wunde Brustwarzen und hab nur unter sehr großen Schmerzen stillen können. So war ich für die Brusthütchen sehr dankbar!
Als meine Brustwarzen dann abgeheilt waren konnte meine Tochter nicht mehr ohne Stillhütchen trinken. Meine Hebamme meinte damals, ich solle sie erst mit Stillhütchen anfangen lassen und nach ein, zwei Schluck das Stillhütchen wegnehmen, hat aber nicht geklappt. Wir haben also lange mit Brusthütchen gestillt, die Milchmenge hat sich nicht reduziert.
Als sie dann 7 Monate alt war, wollte sie von einen auf den anderen Tag keine Hütchen mehr haben, sie hat es von der Brust abgemacht und weggeworfen! Und es ging wunderbar ohne. Kurz nach ihrem ersten Geburstag hat sie sich dann von selbst abgestillt.
Also probier es doch einfach weiter und lass zwischendurch die Stillhütchen einfach mal weg, vielleicht klappt es ja auch so. Du kannst ja dabei noch Stilltee und Malzbier zur Milchsteigerung trinken.

Viel Erfolg und alls Gute, Leeloo

Beitrag von co.co21 28.04.10 - 09:00 Uhr

Hallo,

ich verstehe, wie es dir geht, habe auch lange mit Hütchen gestillt.

Lara hat es nach einer Fläschengabe im Krankenhaus :-[ einfach nicht mehr hinbekommen.
Bei uns ging es 10 Wochen so, hab es immer wieder ohne probiert...und plötzlich von einem Tag auf den andern ging es ohne!
Meine Milch wurde nicht weniger, aber Lara hat ja auch oft getrunken ;-)

Sie ist nun 9 Monate alt und ich stille übrigens morgens und abends immer noch...trotz der 10 Wochen mit den Hütchen! Klar ist es besser für die Produktion, wenn die Babys ohne trinken, aber es geht auch mit....gibt ja auch Frauen, die es schaffen monatelang nur zu pumpen, ohne anzulegen und genug Milch haben

LG SImone

Beitrag von schullek 28.04.10 - 09:36 Uhr

hallo,

das ist wie mit allem: bei jedem anders!

ich kenne eine mutter, die ein jahr lang bequem mit stillhütchen gestillt hat und immer milch für zwei hatte. andere haben bissl probleme damit. ich selbst habe etwa 2 wochen lang mit den dingern stillen müssen, aber es hat mich enorm genervt. also habe ich bei jedem stillen immer wieder probiert, bis die frustgrenze meines babys erreicht war. und nach 2-3 tagen hat er ohne an der einen brust getrunken, an der anderen hat es noch 1-2 tage länger gedauert. das würde ich dir auch empfehlen. oder aber mit stillhütchen anfangen zu stillen, abmachen udn weiterstillen. ach ja: ich habe kleine brustwarzen, die auch noch sehr flach waren, deshalb habe ich während der stillpausen medela brustwarzenformer (sind eigentlich milchauffangschalen, kann man aber auch so nutzen) getragen. so waren die brustwarzen immer schon eteas in form, bevor es ans stillen ging. ausserdem hatte es den angenehmen nebeneffekt, dass die brustwarzen quasi unterm shirt, aber immer an der luft waren und deshalb wenig wund waren.
das könnte ich dir also empfehlen.

das mit dem abpumpen lass mal lieber sein. ihr seid noch in der sensiblen phase, wo sich die milch erst richtig einstellt. ausserdem folgt ja immer mal ne wachstumsschib, da könntest du einiges durcheinander bringen.

lg

Beitrag von miau2 28.04.10 - 09:43 Uhr

Hi,
das Thema "die Milchmenge geht zurück" stammt aus Zeiten, wo die Hütchen so dick waren, dass das "natürliche Stillgefühl" nicht vorhanden war. Das ist heute zum Glück anders, die Teile sind viel besser geworden.

Vertreten wird die Meinung meiner Erfahrung nach nach wie vor von Stillberaterinnen, die oft ein gewisses Problem mit Stillhütchen haben (und halt damit einen Grund haben, das den Frauen auszureden). Es wäre aber wohl die Ausnahme, dass das (allein) durch die Hütchen passiert.

Meinen Großen habe ich 17,5 Monate mit Hütchen gestillt, davon 7,5 voll. Es ging, ohne Probleme bei der Milchmenge.

Meinen Kleinen habe ich die ersten Tage mit Hütchen gestillt, auch ohne Probleme bei der Milchmenge. Ihn habe ich dann von den Hütchen "entwöhnt" (ging bei ihm ziemlich problemlos), und seit dem stille ich ohne.

Zum Entwöhnen habe ich drei Tipps bekommen:

- der eine Weg wäre schrittweise. Dafür krempelt man ein Hütchen auf links, schneidet das Loch etwas größer, krempelt es wieder zurück. So stillt man mit einem schrittweise immer größer werdendem Loch. Nachteil (bei mir, ich habe es beim Großen probiert): die Schnittkante liegt auf der BruWa auf, das ist gewünscht, denn die Alternative wäre der Babygaumen - es hat einfach tierisch weh getan, ich habe schnell aufgegeben.

- der zweite Weg wäre praktisch die "Radikalkur" - Hütchen weglassen...ich habe super flache Brustwarzen, habe mit zwei Fingern nachhelfen müssen, dass mein Kleiner genug von der BruWa in den Mund bekommen hat, und auch ein paar Tropfen Milch (ausgestrichen) an der BruWa als Motivation haben geholfen - er hat ganz schnell gelernt, dass er erst ansaugen muss und dann was fühlt ;-). Der Weg ging beim Kleinen absolut ziemlich problemlos. Das Hütchen habe ich aber dann von jetzt auf gleich komplett weggelassen, auch wenn es anfangs etwas anstrengend war (wir mussten ja beide noch lernen, wie es ohne geht) - den Weg würde ich zumindest probieren.

- der dritte, wo ich erst bei meinem Großen dachte, dass es so klappt (hat es aber nicht) war, erst mit Hütchen ansaugen lassen und dann, wenn das Kind mal kurz absetzt ganz schnell und heimlich das Hütchen verschwinden lassen...hat ein paar Mal funktioniert, vielleicht war ich damals nicht konsequent genug (wir hatten einen 4 monatigen Kampf hinter uns, bis ich überhaupt voll stillen konnte - Saugverwirrung nach Kinderklinik -, da hatte ich einfach keine Lust mehr auf weitere "Kämpfe" und habe halt das Hütchen akzeptiert)

Das wäre halt quasi der 4. Weg - akzeptieren...ist zwar etwas unhandlicher als Stillen ohne Hütchen, irgendwie hat mir immer eine Hand gefehlt (vor allem unterwegs), aber es ging auch.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von nashivadespina 28.04.10 - 13:18 Uhr

Auch diesmal sage ich dir:

bei stillfragen nicht deine hebamme fragen..
sondern eine stillberaterin (kostenlos) :

www.lalecheliga.de

soweit ich mich erinnern kann, hatte dir deine hebamme schon diesbezüglich einige falschauskünfte bez. des stillens erteilt. somit solltest du dich nicht auf sie verlassen.

die milchmenge reduziert sich garnicht, wenn dein baby immer wieder nach bedarf trinken kann. auch nicht mit stillhütchen!

abpumpen würd ich auf garkeinen fall. so irritierst du die milchproduktion. wenn du abpumpst klaust du in dem moment dem baby die milch, die für das baby reserviert war.weiterhin würde durchs zusätzliche abpumpen die milch von der konsistenz her anders werden die dann eben dem baby nicht mehr angepasst wäre..sprich: du hättest nicht nur weniger milch, sondern sie wäre auch nicht mehr so reichhaltig!!

Frag bitte eine stillberaterin!!

Still doch jetzt einfach mal lange zeit mit stillhütchen..rund um die uhr wenn dein baby es möchte! probier auch immer mal wieder ob dein baby die flachwarzen so zu packen bekommt..ohne stillhütchen..ansonsten still halt mit stillhütchen immer und immer weiter! das is garkein problem solange du nicht: zufütterst und nicht abpumpst...und nicht auf deine hebamme hörst -.-

Beitrag von misslila 28.04.10 - 15:09 Uhr

Hallöchen

lass dich bitte nicht verunsichern, ich habe fast 8 Monate davon 5 Monate voll, nur mit Stillhütchen gestillt, weil meine Maus es ohne nicht geschafft hat. Anfangs war sie zu schwach und da musste ich noch abpumpen und es ihr dann noch nachträgl. einflössen, und später war sie zu faul es ohne zu versuchen :-) meine Miss-Zunge-nach-oben halt :-)

Das klappt schon einfach brav das Kind nach bedarf anlegen!

Ich hab übrigens das stillen nicht aufgehört,weil ich zu wenig Milch hatte, sondern weil meine Maus so neugierig ist, dass wir für eine Stillmahlzeit ewig gebraucht hatten, und das war mit dann zu anstrengend :-) Anlegen 2 Schlücke nehmen nach Katzen gucken usw..... und das über 2 STd. da hatte ich einfach die Nase voll :-)

vlg

misslila mit Jasmin

Ps ich bin ganz glücklich, dass es diese Stillhütchen gibt, denn ohne diese hätten wir bestimmt nicht die Kurve bekommen :-)

Beitrag von sweetmama2010 29.04.10 - 07:37 Uhr

Danke für die vielen Tips und Aufmunterungen.

Den Hinweis der Milchreduzierung hatte meine Hebamme von einer Stillberaterin mit der ich auch gesprochen habe. Wahrscheinlich möchte sie einfach nicht, dass man mit Stillhütchen stillt. Aber wozu gibt es sie dann???

Gestern hat mein kleiner auch schon ofters ohne Hütchen getrunken. Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg.

lg Jenny + Elias (25 Tage)