Der Goth und die "Räppaa"

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Beitrag von punisher 28.04.10 - 15:17 Uhr

Es soll ja Leute geben, die meinen, ein Hip-Hopper sei eine neue Hasenzüchtung, so wie ich zum Beispiel.

Wieder andere fragen immer wieder: "Räpp? Des isch doch dieser Sprechgesang?!?"

Ich habe mir das genau erklären lassen was das für seltsame Leute sind, und will das gelernte natürlich weitergeben.

Der Hip-Hopper an sich ist ein sehr solidarischer, selbstbewußter und toleranter Typ. Und immer mehr junge Leute zwischen 10 und 15, oder solche die es geistig geblieben sind, bekennen sich inzwischen zu dieser Gattung Mensch.

Einen Hip-Hopper erkennt man meist schon am äußeren Erscheinungsbild, was oft zu Unverständnis und Grübeleien führt.

Viele Menschen fragen sich nämlich: "Wieso gehen die nicht aufs Klo, wenn sie dringend müssen?" oder "Denken die etwa, da wachsen sie noch rein?", wenn sie einen Blick auf die gewählte Hosengröße werfen.

Der Hip-Hopper ist ein sehr stilbewußter Mensch und achtet sehr auf sein Äußeres. Die stilechten Kleidungsstücke sind ein Muss für jeden Hip-Hopper und ist deren Erkennungszeichen.

Das wichtigste Kleidungsutensil ist die Hip-Hopper-Hose, auch "Baggy-Pants" genannt (sprich: bägi pänts).

Diese muss knapp über den Knien hängen und mindestens so breit sein, dass zwei weitere Hip-Hopper in sie hineinpassen. Diese Tradition hat natürlich seinen Ursprung: Die Afro-Amerikaner in den USA (von vielen Hopper auch "Niggaz" genannt) bekommen vom Staat solche schicken weiten Hosen geschenkt, damit sie den Gefängniswärtern nicht so leicht davonlaufen können.

Bei uns hierzulande muss es dann wohl so sein, dass diese Hosen getragen werden, damit ein Grund besteht, nicht mit den Mädels tanzen zu müssen und cool rumstehen zu können. Wäre ja auch megapeinlich wenn einem auf der Tanzfläche die von Mutti ausgesuchte Feinrippbuchse entgegen blitzt, weil die "bäggipänts" gerade um die Knöchel flattern.

Es leben meine engen Lederhosen !

Der Hip-Hop hat seine Wurzeln übrigens in den USA, wo die "Ghetto-Gangster-Niggaz" keinen Bock mehr auf Rock hatten und stattdessen ihre eigene "Musik" erfanden: den Hip-Hop. Deshalb wollen auch so viele weiße Hip-Hopper schwarz sein, weil die nämlich den Hip-Hop erfunden haben und deshalb die besten sind.

Kann ich nachvollziehen, ich bin schliesslich auch ein "schwarzer".

Der musikalische Teil des Hip-Hops äußert sich darin, dass ein MC (zu Deutsch: Mikrofonmann) zumeist belanglose Texte in Versform verfaßt und sie vor sich hinspricht. Ein sog. DJ (Diskettenjongleur) unterstützt ihn dabei, indem er mit einer speziellen Technik, dem sog. "Scratching", versucht, die Schallplatte so schnell wie möglich zu zerkratzen. (Wenn ich da an meine geliebten Platten denke, tränen mir da ganz schön die Augen)

Die Hip-Hopper sind außerdem künstlerisch begabt. Sie haben eine neue Stilform der Malerei begründet: den "graffiti"

Sie ist vergleichbar mit der Höhlenmalerei. Der Hip-Hopper verwendet dafür sogenannte "Spraydosen", die er sich selbst aus dem Supermarkt klaut, und sprüht seine Initialen (sofern das ein Hip-Hopper ist, der seine Initialen schreiben kann) kunstvoll auf jede leere Wand und auf jeden Wagon, die er sieht.

Der "breakdance" (Brechtanz) ist ebenfalls eine wichtige Disziplin des Hip-Hops. Der Hip-Hopper wälzt sich dabei spastisch auf dem Boden, als hätte er epileptische Anfälle. Das klingt zwar komisch, ist aber so. Die anderen Hip-Hopper äußern ihre Begeisterung für besonders spastische Bewegungen mit Lauten wie "voll krass" oder "fett".

Der Hip-Hopper ist im Allgemeinen ein sehr toleranter Mensch, er kennt zum Beispiel keinen Rassismus, doch er ist auch sehr selbstbewußt. So behauptet zum Beispiel jeder Hip-Hopper von sich, dass er der beste Hip-Hopper der Welt ist, die besten "beats" (Schläge) hat, die meisten "flows kickt" (?), am meisten kifft und der größte "pimp" (?) überhaupt ist.

Wenn es allerdings dazu kommen sollte, dass zwei Hip-Hopper aufeinander treffen, dann kann es zu Streitereien kommen. Um diese Streitereien zu schlichten, werden sog. "battles" (Schlachten) veranstaltet.

Dabei kommen alle Kinder der örtlichen Stadt- und Dorfghettos zusammen, um zu sehen, wer von den beiden der bessere Lyriker ist. Wer den anderen mit seinen dichterischen Stilmitteln und Versen wie "Ej du fettes Sackgesicht, verarsch mich nicht sonst fi** ich dich" oder "Es war einmal ein Lattenzaun mit Zwischenraum um durchzuschaun." besiegt, gewinnt den "reeeespect" seiner "homies" und darf eine "bitch" knallen. Allerdings läuft er Gefahr, an der nächsten Ecke erschossen zu werden.

Nicht sehr erstrebenswert wie ich finde, aber nun gut.

Das Kiffen ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Hip-Hopper, wobei der Hip-Hopper sich nicht armkiffen kann, denn er braucht das Geld schließlich für die teuren Markenklamotten.

Eine andere wichtige Freizeitbeschäftigung der Hip-Hopper ist der Geschlechtsverkehr.

Hierbei verwöhnt er seine "bitch" am liebsten im "doggystyle". (Der Begriff "doggystyle" kommt übrigens von einem "voll krassen" Hip-Hop-Anführer Snoop Dogg (schniefender Hund), welcher mehr "bitches" als jeder andere besitzt.)

Der Inzest ist allerdings ein weit verbreitetes Problem bei den Hip-Hoppern, denn jeder Hip-Hopper ist ein "mothafukka".

Das würde zu großen Problemen führen und das Überleben dieser Spezies bedrohen, wenn nicht die meisten Mädchen auf Hip-Hopper stehen würden.


Aha !

Ich glaube, ich bleibe ein Goth, trage weiterhin passende Hosen, und sammle meine Schallplatten lieber als sie zu zerkratzen.

Beitrag von echtjetzt 28.04.10 - 15:51 Uhr

Hmm.. Klingt wie die üblichen Sprüche in einem Text zusammengefasst.

Nicht dass ich mich einem dieser beiden subkulturen zuordnen würde, aber ich finde es ziemlich platt.

Beitrag von seelenspiegel 28.04.10 - 16:16 Uhr

*schmunzelt*

Den Text kannte ich schon in ähnlicher Form, aber dennoch sehr amüsant. #cool