Es zieht Kreise und ich bin unverantwortlich

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von darkblue81 29.04.10 - 09:07 Uhr

Hallo ihr lieben Urbianer,

so langsam kann man sich ja nur noch an den Kopf fassen, der aktuelle Fall von der Biss-Attacke zieht ja mittlerweile Kreise, da kann ich nur noch #klatsch

Meine Eltern haben selbst einen Husky, der im Dorf (ja, Dorf #augen) bekannt ist und die Nachbarskinder sind sehr oft mit ihm spazieren gegangen.
Meine Mutter traut sich momentan kaum noch raus mit Hund, da sie die Woche angesprochen wurde "das sie das Vieh doch wohl hoffentlich wegschafft bevor er ihre Enkelkinder (meine Kids) auch noch anfällt" #kratz

Der Husky meiner Eltern ist der liebste Hund den ich kenne, sie hat noch nicht einmal nach irgendwem geschappt oder sonst Aggresion gezeigt und nun kommt so was :-[

Gestern dann aber der Oberhammer:
Ich war mit meinen Kids und meinem eigenen Hund unterwegs und wurde promt angesprochen, das ich ja total veranwortungslos bin und wieso ich den Hund noch nicht weg gegeben habe #schock
Man könne ja keinem dieser Viecher mehr trauen und man muß seine Kinder schützen

Und zu allem Überfluß darf nun ein Freund meines ältesten Sohnes nicht mehr hier zu uns kommen, ja genau, weil wir einen Hund haben #klatsch

Ich kann ja die Angst verstehen, in einem gewissen Umfang, aber warum wird wieder alles über einen Kamm geschoren? Zuerst die bösen "Kampfhunde" und nun ist jeder Hund eine potenzielle Beißmaschine?

LG und danke für's #bla

Beitrag von -tinkerbellchen- 29.04.10 - 09:14 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2608051&pid=16541952&bid=34


Ganz ehrlich: Ein bisschen Schadenfroh bin ich schon... auch wenn die Hunde nichts dafür können.

Aber es trifft jetzt teilweise Halter, die vor 2 Wochen noch über "Kampfhudne" hetzten, weil sie den Medien glauben. Und nun wo es die eigene Rasse betrifft: Sollen doch nicht bitte alle über einen Kamm geschoren werden.

Nun merken andere Mal was sich Kampfhundehalter seit Jahren gefallen lassen müssen.

(Die schlimmen Anfänge der Kampfhundehisterie jetzt mal ausgeblendet)

Nicht eine oder mehere Rassen sollten über einen Kamm geschorden werden, es sollte jeden Hund betreffen.

Wir Soka Liebhaber können nur hoffen, dass dies endlich mal eingesehen wird, sobald es die "beliebten" Rassen trifft.

Aber auch in dem Fall merkt man mal wieder wie es verschleiert wird.

Der Hund wird oft nur als Husky Mix oder Husky angegeben, er soll aber tatsächlich ein Husky Schäferhund mix sein..

Aber das will ja keiner hören....

Beitrag von fliegenpilzz 29.04.10 - 09:20 Uhr

so gehts mir auch :-) ich bin auch ein bissel schadenfroh:-p
Denn endlich(darfman das so sagen ?) sind auch mal andere Hunde ausser die Listenhunde die bösen !!!

Ich warte nur noch drauf das der Achso liebe Goldie in den Medien erscheint !!!!Denn das soll ja der Familienhund schlechthin sein...hahaha....

Beitrag von petra1982 29.04.10 - 09:24 Uhr

Familienhunde können alle sein, wenn der Umgang mit dem Hund von allen Seiten richtig gemacht wird......

Beitrag von -tinkerbellchen- 29.04.10 - 09:31 Uhr

http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/aktuell/2009/06/23/knuddel-charly/wie-wurde-aus-ihm-die-killer-bestie.html

Von letztem Jahr.

Das mit em Husky wird auch nur so aufgebauscht, weil sie nach DSDS neue Themen brauchen.#cool Soll mir Recht sein.


(Ps: Mein Vater hat nen Goldie, der hat ihn selbst auch schon mehrmals !!! gebissen!)

Beitrag von sandycheeks 29.04.10 - 10:07 Uhr

Also das Du und andere angesichts eines tot gebissenen Babys zu "Schadenfreude" imstande seid, finde ich gelinde gesagt ungeheuerlich.Zur Schadenfreude besteht wahrlich kein Grund. Geht mal in Euch.

Nicht andere Hundehalter sondern desinformierte, dumme Politiklaienspieler sind für die Landeshundegesetze verantwortlich. Und die haben sich aufwiegeln lassen von der Boulevardpresse. Journalisten der Bild sind bruchdumm und nur auf Auflagensteigerung aus, mit allen Mitteln.

Nun zum eigentlich Problem:

Es gibt leider ganz, ganz viele Hundehalter die ihre Hunde komplett vermenschlichen, sie als ihr "Baby", ihr "Schätzchen" oder sonstwas sehen und vollkommen außer acht lassen, das sie ein Raubtier an der Leine spazieren führen. Hunde sind Beutegreifer die sehr viel häufiger beschädigend zubeißen als z.B. Wölfe. (Ich kann nur empfehlen mal Bloch, Feddersen-Petersen oder Zimen zu lesen, das ist sehr erhellend, "prominente" populäre Medien-Hundetrainer dürft Ihr aber gerne vernachlässigen die schreiben nämlich eh nur bei den anderen ab:-p )

Alleine schon das Wort "Aggression" verursacht bei vielen Hundehalter ironischerweise schubweise "Aggressionswallungen". Aber Aggressionsverhalten ist im Prinzip normal und gehört zum Leben eines JEDEN Individiums auf diesem Planeten dazu. Man muß jedoch die verschiedenen Aggressionsarten kennen und in der Lage sein, entsprechend darauf zu reagieren.

Das scheint aber ein Riesenproblem zu sein, denn das ganze Internet ist voll mit Fragestellungen wie "mein Hund pöbelt an der Leine", "mein Hund rauft" o.ä. Es gibt das ein recht probates Mittel: verbieten. Huch die ist aber autoritär. Ja natürlich bin ich autoritär, Hunde kennen keine Demoktratie, mit ihnen kann man nichts "ausdiskutieren".

Das Problem ist also nicht eine Rasse, 10 Rassen oder 400 Rassen. Das Problem ist das wir Menschen nicht (mehr) wahrhaben wollen das Hunde Raubtiere sind. Es sind opportunistische Abstauber, die in 20 000 Jahren gelernt haben den größtmöglichen Nutzen aus dem Zusammenleben mit dem Mensch zu ziehen. Ein Hund opfert sich nicht auf für seinen Menschen, ein Hund ist ein Egoist.

Weil romantisch verklärte Menschen ihre "Hätschelchen" nicht als sehen können oder wollen was sie sind, werden Menschen verletzt, Babys und Kinder zerbissen. Das ist die bittere Realität. Das "Rassengejammere" bringt uns also überhaupt nicht weiter und Eure Schadenfreude klemmt Euch. Das ist menschenverachtend. Bedenkt da ist ein 8 WOCHEN altes BABY tot und Ihr lacht Euch ins Fäustchen? Wie pervers ist das denn?

Manchmal muß man sich echt schämen zur "Krone der Schöpfung" zu gehören.

Beitrag von celini13 29.04.10 - 10:34 Uhr

Da muss ich durchweg zustimmen! Der Hund hat sich unterzuordnen, auch dem Nachwuchs der Rudelführer. Ich kann das "Vermenschlichen" auch einfach nicht verstehen. Ich denke auch, dass Beissattacken zum Größten teil ein Problem der Rangordnung sind. So hat ein Hund einfach nichts auf dem Platz der Rudelführer (Bett, Sofa und co.) zu suchen, Futter bekommt der Hund immer zum Schluss und er muss durchweg akzeptieren, dass ihm als untergeordnetes Glied das Futter auch weggenommen werden kann.
Und zur Schadenfreude kann ich auch nur den Kopf schütteln...

Beitrag von hunaro 29.04.10 - 17:04 Uhr

Und gerade WEIL so viele Leute solchen Mist noch glauben, passieren jeden Tag Beissunfälle.

Wenn du dein Wissen über das Zusammenleben mit Hunden umfassend erweitert hast, können wir uns weiter drüber unterhalten.

#augen

Beitrag von celini13 29.04.10 - 22:46 Uhr

1. Mit dir habe ich nicht geredet.
2. Ich lebe seid 20 Jahren mit Hunden zusammen und keiner unserer Hunde hat jemals einen Menschen gebissen, geschweige denn einen anderen Hund!!!
3. Und meinen Wissensstand kennst du nicht, aber ich verszichte freiwillig auf SOLCHE Diskussionen.

Beitrag von petra1982 29.04.10 - 09:23 Uhr

Es sollte nicht über die Rasse gehen sondern um diejenigen die auf der anderen Seite der Leine sind.

Die Kinder nicht aufklären wann mal ende ist mit dem Hund, wie der Umgang ablaufen sollte.

Wie oft lese ich hier das ein Hund das Kind gezwickt hat weil dieses meint es als Pferd zu misbrauchen....Sorry da hab ich keinerlei verständnis das man sich da wundert das ein Hund sich wehrt.....

Ja er war ein Mix und Schäferhunde sind auf der Beissliste gaaanz oben, und hat meist mit dem Halter zu tun das diese Hunde nicht artgerecht gehalten werden.

Beitrag von -tinkerbellchen- 29.04.10 - 09:33 Uhr

Dat is ja nix neues. Trotzdem darf man etwas schadenfroh sein, dass es nun mal andere Rassen treffen #cool

Beitrag von petra1982 29.04.10 - 09:35 Uhr

Ich denke die Hunde die nicht in diese Sparte passen vom Kampfhund und eben nur zwicken oder blutig beissen werden einfach nicht berichtet ist doch langweilig für die allgemeinheit

Beitrag von hunaro 29.04.10 - 17:06 Uhr

Naja Schnegge, schadenfroh ist vielleicht nicht das richtige Wort dafür. Aber ich kann verstehen, was du meinst.

Vorbei ist's mit dem "Uns passiert sowas ja nicht, wir haben ja nur einen XYZ..."

Zähne haben se alle, beissen können se alle, gut erzogen werden können se alle...

LG, Ute

Beitrag von -tinkerbellchen- 29.04.10 - 19:29 Uhr

Ja, schadenfroh ist das falsche Wort, denn die Geschichte ist traurig genug.

Ich wünsche mir auch keine 2. Harburger Halle her oder gefüllte Tierheimen mit Huskymixen etc, um Gottes Willen.. ABER... ach du weißt was ich meine.

Mich kotzt es einfach nur an, dass ja jetzt alles so anders ist.

Man was andere die letzten 10 Jahre durchhaben, hat keinen interessiert.

Das regt mich so auf, obwohl es mich nichtmal betroffen hat, damals war ich zu jung bzw hatte mit dem Thema nix zu tun...

Aber jetzt ist das geschrei groß, wo es mal andere Rassen betrifft.....#augen

Beitrag von sneakypie 30.04.10 - 19:37 Uhr

Gerne nochmal und immer wieder: Schäferhunde stehen nur in absoluten Zahlen oben! Umgerechnet auf die Populationsgröße, ist der Pitbull Nr. 1.

Gruß
Sneak

Beitrag von 3wichtel 29.04.10 - 09:49 Uhr

Aber es ist doch wohl unbestritten, dass die Bisskraft bei einem Kampfhund viel höher ist als z.B. bei einem Dackel.

Wenn ich die Wahl habe, dann lass ich mich lieber von einem Dackel als von einem Pitbull beissen...

Beitrag von dani.m. 29.04.10 - 10:06 Uhr

So sehe ich das auch. Aber Husky/Schäferhund sind von der Kraft und Größe her auch nicht zu verachten! ;-)
Ich finde es ganz allgemein blöd, bestimmte Rassen zu verteufeln. Ich bin ab einer bestimmten Größe vorsichtig mit Hunden - eben wenn ich der Meinung bin, ein Biss könnte weh tun ;-)
Und was ich auch ganz furchtbar finde: Halter, die immer wieder beteuert, IHR Hund wäre gaaanz harmlos. Klar, es kommt auf die Erziehung an. Aber 100% sicher sein kann man doch eigentlich nicht. Ich wurde mal von einem Collie (bis dahin ein absolut lieber Familienhund!) gebissen, weil ich ihn an einer falschen Stelle gestreichelt habe.

Beitrag von petra1982 29.04.10 - 11:10 Uhr

Ich wurde mal von einem Collie (bis dahin ein absolut lieber Familienhund!) gebissen, weil ich ihn an einer falschen Stelle gestreichelt habe.

Genau weil du Ihn falsch gestreichelt hast. Was war das für eine Stelle und wieso ist er da so empfindlich gewesen?

Man sollte ein Tier immer mit Respekt behandeln. Und ich sage auch bei meinem Hund zu niemandem der tut nichts, es ist ein Tier wir können in sie nicht hineinsehen. Gilt für Katzen auch, wurde schon derbe gebissen von einer die erst mit mir geschmusst hat.....

Beitrag von dani.m. 29.04.10 - 11:18 Uhr

Es war am Hals und der Halter meinte danach, er hätte vor Jahren ein Halsband gehabt, das dort irgendwie gescheuert hatte.
Es sollte mehr Hundehalter geben, wie dich. Ich höre hier immer nur: wir haben einen Familienhund, der tut nix. Dabei hab ich schon gut erzogen Familienhunde erlebt, die das "eigene" Kind gebissen haben, weil es eine falsche Bewegung gemacht hat.
Und das mit den Katzen kenne ich auch. Meine Cousine hatte so ein "Biest". Die hat sich stundenlang kuscheln lassen, wenn sie aber keine Lust mehr hatte, hat sie gebissen #aerger

Beitrag von petra1982 29.04.10 - 11:29 Uhr

Ich denke einfach man muss als Erwachsener/Eltern und Hundehalter die Verantwortung tragen. Mein Mann hat zwei Töchter die alle zwei wochen da sind, die sind im Umgang mit den Hunden von uns aufgeklärt, wissen was sie dürfen und was nicht. Alleine Gassi gehen geht schon mal nicht da sie noch nicht alt genug sind (5 und 6 ) und ich den Hunden nicht zu 100% traue wenn ich oder mein Mann nicht dabei sind.

Und ja auch Katzen können Menschen Töten kaum zu glauben aber wahr ;-)

Beitrag von -tinkerbellchen- 29.04.10 - 11:31 Uhr

>>>und ich den Hunden nicht zu 100% traue wenn ich oder mein Mann nicht dabei sind. <<<

Vor 2 Tagen schriebst du noch du lässt die Kinder mit den Hunden auch mal alleine. #kratz

Beitrag von petra1982 29.04.10 - 11:33 Uhr

Ich schrieb das im Umgang mit alleine Gassi gehen, wenn z.b. ein anderer Hund kommt, andere Menschen wie spaziergänger entgegenkommen, wenn die Kidies allein mit den Hunden sind, dann im Hof bei uns der abgesperrt ist ;-)

Beitrag von petra1982 29.04.10 - 11:34 Uhr

Sehe oft Kinder die mit bei mir Kniehohen Hunden alleine Gassi gehen und kann sowas nicht nachvollziehen auch wenn der Hund hört, wer sagt das der andere dies tut? Und das Kinder dann nicht wissen wie sie sich verhalten sollen, weiss ich manchmal ja nicht wenn ein wilder Hund der agressiv ist auf mich zukommt.....

Beitrag von trollmama 29.04.10 - 10:25 Uhr

>>Aber es ist doch wohl unbestritten, dass die Bisskraft bei einem Kampfhund viel höher ist als z.B. bei einem Dackel.<<

Zeige mir bitte seriöse, wissenschaftlich fundierte Aussagen darüber!

>>Wenn ich die Wahl habe, dann lass ich mich lieber von einem Dackel als von einem Pitbull beissen...<<

Das erzähle mal dem 49-jährigem Mann, der von einem Dackelmischling gebissen wurde. Ups, das kannst Du ja nicht mehr. Der Mann wurde nämlich totgebissen.

Und ob Dir nun ein Dackel mit 100 Kp oder ein Pitbull mit 300 Kp die Kehle durchbeißt, das Ergebnis ist das Gleiche: Du bist tot!

Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von dani.m. 29.04.10 - 10:33 Uhr

Aber überleg doch mal logisch: unter welchen Umständen kommt ein Dackel an deine Kehle? Doch "nur" wenn du gestürzt bist. Ein Pit/Schäferhund/Husky/ Rotti usw. hat dagegen durchaus die Kraft, einen Erwachsenen umzuwerfen.
Ansonsten gebe ich dir vollkommen Recht. Hund ist Hund und KANN beißen. Ein bisschen Respekt schadet in keinem Fall!