normale Geburt vs. Kaiserschnitt Bitte Erfahrungsberichte

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von jesse1984 28.04.10 - 12:31 Uhr

Ich weiß jetzt schon, dass ich einen Wunschkaiserschnitt bei Kind Nr. 2 möchte.
Ich bin zwar noch nicht schwanger, aber habe seit der Geburt von Lara nur Probleme. Ganz aktuell halt wieder.
Ich wurde ja geschnitten und bin gerissen und mit so Narben ist das alles was anderes als vorher.
Ich hatte bis 3 Monate nach der Geburt wahnsinnige Probleme mit Toilettengang, Sitzen, Wundheilung; und auch jetzt habe ich immer mal wieder kleine Stellen, die sich entzünden und sehr weh tun.
Und da an diese Stelle nun mal nicht so viel Luft kommt, wie an den Bauch nach einem Kaiserschnitt, will ich das nicht noch mal durchmachen.
Wäre aber sehr dankbar für Erfahrungswerte von Kaiserschnittmamis oder besser noch die beides erlebt haben.

Danke

Beitrag von sylviee 28.04.10 - 13:02 Uhr

Hallo,

ich hatte einen ungeplanten KS, da meine Tochter einfach nicht ins Becken rutschen wollte.

Ich fand meinen KS ganz fürchterlich und hatte auch danach noch lange mit den seelischen Folgen zu kämpfen. Es war allerdings auch meine erste Geburt und der Entschluß zum KS kam so plötzlich. Hinzu kommt, dass es schon vorher Komplikationen gab, die ich aufgrund der PDA nicht bemerkt habe. Ein weiteres Baby kann auch nur per KS auf die Welt kommen. Die Ausgangsituation ist also gar nicht mit deiner vergleichbar. Du weißt ja von vornerein auf was du dich einlässt.

Körperlich hat mir der KS nicht lange Probleme bereitet. Die Wundheilung verlief auch super. Natürlich hatte ich die ersten Tage wahnsinnige Schmerzen und das Aufstehen war die Hölle aber es wird von Tag zu Tag besser. Ich habe mir aber auch genügend Schonzeit gegönnt. Mein Mann war 3 Wochen zu Hause. Es gibt ja auch Globuli die die Heilung unterstützen. Hinderlich im Alltag fand ich allerdings, dass man nicht schwer heben darf. Der MaxiCosi blieb somit die erste Zeit immer im Auto und auch die Wanne des Kinderwagens habe ich die erste Zeit nicht getragen. Ich achtete die ersten 8 Wochen darauf wirklich nur meine Tochter zu tragen.

LG
Sylviee




Beitrag von himmelweit 28.04.10 - 13:25 Uhr

Ich habe beides mitgemacht. Vor 2,5 Jahren einen KS und vor 4 Wochen eine spontane Geburt. Ich bin froh, dass es die Möglichkeit des KS gibt, aber ich würde ihn nur im absoluten Notfall machen lassen und mich nie freiwillig unters Messer legen. Ich bin bei der spontanen Geburt auch gerissen und die Wehen waren auch nicht gerade ohne, aber im Vergleich zu den Schmerzen durch die KS-Naht war das fast schon ein Spaziergang. Du kannst dich nach einem KS meist auch erstmal nicht alleine um dein Kind kümmern. Das ist das, was mir am meisten zu schaffen gemacht hat. Bei der spontanen Geburt war ich danach wieder topfit und konnte mich sofort ohne Probleme um unseren kleinen Schatz kümmern. Ich würde mir an deiner Stelle eine Hebamme suchen, mit der du all deine Fragen und ängste besprechen kannst und evtl. kannst du sie ja mit ins KH nehmen. Sie kennt dann schon deine Vorgeschichte und kann unter der Geburt besonders darauf achten, dass du "untenrum" gut geschützt bist, sodass -wenn möglich- nichts mehr reisst.
Ich rate dir, eine spontane geburt anzutsreben. Eine KS-Naht kann auch große Probleme bereiten. Sie muss es nicht, aber man muss sich eben auch der Tatsache bewusst sein, dass so ein KS eine OP ist, bei der auch Risiken auftauchen können.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir gern ne pm schicken.

Beitrag von sabienchen22 28.04.10 - 13:58 Uhr

Bin ganz deiner Meinung! #pro

Alles Liebe,
Sabine & Sarah (KS wegen schlechter Herztöne #schmoll #heul) & Sebastian (spontan mit Dammschnitt und Saugglocke #freu #huepf)

Beitrag von linagilmore80 28.04.10 - 13:59 Uhr

Ich habe Deinen Konflikt aber umgekehrt: Ich möchte sehr, sehr gerne spontan entbinden, aber ich sollte besser nicht weil ich vorher zweimal per KS entbinden musste (Geburtsstillstand und mangelnde Wehenerregbarkeit).

Derzeit informiere ich ausgiebig über die Nebenwirkungen von Kaiserschnitten und habe festgestellt, dass eine Spontangeburt weniger riskant ist.

Mein Mann und ich haben (derzeit) beschlossen, dass wir solange nicht ein konkrekter Anhaltspunkt für einen KS besteht (zu dünnes Narbengewebe, schlechter Gesundheitszustand von Kind und/oder Mutter, Gestose etc.) auf den KS verzichten und eine spontane Geburt versuchen. Im Notfall können wir immer noch einen KS machen.
Im KH wo wir entbinden wollen ist das kein Problem, weil direkt im Kreissaal ein OP verhanden ist, der nur für KS benutzt wird.

Hier über diesen Link kannst Du Dich ausführlich informieren, was ein KS für Folgen hat.

http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/kaiserschnitt/

Ansonsten würde ich an Deiner Stelle mal sehen, ob die Entbindungsklinik bei euch eine kinesiologische Beratung anbiete,t um die letzte Geburt ein bisschen besser zu verarbeiten.

LG,
Lina

Beitrag von tragemama 28.04.10 - 15:48 Uhr

Hallo Jesse,

ich hatte zwei absolut problemlose Sectios, habe beide Male nach etwa 9 Std. aufstehen können/müssen und ab da auch meine Kinder vollständig selbst versorgt. Die Narbe ist jedes Mal zügig und problemlos verheilt und nach ein paar Wochen war ich vollständig beschwerdefrei.

Wenn Du Details wissen willst, gerne per PN.

Viele Grüsse
Andrea

Beitrag von coco1902 28.04.10 - 16:22 Uhr

Hallo,

also ich bin immer für eine spontane Geburt.

Ich sollte einen KS bekommen wegen BEL (zum Glück hat er sich noch gedreht damals). Ich hab nur geheult und stand voll unter Stress. Denn wenn man einmal eine Geburt normal erlebt hat, dann ist es eigentlich toll, dass es geklappt hat.

Ich hatte auch mit Riss und Schnitt zu tun bei beiden Kindern. Und eine PDA durfte ich auch nicht bekommen.

Aber auch das 3. Kind wird normal auf die Welt kommen.

Ich möchte die Erlebnisse nicht missen.

Ich finde, man sollte sich nicht auf einen WunschKS einlassen, wenn man doch medizinisch gesehen auch af normalem Wege Kinder bekommen kann. Das ist nun mal die Natur des Menschen.

Ein KS ist auch eine OP mit Risiken und so, auch viel Stress für das Kind. Ich würde mir es echt überlegen. Für mich klingt es ein wenig egoistisch.

Aber letztenendes kann dir keiner von uns die Entscheidung abnehmen.


Alles Gute für Dich, wenns dann wieder soweit sein sollte ;-)



Beitrag von nordseeengel1979 28.04.10 - 17:38 Uhr

Ich habe ein Kaiserschnitt bekommen und würde das immer wieder machen :-)

Ich konnte/musste gleich am nächsten Tag wieder laufen, nur das direkte aufstehen hat etwas weh getan, weil man ja dabei den Bauch anspannt.

Nach 7 Tagen war der Schmerz kaum noch da und nach 2 Wochen war alles vergessen. Die Narbe heilt prima, zur Zeit merke ich wieder ein Gefühl in dem Bereich ( war bisher etwas taub ).

Lg Nordseeengel & Kira Marie 24.03.2010

Beitrag von bjerla 28.04.10 - 20:21 Uhr

Ich hatte einen geplanten KS, da meine Tochter recht schwer war und der Verdacht auf Missverhältnis zwischen ihrem Kopf und meinem Becken bestand.

Ich muss sagen die erste Woche war vor allem das morgendliche Aufstehen die Hölle. Aber nach 2 Wochen war der Spuk vorbei. Hatte anfangs auch ein schlechtes Gefühl, dass ich es nicht wenigstens spontan versucht habe. Aber nun steh ich absolut zu meiner Entscheidung und bin total froh es so gemacht zu haben.

Ich hatte auch Panik vor Schnitten und Rissen und alle dem und hab zugegriffen, als die Ärzte mir den KS anboten. Bin auch überzeugt davon, dass es am Ende eh einer geworden wäre.

LG

Beitrag von lieke 28.04.10 - 21:27 Uhr

Hallo,

also, wenn du dich wirklich entschieden hast, würde ich mich an deiner Stelle auch nicht hier von anderen Erfahungen/Meinungen beeinflussen lassen. Jede Geburt ist anders, egal ob KS oder spontan und jeder empfindet sie anders. Beides kann traumatisch in Erinnerung bleiben.

Ich kann deine Ängste durchaus nachvollziehen. Ich hatte KS, vaginal, vaginal mit Dammschnitt, dieser macht mir auch heute noch, 7 Monate später, Probleme. Im Wochenbett habe ich aus Spaß mal gesagt, beim nächsten Mal wieder ein KS.....(wobei der Spaß eher das "nächste Mal" war, denn die Familie fand 2 Kinder schon genug).

Allerdings kan ich definitiv sagen, auch mit dem Theater um den Schnitt war ich schneller fit als nach dem KS. Klar, man steht heutzutage schnell auf nach der OP, aber sich richtig fit fühlen und auch die größeren Aufgaben wieder bewältigen, das geht meiner Meinung ohne KS schneller.

Ich würde mich auch beim nächsten mal für die spontane Geburt entscheiden. Mir ist aber auch das Geburtserlebnis sehr wichtig, da ich es bei den ersten 2 Geburten nicht hatte. Ich finde auch, daß man dem Kind die Möglichkeit nimmt, solange zu "reifen" wie es braucht wenn man es früher holt ohne triftigen Grund.

Ich glaube übrigends auch,dass die erste Geburt immer die eingreifendste ist, weil man nicht weiß was einen erwartet und was man möchte. Was war denn der Grund für den Dammschnitt? Evtl könntest du hier mit einer guten Hebamme nach alternativen Entbindungsmöglichkeiten suchen?

Hast ja noch Zeit, kommt Zeit, kommt Rat!
Erstmal ss werden!;-)

LG,
Lieke

Beitrag von jesse1984 29.04.10 - 13:53 Uhr

Danke für die vielen lieben Tipps.
Also es ist schon so, dass ich das jetzt egoistisch mit dem Kaiserschnitt sehe, weil es mir nach der "normalen Geburt" die später in einer Zangengeburt mit Schneiden und Reißen geendet ist, sehr sehr schlecht ging. Ich konnte kaum selbst aufstehen, geschweige denn mein Kind versorgen und dass ging auch noch 2 Wochen zu Hause so. Ich habe innerhalb einer Woche über 15 Kilo verloren, und war nur noch schwach. Hatte auch einen total schlechten Eisenwert nach der Geburt. Ist wohl viel Blut geflossen.
Und dass man 1 Jahr nach einer normalen Geburt immer noch Probleme mit Wundheilung, Abszessen etc. hat finde ich nicht normal. Von der Geburt selbst habe ich kein Trauma, aber halt alles was im Wochenbett war.
Ich wollte mich hier mal informieren, weil mein Mann meinte, sprech doch mal mit MAMA´s die beides durch haben.
Ich werde auch noch mal mit meiner Frauenärztin über alles sprechen. Wie gesagt, noch ist es ja nicht so weit.

Beitrag von itsmyday 29.04.10 - 18:29 Uhr

Also, bei Deiner Vorgeschichte würde ich über eine weitere Spontangeburt gar nicht nachdenken....#hicks

Ich war so doof, mich zwei gräßlichen Saugglockengeburten zu unterziehen mit allem drum und dran......nur aus Angst vor dem "fiesen" KS. Beim letzten Kind nun war der KS nicht mehr vermeidbar und siehe da: ich ärgere mich, dass ich nicht immer einen KS gemacht hab.#augen

LG Itsy

Beitrag von jesse1984 29.04.10 - 18:39 Uhr

Ich hatte Glück, dass die kleine schon so weit ins Becken gerutscht war, dass ein Kaiserschitt erst nach Zange und Saugglocke versucht worden wäre und Zange klappt ja meistens. Lara war auch kein zieliches Kind. 4250 gr und man sagte immer sie wäre klein und zierlich, also würde ich mich da beim zweiten auch nicht mehr drauf verlassen.
Ich wurde ja auch eingeleitet und bekam die ganze Geburt Wehenmittel, weil ich immer nur Wehen für 2 mal Pressen hatte. Ich lag bestimmt über ne Stunde in den Presswehen und habe gemacht und getan und am Ende hing sie mit Ihrem Kopf unter meinem Scharmbeinknochen und die Zange musste her.....

Beitrag von brautjungfer 29.04.10 - 20:40 Uhr

hallo,

wenn der Kopf des Kindes unter deinem Schambeinknochen lag, war das Köpfchen falsch eingestellt. lagst du während den Wehen die meiste Zeit? bei so einer Kopfeinstellung kann man kleine "Übungen" machen damit der Kopf die richtige Einstellung bekommt. damit wäre auch die Zange überflüssig gewesen.

lg

Beitrag von jesse1984 29.04.10 - 20:43 Uhr

Ich lag viel aber wir haben auch einige Übungen wie beispielsweise den Vierfüsslerstand gemacht.
Der Kopf ist in der ganzen Schwangerschaft bzw. letzten Teil auch nicht ins Becken gerutscht. Das ist alles erst unter der Geburt passiert.
Wie gesagt, ich konnte selbst auch nicht mehr pressen weil a) erschöpft und b) Wehen, die nur für 2 x reichten....

Beitrag von brautjungfer 29.04.10 - 21:19 Uhr

das der Kopf erst während den Wehen ins Becken rutscht kommt oft vor und ist nicht schlimm. ich war natürlich nicht dabei, aber sowas was du erlebt hast kommt meist vor wenn die Frau unter den Wehen viel liegt. laufen oder ähnliches wirkt sich viel positiver auf den Geburtsverlauf aus und beugt Komplikationen vor.
außerdem schreitet die Geburt meist auch schneller voran weil der Muttermund sich schneller öffnen kann.
leider wird einem das im KH nicht gesagt. weiß das auch nur, weil meine Hebamme mich bei meiner zweiten Geburt darüber aufgeklärt hat.

ich kann dich verstehen, das du Angst hast das es wieder so wird wie bei deiner ersten Geburt. aber jede Geburt ist anders.
ich habe auch schon beides hinter mir und strebe jetzt wieder eine Spontangeburt an.

Beitrag von kathrincat 30.04.10 - 16:36 Uhr

ich hatte eine ks, das es einer werden würde wusste ich schon vor der schwangerschaft. ich muss sagen immer wieder auch wenn ich nicht müsste, schnell, fast schmerzfrei, fürs kind ungefährlicher. wenn ich da von freundinnen mit normaler geb. höre, die waren horrorgeschichten, darauf kann ich locker versichten, die schmerzen, die verletzungen.