Wochenbett-Depris....

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von giraffchen84 28.04.10 - 13:49 Uhr

Hallo urbis,

ich suche, wenn möglich, Erfahrungen und Berichte zum Thema Wochenbett-Depression.
Gerne auch per PN, man schreibt ja nicht so gerne öffentlich darüber.
Mein Zwerg ist heute 10 Tage alt und seit einer Woche gehts mir mega-beschissen. Der Besuch meiner Hebi ist das Highlight meines Tages,mein Mann und ich reden nicht mehr miteinander usw.

Hat es jemanden von euch schon mal "getroffen"? Was habt ihr gemacht? Kann man was nehmen? Wo seit ihr hingegangen?

Lg Giraffe (mit kleinem Wunder, 10 Tage alt, die aber selbst nicht mher weier weiß)

Beitrag von traumwolke23 28.04.10 - 15:16 Uhr

huhu...
also mein kleiner ist heute 11 tage alt.
mir gings die erste zeit auch ganz ganz beschissen. alles tat weh, ich konnte fast nichts alleine machen, alles hat mein mann erledigt und da war auch der knackpunkt. das hat mir mehr als alles andere zu schaffen gemacht. da hab ich echt fiese depris gehabt. ich hab ihm gesagt er solle mich nur noch hier liegen lassen und mit dem kurzen abhauen und sich ein schönes leben machen, damit ich ihm nicht länger zur last falle.

ich weiss wie schlimm das ist.
ich hab keine professionelle hilfe in anspruch genommen.
steiger dich da bitte nihct rein.

ich hab immer gedacht er ist abweisend zu mir, ich nerv ihn etc...dabei ist er nur hundemüde und wollte garnicht s zu mir sein.
was ich damit sagen will, ist das man da sehr viel rein interpretiert und sich viel "zusammenspinnt".

sprech ihn mal drauf an.

ich wünsch dir viel kraft.

lg

Beitrag von chibimoon 28.04.10 - 17:38 Uhr

Hallo,

ich habe leider Probleme mit einer Wochenbettdepri gehabt :-( Es ist nicht sehr schön. Hilfe bekommst du bei deinem Frauenarzt, er kann dich beraten und nötigenfalls eine Therapie oder Medis verordnen .

Wenn du weitere Fragen hast kannst du mir gerne schreiben .

Chibimoon

Beitrag von sohappy 28.04.10 - 18:48 Uhr

Mensch du arme#liebdrueck
ich würde dir empfehlen mit deiner Hebamme zu sprechen! Ich hatte auch ein paar tage wo es mir wirklich schlecht ging, es ging allerdings von allein weg. Das ist leider nicht immer der FAll, evtl musst du Medikamente nehmen oder eine Therapie machen.Ich finde es ganz toll das du schonmal hier offen darüber schreibst und Hilfe suchst, ich wünsche Dir ganz viel Kraft!!

Beitrag von svala 28.04.10 - 20:12 Uhr

Hallo Giraffe,

mensch gibt Dir und Deinem Mann ein bisschen Zeit #liebdrueck. Euer Leben wurde vor 10 Tagen komplett auf den Kopf gestellt. Das was Du jetzt "durchmachst" und auch Dein Mann, ist meiner Meinung nach nicht unnormal. Mir ging es in den ersten zwei - vier Wochen genauso. Es war Anfangs wirklich schlimm und wurde dann aber nach und nach immer besser. Nach acht Wochen war Alles überstanden und die großen Glücksgefühle kamen und das Tolle ist, sie werden immer mehr (zumindest bei mir) und das seit jetzt 18 Monaten #verliebt.

Ich bin mir sicher, dass gerade Frauen, die perfekt sein wollen, diese Probleme haben, denn mit dieser Veränderung muss man gleichzeitig lernen, dass das "perfekt" sein, nicht möglich ist.

Sprich viel über deine Gefühle, zeige sie und weine, wenn Dir danach ist. Es wird sicher besser. Gut ist sicher, wenn Du Deiner Hebamme ganz offen erzählst, wie Du Dich fühlst. Sie wird - wenn sie eine gute Hebamme ist - schnell einschätzen können ob es "nur" der Babyblues ist oder wirklich schon eine Wochenbettdepression, die professionelle Hilfe notwendig macht.

Viele liebe Grüße
Svala

Beitrag von nicola_noah 29.04.10 - 16:48 Uhr

Hallo,

Ich hatte vor 6 Jahren eine ganz ganz schlimme Wochebettdepression.
So schlimm das ich Suizidgedanken hatte#schmoll

Ich habe zum Glück schnell selber gemerkt was mit mir los ist und habe mich selber in eine Psychiatrische Tagesklinik einweisen lassen.
Dort war ich dann 12 Wochen mit Medikamentöser Unterstützung....

LG

Nicola

Beitrag von giraffchen84 29.04.10 - 20:13 Uhr

Hallo liebe urbis.

danke für eure Antworten!

Ich habe es bei meiner Hebamme angedeutet, die ist wirklich TOTAL klasse und ganz ganz lieb - sie meinte einen Tag später, sie würde sich auch Sorgen um mich machen und mit ihrer Hilfe habe ich schonmal einen Termin bei einer Stelle für Wochenbettdepressionen - die können mir dann wohl sagen, wie es weiter geht....

Mein Leben steht tatsächlich seit 10 Tagen auf dem Kopf, und es braucht bestimmt wirklich Zeit, das zu begreifen und damit klar zu kommen und es stimmt auch, das ich zu den ganz schlimm perfektionistischen Frauen gehöre, die alles immer toll machen wollen.....
Ich habe einfach nur das Gefühl, das sich das nicht wieder gibt. Mir macht nichts mehr Spaß, alles, was ich tue, tue ich so, als würde ich mir selbst dabei zusehen.

Schwierig...

Danke euch auf jeden Fall für die Antworten!


Beitrag von julibraut 29.04.10 - 22:03 Uhr

Gut, dass du gleich Unterstützung bekommen hast.
Ich hatte nach der Geburt von unserem Kleinen auch eine Wochenbettdepri. Meine Hebamme war auch sehr verständnisvoll und hat mir gleich eine Psychiaterin vermittelt. Mit ihrer Hilfe und mit Johanniskrauttabletten, hatte ich das Ganze nach 2 Monaten einigermaßen überwunden. Es gibt zwar jetzt auch noch Tage, an denen es mir nicht so gut geht. Aber ich denke, dass ist normal.
Ich bin meiner Hebi so dankbar, dass sie meine Probleme sofort ernst genommen hat und mich so toll unterstützt und immer wieder aufgebaut hat.
Kopf hoch, auch bei dir wird es wieder (auch wenn du dir das im Moment sicher nicht vorstellen kannst).

Beitrag von moonlight83 30.04.10 - 20:17 Uhr

Hallo,
lass Dich vom Hausarzt zu einem Neurologen überweisen.
Der kann dann entscheiden, ob Du z.B. Antidepressiva benötigst und ob eine Therapie sinnvoll wäre.