Würdet Ihr einen Anwalt einschalten?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von ratlosundverzweifelt 28.04.10 - 14:21 Uhr

Guten Tag!

Ich weiß, dass ich hier in dieser Kategorie nicht ganz richtig bin mit meinem Anliegen, aber ich möchte gerne in schwarz schreiben und das kann ich eben nicht in jeder Kategorie.

Vorweg: Die Geschichte wird etwas länger, denn um alles verständlich darzustellen, muss ich etwas weiter ausholen. Sollten dennoch Fragen bestehen, bin ich natürlich gern bereit, diese zu beantworten.

____________________________________________

Wir, das soll heißen meine Familie und ich (Mann, bald drei Kinder) haben uns vor gut zwei Jahren entschlossen, das Haus meiner Eltern zu übernehmen und von Grund auf zu sanieren. Es ist ein Mehrfamilienhaus und von Anfang an war klar, dass meine Eltern dort auch wohnen würden.
Das war unser erster Fehler, denn ich hatte nie wirklich ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter, aber weit davon entfernt, dass es so eskalieren könnte, wie es derzeit scheint.

Meine Mutter ist sehr dominant und alles muss nach ihrer Pfeife tanzen. Tut das jemand nicht, wird er entweder direkt von ihr bedroht oder aber - und so ist es meistens - mit Nachbarn oder Bekannten schlecht geredet. Über letzteres könnte man noch hinwegsehen, wenn dieses Gerede nicht auf üblen Verleumdungen (Diebstahl, Kindesmisshandlung, Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft etc.) basieren würde.
Darüber hinaus haben mein Vater und sie kurz vor der Überschreibung des Hauses an meinen Mann und mich eine Hypothek über 220.000€ (!!!!!!) aufgenommen über eine Laufzeit von 25 Jahren, weder über eine Risikolebens- noch über eine Restschuldversicherung abgesichert. Niemand weiß, wo dieses Geld abgeblieben ist! Ins Haus oder Grundstück wurde es definitiv nicht investiert, es ist einfach irgendwo VERPUFFT!
Mmmh, dann kam es wie es kommen musste: Mein Vater ist tot umgefallen (ich entschuldige mich für die saloppe Ausdrucksweise, aber es war tatsächlich so) und meine Mutter kann die hohe Kreditrate (angeblich!) nicht mehr bedienen.
Nebenbei sei angemerkt, dass sie inkl. ihrem Gehalt und der Rente meines Vaters rund 2.500EUR netto im Monat zur Verfügung hat als alleinstehende Person, der Kredit würde 1.400 EUR in Anspruch nehmen.
Für mich hört sich das nicht unlösbar an, im Gegenteil, ich könnte mir vorstellen, als alleinstehende Person sehr gut mit 1.100 EUR monatlich über die Runden zu kommen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Sie will, dass wir ihre Schulden übernehmen, da uns ja nun schließlich das Haus gehört.
Anfangs haben wir noch über einen Kompromiss nachgedacht, waren bei verschiedenen Banken und Bausparkassen und haben versucht, eine Umschuldung zu dritt zu stemmen, leider jedes Mal erfolglos.

Dann haben wir darüber nachgedacht, sie monatlich mit einem kleinen Betrag zu unterstützen, was uns allerdings im Moment kaum möglich ist, bei bald drei kleinen Kindern und nur noch einem Verdiener (unser Kredit für die Sanierung muss ja auch noch abbezahlt werden).
Sie lehnt alles ab.
Jeder Versuch mit ihr zu reden, ist zwecklos. Wir hatten sogar einen günstigen Baufinanzierer nach über anderthalb Jahren der Suche gefunden, der ihr Darlehen umschuldet, was ihr monatlich nochmals dreihundert Euro einsparen würde. Allerdings hatten mein Mann und ich daran die Bedingung geknüpft, dass dieser Kredit zumindest zum Teil abgesichert werden soll, aber das sieht sie nicht ein, denn sie ist die Schulden ja los, wenn sie mal stirbt.

Die gesamte Summe abzusichern ist in ihrem Alter zu teuer, das sehen wir ein, aber wenn wenigstens 30 -50% abgesichert wären, wären wir bereit gewesen, der Finanzierung und somit Eintragung im Grundbuch zuzustimmen.
Um eins noch klarzustellen, als wir das Haus übernommen haben, zeigte man uns Grundbuchauszüge, bei denen 60.000€ Hypothek ausgewiesen waren. Den aktuellsten Grundbuchauszug, der nur wenige Wochen älter war und 220.000€ auswies, zeigten meine Eltern uns nicht, sondern verschwiegen es.

Bislang haben wir keine Lösung für das Problem gefunden. Vielleicht kann uns hierzu mal jemand einen Tip geben.
Ergänzend ist noch zu sagen, dass die Schulden meiner Eltern natürlich an erster Stelle im Grundbuch stehen, unsere Sanierungshypothek erst an zweiter Stelle. Somit haben wir auch ím Falle eines Verkaufs nicht gerade die besten Voraussetzungen.


Nun zum zweiten, eigentlichen und mich wirklich bedrückenden Problem:

Da mein Mann und ich nicht so mitspielen finanziell, wie meine Mutter es gerne hätte (siehe oben), droht sie uns zusehends mit immer absurderen Vorwürfen.
Anfangs hieß es nur, wir würden den Haushalt vernachlässigen, es sei dreckig bei uns, wir wären zu faul, um zu arbeiten (sind beide noch voll berufstätig und auch immer gewesen in den letzten Jahren). Als sie merkte, dass das nicht zog bei uns, fing sie an zu erzählen, wir würden die Kinder misshandeln(!!!!).
Als das unser Großer mitbekommen hat (Anmerkung: Sie wirft nicht nur uns das vor, sondern erzählt dies auch im Dorf herum z. B. dem Pfarrer) hat er sie (zunächst ohne unser Wissen) zur Rede gestellt, dass sie aufhören solle, so etwas rumzuerzählen.

Da ist sie dann auf den Jungen los, von wegen sie würde ihn enterben, er sei es nicht wert, dass sie weiterhin für ihn in eine Versicherung einbezahle etc. (Hallo???? Der Junge ist 12 und musste schon spüren, dass ihre Liebe nur so weit reicht, wie alle nach ihrer Schnauze reden und tun, was sie verlangt).

Mein Mann und ich fanden es unfassbar, wie sie mit unserem Sohn umgesprungen ist und haben sie daraufhin zur Rede gestellt. Sie wies alles von sich, sie hätte so etwas nie gesagt, niemals so reagiert.
Dann sprach uns der Pfarrer unserer Gemeinde an. Er hätte gern einen Gesprächstermin mit uns.
An diesem Termin erklärte er uns dann, dass meine Mutter sich an ihn gewendet habe, weil wir unsere Kinder körperlich und seelisch misshandeln würden!!!!
Da wir in der Gemeinde sehr aktiv sind und er uns und unsere Kinder daher sehr gut kennt, konnte er sich das nicht so wirklich vorstellen und hat daher erst um eine Gespräch mit uns gebeten, bevor er das Jugendamt einschaltet. Letzteres hat er im Anschluss an dieses Gespräch nicht getan.
Er hat geäußert, dass er seit Jahren beobachtet, dass meine Mutter sich "eine eigene Welt aufbaut", in der nur ihre Wahrheit und vor allem ihre Wahrnehmung eine Rolle spielt.

Ja, das war natürlich nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was vorgefallen ist. Es gibt noch viele andere Dinge, deren Schilderung hier einfach den Rahmen sprengen würden. Daher habe ich die beiden wichtigsten Punkte (die Vorwürfe und die Geldangelegenheit) in den Vordergrund gerückt.

Nun wissen wir nicht mehr, wie wir uns verhalten sollen. Sollen wir einen Anwalt einschalten? Sollen wir eine Anzeige wegen Verleumdung in die Wege leiten? Bislang ignorieren wir sie so gut es geht, aber es eskaliert immer weiter. Es eskalierte aber auch, als wir noch auf direkten Konfrontationskurs gegangen sind und jedes Mal das Gespräch gesucht haben.
Also wie mans macht, ist es verkehrt.

Wie würdet Ihr Euch verhalten?
Umziehen etc. ist klar, aber die Zeit bis dahin und die Zeit danach? Ich will keinen Kontakt mehr dann zu dieser Frau.

Liebe Grüße
ratlosundverzweifelt

Beitrag von kleinemimi 28.04.10 - 14:56 Uhr

Hallo,

also wenn ich das richtig verstanden habe, haben sie Euch das Haus überschrieben mit Schulden? Wie lief das denn ab? Ihr seid zum Notar und der hat ein Schriftstück gemacht? Die Frage ist inwieweit ihr nachweisen könnt das sie Euch die Schulden verschwiegen haben, dann würde ich versuchen dagegen vorgehen. Aber mir kommt grad ein Gedanke, sie haben den Kredit aufgenommen mit Sicherheit des Hauses richtig? Zu der Zeit wo sie noch Eigentümer waren? Dann haben sie überschrieben und Ihr seid Eigentümer geworden, aber Schulden überschreiben sich doch nicht mit oder? Also ich glaube hier ist ein Anwalt am Besten aufgehoben und wegziehen würde ich gar nicht dann lieber die Frau vor die Türe sitzen denn Mutter wäre sie für mich nicht mehr.

Beitrag von ratlosundverzweifelt 28.04.10 - 15:00 Uhr

Hallo kleinemimi,

ja, Du hast das richtig verstanden. Sie haben kurz vor der Überschreibung des Hauses noch einen hohen Kredit aufgenommen und uns lediglich über einen Teil der Summe (60.000€) in Kenntnis gesetzt.
Vor die tür setzen geht leider nicht so einfach, da sie ein lebenslanges Wohnrecht hat.
Die Schulden überschreiben sich zwar nicht mit, lasten aber auf dem Haus. Soll heißen, wir haften zwar nicht persönlich für die Schulden meiner Eltern, allerdings das Haus und das wird schlimmstenfalls zwangsversteigert, wenn meine Mutter ihren Kredit nicht bedient.

Ach, es ist arg verzwickt.

Noch schlimmer treffen uns allerdings ihre Vorwürfe, wir würden die Kinder misshandeln.

LG

Beitrag von kleinemimi 28.04.10 - 15:05 Uhr

Ganz ehrlich gehe zum Anwalt, für mich ist das Betrug und unter aller Sau. Mit dem Verleumden ist so eine Sache, ich glaube Dir das Dich das trifft bzw Euch, da würde ich aber nicht soviel darauf geben und die Meinung des Pfarrers gibt Euch ja Recht. Soll sie weiter streuen, irgendwann glauben die Leute ihr nichts mehr. Und sucht Euch einen ordentlichen Anwalt, sonst geht Ihr an der Sache finanziell unter! Was soll sie davon haben, wenn das Haus versteigert wird? Ich würde ihr ne ganz klare Ansage machen und ihr vor Augen führen das sie dann auf der Strasse sitzt wenn es zur Vollstreckung kommt und sie Privatinsolvenz anmelden muss dann bleibt nicht mehr viel von ihren 2.500 im Monat, dann wacht sie vielleicht auf.

LG Mimi

Beitrag von ratlosundverzweifelt 28.04.10 - 15:16 Uhr

Hallo Mimi,

wir hatten auch den Gedanken, dass die Leute irgendwann begreifen werden, dass sie nur Unsinn erzählt. Die meisten Menschen begegnen uns ja auch genau so und fragen mich schon, ob meine Mutter unter einer Geisteskrankheit leidet.
Allerdings habe ich auch auf der anderen Seite angst, dass ihr doch mal jemand Glauben schenkt und wir dann irgendwie Ärger bekommen (wir haben zwar nix zu verbergen, aber herausfordern muss diesen bürokratischen Ärger ja auch nicht).
Ich werde mich zu beiden Punkten mal anwaltlich beraten lassen.
Danke für Deine Antwort!

Gruß

Beitrag von kathi.net 28.04.10 - 15:35 Uhr

Auf dem schnellsten Weg zu einem Anwalt!!!!

Ihr müßt bei der Umschreibung aber wirklich mit verbundenen Augen gesessen haben. Denn normalerweise liegt zu diesem Termin ein Grundbuchauszug vor in dem die Hypothek (Grundschuld) eingetragen ist. Also kann ich mir nicht vorstellen, wie man so etwas nicht sehen kann/will.
Zumal ihr ja froh sein könnt, dass sie den Kredit überhaupt bedient. Würde sie das nicht machen, hättet ihr ein echtes Problem.

Zu dem Verhalten deiner Mutter fehlen mir echt die Worte. War sie schon immer so?

LG Kathi

Beitrag von ratlosundverzweifelt 28.04.10 - 15:55 Uhr

Hallo Kathi,

es lag ja ein Grundbuchauszug vor, der auch nur wenige Wochen alt war. Kein Mensch ist auf die Idee gekommen, dass in diesen wenigen Wochen nochmals eine so hohe Hypothek aufgenommen wurde.
Wie geschrieben haben wir den Grundbuchauszug gesehen, aber eben nicht den richtigen.
Meine Mutter war schon immer.....nennen wir es schwierig. Aber dieses Verhalten konnte niemand voraussehen.
Klar, wenn sie aufhört, den Kredit zu bedienen, so wie sie es angekündigt hat, haben wir ein echtes Problem.
Wir haben vorsorglich im Februar das Haus einwerten lassen , um einen aktuellen Marktpreis zu bekommen. Sollte es tatsächlich so kommen, werden wir versuchen, das Haus zu verkaufen, bevor es zu einer Zwangsversteigerung kommt.
Aber einfach wird das sicherlich nicht werden.
Dank Dir!

Beitrag von windsbraut69 28.04.10 - 16:04 Uhr

Ich versteh die finanzielle Geschichte nicht.
Die eingetragene Hypothek hättet Ihr doch spätestens bei der Grundbuchumschreibung sehen müssen...

Wie kann denn ein so hoch belastetes Objekt überhaupt umgeschrieben werden?

Beitrag von ratlosundverzweifelt 28.04.10 - 16:24 Uhr

Hallo Windsbraut,

was meinst Du mit diesem Satz >>Wie kann denn ein so hoch belastetes Objekt überhaupt umgeschrieben werden? <<

Warum sollte eine Umschreibung nicht möglich gewesen sein? Das hätte man uns doch sagen müssen, oder?

Beitrag von windsbraut69 28.04.10 - 16:42 Uhr

Ja, ich kann es nicht nachvollziehen, dass Ihr keinen aktuellen Grundbuchauszug bekommen habt durch den Notar bzw. wie man ein Haus überschreiben kann, wenn da noch soviel Schulden drauf sind...

Wenn der Kredit Deiner Mutter jetzt platzt und das Haus unter den Hammer kommt, was ist dann mit der Sicherheit für Euren Kredit?

Beitrag von gh1954 28.04.10 - 18:03 Uhr

Noch etwas verstehe ich nicht: Den Kreditvertrag über diese 220 000 Euro haben doch deine Eltern unterschrieben. wie kommt deine Mutter auf die Idee, dass IHR das bezahlen sollt?
Du musst härtere Bandagen anziehen, es geht um eue Existenz.

Beitrag von gh1954 28.04.10 - 18:01 Uhr

>>>Die eingetragene Hypothek hättet Ihr doch spätestens bei der Grundbuchumschreibung sehen müssen... <<<

Das verstehe ich auch nicht, als wir unser Haus gekauft haben, lag ein aktueller Grundbuchauszug vor, aus dem ersichtlich war, dass die Vorbesitzer des Hauses alle Verbindlichkeiten abgelöst hatten.

Beitrag von alpenbaby711 28.04.10 - 20:48 Uhr

Also ich würde klar sagen da sie euch ganz offensichtlich betrogen hat ist die Frage ob der Vertrag überhaupt zutreffend ist und ob er nicht anfechtbar ist. Denn sie hat euch beschissen und damit könnte der Vertrag hinfällig sein. Das aber wird nur ein Anwalt klären können. Den hol dir dringend oder willste auf so ne Person echt noch Rücksicht nehmen?
Ela

Beitrag von nur ich 28.04.10 - 15:05 Uhr

hallo erstmal.

Ich würde einen Anwalt in ANspruch nehmen alleine Schon wegen der 220 TSD € Hypothek die euch deiner Aussage nach Verschwiegen wurde. Fakt ist das diese Hypothek nicht von euch Aufgenommen wurde. Desweiteren ist die Frage wie sich das mit dem Wohnrecht für deine Mutter darstellt. sollte es möglich sein würde ich sie Ausziehenn lassen. Ihr habt das Haus überschrieben bekommen, Geld und Arbeit investiert. Zudem wäre eine Klage gegen deine Mutter zwegs Unterlassung der Vorwürfe und Verleumdungen in Betracht zu ziehen. Da ihr nach einem Umzug keinen Kontakt mehr wünscht ist die Reaktion darauf sage ich mal Nebensächlich. Aber das Spiegelt nur meine Meinung wider. Ich würde mir auf jeden Fall Fachkundige Anwatliche Beratung in Anspruch nehmen.

Kopf Hoch alles Gute

Nur ich

Beitrag von ratlosundverzweifelt 28.04.10 - 15:11 Uhr

Vielen Dank für die Antwort.
Ich denke auch, wir werden um anwaltlichen Beistand in beiden Belangen nicht drum herum kommen.
Aber vielleicht lässt das dann etwas Licht ins Dunkle!
Merci!
Gruß

Beitrag von caterina25 28.04.10 - 15:27 Uhr

Wie meine Vorschreiberin schon schrieb....es hört sich für mich schon so an, als seit ihr einem Betrug aufgesessen, da ihr von viel niedrigeren Schulden ausgegangen seid, und der Notar eigentlich hätte dafür sorgen müssen, dass der neueste Grundbuchauszug vorliegt, er hätte dies nicht beurkunden dürfen. Ein Anwalt kann euch sicher raten, ob man den kaufvertrag anfechten kann.

Ich würde Dir tatsächlich raten, so schnell wie möglich das mit den Schulden mit Deiner Mutter zu klären.

Eins ist sicher: Zahlt sie nicht und widersetzt sich einer vernünftigen Lösung, kommt es schneller zu einem Zwangsversteigerungsverfahren als ihr lieb sein kann. Ich würde ihr das knallhart sagen:Zahl oder zieh aus! Schliesslich hat sie ja das Geld verbraucht und nicht ihr. Aber ihr seit nun die Leidtragenden! Wenn sie das Darlehen nicht bedient, ist das haus sehr schnell weg.

Oder ihr verkauft es selbst! Mit dem Erlös werden die Schulden getilgt und jeder geht seiner Wege. Das ist zwar ebenfalls hart, aber eine Lösung muss ja gefunden werden. Bei einer Zwangsversteigerung verliert man sehr viel Geld. Also dann wohl besser selbst privat verkaufen.
Sie verhält sich nicht wie eine Mutter, also soll sie künftig eben alleine ihren Weg gehen und ihr euren Weg.
Alles Gute!
Für Deine Kinder ist es doch sehr schlecht, wenn die eigene Oma so schlecht über sie redet.

Beitrag von ratlosundverzweifelt 28.04.10 - 16:00 Uhr

Hallo Caterina,

bevor es zu einer Zwangsversteigerung kommt, werden wir natürlich versuchen, das Haus auf normalem Wege zu veräußern.
Aber das ist alles so unnötig, denn eigentlich könnte sie bezahlen, Ihr einkommen ist ausreichend. Sie will nur einfach nicht und versucht uns mit allen Mitteln unter Druck zu setzen.
Oh Mann, echt schwierig.

Danke für Deine Antwort.
Gruß

Beitrag von nur ich 28.04.10 - 15:51 Uhr

Halo Nochmal.

Also wie schon Erwähnt, solltet Ihr euch Anwaltlich beraten lassen. Zu der Sache mit der Privatinsolvenz kann ich aus Erfahrung Sagen das Einem Alleinstehenden, ohne Unterhaltspflichtigen Personen (Kinder Ehegatte oder Gattin) Sage und Schreibe ganze 930 € belassen werden. Sprich wenn deine Mutter sich Weigert und das Dahrlehen nicht bedient (weil sie nicht kann oder will) wird das Haus Verschleudert (zwangsversteigert) und sie muss die nächsten 6 Jahre mit dem Geld Auskommen. Zudem ist das Anmelden einer Insolvenz kein Zuckerschlecken. Denn das muss beim zuständigen Amtsgericht gemacht werden die einen Insolvenzverwalter bestimmen. Vor diesem muss deine Mutter dann im Sprichwörtlichen Sinne die Hosen runterlassen und ALLES offenlegen was an Besitzstand da ist. Zudem muss Sie einen Gutachter ERtragen der sich die Gegenstände Ansieht und Bewertet, Erfahrungsgemäß weit unter dem Reellen Wert. Ihr werden nur Noch die DInge belassen die zum Normalen Leben gehören. mal als Beispiel, deine Mutter hat einen Schwäbischen Wagen mit STern auf der Haube, so würde er Verkauft und sie müsste einen kleinen Wagen fahren. So geht das dann durch die Bank weiter. Vielleicht solltest du ihr das mal und die Zahlen unter die Nase halten, so das sie evtl sich doch noch auf eine von euch vorgeschlagene Beteiligung so wie du sie erwähnt hast einlässt.

Kopf hoch alles Gute

Nur ich

Beitrag von ratlosundverzweifelt 28.04.10 - 16:02 Uhr

Danke für den Hinweis mit der Privatinsolvenz.
Ich werde ihr das mal so vor Augen führen.
Muss sie vor einer Zwangsversteigerung denn zwangsläufig auch eine Privatinsolvenz in die Wege leiten lassen?

LG

Beitrag von nur ich 28.04.10 - 16:12 Uhr

ich denke das eine Zieht das Andere mit sich. EIne Zwangsversteigerung ist eine Folfge von Zahlungsunfähigkeit. Zahlungsunfähigkeit zieht die Insolvenz mit sich. Nur was mir gerade Einfällt ist das daß Haus, an euch überschrieben wurde. Da weiss ich ehrlich gesagt nicht wie das dann mit der Versteigerung aussieht. Ihr habt ja nur das Haus übernommen aber nicht die Schulden wenn es sich so darstellt wie du Geschrieben hast (Beweislage, nicht Zweifel an der Tatsache). Sollte das so sein hat deine Mutter ein kleines Problem, denn wenn ihr nachweisen könnt das ihr nichts von der Hypothek über 220 TSD € wusstet und das Haus aber in eurem Besitz bleibt, können die das nicht Zwangsversteigern. Somit hat deine Mutter noch weniger Mittel um die Schulden zu Tilgen denn es Fällt kein Erlös von dem Verkauf/Versteigerung ab. Dann besteht das Risiko das die Insolvenz mangels Masse abgelehnt werden kann. Das würde im Umkehrschluss Bedeuten das der durch die Insolvenz bestehende Gläubigerschutz entfällt. Heisst Gerichtsvollzieher und Kollegen samt Mahnbescheide und soweiter sind Ihre Besten Freunde(Achtung Ironie ;-)) und Bevorzugte Lektüre. Aber ich wiederhole immer wieder gerne genau kann es nur ein ANwalt klären.

Kopf hoch und alles Gute

Nur ich

Beitrag von ratlosundverzweifelt 28.04.10 - 16:26 Uhr

Ohje, das wird echt kompliziert.
Ich habe nun telefonisch einen Termin mit einem Anwalt für nächste Woche vereinbart.
Ich hoffe, wir steigen dann etwas mehr durch. Es ist alles recht wirr im Moment.
Sicherheitshalber werde ich auch alle Unterlagen von damals noch einmal mitnehmen. Vielleicht kann man ja wirklich beweisen, dass wir nichts wussten von dieser hohen Belastung bzw. dies erst zu spät erfahren haben.
LG
Heike

Beitrag von nur ich 28.04.10 - 16:28 Uhr

ich drücke dir auf jeden fall die Daumen das alles Klappt

Beitrag von nur ich 29.04.10 - 10:44 Uhr

ach was mir gerade Einfällt. Wenn man in Zahlungsverzug gerät, wird sehr oft und Regelmäßig eine Eidestattliche Versicherung verlangt. Wird diese nicht Freiwillig abgegeben, oder durch ein Insolvenzverfahren unterbunden, kann die Abgabe durch eine Erzwingungshaft Erwirkt werden. Sprich es wird ein Haftbefel zwecks Abgabe der EV ausgestellt, und deine Mutter würde wie ein Gewöhnlicher verbrecher von der Polizei Verhaftet werden. Da ihr wenn ich mich recht Erinere in einem Kleinem Ort Wohnt denke ich mal das Sie sich der Gefahr zum Gesprächsthema zu werden nicht aussetzen möchte.

Zudem wird bei einer Ev ALLES abgefragt was an Besitzstand da ist.

Barvermögen. Konten Lebensversicherungen, Schmuck, Wertvolle Kleidung, die über den Normalen Bedarf hinausgeht. Lebensmitel Vorräte die den Bedarf von mehr als Vier wochen Übersteigen. Wertvolle Haustiere. USW. Ich denke das ist auch eine Kleine Hilfe die ihr einsetzen könnt um druck zu machen.

Ich drücke die Daumen das ihr zu einer Lösung kommt.

Kopf Hoch

Nur Ich

Beitrag von manavgat 28.04.10 - 17:35 Uhr

Also ich fasse das mal zusammen:

Ihr habt Euch in eine existenzbedrohende Situtation hinein manövriert und habt eine Person im Kreuz, die alles zum Kippen bringen kann und deren Verhalten nicht kalkulierbar ist.

Und da fragst Du noch?

Ja, lasst Euch von einer Anwältin oder einer Schuldenberatungstelle beraten.

Alles andere kostet Zeit, Geld und Nerven, die ihr nicht habt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ratlosundverzweifelt 29.04.10 - 09:46 Uhr

Hallo Manavgat,

Du hast es auf den Punkt gebracht.

Wir werden uns auf jeden Fall beraten lassen und dann schauen, wie wir in Zukunft weiter vorgehen. Hoffentlich finden wir eine akzeptable Lösung.

Gruß
ratlosundverzweifelt

  • 1
  • 2