Wieviel geld für persönliches habt ihr über? - Aufteilung Partner

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von *kohle* 28.04.10 - 15:35 Uhr


Hallo Forum!

da ich beim ersten Versuch die Frage wohl in bißchen zu plakativ hingeschmissen habe (und ich nicht die gewünschte info gekriegt habe) hier mein zweitversuch.

alter thread:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=16&tid=2606453

kurzfassung für alle die es sich nicht durchlesen wollen:
familie, einer verdient, einer zuhause, wobei das nicht so geplant war (der verdiener war uns ist mit dem lebensmodell "alleinverdiener" nie einverstanden).

durch eine lohnerhöhung wird nun die staatliche unterstützung wegfallen, nur noch der verdiener hat eingänge am konto.

familieneinkommen ist nicht riesig, pro monat bleiben nach allen notwendigen ausgaben so 0 - 200 euro zum verprassen und kleidung über. wie das aufteilen?

jeder gleich viel? oder sollte der verdiener doch ein bißchen "erwerbstätigenbonus" in anspruch nehmen dürfen? und zb eine aufteilung 60:40 anstreben?

ein gemeinsames konto kommt keinesfalls in betracht, dazu müssen beide einen halbwegs gleichen und vor allem vernünftigen umgang mit geld haben. bei uns wurde vielfach(!) das gegenteil bewiesen. welche aufteilung auch immer getroffen wird, es geht nur mit überweisung oder bar in die hand drücken.

ich weiß, klingt irgendwie blöd jedes monat betrag xy zwischen partnern zu überweisen, aber mir fällt keine andere lösung ein. oder hat jemand von euch eine idee? und wie hoch könnte so ein betrag sein?

danke & lg

Beitrag von gh1954 28.04.10 - 16:20 Uhr

>>>und zb eine aufteilung 60:40 anstreben?<<<

Würdest du das auch so sehen, wenn du mit den Kindern zu Hause wärst und dein Partner das Geld nach Hause bringen würde?

200 Euro zum "verprassen" und Kleidung ist nicht soo viel, dass ich da ein großartiges Taschengeld einführen würde. Ich hätte auch immer Schwierigkeiten, festzulegen, was unter den Begriff "Taschengeld" fällt.

Beitrag von *kohle* 28.04.10 - 17:20 Uhr


nun ja, als ich noch weniger verdient habe hatte ich tatsächlich auch weniger für mich zur freien verfügung. und hatte kein problem damit. da war allerdings die gesamte finanzielle situation der familie auch besser, da wars eh nicht so tragisch ....

und zum taschengeld einführen: irgendwas muss (oder möchte) ich ihm ja dann in die hand drücken (egal unter welcher titulierung), ganz ohne kann ich ihn ja dann auch nicht stehen lassen. da ist halt die frage: wieviel? und zugriff auf mein konto? nein!

lg

Beitrag von madame.de.pompadour 28.04.10 - 16:26 Uhr

Ganz ehrlich, wenn nur 0 - 200 Euro übrig sind, dann würde ich diese nicht "verprassen", sondern sparen.

Wenn Du aber schon eine Sparrate abgezogen hast, dann würde ich das Geld teilen. Wozu soll denn der "Erwerbstätigenbonus" dienen und welchen Bonus kriegt der erziehende, haushaltsführende Partner?

LG
M

Beitrag von *kohle* 28.04.10 - 17:33 Uhr


naja, stimmt eh. halbe/halbe wäre wirklich fair.

aber eigentlich war das modell "alleinverdiener" für mich nie eine option. damit war und bin ich ausdrücklich NICHT einverstanden.
und wenn ich mir dann halt anschaue, wie halblustig die jobsuche abrennt dann stösst es mir halt sauer auf - im grunde schon ziemlich sauer #aerger

vielleicht kommt daher die idee: wenn ich schon gegen meinen willen alle erhalten muss, dann mag ich wenigstens eine kleine belohnung haben #gruebel

aber im grunde werd ich mich wohl zusammenreissen, und das wirklich möglichst fair durchziehen.

lg

Beitrag von madame.de.pompadour 29.04.10 - 09:46 Uhr

Ich kann Dich sogar gut verstehen, dass Du Dich in dieser Hinsicht ausgespielt fühlst, ist wohl eine ganz normale Reaktion aber wenn Du das zulässt, dann lässt Du Dich auf ein Machtspielchen ein.

Genau genommen weißt Du, dass die Geldaufteilung - selbst wenn Du 60 % oder gar mehr behalten würdest - das grundsätzliche Problem nicht lösen wird. Das musst Du anpacken.

Ist sicher leichter gesagt als getan aber wenn Du Dich mit der momentanen Situation einfach so arrangierst, wird Eure Beziehung so oder so langsam aber sicher daran kaputt gehen.

LG
M

Beitrag von kanische 28.04.10 - 16:48 Uhr

Hallo mein Mann ist bei uns der Hauptverdiener, Ich mache eine Ausbildung und bekomme im Monat 225,- Wir machen das so.

Mein Mann bezahlt:
Miete, Strom, Wasser, Versicherungen, Freizeitaktivitäten

Er überweist mir 300,- pro Monat für Essen etc.

Ich habe jeden Monat
225, Ausbildungsgehalt
184,- Kindergeld
300,- von meinem Mann

Ich bezahle 80,- Kindergarten
Essen und trinken
Kleidung für mich und unseren Sohn

Wenn ich mal wegen Autoversicherungen oder anderem nicht hinkommen bezahlt mein Mann für Essen oder So. Ich denke wirklich wenn man arbeiten geht braucht man auch mal öfters was neues zum Anziehn, ich zumindest, da ich im Büro bin und immer gut angezogen sein muss. Wir kaufen eigentlich Kleidung immer zusamen, daher wissen wir auch was wir ausgeben können. Bei uns klappt das so super! Ich würde wenn es wirklich nicht anders geht vielleicht 40/60 aufteilen, da wenn man berufstätig ist doch einfach einen größeren Bedarf hat, als wenn man "nur" zu Hause ist.

LG

Beitrag von gh1954 28.04.10 - 16:51 Uhr

Einen "Bedarf" an Berufskleidung fällt aber nicht unter "Geld für persönliche Ausgaben" oder verprassen.

Beitrag von stormkite 28.04.10 - 16:52 Uhr

AAARG, nein. Es gibt keinen Erwerbstätigenbonus in einer gleichberechtigten Partnerschaft. Ihr habt Kinder, dein Partner kümmert sich um den Haushalt - wenn auch nicht zu deiner Zufriedenheit. Das ist aber kein Grund für eine "Gehaltskürzung".

Ich war die meiste Zeit bei uns die, die den Hauptanteil des Einkommens verdient hat. Es gab aber auch Zeiten, in denen es dann wieder anders war. Möchtest du im Umgekehrten Fall - du bist arbeitslos und funktionierst grad nicht so wie dein Partner eben grad will - mit "Taschengeld-Entzug" bestraft werden?

Getrennte Konten hatten wir in dem Augenblick, als ich mich selbständig gemacht habe, und ein Geschäftskonto hatte. Davon ging dann ein Teil des Einkommens als "Verdienst" auf Haushaltskonto, der Rest blieb im Geschäft, bzw. wurde für größere Anschaffungen und Urlaube verwendet. Also nicht so, das ich das dann als "mein" Geld gesehen hätte.

Was anderes ist ein Partner, der Probleme damit hat mit Geld verantwortungsbewusst umzugehen: Ich habe damals den Überziehungskredit auf 0 gesetzt, nachdem mein Mann das Konto in den Dispo hat laufen lassen.

Ein Partner, der auf Dauer nichts oder nicht genug zur Partnerschaft beiträgt, kriegt erst die gelbe Karte, und bei mangelnder Besserung Platzverweis.

Ich fand es auf jeden Fall schön, nach der Trennung wieder "eigenes Geld" zu haben. Und finde es trotzdem nicht toll, das mein Freund und ich völlig getrennte Kassen haben. Irgendwas zwickt halt immer.

Kite







Beitrag von *kohle* 28.04.10 - 17:28 Uhr


"Möchtest du im Umgekehrten Fall - du bist arbeitslos und funktionierst grad nicht so wie dein Partner eben grad will - mit "Taschengeld-Entzug" bestraft werden?"

nein. aber ich würde in dem fall aber auch:

- mich wirklich dahinterklemmen um einen neuen job zu kriegen. und nicht nur ein halblustiges "wird schon" veranstalten #aerger

- nicht unnotwendigerweise geld zum fenster rausschmeissen #aerger

- und mir im haushalt nicht nur die sachen rauspicken, die mir eh halbwegs spass machen und den ungeliebten rest dem partner zuschanzen #aerger

*seufz* ich glaub, durch eure antworten sehe ich immer mehr, dass da einige probleme wirklich tiefer bzw. woanders liegen ...

aber daher ist es ja auch so gut zu diskutieren und andere sichtweisen zu kriegen :-) an dieser stelle danke euch allen :-)

Beitrag von frage31055 28.04.10 - 19:19 Uhr

Bist Du die Frau oder der Mann?

Beitrag von *kohle* 28.04.10 - 20:25 Uhr


die frau. mann hockt arbeitslos zuhause.

Beitrag von frage31055 29.04.10 - 07:15 Uhr

Also bei uns bekommt der Mann ca. 10 % und ich 90% #ole

Aber nur weil mein Mann keine besonderen Wünsche hat, wenn dann was größeres wie Fernseh und den kaufen wir dann gemeinsam.

Er braucht eigentlich kein Geld für sich, Taschengeld so richtig gibt es bei uns auch nicht.

Tret ihn mal in Arsch, damit er sich was sucht, wie alt sind denn die Kinder?

Beitrag von sue20 28.04.10 - 21:05 Uhr

Nenn mich prüde oder konservativ, aber es muss nicht immer alles mit der Zeit gehen,sondern kann auch ruhig nach einem "altem "Modell gelebt werden....Rein gesetzlich:der jenige, der zu Hause ist,wird vom anderen bezahlt(einfach ausgedrückt)

Grundsätzlich würde ich mir eher Sorgen machen, dass du deinen Partner so wenig traust,das du nochnicht mal in Betracht ziehst ein Gemeinschaftkonto zu machen(OK,bei Geld,hört wohl auch die Liebe aus!Schade!!!)

Konkrekt zu euren Fall: Grundsätzlich würde ich 50:50 aufteilen-für jeden 100Euro, die dann aufs eigene Konto oder bar gegeben werden!
50:50 deswegen_Auch wenn du mit dem zu verrichtenden Dingen , die dein Partner macht, nicht zufrieden bist-Erstmal: Dies bist nicht du(klar, selber macht man es immer anders/besserusw)Zweitens: Du bist doch garnicht zu Hause! Wie kannst du wissen, wie stressig/nervig es für den PARTNER ist?Vllt. geht dieser mit der Situation anders um?Nicht jeder hat das Mutter-Gen und das Multi-Tasking-Gen....erst recht kein Mann....!!!

Deine sture Abneigung gegen ein Gemeinsames Konto(kann ja jeder sein eigenes Behalten) lässt mich fragen, wo dasVertrauen ist?Und ist es nicht fair das der Partner einem ein bisschen Vertrauen entgegen bringt? Steigert bestimmt auch das Selbstwertgefühl des Partners!

Oder um es mit den Worten, wie sie hier in letzter Zeit, ständig propagiert wurden:

Jeder hat eine zweite(und der Partner/Partner meines KINDES evtl. auch drei oder vier) Chance verdient!

VG Sue

Beitrag von *kohle* 28.04.10 - 23:03 Uhr


"Deine sture Abneigung gegen ein Gemeinsames Konto(kann ja jeder sein eigenes Behalten) lässt mich fragen, wo dasVertrauen ist?"

das vertrauen ist (leider) aufgrund (bitterer) erfahrung schlichtweg und einfach weg.

"Jeder hat eine zweite(und der Partner/Partner meines KINDES evtl. auch drei oder vier) Chance verdient!"

hat er auch. aber nach der über mittlerweile 10. chance (das ist KEINE übertreibung!) wäre es leider ganz einfach dumm hier noch die realistische möglichkeit zu sehen, dass die x-te chance doch noch hinhaut. übrigens ganz auch im sinne des kindes. denn das hat nix davon, wenn mama nicht rechtzeitig einhalt geboten hat, wenn papa immer wieder einmal finanziellen mist baut. und dann die familie mit schulden dasteht.

ich schreibe das übrigens mit einer gewissen bitterkeit. weil ich ganz einfach nie gedacht hätte, dass jemand in finanziellen dingen so dermaßen verantwortungslos agieren könnte :-(

"Nicht jeder hat das Mutter-Gen und das Multi-Tasking-Gen....erst recht kein Mann....!!!"

das bringt mich - im positiven sinne - zum schmunzeln :-) ich werde versuchen diesen punkt etwas lockerer zu sehen :-)

lg

Beitrag von sue20 29.04.10 - 07:55 Uhr

Ok!Dann versuche das Vertrauen langsam wieder aufzubauen! Be iSturheit und Nicht-Erfüllen des Partners natürlich sehr schwer, aber wenn du noch Zeit in diese Sache investieren willst, bestimmt sehr hilfreich, den sonst ist diese Beziehung nicht von Dauer(und damit meine ich in den Rest des Lebens)....

Gib ihm 100 Euro oder je nachdem wieviel übrig bleibt, bar auf die Hand-sei konsequent!!!Ganz wichtig....Im übrigen sein Taschengeld-seine persönlichen Ausgaben! Also nichts bei Denken, wenn das Geld vllt. nach drei TAgen weg ist und der nächste Kiosikbesitzer oder die nächste Dönerbude sich die Hände reibt.....Er hat nur diese Summe und damit muss er klar kommen-mache ihm das auch so klar-nicht drum herum reden!Sollte er damit Schulden machen:Ganz klar-eine Konsequenz ziehen! Evtl. rausschmeißen oder vorläufig trennen usw!
Dies ist wie mit einem Kind! Wenns klappt und er wieder erwartend positiv mit dem Geld umgeht, sprich keine Schulden macht, ist das ganze nur noch ein Lerneffekt! Auch er wird merken, wenn er verantwortungsbewusst mit dem Geld umgeht-er sich dann auch noch am 15ten eines Monats etwas kaufen kann-Wenn dies geschafft ist(dies kann schon lange Dauern, bis es klickt macht) kannst du in kleinen Schritten erhöhen, die dir auch nicht so wehtuen, wenns weg ist-z.B. 120 Euro oder so...

Erniedrigend für den Partner? Wohl eher nicht, auch wenn er sich vllt. so fühlt!Ich denke, aber das auch du nur so Vertrauen aufbauen kannst, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben-und wenns nicht klappt, hast du jedenfalls nochmal versucht.....!

Du hast eigentlich Gute Karten: Du bist nicht verheiratet!
Also bevor du einen Schuldenberg hast und deine Nerven blank liegen-Trennen!

Alles Gute!

Vg Sue

Beitrag von *kohle* 28.04.10 - 23:09 Uhr


PS:
"Rein gesetzlich:der jenige, der zu Hause ist,wird vom anderen bezahlt(einfach ausgedrückt)"

rein rechtlich ist die sache übrigens völlig klar: da wir nicht verheiratet sind hat er rein rechtlich betrachtet auch keinen finanziellen anspruch gegen mich. das spielt in meinen überlegungen allerdings auch keine rolle.

lg

Beitrag von jeannylie 28.04.10 - 22:09 Uhr

Wir reden doch von PARTNERSCHAFT..
also klarer Fall 50/50...
kein Bonus für Erwerbstätige. Würde ich auch nicht wollen.
Und 200 € sind echt wenig... nicht überweisen, bar aufteilen.

LG

Beitrag von nina_1981 29.04.10 - 08:27 Uhr

Huhu,
je mehr ich von dir lese, desto mehr gewinne ich den Eindruck, dass ich mich, wäre ich in deiner Situation, von diesem faulen, verantwortungslosen Sack trennen würde.
So groß kann die Liebe ja nicht sein, wenn du ständig einen solchen Hals auf ihn hast.
Und nein: nicht bei Geld hört die Liebe auf, sondern bei Faulheit.
Wenn mein Partner nicht in der Lage ist, etwas zu unserem Lebensunterhalt beizutragen (und wir reden hier nicht von einer kurzfristigen Arbeitslosigkeit, die bald beendet ist), dann bin ich nicht in der Lage, mich damit abzufinden.
Würdest du soviel Geld verdienen, dass es für euch drei locker reicht und es so abgemacht ist, dass einer (in dem Fall dein Freund) zuhause beim Kind bleibt, ist alles schick. Aber es liest sich so, als ob das Geld eben nicht locker sitzt und es deshalb schon mehr als sinnvoll wäre, wenn er dazuverdienen würde.

Also, wenn "Taschengeld", dann 50:50 oder alternativ die Trennung....

Alles Gute für dich
Nina