Gewerkschaften sprechen mit gespaltener Zunge

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Forum: Politik & Philosophie

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Beitrag von tine_frank 28.04.10 - 10:17 Uhr

Im Augenblick regen mich die Gewerkschaften mit ihrem falschen Populismus total auf. Die reden immer so und in Verhandlungen mit den Arbeitgebern reden sie ganz anders und in die Öffentlichkeit kommst soetwas nie. LEIDER! Ein Beispiel ist der Tarifabschluss bei den Gebäudereinigern. Dort duldet die Gewerkschaft Unterschiede beim Stundenlohn zwischen Ost und West von 30 %. Ist darüber was in der Presse zu lesen? Nein! Geht auch nicht, weil viele Tageszeitungen der SPD gehören und da keine Antipresse zu den Gewerkschaften veröffentlicht wird. Jetzt hetzen sie wieder ganz groß gegen die Kopfpauschale. Mich würde interessieren, wer von den großen Gewerkschaftsbossen freiwillig pflichtversichert ist und wer sich privat versicht hat und damit der "Solidargemeinschaft" Geld entzieht.

Beitrag von 3wichtel 28.04.10 - 10:38 Uhr

Kann zum letzten Punkt was sagen:

Mein Vater ist ex- grosser-Gewerkschaftsboss.
War zeitlebens gesetzlich versichert, hat alle Beiträge klaglos bezahlt, den Dienstwagen NIE mit nach Hause gebracht, Dienstreisen, bei denen gewünscht war, dass die Ehefrauen am Rahmenprogramm teilnehmen, immer für seine Frau selbst bezahlt (inkl. Flug und Hotel), hat einen Grossteil seiner Einkünfte gespendet, Verwandte mit weniger Geld unterstützt, einem entfernten ausländischen Bekannten das Studium finanziert, seine Kollegen dazu angehalten, sehr maßvoll mit eigenen Gehaltserhöhungen umzugehen (und den Forderungen danach).

Als "Gegenleistung" zum "grossen" Einkommen konnte er am Familienleben nicht mehr teilnehmen, weil er seine Nächte und Wochenenden bei Tarifverhandlungen verbracht hat, weil er durch kleine insolvenzgefährdete Betriebe getingelt ist, um für die Mitarbeiter Sozialpläne herauszuhauen, weil er für Auszubildende Übernahmekonzepte entworfen und den Betrieben nahe gelegt hat......

Ich kann mich nicht erinnern, dass er auch nur bei einem einzigen meiner Geburtstage anwesend war. Immer ging das Wohl der Arbeitnehmer vor.

Und das lief in anderen Gewerkschafterfamilien auch nicht anders.

Schade, dass Du nur die andere Seite siehst.

Beitrag von nakiki 28.04.10 - 11:45 Uhr

Hallo!

Die meisten Zeitungen gehören der SPD?
Warum bringt denn die BILD nichts über diese Duldung der Gewerkschaft?

Das größte Problem der Gewerkschaft in der heutigen Zeit ist, dass sie immer weniger Mitglieder haben. Ohne Mitglieder haben sie aber auch eine geringere Verhandlungsmacht. Vielleicht liegt ja auch hier die Ursache?

Wenn du dich schon so über die Gewerkschaften und ihren angeblichen falschen Populismus aufregst, dann muss dir doch bei der FDP die Hutschnur hochgehen, oder?

Gruß nakiki

Beitrag von tine_frank 28.04.10 - 13:00 Uhr

Nein geht sie mir nicht.

Die FDP muß leider im Augenblick damit Leben, dass jeder Schritt egal in welche Richtung kritisch beleuchtet und auch kommentiert wird. Ob die Kommentar dann stimmen, ist immer die große Frage. Aus Erfahrung weiß ich, dass das oft nicht so ist. Die FDP hat gute Ansätze kann sie aber nicht umsetzen, leider!, weil z. B. im Gesundheitsminiterium fast alle Beamten ein rotes Parteibuch tragen und kein Interesse an einer Lösung des Problems der Gesundheitsfinanzierung haben.

Tine

Beitrag von 3wichtel 28.04.10 - 13:38 Uhr

#rofl

Oh Mann, Deine Feindbilder sind echt in Stein gemeißelt.

Beitrag von nele27 28.04.10 - 14:19 Uhr

Das hab ich mir auch gedacht, wollte aber nicht schon wieder Unruhe stiften #gruebel

Wie wärs mit einem Club: "Hilfe! Ich werde von der SPD verfolgt"

#rofl

Beitrag von 3wichtel 28.04.10 - 14:24 Uhr

Das Beste ist ja, dass jetzt das grösste SPD-Geheimnis gelüftet wurde:

Obwohl sinkende Mitgliederzahlen, nimmt die Verfolgung durch die SPD zu. Das kann nur einen Grund geben:

Die verbliebenen Mitglieder verfügen über geheime Superkräfte!!!

Aber pssst! Nicht weitersagen.

Beitrag von nele27 28.04.10 - 14:30 Uhr

Noch anderes: Die gelben FDPler wurden jetzt vom sozialistischen Feind heimlich in den Keller gesperrt.

Gelb getarnte SPD-Vertreter haben seitdem in der FDP nun das Ruder übernommen und alle Ressorts unterwandert #schock
Sie verteilen Spenden an Hoteliers und so, damit die Gelben - kurz vor der nächsten Wahl wieder aus dem Keller gelassen - auch ja nicht wieder gewählt werden.

Eigentlich sind die Gelben nämich ganz lieb. Das, was hier passiert ist nur eine Inszenierung vom Feind.

Wahre FDP-Parteifreunde wissen das längst - und suchen eifrig nach Beweisen ...

#rofl

Beitrag von fred_kotelett 28.04.10 - 15:46 Uhr

Wow,

ich kenne ja viele FDP Anhänger aber du besitzt ja wirklich mehrere Alleinstellungsmerkmale.

1. Du ärgerst dich über niedrigere Löhne für Gebäudereiniger im Osten.
2. Du kritisierst Leute die sich privat versichern und der Solidargemeinschaft Geld "entziehen"

Bist du sicher, das du dir die richtige Partei ausgesucht hast.

Fragende Grüße

Beitrag von seelenspiegel 28.04.10 - 17:38 Uhr

Mhh...ich gebe zu mich nie wirklich mit den Gewerkschaften beschäftigt zu haben, aber ist ein regionaler Gehaltsunterschied nicht völlig legitim und wird das nicht schon immer so praktiziert.....ganz unabhängig von irgendwelchen Gewerkschaften?

Man möge mich gerne korrigieren, aber wenn ich schon alleine die Löhne in einer Großstadt wie zB. München mit den Löhnen hier vergleiche, sind da je nach Branche auch sehr deutliche Unterschiede zu verzeichnen.

Betrachte ich aber die Lebenshaltungskosten, ist das schon durchaus wieder gerechtfertigt, da z.B. alleine die Miete hier um die Hälfte günstiger ist.....usw.

Oder sehe ich das falsch?

Beitrag von daddy69 28.04.10 - 17:46 Uhr

Andersrum: von Beamten werden regionale Gehaltsanpassungen seit langem gefordert. Ein Münchner Polizist hatte deswegen geklagt. Für das gleiche Gehalt gibts in München ein Appartement und im Osten ein kleines Häuschen ;-)

Beitrag von peterpanter 30.04.10 - 08:51 Uhr

Hi,

ich stehe in manchen Dingen den Gewerkschaften auch kritisch gegenüber, aber Du solltest Dich mal mit deinen Aussagen selbst schäftigen als hier etwas weiterzugeben, was Du von jemanden gehört hast der einmal am Stammtisch war und einen der keine Ahnung hat beim Reden zugehört hat.

grüßle

peter

Beitrag von peterpanter 30.04.10 - 08:53 Uhr

nicht schäftigen..........natürlich beschäftigen.

sorry

Beitrag von tine_frank 30.04.10 - 11:50 Uhr

Hallo,

mach ich. Die Aussagen sind auf der Homepage der Liberalen Arbeitnehmer Sachsen nachzulesen bzw. kommen direkt aus dem Mund eines Landtagsabgeordneten ;-).

Tine

Beitrag von peterpanter 30.04.10 - 13:39 Uhr

Hi,

genau das habe ich doch gesagt.

Von einem der einem der keine Ahnung hat beim reden zugehört hat.

Oder auf deutsch: von einem "liberalen" Politiker!!!!



grüßle

peter

Beitrag von mariella70 30.04.10 - 16:37 Uhr

Die Mindestlöhne werden Ost wie West von der FDP verhindert, deren Mitglieder auch in hoher Prozentzahl privat versichert sind.
Die größte deutsche Tageszeitung, die Bild, steht der CDU nahe.
Es hat gern geholfen
Mariella