diabetes typ 1 .....noch jemand da?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von mamamaja 28.04.10 - 22:36 Uhr

hallo......

kurz zur meiner geschichte....

bin am 19.04 zum arzt, da ich in den letzen vier wochen 6 kilo abgenommen hatte (was mich ja eigentlich freute)......ich 6bis7 liter getrunken habe(obwohl ich sonst eher ein schlechter trinker war).....und ich egal wieviel ich getrunken habe....IMMER durst hatte.....und ständig auf klo war....

am 20.04. hat mein sohn geburtstag......habe am vormittag dann alles im garten für die party vorbereiten müssen. .......hatte mich so auf diesen tag gefreut.....bis mein arzt anrief.....

mein blutzucker war bei 450 und ich müsse sofort in seine praxis kommen.......nachdem ich ihn erklärte, dass ich heute nicht kann, da mein sohn geburtstag hat....sind wir so verblieben, dass ich am nächsten tag zu ihn soll....und nichts süßen essen soll.....

bin dann kurz ins internet und habe mich über den zu hohen wert von 450 schlau gemacht und da stand überall, dass es sehr gefährlich ist und man sofort einen arzt aufsuchen muss.....habe darauf hin im krankenhaus angerufen und mich mit der abteilung der diabetiker tagesklinik verbinden lassen......sie meinte geburtstag hin oder her.....ich solle sofort kommen!

das ende vom lied war, dass ich da bleiben musste und ich stationär 5 tage auf insulien eigestellt wurde......alle ärzte sind der festen überzeugung, dass ich diabetes typ 1 habe. ich bin 24 und bin normalgewichtig.....in der familie gibt es keine typ 1er nur meine mutter und mein bruder mit typ 2.....(sind beide übergewichtig).....

für mich ist diese diagnose ein schock.....und ich kann mich nur schwer damit anfreunden und es akzeptieren.....da ich auch eine nadelphobie habe/hatte......:-(......und ich eigentlikch kein blut sehen kann......habe mich schon ein wenig an die situation gewöhnt mit mind. 5 mal täglich insulien zu spritzen ......und da meine werte noch sehr schwanken muss ich sehr oft meinen blutzucker messen ....

am montag habe ich einen termin beim diabetologen.....und hoffe, dass ich dort in guter behandlung sein werde. obwohl ich mich an meinen be-faktor und dem was ich esse halte......und korrekturinsulien dazu oder weg rechne......schwankt mein bz sehr.......nachts bin ich meist unterzuckert bzw. wenn ich schlafe...(bz zwischen 50 und 70) ...warum das so ist weiss ich nicht.....und dann habe ich manchmal werte von über 400 und muss mir zusätzlich nocheinmal drei einheiten insulien spritzen....

meine mutter und mein bruder meinten jetzt, dass ich evtl. gar kein typ 1 bin sondern auch typ 2 und meine bauchspeicheldrüse noch arbeitet.....

ich hoffe der diabetologe kann mir mehr darüber sagen.

was auch komisch jedoch sehr zu meiner freude passiert ist, dass ich keine sehhilfe mehr brauche. trage seid mehreren jahren kontaktlinsen bzw. eine brille......wie ein zauber brauche ich dies nun nicht mehr und sehe super gut ......dass heißt doch, dass ich es schon länger haben muss,oder?

ach mensch.....ich könnte nochj ewig weiter schreiben.....da mich das alles sehr belastet......ich habe schon immer sehr auf meine ernährung geachtet.....war aber eher ein genussesser als das ich aus hunger gegessen habe.....und jetzt das!

kann es sein, dass ich doch ein typ 2 bin, da ich zb kein sport mache bzw. weniger bewegung habe, da ich in büro arbeite?

ich bin so verunsichert und ängstlich.....was die zukunft bringen wird......

sind hier vielleicht leute die mich ein wenig verstehen können?

über meinungen, erzählungen und ratschläge freue ich mich sehr....

sry das es so lang geworden ist....

lg
maja

Beitrag von use69 29.04.10 - 22:36 Uhr

Hallo Maja,
oh man, das war bestimmt ein Schock für Dich...
ich kann mich noch gut daran erinnern, als mein Sohn vor knapp 6 Jahren an Diabetes Typ 1 erkrankte.
(Er ist jetzt 12)
Er hatte die gleichen Anzeichen wie Du, sehr viel getrunken, immer Durst, hatte abgenommen...
Ich habe gedacht, dass kann nicht sein.
Keiner aus unserer Familie hat Diabetes 1, weder mein Mann noch ich, auch nicht unsere Eltern.
Meine anderen drei Kinder übrigens auch nicht.
Da fragt man sich manchmal wirklich, woher kommt das??

Mach Dich nicht verrückt, ich verstehe das Du ängstlich bist, aber gerade am Anfang dauert es ein bißchen ehe sich alles etwas einspielt.
Du schaffst das, aber lass Dir Zeit diese Diagnose zu verdauen.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du einen guten Diabetologen findest, der Dich optimal begleiten kann.

Viele Grüße
Ursula