Hauskauf - Sanierungen und Nebenkosten

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von kante 28.04.10 - 22:15 Uhr

Guten Abend,

wir haben uns ein Haus angeguckt, wekches 1957 erbaut wurde. Es hat un s so gut gefallen - es ist ein Reihenmittelhaus.
Nun haben wir die bisherigen Eigentümer gefragt wann welche Sanierungen vorgenommen wurden und wie die Nebnkosten so sind. Was haltet ihr davon?
Heizkessel aus 1977, Brenner aus dem Jahre 1999
-Elektro erneuert 1977
-Fenster aus 1977
-Wasserleitungen vor ca. 15 Jahren (bis auf Bad im OG)
- Ein Energieausweis existiert nicht. - Muss man den nicht haben, wenn man verkauft?
Nebenkosten:
- Grundsteuer ca. 230 € pro Jahr
- Restmüll ca. 454 € pro Jahr
- Abwasser ca. 397 € pro Jahr = ca. 1.081 € pro Jahr bzw. ca. 274 € pro Quartal.
- Gas, Strom und Wasser ca. 315 € pro Monat, jedoch stark vom persönlichen Gebrauchverhalten abhängig.
- Wohngebäudeversicherung ca. ca. 160 € pro Jahr

LG Claudia

Beitrag von annelie.77 28.04.10 - 22:37 Uhr

Hallo,

also das hört sich für mich nach einem Reparaturstau an, ist ja alles mehr als 30 Jahre her.

Die Versicherung kommt mir auch recht niedrig vor, wir zahlen ca 1.200,- EUR pro Jahr. Nun kommt es ja auch auf die die Größe etc. an, aber 160 hört sich sehr wenig an.

Ich glaube ich würde mal mit einem Gutachter durch das Haus gehen, der kann euch da eher weiter helfen, auch wenn der erstmal Geld kostet. So haben wir es auch gemacht und an unserem Haus wurden wichtige Reparaturen vor weniger als 10 Jahren gemacht. Wie sieht es denn mit dem Dach aus?

LG

Anne

Beitrag von claudi242 28.04.10 - 23:31 Uhr

Hallo Anne,

1200 € Gebäudeversicherung im Jahr??? Habt ihr ein Schloß versichert??? ;-)

Wir hatten bislang 200 € / Jahr, durch einen Versicherungsvergleich sind wir nun auf 160 € runter. Wohnfläche 140 qm, Bj.1971. Meines Erachtens haben wir auch alles drin, was versichert sein muss.

LG
Claudia

Beitrag von annelie.77 29.04.10 - 09:49 Uhr

Komisch, wir haben zwar mehr qm, aber das ist ja ein großer Unterschied. Wir haben uns mehrere Angebote eingeholt, aber dieses war das günstigste und meine Eltern zahlen für ihre Häuser noch wesentlich mehr.

LG

Anne

Beitrag von blondie2710 29.04.10 - 20:16 Uhr

unsere Gebäudeversicherung kostet bei der DEVK im Jahr 95,-€ bei 97qm
Ist allerdings ein Neu gebautes Haus.

Lg

Beitrag von tigertatze1205 29.04.10 - 21:42 Uhr

Hallo,

wir haben gerade eine Gebäudeversicherung abgeschlossen für 150,- Euro im Jahr für 109Quadratmeter und Garage.

Also ich würde sagen, lasst Eure mal prüfen, 1200 Euro erscheint mir wirklich arg viel.

LG Sabrina

Beitrag von claudi242 28.04.10 - 23:07 Uhr

Hallo Claudia,

ist natürlich alles eine Frage des Preises ;-)

Wir haben uns vor 1,5 Jahren ein Haus gekauft, was 1971/72 gebaut wurde. Unsere Heizung war zu dem Zeitpunkt bereits 20 Jahre alt und das fand ich schon recht grenzwertig. Wir werden sie auch mittelfristig erneuern, da wir mit Kleinkind ja doch immens hohe Heizkosten haben und neuere Thermen einfach energiesparender arbeiten.

Besonders vorsichtig wäre ich bei den Wasserleitungen. Stellt sicher, dass die nicht aus Blei sind! Die Fenster sollten auch neu gemacht werden, da die mit Sicherheit nur 1fach verglast sind und somit heizt ihr im Winter mal schön die ganze Strasse mit.

Die Nebenkosten klingen für mich ok, aber gerade bei der Hausversicherung muß man halt einen Versicherungsvergleich machen. An den Steuern lässt sich eh nix rütteln, alle anderen Kosten sind wie du schon geschrieben hast, verbrauchsabhängig.

Ich würde mir zusätzlich noch das Dach und die Dachbalken anschauen. Sind undichte Stellen, wurde das Dach schon mal repariert oder evtl. neu gedeckt? (Ich glaub ein normal gedecktes Dach hat eine Lebensdauer von ca. 20/30 Jahren) War der Holzwurm schon mal im Dachgebälk???

Wie sieht das Fundament aus? Feuchtigkeit? Mauerrisse, poröse Fugen?

Übrigens - der Energieausweis ist für Gebäude mit Baujahr vor 1965 seit dem 01.07.2008 Pflicht, d.h. der Verkäufer muss euch diesen vorlegen. Wenn der Verkäufer bislang selbst in dem Haus gewohnt hat, so muss er nicht zwangsläufig einen haben, sollte ihn aber schleunigst machen lassen, da sonst eine Geldbuße auf ihn zukommt.

Die siehst, es kommen bei einem gebrauchten Haus in dem Alter viele Kleinigkeiten, auf die ihr achten müsst. Allerdings hat man bei den alten Häusern dafür auch häufig den Vorteil, dass man schönere Grundstücke hat. Wie wir - Baujahr 1971, dafür aber 800 qm Grundstück und niemanden, der einem auf die Terrasse spucken kann ;-)

Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann lasst mal einen unabhängigen Gutachter durchs Haus gehen, der euch dann sagen kann, was gemacht werden muss und ob der Preis angemessen ist.

Viel Glück und viele Grüße
Claudia

Beitrag von sue20 28.04.10 - 23:12 Uhr

#pro

Zusätzlich kann ich noch sagen:Auf die Elektrik achten-diese sollte nicht 30 JAhre alt sein-sie sollte "neu" sein damit keine Überspannungschäden auftreten(muss aber nicht)
Ich weiß nicht genau: Ich meine sie ist heutzutage 3-adrig!

Vg Sue

Beitrag von miau2 29.04.10 - 08:41 Uhr

Hi,
für mich klingt das nach einem erheblichen Sanierungsaufwand (mit Renovierung hat das schon nichts mehr zu tun).

- Elektro ist fällig
- Wasserleitungen im OG auf jeden Fall, wenn noch original, ansonsten müsstet ihr Euch überlegen, ob ihr ERST einziehen und dann in ein paar - 5-10 vielleicht - Jahren das "Vergnügen" dieser Sanierung haben wollt - oder nicht vielleicht doch gleich alles neu lassen machen wollt
- Fenster sind fällig
- gedämmt ist vermutlich auch nichts, oder?
- klar ist Gas, Strom, Wasser verbrauchsabhängig. Nur - speziell beim Gas - mit alter Technik und ohne Dämmung (und 11- 33 Jahre IST alt, ist der Heizkessel überhaupt noch zulässig? Gibts da kein Gesetz zu? Da würde ich mal nachprüfen) - wie will man da groß einsparen?
- wie sieht es mit dem Dach aus? Ist das 50 Jahre alt, gedämmt oder wie?

Ich würde bei dem Haus eine Grundsanierung und Erneuerung von vielem erwarten. Ist natürlich eine Frage, was das Haus kosten soll und ob man sich das zutraut.

Wir haben uns dagegen entschieden, für das, was ein Reihenhaus ungefähr aus der Zeit mit umfangreicher Komplettsanierung, Dämmung usw. gekostet hätte kaufen wir jetzt eine Neubau-Doppelhaushälfte, allerdings mit kleinerem Grundstück.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von schwarzbaer 29.04.10 - 09:14 Uhr

Klingt für mich nach Grundsanierung.
- Elektro von '77 -> ist überfällig
- Fenster von '77 -> überfällig, garantiert einfach verglast und energieschleuder ohne Ende
- Dämmung offensichtlich noch nie gemacht -> überfällig
- Brenner von '99 -> der mag noch 10 Jahre halten, aber dann ist das Komplettsystem fällig incl. Kessel
- Wasserleitungen Bad oben -> vermutlich keine Bleirohre mehr, ist ja ein Nachkriegsbau, da hat man das eigentlich nicht mehr gemacht, überprüfen würde ich es trotzdem und fällig sind die Rohre mit sicherheit - und das endet in einer Badkomplettsanierung wenn die Rohre raus müssen!

also wenn ihr das Haus für nen Appel und 'n ei kriegt kann man drüber reden, aber plant auf jeden Fall 6-stellige Sanierungskosten ein!

Beitrag von papazei 29.04.10 - 09:23 Uhr

Cladudia, in solchem Falle ...wenn ihr echt brennend interessiert seid...würde ich einen Gutachter zuziehen...gutachter kosten zwichen 350 und 500 Euro..

Er geht es mit euch druch, sagt dir...wie viel es kosten würde...wasn icht in Ordnung ist etc..der nächste Schritt ist, du holst dir dann von allen Fachleuten kostenvoranschläge..

Ich muss aber davor bischen warnen, welche kostenfalle es sein könnte..

Wir hatten einen gutachter, wir hatten kostenvoranschläge...und tortzdem kamen dann dazu sachen, dass wir am Ende teuer nachfinanzieren mussten und so eine nachfinanzierung ist echt teuer..und da ist mein Mann dazu noch ein Fachmann..

d.h. schon wie du erzählst...kann man sagen, o.k. vllt ein Schnäpchen...aber bitte nicht ohne einen Gutachter, der euch mehr dazu sagt..

übrigens...die Kostens solches Guachtens kannst du dann in die Finanzierung reinflißen lassen..

Papazei

Beitrag von kante 29.04.10 - 09:47 Uhr

Hallo,

vielen Dank für eure meinungen.
Ich habe mir das auch schon so edacht, das das nach Reparaturstua aussieht.

Ein schnäppchen ist es nicht gerade 270.000 Euro für 125qm Wohnfläche und 60 qm Keller und Grundstücksfläche 229qm in Köln

Ich denke auch das da nochmal zuviel Kosten für Reparaturen auf uns zu kommen....

Grüße Claudia

Beitrag von sue20 29.04.10 - 12:43 Uhr

Auch in Köln bekommt man für dieses Preis etwas besseres, als dies(und ich wohne auch in Köln)......Man sollte nur etwas länger suchen und nicht das Erstbeste nehmen...undauf jeden Fall einen Gutachter durchschicken-der sagt euch den Wert des Hauses,aber auch des Grundstückes(welche ja in Köln sehr teuer und begehrt sind) und damit sollte man dann rechnen....Alles andere:Ihr zahlt viel zu viel drauf!

Vg Sue

Beitrag von kante 29.04.10 - 12:49 Uhr

Hallo Sue,

ja da hast du recht, aber leider sidn die Häuser in dem Stadtteil wo wir derzeit wohnen und auch wohnen bleiben möchten relativ teuer, aber wir haben noch andere Objekte im Blick.
Und werden auf jeden Fall nicht das erst beste nehmen.
Von der Aufteilung und der Lage und auch der Größe ist es optimal. Aber leider ist da einiges zu tun udn da bin ich nicht bereit noch mehr Geld für auszugeben.
da müssten die schon mit dem Preis runtergehen.
Na mal sehen, was der Immobilienmakler sagt....
Wenn dann gehen wir auf jeden Fall noch mit nem Gutachter da durch. So ne Investition mache ich ja mal nicht einfach so....

Grüße Claudia

Beitrag von kira90 30.04.10 - 09:34 Uhr

Puh ist das viel!
Wir sind auch aus dem Kölner Umland und unser Haus von 1950 hat weniger als die Hälfte gekostet.Dazu mehr Grundstück und Fenster/Dach/Heizung/Elektro/Bäder alle unter 10 Jahre alt!

Beitrag von noname83 29.04.10 - 09:59 Uhr

Oh, das ist echt keoin Schnäppchen, das ist ja heftig!!!!

Dafür bekommst du nen komplett saniertes Haus.

Wir stehen auch in der Überlegung zu kaufen. Das Haus (gebaut 1954) hat ne Wohnfläche von 75-80 Qm ,der Dachboden kann ausgebaut werden und voll unterkellert. Mit ca 600qm Grundstück.

Muss aber auch voll saniert werden.Elekto,Heizung,Demmung,Bäder,etc......
Wir haben gesagt das wenn wir das >Haus für 60-Maximal 80000Euro bekommen, kommt es in unsere engeste Wahl und wir werden kostenvoranschläge uns einholen. Aber mehr zahlen wir auf keinen Fall,dann wirds mit der Sanierung vel zu teuer.

Der Verkäufer hätte gern 80000:-)
Aber ER (wir natürlich auch)will erst noch nen Gutachter beauftragen,ob das Haus es überhaupt noch Wert ist. Find ich voll korrekt von ihm.
Jetzt müssen wir hoffen.

Beitrag von kante 29.04.10 - 10:14 Uhr

Der Kölner Immobilienmarkt ist leider nicht günstig insofern wäre es ein guter für die Größe, aber durch den Reparatur bzw Sanierungsstau ist es das dann leider doch wieder nicht....

Beitrag von noname83 29.04.10 - 21:00 Uhr

Günstig??? Oh das tut mir leid,ich komm aus nem kleinen Kaff(Kleinstadt) und da dacht ich schon sei es teuer. Ich sag nie nie nie wieder etwas über unsere Preise.

Beitrag von zwiebelchen1977 29.04.10 - 10:41 Uhr

Hallo

Was für Müllkosten sind denn das????


Bianca

Beitrag von kante 29.04.10 - 12:23 Uhr

Hallo Bianca,

was meinst du damit?

Sind wahrscheinlich die Müllgebühren für den Hausmüll
in Köln.

LG Claudia

Beitrag von zwiebelchen1977 29.04.10 - 12:38 Uhr

Hallo


Also wir zahlen hier im Jahr 159 Euro für alle 2 Wochen Restmüll. 80 l Tonne

Bianca

Beitrag von kante 29.04.10 - 12:43 Uhr

Hi,

wo wohnst du denn? Auch in Köln?

Claudia

Beitrag von zwiebelchen1977 29.04.10 - 12:59 Uhr

Hallo

Nein. Das nicht. Aber das das da soo teuer ist?

Bianca

Beitrag von kante 29.04.10 - 13:09 Uhr

Tja leider ist Köln nicht so billig.....

Beitrag von bipi168 29.04.10 - 22:39 Uhr

Hallo,

ich denke das wird wie bei uns.................einmal komplett erneuerung von allem.

wir haben unser haus vor 5 jahren gekauft, auch in den 50ern gebaut.
wir haben mehr renovierungskosten gehabt als der kaufpreis war ( war schnäppchen, extremes schnäppchen), nun bauen wir an und auch da sind wieder ordenlich öcken weg.
vergessen dürft ihr auch nicht, ES WIRD NICHT BESSER und bleibt immer ein altbau.

für den preis würd ich die finger weg lassen.
lg bianca

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