1 te Klasse widerholen

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von magmagruen 28.04.10 - 09:35 Uhr

Hallo ich bin ein wenig durcheinander,mein Sohn soll die erste Klasse widerholen,nicht weil er sehr schlecht ist in der Schule sondern weil Ihm noch ein ganzes Eck sozial emotionale Entwicklung fehlt.
Die Situation sieht so aus wir sind letzes Jahr zu den Herbstferien umgezogen und er mußte die Schule wechseln.Er konnte sich nur sehr schwer in die neue Klasse einfügen,hatte sehr wenig selbstbewußtsein und hat bis Heute Hemmungen vor der Klasse laut zu sprechen.Daher verweigert er auch immer noch oft die Mitarbeit.
Ich sehe das sicher auch so das ihm noch ein bischen Entwicklung fehlt,er ist sehr leicht verletzbar und nimmt sich vieles sehr zu Herzen,leider gibt er auch sehr schnell auf und wenn etwas nicht sofort funktioniert schmeißt er alles hin und sagt "das kann ich nicht".
Die Lehrerin meint wenn der Unterrichsstoff im zweiten Schuljahr schwieriger wird und er nicht mitarbeitet würde er irgendwann nicht mehr mit kommen.Da gebe ich Ihr auch recht,aber nun soll er sich wieder (zum dritten mal ) an eine neue Klasse und einen neuen Lehrer gewöhnen.... ??

Beitrag von manavgat 28.04.10 - 09:49 Uhr

Ich würde das nicht machen. Eben weil er dann schon wieder ein neues Umfeld hätte. Was machst Du, wenn er dann völlig verstummt?

Lass ihn weiter vor rücken. Er kann später immer noch wiederholen, sollte es wirklich ein Problem werden. Kinder machen manchmal ganz plötzliche Entwicklungschübe. Wir sind oft überrascht, wenn wir unsere Schüler nach den Sommerferien wiedersehen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von binnurich 28.04.10 - 09:57 Uhr

ich würde mich da schon ein wenig auf die Aussagen der Lehrerin stützen, schließlich sollte man annehmen, dass sie hinreichende ERfahrung hat

Ich glaube heute ist wiederholen auch kein sitzenbleiben mehr, wie damals zu unserer (meiner) Zeit vor 30 #Schock Jahren

Beitrag von sweathu 28.04.10 - 10:07 Uhr

hier wird es auch wieder 2 seiten geben;-).

meine tochter hat sehr starke Probleme Kontakte zu knüpfen, zu halten.

Sie spricht extrem wenig mit anderen außer uns.
Sie sollte laut Schularzt und Testungen mit 5,5 Jahren in die schule kommen. Ich habe mich aber geweigert, sie ist sehr schlau, hat eine wahnsinns Auffasungsgabe, aber dennoch paßte mir gerade die Soziale-schiene nicht.

Sie ist vorletztes Jahr eingeschult worden, und von anfang an besteht das Problem, daß sie sobald sie merkt es hört jemand zu, oder schaut sie an, ist es vorbei.
Sie meldete sich nicht im Unterricht.
Die Lehrerin hat mir immer wieder gesagt, daß Lena einfach Zeit braucht. sie braucht Sicherheit und vorallem Vertrauen, daß beginnt damit, daß sie sich an die Menschen mit denen sie täglich zu tun hat gewöhnen muß, um aus sich raus zu kommen,
es stand für sie außer Frage sie die Klasse wiederholen zu lassen.

Ich würde ihn nicht zurückstufen lassen. Sicherlich, wenn er "Stoffprobleme" hätte wäre das eine Sache, aber wie soll er sich denn an jemanden gewöhnen ihm "vertrauen" und aus sich rauskommen,wenn er zum 3. Mal "neu anfangen" muß?.

ich würde ganz klar noch ein Jahr warten, und ihn zur Not dann zurückstufen.

Lg Karin

Beitrag von sweathu 28.04.10 - 10:10 Uhr

achso. gerade Heute wird doch den Kindern in der Schuleingangsphase normal die Zeit gelassen, sich zu entwickeln..

Beitrag von barbarelle 28.04.10 - 10:37 Uhr

Die Gründe, welche gegen eine Wiederholung sprechen führst du ja schon auf. Ich würde ihn in der Klasse lassen und an seinem Selbstbewusstsein etc. arbeiten.

Meine Tochter war in der ersten auch so eine Kandidatin. Ihre Leistungen waren ok, aber sie war zu schüchtern. Man kann fast sagen, dass es von einem Tag auf den nächsten gewechselt ist.

Theater bei den Hausaufgaben gab es bis vor ein paar Monaten ebenfalls bei uns (mein Kind geht in die 2te Klasse).

Hast du ihn mal durch die Blume angesprochen, was er so möchte?

LG
Barbarelle

Beitrag von parzifal 28.04.10 - 11:02 Uhr

Ich persönlich würde nie die komplette 1. Klasse wiederholen lassen. Dann muss das Kind ja wieder jeden einzelnen Buchstaben lernen zu schreiben. Langweiliger geht ja wohl nicht.

Beitrag von anja1968bonn 28.04.10 - 11:19 Uhr

Hallo,

schwierige Entscheidung, aber ich denke auch, es ist wichtiger, das Selbstbewusstsein Deines Sohnes zu stärken, als ihn erneut einer neuen Situation auszusetzen mit neuen Mitschülern und neuer Lehrerin.
Wichtig ist aber natürlich auch, dass die akuelle Lehrerin mit Euch gemeinsam das trägt und versucht, auf Deinen Sohn einzugehen.

Wenn der Stoff wirklich zu schwierig sein sollte, kann er immer noch in der 2. Klasse wieder zurückgesetzt werden.

Ich finde es schwierig zu beurteilen, ob ein Kind deshalb nicht mitkommt, weil es schüchtern oder vielleicht abgelenkt ist oder ob es zurückhaltend und unkonzentriert ist, weil der Stoff eben zu schwierig ist - bei meinem Sohn ist dieses Thema auch aktuell, allerdings ist er von der 1. Klasse in die 2. gerückt, in der er mit der Lehrerin, aber eben auch ein wenig mit dem Stoff zu kämpfen hat.

LG

Anja

Beitrag von spyro74 28.04.10 - 11:31 Uhr

Ich würde ihn in die 2te Klasse versetzen lassen, wenn er soweit mitkommt. Ich würde ihn nicht schon wieder aus der Klasse reissen. Stärkt ihn in sein "Können".

LG
Spryo74

Beitrag von muggles 28.04.10 - 11:48 Uhr

Entgegen der Aussagen der Anderen wuerde ich ihn die Klasse wiederholen lassen.

Ich glaube schon, dass sich sein Selbstbewusstsein staerken wuerde, wenn er merkt, dass er den anderen voraus ist.

Fuer seine Sozialkompetenz waere dies ebenfalls gut. Er waere ja dann schon der "Grosse", der weiss wie Schule funktioniert.

Wie alt ist er denn genau?

Claudia

Beitrag von bezzi 28.04.10 - 12:37 Uhr

Ich würde auch auf den Rat der Lehrerin hören.
Lieber gleich die erste Klasse wiederholen, wenn es nicht zufriedenstrellend läuft.
In der ersten Klasse sind ALLE Kinder neu und müssen sich erst orientieren. Dein Sohn hätte dann sogar gegenüber den anderen einen Vorteil, da er die Schule ja schon kennt, kommt in dieser Position vielleicht in bisschen raus aus seinem Schneckenhaus.

Wenn Du ihn aber jetzt in die 2. Klasse schickst und er dort gar nicht mehr zurecht kommt, frustet ihn das ungemein. Wenn dann später zurückgestuft wird, stößt er als "Sitzenbleiber" in einen bestehenden Klassenverband und ist per se schon der Außenseiter.

Beitrag von 3erclan 28.04.10 - 12:57 Uhr

Hallo

ich würde es nciht machen.

Meine ist in der 2.Klasse ist auch schüchtern.Aber so läuft es gut.

Finde es doch frustrieren nochmal alles machen zu müssen.

Er wird dann immer er ältere sein in der Klase und evlt der größte was für ihn dann auch wieder komisch ist denn das wird irgendwann rausrutschen dass er schonmal in der Klasse war.

lg

Beitrag von magmagruen 28.04.10 - 14:28 Uhr

hi danke erst mal für eure Antworten.Die Lehrerin argumentiert wie bezzi sie meint auch er würde einen enormen Schub für sein Selbstbewußtsein bekommen wenn er merkt das er dann besser ist wie die anderen.Körperlich größer als die anderen ist er erst mal nicht,er ist für seine 7 Jahre recht zierlich und auch noch sehr albern und überdreht.

In Deutsch ist er Ok,er kann recht gut lesen und die Schrift sieht eingermaßen gut aus,die Rechtschreibung an sich na ja sagen wir liegt im Durchschnitt.

Die Lehrerin die ich übrigens für sehr nett halte ist der Meinung das er ab Mitte des zweiten Schuljahres Probleme kriegen wird wenn es zum Multiplizieren kommt da er bei Plus und Minus ja schon manchmal hänger hat und in die falsche Richtung rechnet.
Ich finde es eigentlich nicht so schlecht,klar er ist nicht der schnellste Rechner aber er ist ja auch erst im ersten Schuljahr......

Er wurde übrigens erst Ende Februar 7,was bedeutet das er wenn er das erste Widerholt noch eine Weile 7 bleiben wird,ich denke das wäre nicht so auffällig.
Er selber findet die Idee zur Zeit nicht so schlecht,habe allerdings auch nur die Positven Seiten einer Widerholung des Schuljahres hervorgehoben.Natürlich erzähle ich Ihm nicht das es irgendwann auffallen könnte das er widerholt hat und das zu Hänseleien führen könnte

Beitrag von 3erclan 28.04.10 - 15:17 Uhr

Hallo wenn es nur um das Selbstbewusstsein geht dan würde ich sagen nein.

Das kann man auch in der Freizeit stärken.

Manchen Kindern liegt das Mathe manchen nicht.

Meine ist in der 2.Klasse und ist in Mathe super aber dafür in Deutsch ne Katastrophe.Lesen das ist immer noch ein Kampf.

Das ding ist halt wird es ihm nicht zu langweilig wenn es nicht wegen der Leistung geht dass er nochmal die 1.Klasse machen sollte.

Hast du mit dem Kinderarzt mal drüber geredet???

lg

Beitrag von parzifal 30.04.10 - 15:19 Uhr

Wäre dann aber nicht ein Wechsel in der 2. nach dem 1. Halbjahr besser?

Schulisch mit Sicherheit, da er sich das 1. langweilige Halbjahr der 1. Klasse spart.

Einzig wda spätere Dazukommens in die neue erste Klasse wäre ein Punkt den man noch beachten sollte und eventuell dagegen spricht.